Tengu Daiko & friends in der Fabrik

Am Freitag feierte  Tengu Daiko mit drei weiteren Hamburger Taiko-Gruppen ihr 10-jähriges Bestehen. Special Guest war  Taiko-Meister Yoshiyuki Kimura, Ex-Mitglied der weltberühmten Taiko-Gruppe Kodo, der  für dieses Event aus Japan angereist war. Taiko kommt traditionell aus Japan, erfreut sich aber weltweit steigender Beliebtheit, wobei die zahlreichen Taiko-Trommler diese Kunst weiterentwickeln und die einzelnen Gruppen sich in Stil und Ausdruck voneinander unterscheiden. Taiko ist laut, gewaltig und faszinierend. Getrommelt wird mit Holzstöcken, den sog. Bachis,  und viel Kraft, was man den Künstlern auch ansieht. Selten habe ich so trainierte Arme gesehen. Durch die Haltung, die die Spieler während der Stücke einnehmen müssen, wird außerdem der ganze Körper trainiert. Besser als jeder Sport, so man das nötige Rhythmusgefühl hat ;-). Wer sich unter Taiko nun so gar nichts vorstellen kann, werfe doch mal einen Blick in dieses Video (1Min.20)

Nun aber zu den Bildern, denn ich habe den Auftritt in der Fabrik fotografiert. Die Backstage-Bilder habe ich euch bereits gezeigt und gestern ein bisschen was davon geschrieben, womit und wie ich fotografiert habe und mit welchen Problemchen ich zu kämpfen hatte ;-)

Konzertfotografie – erste Erfahrungen

Bevor ich euch die Bilder vom japanischem Trommeln aus der Fabrik zeige, erzähle ich mal ein bisschen davon, wie meine erste Erfahrungen mit Konzertfotografie waren, denn zu den Bildern will ich dann lieber was über den Event an sich schreiben.

Ich habe bereits im Sommer ein Privatkonzert in einem kleinen Raum, ein öffentliches Open-Air-Konzert einer Geestachter Band und am Freitag halt das Trommel-Konzert in der Fabrik fotografiert und eine Erfahrung ist, dass die Lichtverhältnisse auf solchen Events schon eine echte Herausforderung ist, weil sie sich ständig ändern. Mal hast du buntes Licht, mal ist es ganz hell, dann wieder dunkel, dann kommt das Licht mal von vorn mal von hinten. Ständig ist man dabei, die Belichtung anzupassen. Das folgende Bild entstand übrigens bei dem Open-Air-Konzert:

Equipment & Kameraeinstellungen

Die D700 war dabei und ich hatte das 12-24mm, das 24-70mm und das 70-200mm (je 2.8er Lichtstärke) mit. Für den Notfall habe ich auch das 50mm 1.4 eingepackt, es aber nicht benutzt. Ungeheuer praktisch erwies sich meine neue Linsen-Tasche, die Lens Charger 3 von ThinkTank. Damit kann man mit 3 großen Objektiven hantieren und der Wechsel geht schnell und unproblematisch. Außerdem passt noch Kleinkram wie Speicherkarten und Akkus hinein und man ist nicht so beladen wie mit einer großen Fototasche. Eine zweite Speicherkarte erwies sich als sinnvoll, den Akku habe ich nicht wechseln müssen. Übrigens habe ich die meisten Bilder mit dem 70-200mm geschossen. Ich mag Nah-Aufnahmen und Einzelportraits :-)

In der Fabrik stellte ich fustriert fest, dass ich eigentlich mit ISO 3200 hätte arbeiten müssen (Blitz ist ja tabu). Dabei kommen aber mit der D700 in dunklen Situationen ziemlich verrauschte  Bilder heraus, die nach der Entrauschung total matschig aussehen, also habe ich mit ISO 1600 und Blende 2.8 fotografiert, was aber ziemlich tricky ist, denn man hat, je nachdem was man fokussiert, nur einen begrenzten Schärfebereich und wo die Schärfe liegt, ist durch die Bewegungen der Musiker manchmal einfach Glückssache. Mit Blende 3,5 oder höher hätte ich da schon große Probleme gehabt. Damit die Wahrscheinlichkeit auf ein gutes Bild größer wird, musste der Serienbildmodus desöfteren herhalten ;-).

