Experiment IR-Fotografie mit DSLR

DIE GRAUSAME GRÄFIN

 

Infrarot-Fotografie hat mich schon immer fasziniert. Lange Zeit hing an einer unserer Wände eine IR-Aufnahme eines Parks mit großen, alten Bäumen und dem typischem “Wood-Effekt“. Wunderschön und so anders als normale Aufnahmen. Natürlich wollte ich auch solche Bilder machen, als ich mit der Fotografie begann, aber ich habe mich informiert und stieß immer wieder darauf, dass die digitalen Spiegelreflex-Kameras das nicht können, weil sie einen IR-Sperrfilter vor dem Sensor sitzen haben. Also habe ich das Vorhaben ad acta gelegt. Fataler Fehler! Zufällig sah ich mir diese Woche ein IR-Foto an, welches mit einer D700 aufgenommen wurde und recherchierte dass es doch möglich sei, wenn auch unter erschwerten Bedingungen (Langzeitbelichtung). Das schreckt mich natürlich nicht ab und so habe ich mir kurzerhand einen IR-Filter gekauft (IR 720) und gestern und heute experimentiert. Die Ergebnisse sind natürlich noch nicht perfekt, denn sooo einfach ist das Ganze nicht, aber sie zeigen mir, dass es funktioniert und ich bin absolut begeistert.  Wenn ich mich eingearbeitet habe, werde ich mit Sicherheit ein Tutorial schreiben, aber soweit bin ich noch nicht. Im Moment bin ich noch am Lesen und Probieren, auch was diesen unansehnlichen Hotspot (siehes 2. Foto, so ooc) angeht, der angeblich nur mit Linsen entsteht, die aus genau diesem Grund für diese Technik nicht geeignet sind, mein 24-70mm soll aber geeignet sein (?). Trotzdem: Hach, wie toll, ich freu mich, dass es überhaupt geht! Falls hier jemand mit handfesten Erfahrungen und Erkenntnissen liest, ich freue mich über das Teilen dieser oder über informative Links :-)

 

Hotspot in der MItte

Hotspot in der MItte

 

STRIPES IF

HAMBURG FOR PABUCA – NO FUN

NO FUN I

 

Was fällt mir ein zum Thema “no fun” in Hamburg? Da gäbe es so einiges, womit ich viele viele Blogposts füllen könnte. Sei es die zunehmende Vermüllung der Stadt, u. a. weil die Mülleimer einfach eingespart wurden. Gentrifizierung, die Menschen aus ihren Bezirken drängt, um mit teuren Mieten den Reibach zu machen. Der Zustand der Straßen, der z. T. wirklich kriminell ist. Kindertagesstätten, die in Räumlichkeiten gequetscht werden, für die es vor 20 Jahren niemals eine Genehmigung gegeben hätte. Der rasante Anstieg von Menschen ohne Wohnung, der im Stadtbereich immer sichtbarer wird. Das zu teure und nur im Zentrum komfortabel zu nennende öffentliche Verkehrsystem. Das Verschwinden kleiner Traditionsgeschäfte zugunsten der großen Ketten. Öffentliche Plätze, die kahl und unattraktiv ungenutzt bleiben und und und…….

Ich habe die drei Aspekte mit Bildern dokumentiert, die mir zu “no fun” als erstes einfielen. Absolut nicht funny sind die unzähligen Verbotsschilder, die sich an Kinder richten und die selbst in reinen Wohngebieten, die ursprünglich familienfreundlich konzipiert waren, zu finden sind. Nazi-Parolen, Hakenkreuze und antisemitisches Geschmiere sind kein Spaß! Und last but not least der rasant zunehmende Abriss von alten Häusern.

 

NO FUN II

 

NO FUN III

 

 

 

Mein Beitrag zu Pabuca´s NO FUN.

Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14

PABUCA – LOST

Lost Place

 

Mit vielen, bei Fotografen so begehrten “Lost Places” kann Hamburg nicht dienen. Zu kostbar sind die Flächen hier, als dass sie lange brach liegen. Es wird abgerissen und neu gebaut. Dennoch gibt es sie, diese Orte, die ihre ursprüngliche Bedeutung verloren haben und als kleine Oasen für Obdachlose, Sprayer und Fotografen eine neue bekommen und die sich die Natur Stück für Stück zurück erobert.

