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Lichtfest City Nord 2012

In der City-Nord in Hamburg ist ab heute für 4 Tage Lichtfest. Der Künstler Andreas Boehlke hat diesen tristen Stadteil illuminiert. An einige Wände werden wechselnde Bilder geworfen, Laserstrahlen schwingen im Nachthimmel und die blau erleuchteten Brücken erinnern (zu) sehr an den Blue Port ;-). Auf meinen Streifzug durch die Lichter entdecke ich das Bild da oben. Das hat jetzt mit Kunst gar nichts zu tun, zeigt eine alltägliche Beleuchtung, aber ich mag das Motiv, ich finde diese Lampen so klasse. Und ich habe mir vorgenommen, die City Nord am Abend zu erforschen, wenn das Lichtfest vorbei ist, denn ich glaube dann, gibt es viel mehr Bilder zu entdecken ;-)

Aber ein paar Eindrücke vom Lichtfest habe ich schon auch mitgebracht, die übrigens ohne Schnick-Schnack, sondern nur mit Kamera, Geli und Stativ entstehen mussten, weil ich den Fernauslöser zu Hause vergessen hatte :-( Ok, ich lese in Zukunft meine eigenen Artikel vor dem Einsatz ;-) :

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Nachtfotografie

D300, Tokina 12-24mm, 8 Sek./ f 8, ISO 200, Spotmessung, manueller Modus

Aufnahmen bei Nacht haben ihren eigenen Zauber und mit ein bisschen Wissen darum, worauf man achten muss, gelingen sie wirklich jedem. Es gibt ein paar technische Voraussetzungen, ohne die Available-Light-Aufnahmen bei Nacht nur selten gelingen werden und eine Reihe an Zubehör, das zwar nicht zwingend notwendig, aber doch sehr hilfreich ist:

Voraussetzungen:

  • Du brauchst ein Stativ, denn die Belichtungszeiten sind so lang, dass dir keine scharfen Aufnahmen gelingen werden, wenn die Kamera keinen stabilen Untergrund hat, das schafft nachts auch kein Objektiv mit Bildstabilisator (VR/IS/OS). Eine Mauer o. ä. hilft, falls du kein Stativ dabei hast, allerdings ist man dann in der Bildgestaltung sehr eingeengt.
  • An deiner Kamera solltest du die Belichtungszeit manuell wählen können, ebenso den Iso-Wert und den Fokus, der Autofokus funktioniert ab einem gewissen Grad der Dunkelheit nämlich nicht mehr zuverlässig bis gar nicht.
  • Deine Kamera sollte in den Bulb-Modus versetzt werden können. Die meisten Kameras beherrschen eine Belichtungszeit von bis zu 30 Sekunden, das reicht aber manchmal nicht aus und dann braucht man den Bulb-Modus, der ermöglicht, dass man die Belichtungzeit manuell steuern und wesentlich länger als 30 Sek. belichten kann.
  • Ein Fernauslöser, denn er ist nicht nur bequemer zu bedienen, sondern verhindert auch, dass die Kamera durch Drücken des Auslösers in Schwingungen gerät. Einen kabelgebundenen Fernauslöser bekommt man schon für kleines Geld (ca. 10 €) und selbst die simpelste Version hat eine Einrast-Funktion, was sehr hilfreich ist, wenn du deutlich längere Belichtungszeiten wählst. Besonders fein sind Infrarot-Auslöser, die man bequem in der Tasche verschwinden lassen kann, die aber nicht an jeder Kamera funktionieren. Hat man aber gar keinen, kann man zur Not auch den Selbstauslöser der Kamera benutzen, wobei dabei das Risiko besteht, leicht verwackelte Aufnahmen zu bekommen.

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, steht gelungenen Nachtaufnahmen nichts im Wege.

Hilfreich wäre außerdem:

  • Ein Smartphone mit Stopp-Uhr, um die Belichtungszeit zu erfassen, wirklich sehr hilfreich im Bulb-Modus!
  • Je nach Lichtsituation eine Okkular-Abdeckung, die den Sucher abdeckt, damit während der langen Belichtung kein Licht durch den Sucher eindringt. Er ist eigentlich im Lieferumfang der Spiegelreflexkameras enthalten und wird quasi über den Sucher geschoben. Bei manchen teureren Modellen braucht man nur einen Riegel am Sucher vorschieben.
  • Eine Taschenlampe, nicht nur um in der Dunkelheit Bedienungsknöpfe oder eventuell runtergefallene Sachen oder einfach den Weg zu finden ;-), sie kann auch beim Fokussieren helfen. Dazu später mehr.
  • Eine Streu- bzw. Gegenlichtblende hilft gegen unerwünschte Lichtreflexe
  • Ein Neutral-Dichte-Filter, kurz ND-Filter genannt, kann helfen, wenn man für bestimmte Effekte (z. B. seidige Wasseroberfläche) eine längere Belichtungszeit nutzen möchte, das Umgebungslicht aber zu hell dafür ist, wie es z. B. bei illuminierten Häuserfassaden der Fall sein kann. Wie man ihn einsetzt, ist hier gut beschrieben.
  • Ein Ersatz-Akku, denn falls es kalt ist, kann es dir passieren, dass der Akku leer ist, bevor du fertig bist (Ehrlich gesagt, ist mir das noch nie passiert, wenn der Akku vorher voll geladen war, aber das ist sicher auch vom Fabrikat abhängig)

Wenn die Fototasche gepackt und die Location erreicht ist, kann es los gehen:

Die beste Zeit für schöne Nachtaufnahme ist die blaue Stunde. Das ist die Zeit 1/2 Stunde vor und nach dem Sonnenuntergang. Das obere Foto ist zur blauen Stunde aufgenommen worden. die Zeit der blauen Stunde ändert sich täglich, aber es gibt zum Glück eine Tabelle dazu.

Ich fotografiere grundsätzlich RAWs und keine JPGs, da ich damit alle Entwicklungsmöglichkeiten behalte und mich auch nicht um den Weißabgleich kümmern muss.

Nun könnte man denken, es ist dunkel, also stelle ich Lichtempfindlichkeit (Iso) des Sensors höher ein. Das wäre ein fataler Fehler, denn bei Dunkelheit gilt: Je höher die Iso, je höher das Rauschen. Richtig ist, den Iso-Wert auf den niedrigsten einzustellen, der für der für die jeweilige Kamera optimal ist. Bei der D300/D700 ist das z. B. 200, andere Kameras geben 100 oder sogar nur 50 Iso an.

Da wir mit einem Stativ arbeiten, müssen wir den Bildstabilisator (VR/IS/OS) ausschalten, denn er würde hier zu unerwünschten Verwacklungen führen. Auf Nummer sicher geht man, wenn man die Spiegelvorauslösung nutzt, denn selbst das Hochklappen des Spiegels kann zu kleinen Erschütterungen führen.

Für die Messung der Kamera sollte man die Matrix- bzw. Mehrfeldmessung einstellen, weil sie ausgeglichenere Ergebnisse liefert als die Spotmessung.

Das Fokussieren im Dunkeln stellt oft ein echtes Problem dar. Der Autofokus spielt verrückt und im Sucher sieht man nicht so recht etwas. Für die Bildgestaltung hilft hier, kurz die Iso zu erhöhen, die Blende aufzureißen und dann das Bild komponieren und den Schuss am Monitor kontrollieren. Steht die Komposition, stellen wir Iso und Blende wieder zurück. Für´s Fokussieren kommt nun die (einigermaßen leistungsstarke) Taschenlampe ins Spiel. Damit kann man das Objekt anleuchten, fokussieren und dann auf manuellen Fokus gehen, damit er sich nicht wieder verstellt. Man kann sicher auch einen Blitz dafür nutzen. Ist das Objekt, z. B. eine Skyline,  weiter weg, stellt man am Objektiv am besten “unendlich” ( ∞ ) ein.

D80, Nikkor 18-200mm, 1,6 Sek./ f 4, ISO 100, Mehrfeldmessung, manueller Modus

 

Wie schon erwähnt, sollte man keine Belichtungsautomatiken nutzen, da diese  mit dieser Lichtsituation meist überfordert sind und nur erstrebt wären, das Bild gleichmäßig hell zu kriegen, was ja gar nicht erwünscht ist und eine schöne Lichtstimmung kaputt machen kann. Also nutzen wir den manuellen Modus. Zwar sollte man immer versuchen, das Bild korrekt zu belichten, aber bei Nacht liegt die Schwierigkeit oft darin, die Lichter korrekt zu belichten. Hier kann man in dem Fall also lieber einen Tick unterbelichten, was hinterher mit Bildbearbeitung eher wieder ausgeglichen werden kann. In überbelichtete Lichter bekommt man schwerer Zeichnung zurück, als man dunklere Stellen aufhellen kann. Auf Nummer sicher geht man, wenn man eine Belichtungsreihe erstellt, so hat man eine Auswahl und/oder  kann daraus später ggfls. ein HDR machen, so man mag.

