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HERBSTSICHT III

In den vergangenen zwei Tagen habe ich über meine Gedanken zum Herbst geschrieben. Was ist der Herbst noch für mich? Das ist heute sehr schwer zu beantworten, denn eigentlich ist gerade der Sommer mit aller Macht zurück gekehrt. Aber das kann nur ein Zwischenschauspiel sein, wie wir alle wissen. Im Herbst ist alles in Bewegung. Schneller, als in allen anderen Jahreszeiten…. Es ist ein auf und ab. Nicht weniger, aber auch nicht mehr…..

 

Dies ist mein dritter und letzter Beitrag zu dem Projekt “HERBSTSICHT” des Blogs “MüllersSicht“.

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HERBSTSICHT II

Auch wenn die Herbstfarben noch so schön sind, schleicht sich immer ein wenig Melancholie in meine täglichen Gedanken. Herbst steht schließlich auch für Abschied. Abschied vom Sommer und auf unser Leben übertragen, Abschied von der Mitte des Lebens. Die Gedanken eines alten Mannes hierzu hat Theodor Fontane in folgendem Gedicht festgehalten:

Herbst
O du wunderschöner Herbst,
Wie du die Blätter golden färbst,
Deiner reinen Luft so klar und still,
Noch einmal ich mich freuen will.
Ich geh den Wald, den Weiher entlang;
Es schweigt das Leben, es schweigt Gesang,
Ich hemme den Schritt, ich hemme den Lauf

Erinnerungen ziehen herauf.

Erinnerungen sehen mich an,
Haben es wohl auch sonst getan.
Nur eins hält nicht mehr damit Schritt.
Lachende Zukunft geht nicht mehr mit.

Vergangenheit hält mich in ihrem Bann,
Vergangenheit hat mir’s angetan;
Den Blick in den Herbst, den hab ich frei,
Den Blick in den Herbst. Aber der Mai?
Theodor Fontane (1819-1898)

Dies ist mein zweiter Beitrag zu dem Projekt HerbstSicht des Blogs MüllersSicht. Irritiert etwas an dem Bild? Das sollte es :-)

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Foto-Dekathlon – Die Abstimmung hat begonnen!

Vom Foto-Dekathlon auf Janasworld hat sicher jeder gehört oder gelesen. Ich mache da auch in allen 10 Disziplinen mit, werde aber der Fairness halber meine Startnummer nicht verraten. Ab heute läuft die Abstimmung für die erste Kategorie “tierisch, tierisch”. Jeder Besucher hat 5 Stimmen. Also stimmt mit ab und vielleicht hat mein Bild  ja das Glück, eine eurer Stimmen zu bekommen :-). Falls ihr auch dabei seid, hoffe ich natürlich auch, dass ich euch meine Stimme gegeben habe ;-)!

Link zur Abstimmung

 

Die 10 Disziplinen und der Zeitplan für die Abstimmungen:

  1. tierisch, tierisch [29.9.-1.10.2011]
  2. beautiful landscapes [2.10-4.10.2011]
  3. Liebe & Freundschaft [5.10-7.10.2011]
  4. Menschenskinder [8.10.-10.10.2011]
  5. Tag & Nacht / Licht & Schatten [11.10-13.10]
  6. Makroblümchen [14.10-16.10.2011]
  7. black & white [17.10.-19.10.2011]
  8. meine Straße, mein Dorf, meine Stadt [20.10.-22.10.2011]
  9. Bewegung [23.10.-25.10.2011]
  10. Verfremdung, Composing, Experimente [26.10-28.10.2011]

 

 

 

 

 

 

 

 

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HERBSTSICHT I

Auch wenn der Sommer sich noch einmal aufbäumt, spüren wir in diesen Tagen, dass sich der Herbst mit großen Schritten nähert. Ich mag den Herbst und freue mich jedes Jahr aufs Neue auf diese Jahreszeit. Endlich ist die Luft morgens und abends wieder kühl, frisch und klar. Das Licht ist sanft und lässt das Grün viel schöner aussehen. Mittags dürfen wir darauf hoffen, dass die Sonne unsere Haut noch einmal kitzelt, aber nicht mehr so, dass es weh tut, so viel Kraft hat sie nicht mehr. Sie kitzelt sanft, wärmt und löst ein wohliges Gefühl aus. Das Schönste aber ist die Farbenpracht der Bäume, die nur der Herbst zu bringen vermag: orange, gelb und rot leuchten die Blätter, egal ob sie noch an ihrem Platz verharren oder, schon durch die Luft gewirbelt, unter unseren Füssen rascheln. Das hat mich schon als Kind fasziniert. Wir wirbelten die bunten Blätter durcheinander, bewarfen uns damit, um sie schließlich zu sammeln und auf weisses Papier zu kleben, steckten sie in dicke Bücher, um sie ganz glatt zu pressen. Heute mache ich meine Herbstbilder mit der Kamera :-)

Gestern und heute war ich unterwegs und habe die ersten herbstlichen Impressionen festgehalten. Heute, morgen und übermorgen gibt es je eine HerbstSicht. Das ist mein Beitrag zu dem Projekt “HerbstSicht” des Blogs MüllersSicht.