Die Lichtverhältnisse erwähnte ich ja schon. Ganz besonders schwierig finde ich rotes Licht, denn es löst, je nach Lichteinfall, die Konturen der Köpfe auf. Wenn man dann eh schon mit ISO 1600 unterwegs ist, ein großes Problem. Und wenn man Bilder im Sucher komponiert, ist es naturgemäß nur auf der Bühne hell und evtl. am Rand in das Bild hinein ragende Arme o. a. sieht man nicht, sehr wohl am später am PC :-(

Ein weiteres kleines Problem

Es war noch jemand da, der fotografiert hat, dessen Prio aber eigentlich auf dem Pre-Shooting lag. Das hatte er sich am Abend anders überlegt, was ich gut verstehen kann ;-) Jedenfalls hatte ich mir einen Platz in der Mitte vor der Bühne erobert, den ich aber oft verlassen habe, um auch Fotos von der Seite zu machen. Und als es dann drauf ankam, sprintete ich zu meinem Mittelplatz und da saß schon der Andere…. Hmm, ich hatte den Auftrag, also habe ich mich für 3-4 Bilder einfach vor ihm positioniert. Ich weiß, das war frech, aber in diesem  Fall musste das mal sein (ist sonst so gar nicht meine Art). ;-)

Bilderflut & Bearbeitung

Jo und dann bin ich mit über 1000 Bildern nach Hause gekommen und saß erstmal ziemlich erschlagen vor dem Computer. Im ersten Schritt habe ich alle Bilder gelöscht, die absolut nicht zu gebrauchen waren. Dann waren es aber immer noch viel zu viele. Also Taktik geändert und im nächsten Durchgang die markiert, die mir ganz gut bis super gefallen. Das habe ich dann wiederholt und schon hatte ich den Haufen auf ca. 300 reduziert. Das war in Ordnung, denn immerhin sind 4 Trommelgruppen und ein Special Guest aufgetreten und es sind von jeder Band, so es möglich war, Komplett-Fotos und Einzelportraits dabei, die Backstage-Bilder nicht zu vergessen.

Dann habe ich erst mit der RAW-Entwicklung in Lightroom begonnen. Leider ist es bei Konzertbildern so, dass man kaum mit der Übertragung der Entwicklungseinstellungen von einem auf viele Fotos arbeiten kann, weil es keine konstanten Lichtverhältnisse gab. Das war schon viel Arbeit, aber mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden :-) Und ihr bekommt einige Bilder im nächsten Post zu sehen. :-)

Ach so, bevor ich vergesse, es zu erwähnen: Diese Art der Fotografie hat mir mächtig viel Spass gemacht :-)

Backstage

Gestern habe ich in der Hamburger Fabrik fotografieren dürfen. Was genau, dazu in einem späteren Beitrag mehr, jedenfalls wurde japanisch getrommelt und das war sehr cool. Ich durfte auch in den Backstage-Bereich und war doch ziemlich enttäuscht. Hier saßen also Größen wie Miles Davis, Meat Loaf, Chaka Kahn und Ten Years After…. Was hatte ich erwartet? Sicher keine seidenbezogenen Sofas und keinen Wellness-Bereich. Aber ein bisschen Luxus schon. Irgendwie. Und den gibt es da gar nicht. Ein relativ kleiner Raum, unterteilt in 3 Bereiche: Umziehen, Chillen & Essen, Schminken. Interessant wäre es wohl, die Wände nach Spuren der einstigen Helden abzusuchen ;-) So sieht es also aus, Backstage in der Fabrik (Ob Miles Davis sich mit einem der Vorgänger des Wasserkochers einen Tee gekocht hat?) :