Zwischendurch das Bild am Monitor zu überprüfen macht natürlich Sinn, allerdings sollte man dann auch ins Bild zoomen, denn auf dem kleinen Monitor der Kamera sieht ein nicht ganz scharfes und nicht richtig gut belichtetes Bild vielleicht noch knackig aus, auf dem Computer-Monitor stellt sich dann die Enttäuschung ein. Ob viele Lichter ausgefressen sind, zeigt uns das Histogramm.

Das hier ist das Histogramm zu dem Bild der Raffinerie darunter:

D700, Nikkor 12-24mm, 1/4 Sek./ f 8, ISO 400, Spotmessung, manueller Modus

Man kann hier am Histogramm ablesen, dass das Bild weder  “abgesoffene Tiefen” noch “ausgefressene Lichter” hat. Wichtig ist, dass der rechte Rand (Spitze der Lichter) nicht überläuft. Sucht euch doch ein Bild von der Festplatte und hebt die Belichtung per Regler an und beobachtet dabei das Histogramm, dann wird sehr schnell klar, was das Histogramm zeigt.

Immer wieder wird in Foren die Frage gestellt, wie man den Sternchen-Effekt erreicht. Das ist ganz einfach, man muss die Blende weiter schließen. Je nach Objektiv und Lamellenzahl ab einem Blendenwert von 8, ganz sicher mit 16 hat man die schönsten Sternchen im Bild:

D300, Tokina 12-24mm, 15 Sek./ f 20, ISO 200, Mehrfeldmessung, manueller Modus

Lichtschlangen brauchen gar keine so lange Belichtungszeit, das folgende Bild wurde 1,6 Sekunden lang belichtet:

D80, Nikkor 18-200mm, 1,6 Sek./ f 4, ISO 100, Mehrfeldmessung, manueller Modus

Auch um nette Bokehs zu fotografieren, eignen sich die Lichter in der Nacht sehr gut:

D700, Nikkor 70-200mm, 1/25 Sek./ f 3,5, ISO 400, Spotmessung, manueller Modus

So schwer ist das also gar nicht und die Fotografie bei Nacht lädt zum Experimentieren ein. Spielt doch einfach mit Blende und Belichtungszeit und schaut, was dabei rauskommt. Ich hoffe, mit diesem Artikel habe ich euch die Basics vermitteln können und euch Lust gemacht, abends die Fototasche zu schnappen und auf Fototour zu gehen. Die Stimmung nachts ist schön und nachfolgende Termine hat man auch nur selten, so dass viel Zeit und Ruhe da ist ;-).

Wer mehr dazu lesen möchte und dem dieser Artikel nicht weit genug geht, dem empfehle ich neben Tante Google, auf das Buch von Ronny (blogtimes.de) zu warten. Ronny ist ein Spezi auf diesem Gebiet und der Langzeitbelichtungen und schreibt gerade an einem Buch, auf das ich schon sehr gespannt bin.

Nachtrag:

Michael hat eine App empfohlen, die die Planung einer Nachtaufnahme entscheidend erleichtern könnte:

The Photographer´s Ephemeris – TPE. Die App ist als Desktopversion kostenlos (gut, um sich überhaupt erstmal ein Bild von den Funktionen zu machen) , die App gibt es für Android, iOS – auch für´s iPad und kostest 9€. Robert Blasius hat sich die Mühe gemacht, die App auf deutsch zu erklären und hat 4 Tutorials dazu veröffentlicht, die kostenlos über seine Webseite herunter geladen werden können.

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CLEMATIS

Zwischendurch mal ein Bild von der Festplatte, aufgenommen im Juni. Ich mag die Farben und die Formen.

 

 

 

 

 

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Polfilter: ein sinnvolles Zubehör

Rund um unsere Kameras gibt es viel Zubehör über deren Sinn oder  Unsinn man streiten kann. Nicht so beim Polfilter, in Langform Polarisationsfilter. Der kann nämlich etwas ganz besonderes, etwas was wir nachträglich mit keiner Bildbearbeitung wett machen können. Nein, ich meine nicht, dass er den Himmel und die Blätter schön blau bzw. grün macht und die Kontraste verstärkt. Das könnte man auch nachträglich mit Bildbearbeitung erreichen, wenngleich die Benutzung des Polfilters in der Natur durchaus zu Ergebnissen führen kann, die dann eben nicht mehr nachbearbeitet werden müssen. Ein Beispiel:

Ohne Polfilter

Mit Polfilter

 

Der Unterschied ist deutlich sichtbar. Das funktioniert aber nur, wenn die Sonne in etwa im 90° Winkel zum Filter steht. Kommt sie direkt von vorn oder gar von hinten, hat der Filter keine Funktion mehr und schluckt nur Licht, daher sollte man ihn nicht unötig lange auf dem Objektiv lassen. Es sei denn, man wünscht eine längere Belichtungszeit, z. B. um strömendes Wasser weicher wirken zu lassen.