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Eyes on Paris – Ausstellung in den Deichtorhallen

Eyes on Paris heißt die Ausstellung, die derzeit in den Hamburger Deichtorhallen, im Haus der Photographie, zu sehen ist. Ich habe mir die Ausstellung gestern angesehen und bin begeistert. Der äußere Rahmen ist sehr gelungen. Die Raumgestaltung empfindet Pariser Bibliotheken nach und die Original-Bücher bzw. die Reprints sind anschaulich in Vitrinen zu bestaunen. An den Wänden hängen Vintage-Prints und es gibt eine Ecke mit Bildschirmen, wo man Videos ansehen kann, in denen je ein Fotobuch ausführlich besprochen wird. Die Ausstellung zeigt nicht nur eine Sammlung interessanter Fotobücher und Bilder, sondern in ihrer Gesamtheit auch die Pariser Geschichte und die Geschichte der Pariser Fotografie von 1890 bis heute.

In folgendem Video bekommt man einen kleinen Einblick in die Ausstellung und Kurator Hans-Michael Koetzle erzählt, wie es dazu kam, dass er begann, Fotobücher über Paris zu sammeln und wie schließlich die Idee  zu dieser Ausstellung entstand:

 

 

Wenn ihr die Ausstellung besuchen wollt, würde ich euch empfehlen, an einer der öffentlichen kostenlosen Führungen teilzunehmen. Man bekommt einen gezielten Einblick und erfährt vieles über die Bücher, die Fotografen, die Geschichte und sieht die Ausstellung mit diesen Informationen mit einem anderen Blick. Wenn man weiß, dass das Buch von Shinzo Fukuhara von 1922 das rarste Fotobuch über Paris ist, bestaunt man das Werk doch erst angemessen:

 

Die Ausstellung läuft noch bis zum 8. Januar 2012 und ich werde sie ganz sicher noch einmal besuchen.

Anfahrt und Öffnungszeiten sind auf der Webseite der Hamburger Deichtorhallen zu finden.

 

 

 

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Rauhfaser ist kein guter Hintergrund…

…deswegen begab ich mich auf die Suche nach einem Hintergrund, vor dem ich zu Hause Portraits fotografieren kann. Mobil sollte er sein und platzsparend aufzubewahren. Die Hintergrundsysteme, die von Stativen gehalten werden, schieden gleich aus, weil ich dafür hier keinen Platz habe. Für die Stative lässt sich immer eine Ecke finden, wohin aber mit der Rolle? Und Papier müsste es dann schon sein, denn über Stoffhintergründe las ich, dass die sehr zum Knittern neigen und bügeln kann je nach Stoff wirklich zeitaufwändig sein. Die Überlegung, eine Halterung mit den Rollen dauerhaft an die Decke zu schrauben, gefiel mir auch nicht, weil das im Wohnzimmer einfach nicht gut aussieht und das wäre der Raum, in dem ich mich mit der Kamera am weitesten vom Motiv weg bewegen kann. Dann entdeckte ich einen Hintergrund, der für meine Zwecke einfach perfekt ist: Der faltbare Hintergrund von Wallimex für 70€. Ein tolles Teil. Die eine Seite ist schwarz und zwar ein schönes, mattes Schwarz und die andere ist weiß und abwischbar. Ausgeklappt kommt das Teil auf 1,45 x 2 m und ist ganz schmal (1,5 cm), lässt sich also auch hinter einen Schrank schieben, falls man keine Lust auf´s Falten hat, so wie ich ;-). Gefaltet und in der Tasche verstaut hat es einen Durchmesser von ca. 65cm. Man kann ihn also gut mitnehmen, falls man jemanden in seiner eigenen Wohnung ablichten will. Seitlich und oben sind Schlaufen angebracht, so dass man ihn an Stativen aufhängen kann. Auch zum Aufhellen oder Abdunkeln ist er einsetzbar.

Wer einschlägige Erfahrungen mit Faltreflektoren hat, weiß, dass das Falten manchmal zum Glücksspiel wird. Hier gibt es ein hilfreiches Video, das zeigt, wie es geht :-)

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EVIL EYE

EVIL EYE ist ein weiteres Bild aus dem Shooting mit D. Monate zuvor, als ich D. das erste Mal sah, kam mir die Idee zu diesem Bild. Dieses ausdrucksstarke Gesicht ist einfach perfekt dafür.  Die Bild-Idee ist umgesetzt und das Ergebnis gefällt mir sehr. Allerdings kann ich mich nicht entscheiden, welches ich auf 500px hochladen soll. Welche Version gefällt euch besser und warum?