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EIN SELTSAMES TIER

Vor ein paar Tagen ging ich in den Zoo
Die Sonne schien, mir war ums Herz so froh
Vor einem Käfig sah ich Leute stehn
Da ging ich hin, um mir das näher anzusehn
(Da ging ich hin, um mir das näher anzusehn)

Nicht Füttern stand auf einem großen Schild
Und bitte auch nicht reizen, da sehr wild
Erwachsene und Kinder schauten dumm
Und nur ein Wärter schaute grimmig und sehr stumm
(Und nur ein Wärter schaute grimmig und sehr stumm)

Ich fragte ihn, wie heißt denn dieses Tier?
Das ist die Freiheit, sagte er zu mir
Die gibt es jetzt so selten auf der Welt
Drum wird sie hier für wenig Geld zur Schau gestellt
(Drum wird sie hier für wenig Geld zur Schau gestellt)

Ich schaute und ich sagte, lieber Herr
Ich sehe nichts, der Käfig ist doch leer
Das ist ja gerade, sagte er, der Gag
Man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg
(Man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg)

Die Freiheit ist ein wundersames Tier
Und manche Menschen haben Angst vor ihr
Doch hinter Gitterstäben geht sie ein
Denn nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein.

Denn nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein…

Lyrics: Georg Danzer

Im Landeanflug

 

 

Flugzeuge faszinieren mich ja eigentlich mehr von innen, wenn ich mitfliege ;-), aber während ich in der letzten Zeit häufig an der Elbe war, um ein bestimmtes Bild einzufangen, flogen diese Vögel über mich hinweg. Also schnell die Kamera rumgerissen und abgedrückt, bevor sie am gegenüberliegenden Ufer auf dem Airbus-Gelände landeten.

 

 

 

Hochzeit!

Am Wochenende durfte ich auf einer Hochzeit fotografieren, danke an Claudi & Achim, dass ich hier einige Bilder zeigen darf :-) Ich wünsche euch alles Glück der Welt! Wer die Bilder in größerer Ansicht sehen möchte, klicke bitte hier :-)

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Eine Frage an euch

©pixelio/Gerd Altmann www.pixelio.de

Heute habe ich kein Bild für euch ;-), dafür frage ich euch nach eurer Meinung. Meine eigene habe ich dazu natürlich auch, aber ich möchte euch nicht beeinflussen und deshalb halte ich damit jetzt noch hinterm Berg ;-) Aber später werde ich sie euch in einem Kommentar mitteilen.

Stellt euch folgendes Szenario vor: Ihr habt ein Bild gemacht und präsentiert es euren Lesern auf eurem Blog. Daraufhin schreibt euch ein Leser eine E-Mail, in der er euch euer Bild schickt, welches er zuvor beschnitten und bearbeitet hat. Dazu einige freundliche Anmerkungen über die Art der Bearbeitung und den Mehrwert für´s Bild.

Wie würdet ihr das finden? Ich freue mich über eure Kommentare! Unten habe ich eine Abstimmung eingefügt :-)

Edit 05. 09. 2012:

Vielen Dank für eure Kommentare! Ich habe demjenigen, bevor ich diesen Post verfasst habe, eine E-Mail geschrieben, das fand ich fair.

“Hallo Person XY, das ist dein Bild von meinem Bild und hat mit meinem nichts zu tun, da du nicht vor Ort warst und nicht gesehen hast, was und wie ich gesehen habe.
Ich habe nicht nur kein Interesse daran, dass du (oder wer auch immer) mir deine Interpretation meiner Bilder ungefragt schickt, es macht mich ärgerlich, denn das, was ich auf dem Blog präsentiere, ist ein Stück von mir selbst.”

Das hat mich nämlich wirklich gestört. Bilderklau ist es ja nicht wirklich, denn er hat es ja nirgends veröffentlicht. In einem der oben stehenden Kommentare hat Michel einen wunderbaren Vergleich gefunden. Es wäre ähnlich, wenn ich mir ein Kleidungsstück schneidere und jemand anders es verändert und mir stolz präsentiert. Da wäre ich zugegebenermaßen noch erschrockener, denn davon hätte ich keine Kopie im Petto ;-).

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