Der Polfilter kann zaubern. Ok, das ist eine recht unnütze Funktion, eine Spielerei, aber doch faszinierend. Er zaubert das Bild meines Computers einfach weg:

Ohne Polfilter…

… ein bisschen gedreht……

… nochmal gedreht und weg ist das Bild!

 

Keine Zauberei: Ein LCD-Bild sendet linear polarisiertes Licht, welches ein Polfilter blocken kann. Man sieht gut auf dieser Grafik der Wikipedia, wo ein Polfilter vor einen LCD-Bildschirm gehalten wird.

Aber was der Polfilter noch kann, seht ihr auf folgenden Bildern. Die Funktion kann man mit einer Bildbearbeitungs-Software meines Wissens nicht erreichen und sie funktioniert auch auch auf Wasser, sprich: Du kannst durch die Wasseroberfläche fotografieren, was mitunter sehr reizvoll ist.

Ohne Polfilter

…. mit Polfilter

Ich finde die Möglichkeit, durch Glas fotografieren zu können, ziemlich cool. Das geht sonst ja nur, wenn man mit dem Objektiv ganz dicht an der Scheibe klebt.  Aber auch hier muss man beachten, dass man in einem bestimmten Winkel zum Fenster bzw. zur Wasseroberfläche steht. Eine Zahl will ich hier nicht nennen, man kann es prima im Sucher sehen, wenn man den Filter dreht. In diesem Beispiel hätte es z. B. nicht funktioniert, wenn ich mich frontal zum Schaufenster positioniert hätte. Ich stand ziemlich seitlich.

Ein Effektfilter, der Sinn macht, aber auch Nachteile hat, die ich nicht verschweigen möchte. Einen habe ich schon genannt: Dieser Filter schluckt deutlich Licht und sollte nur im Bedarfsfall aufgeschraubt werden. Ein weiterer ist, dass er “friemelig” ist. Das Aufschrauben ist schon nicht so einfach, weil man aufpassen muss, dass er sich nicht verkantet und sitzt er erstmal fest, ist es oft schwierig, ihn wieder abzuschrauben, was an den zwei Rändelrädern liegt. Und fest sitzen muss er, sonst ist die Gefahr groß, dass man ihn aus Versehen abdreht, wenn man den Filter verdreht. Ich habe ja immer einen Klarglasfilter drauf und das erweist sich hier als praktisch: Man dreht beide zusammen ab und dann ist es ganz einfach, den Klarglas- und den Polfilter auseinander zu schrauben, warum auch immer ;-).

Wer jetzt tiefer in die Materie einsteigen möchte und  sich für die technischen Details interessiert, dem empfehle ich den Artikel zum Thema auf der Seite traumflieger.de. Besser kann man  nicht erklären, wie dieser Filter funktioniert und als Sahnehäubchen wird der Frage nachgegangen, ob es immer der teuerste Polfilter sein muss. Zusätzlich ist der Wikipedia-Artikel lesenswert.

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Böse Falle Rudelfotografie ;-)

Wow, der Hafen macht diese Woche auf blau. Da muss ich hin. Nein, nicht gleich am ersten Abend, denn da stolpert man vermutlich nur über Stativbeine, nein, ich warte 2 Abende ab. Dann packe ich meine Tasche, mein Stativ und mache mich auf die Socken. Ich nutze lieber die öffentlichen Verkehrsmittel, weil es sicher sehr voll am Hafen ist. Während der Fahrt mit der Bahn wundere ich mich, dass nicht mehr Leute mit einem Stativ unterwegs sind. Wahrscheinlich habe ich Glück?!

An den Landungsbrücken angekommen, sehe ich, dass ich kein Glück habe. Überall stehen Menschen mit Stativen herum und fotografieren. Ich registriere, dass viele eine kleine Digicam auf dem Stativ haben, aber es laufen auch viele Leute mit gängigen DSLRs herum. Nicht zu übersehen ist allerdings, dass es ständig überall blitzt. Was bitte soll der eingebaute Blitz auf die Entfernung bewirken? Vermutlich ist den Leuten das auch klar, aber sie wissen nicht, wie man ihn abstellt. ;-)