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Das erste Shooting

Wie schnell die Zeit vergeht. Freitag haben meine Knie vor lauter Lampenfieber wegen meines bevorstehenden ersten Shootings geschlottert. Mittlerweile liegt es hinter mir, die Bilder sind gesichtet, entwickelt und präsentiert. Die Knie haben sich beruhigt ;-). Rückblickend muss ich feststellen, dass das Lampenfieber im Grunde überflüssig war, denn es passte alles gut. Die Location im Freihafen ist spitze und wir hatten Glück mit dem Wetter. Der zu Fotografierende (der Begriff Model passt hier nicht wirklich) war gut drauf und bestens vorbereitet. Mein lieber “Assi” sah seinem ersten Job genauso motiviert entgegen wie ich dem meinen. Es war also alles super und wir verplemperten keine Zeit und legten direkt los. In dem Moment, als ich die Kamerasucher am Auge hatte, fiel das Lampenfieber von mir ab.

Zwei Stunden vergingen wie im Flug. Es hat unglaublich viel Spass gemacht und der Fotografierte ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Fotografin auch :-) Das Lampenfieber wird mit der Routine verschwinden…..

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Auf die Location hat vor kurzem Paddy von neunzehn72.de aufmerksam gemacht: Link zu Paddys Artikel. Vielen Dank!

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Lampenfieber vor dem Shooting?

Gerade bereite ich mich auf ein Shooting vor und stelle fest, dass ich doch ein wenig Lampenfieber habe, obwohl ich denke, dass ich gut vorbereitet bin: Die Location ist gecheckt, mit dem Modell ist alles besprochen, die Fototasche ist gepackt, Akkus sind geladen und Ersatzbatterien eingepackt. Die Softbox ist schon zusammengebaut (und passt hoffentlich in mein Auto ;-) ) und das passende Stativ bereitgestellt, ebenso ein Reflektor, denn vielleicht brauche ich gar keinen Blitz. Eine kleine Schminktasche habe ich auch mit dem Nötigsten bestückt. Puh. Einige Posen habe ich im Kopf, aber vielleicht mache ich mir noch Notizen? Was, wenn das Auto nicht anspringt. Und überhaupt, wo ist der Baldrian? ;-)

Kennt ihr das? Wie beruhigt ihr euch vor einem Shooting oder seid ihr ganz cool? Habe ich etwas wichtiges vergessen?

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JUDY LINN: In Bed with Patti

In der Galerie White Trash Contemporary in der Hamburger City ist im Moment die Ausstellung  JUDY LINN „In Bed with Patti” zu sehen, deutschlandweit übrigens das erste Mal. Es gibt unzählige Fotos der Rock- und Punklegende Patti Smith, aber die von Judy Linn sind etwas besonderes, sie sind sehr intim und von besonderer Ausstrahlung, was sich durch die enge Freundschaft der beiden, damals noch sehr jungen Frauen erklären lässt. Die Fotos entstanden zwischen 1969 und 1976.  Judy hatte die Fotografie gerade für sich entdeckt und brannte darauf zu fotografieren und Patti wollte unbedingt ihr Modell werden und wurde ihre Muse.

“Patti war inspirierend, weil sie so schlau war. Sie war unglaublich intelligent, belesen und interessant. Ich war damals gerade mit der Kunsthochschule fertig, hatte angefangen zu fotografieren, und Patti wollte gerne fotografiert werden. Sie hat einfach ihr Hemd ausgezogen und ich machte die Bilder, so als ob das dazu gehörte. Sie hatte wirklich fantastische Brüste. Sie hatte Spaß daran, sie spielte mit mir, es gab also eine beidseitig erdachte Geschichte. Ich gab ihr die Abzüge, und sie war echt glücklich. Das Ganze fand vor der Musik statt. Auftritte zu fotografieren hat mich nie interessiert.” (Judy Linn in:  Art Magazin – Interview mit Judy Linn)

Die Fotografie, die Inszenierung wurde zum Spiel und alles schien ihnen möglich zu sein. In jedem Foto spürt man die Vertrautheit der Freundinnen, eine unglaubliche Offenheit. Auf manchen Bildern wirkt der Blick der Fotografin zart, fast scheu und auf anderen hart und direkt. Entstanden ist eine Reihe interessanter Portraits einer jungen Frau, die – oberflächlich gesehen – noch wenig von der späteren Patti Smith hat.

“Ich kehre zum Anfang zurück, als Judy und ich uns an einem Sommertag des Jahres 1968 kennenlernten. Wir konnten nicht ahnen, dass wir unsere beiden Freunde überleben würden, so wie diese Fotos uns alle überleben werden. Weder Peter noch Robert überlebten das Ende des 20. Jahrhunderts, aber beide sind in diesen Bildern verewigt, den Standbildern unseres Film, des Films, der nie gedreht wurde. Diese Bilder sind wie Karten,  die aus einem mystischen Kartenspiel herausgefallen sind. Wie immer man sie auch mischt, sie bezeugen, dass wir einmal unschuldig und schön waren und all die Personen sein konnten, die wir uns vorstellten.” (Patti Smith, 2010, in “Patty Smith 1969-1976“)

 

Die Ausstellung läuft noch bis zum 15. 10. 2011. Anfahrt und Öffnungszeiten kann man der Homepage der Galerie entnehmen.
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