Ich lasse meinen Blick schweifen,  finde ein Plätzchen und baue zwischen den anderen mein Stativ auf. Haha, alter Hase in der Nachtfotografie. Das habe ich in Hongkong geübt. Mmmh, Bilder sehen alle nicht ganz scharf aus. Komisch. …. (Um es vorweg zu nehmen: Ein paar Schuss später stelle ich fest, dass von gestern noch der VR im aktiven Modus war, was auf einem Stativ höchst kontraproduktiv ist :-(  ) Ich suche weiter nach dem perfekten Standort und treffe ständig auf Orte, die von mindesten 6-7 Fotografen genutzt werden und schaue, was da toll ist – nichts. Aber ich stelle mich doch vorsichtshalber dazu. Ich könnte ja was verpassen. ;-) Bereits nach dem ersten Versuch ist mir klar, dass ich den richtigen Riecher hatte. Die stehen da, weil alle da stehen und sind vermutlich recht ratlos, wenn sie ihre Bilder ansehen. ;-)

Ich klettere die vielen Stufen zum Hotel Hamburg hoch, denn gemessen an den aufgebauten Stative muss man von dort aus einen Wahnsinnsblick über den Hafen haben. Hmm, der Ausblick ist ja nicht so dolle. Ich drehe mich um und sehe die schöne Fassade des Hauses, die einen tollen Kontrast zu dem leuchtenden Blau bietet *klick*. Immerhin taugt der Schuss um mich endgültig von der Abbildungsleistung des 70-200mm zu überzeugen (ooc – out of cam!).

Nun, ich marschiere wieder runter und weiter und mir fällt auf, dass die Männer entweder allein sind – mit oder ohne  Stativ – oder aber eine oder sogar mehrere Frauen dabei haben und dann mit vermeintlichem Fachwissen auftrumpfen ;-). Bei den weiblichen Fotografen kann ich behaupten, dass die in den seltensten Fällen allein rumlaufen, sondern mindestens zu zweit. “Guck mal, Else, wie schön dat ussieht1°  Ich halte an, wittere eine schöne Perspektive, baue mein Stativ auf und lasse die Kamera in den Schnellverschluss rasten und schaue durch den Sucher. Super! In dem Moment schiebt sich eine Frau mit kleiner Kamera vor mich, weil sie das Geländer als Stativ nutzen möchte. Find ich gut, find ich richtig klasse, aber warum stellt sich sich mitten in mein Bild? Und bleibt einfach da stehen??? Resigniert rücke ich ein Stück zur Seite, denn auf eine Diskussion habe ich keine Lust. So ist das Bild aber nur halb so schön. Stativbeine einklappen und weiter…….

Eine stille Ecke bietet einen schönen Blick auf die Elbphilharmonie. Muss ich die auch fotografieren? Och nööö, das haben bestimmt eine Million Menschen vor mir getan. Aber da hinten leuchtet mich der blau erleuchtete Turm der Katharinenkirche an. Das ist mein letztes Motiv für heute, wobei es hier jetzt so schön ruhig ist, dass ich Lust auf eine nächtliche Fototour durch die Speicherstadt bekomme. Ich bin aber zu kaputt.

Fazit des Abends: Ich mag keine Rudelfotografie, aber man kommt manchmal nicht drumherum ;-)

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PROTECTED

 

Im Moment treibe ich mich häufiger im Hamburger Hafen herum. Grund dafür ist ein Kundenauftrag, für den ich bestimmte maritime Motive brauche. Ich gebe zu, der Hamburger Hafen zählte bisher eigentlich nicht zu meinen Lieblingsplätzen, im Gegenteil: ich habe ihn gemieden wie der Teufel das Weihwasser und entdecke ihn nun ganz neu. Und werde neugierig und schaue genauer hin. Mal sehen, was ich noch entdecke…..

 

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Tipp: Lichtkunst in Hamburg

Für Fotografen gibt es in Hamburg im August zwei Leckerchen:

Zum einen wird der Hafen ab 13. August  kurz vor und während der Cruise Days zum Augenschmaus, denn der Lichtkünstler Michael Batz wird ihn in schönstem Blau erleuchten. Hier könnt ihr euch Bilder der Illumination von 2010 ansehen. Ich denke, ein Besuch des Blue Ports mit Kamera und Stativ lohnt sich! Nähere Informationen findest du hier.

Zum anderen findet Ende August in der City Nord im Rahmen des Architektur-Sommers ein Lichtfest statt und lässt den ansonsten ziemlich trostlosen Stadtteil in bunten Farben erstrahlen. Lichtkünstler wird hier Andreas Boehlke sein, der Initiator des Berliner “Festival of Lights”. Nähere Informationen findest du hier.

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