Auch gibt es Plätze in Hamburg, die zu bestimmten Zeiten ihre Bedeutung verlieren und an denen man sich dann ganz “lost” fühlt. In der Hafencity sitzen tagsüber viele Sonnenanbeter und schauen bei einem Kaffee auf die Elbe. Manchmal ist hier kaum ein Platz zu bekommen. Samstag-Abends ist es hier sehr einsam.

Und schließlich gibt es Orte, die noch keine Bedeutung zu verlieren haben, wie der neue Bahnhof in der Hafencity, dessen Ausgang noch ins Nichts führt und und an denen ich mich ganz verloren fühlen würde, wenn ich nicht Leere und Linien mögen würde ;-).

 

LOST IN THE EVENING

 

NOT IN USE_

Mein Beitrag zu Pabuca – Lost.

Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14

 

3 Momente in der Zeit

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Wieder in St. Peter-Ording. Diesmal nicht aufgeregt, so wie beim letzten Mal, als es das erste Mal im Jahr war. Diesmal ruhig und entspannt. In der gleichen Ecke am Strand, um ihn, diesen Ort, erneut zu fühlen. Wieder sind nur wenige Menschen dort und die unglaubliche Weite und Ruhe umfängt mich ganz intensiv. Einfach sitzen und schauen. Die Bilder kommen lassen. Diesmal ist ablandiger Wind, der den Sand aus den Dünen Richtung Wasser peitscht. Ich lasse mich ganz ein auf dieses Bild. Gedanken, Ängste, Stress und Begehrlichkeiten sind nach und nach vergessen. Ganz im hier und jetzt, den Sand beobachtend, sitze ich da. Fotografie ist Meditation. Die vollständige Konzentration, die Achtsamkeit für eine Sache, einen Moment. Wenn ich durch den Sucher der Kamera sehe, ist nur noch ein begrenzter Raum sichtbar, auf dem sich meine ganze Konzentration richtet. Diesmal habe ich ein Teleobjektiv dabei, welches den Blick noch mehr konzentriert. Im Ohr die Musik dieses Ortes.

Drei scheinbar gleiche Bilder. Würde der weiße, trockene Dünensand nicht vom Wind über den Strand getrieben, wären es drei scheinbar gleiche Bilder. Doch es sind drei Momente in der Zeit.

 

PABUCA – EXHIBITION

THE CUBE

Exhibitions, Ausstellungen, gibt es in Hamburg natürlich jede Menge und auch sehr interessante. Unzählige kleine und größere Galerien laden zum Bummeln ein. Einige, darunter die Galerien Morat und Hilaneh von Kories, engagieren sich sehr, nicht nur für die Künstler, sondern auch für die Besucher. Veranstaltungen, Künstlergespräche und Führungen bieten Information und Auseinandersetzung. Die Deichtorhallen, bzw. das Haus der Photographie ist in Sachen Fotografie sicher führend in Hamburg.

Im Cube der Kunsthalle wird zur Zeit die Ausstellung von Karl Lagerfeld gezeigt. Ob die Beiden die Ausstellung besucht haben, entzieht sich meiner Kenntnis, man hat aber den Eindruck, dass sie sich mehr füreinander interessieren.

Aber Ausstellung bedeutet nicht nur die Ausstellung von Kunst. Jedes Schaufenster bietet eine kleine Ausstellung und z. B. auf dem Hamburger Dulsberg gibt es kleine Läden, an deren Schaufenstern man sich die Nase platt drücken kann, weil die Ausstellung einfach spannend ist.

FULL OF SURPRISES

 

Es gibt aber auch Orte des Gedenkens, an denen ausgestellt wird. Ausstellungen, die ich für unglaublich wichtig halte, weil sie Geschichte an realen Orten emotional transportiert. So wie in der KZ-Gedächnisstätte Hamburg-Neuengamme.

DEPORTATION

 

Dies ist mein Beitrag zu Pabuca – Exibition.

Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14

 

Sand und Hellblau

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Jeder Ort hat seine Farben . Der Strand von St. Peter-Ording ist sandfarben und hellblau. Der Sand ist hell, trocken fast farblos oder weiß und  fein und weich. Die Dünengräser schimmern grün, aber niemals satt und knallig, im Gegensatz zum Himmel, der manchmal so tiefblau daher kommt, dass es schon fast kitschig wirkt. Ich mag ihn lieber, wenn er sich in sanftem Hellblau zeigt, weil das einfach superschön zu diesem Sand passt. Sehe ich irgendwo anders die Farbkombination, erinnert mich das stets an diesem Ort, den ich seit vielen Jahren besuche. Manchmal für einige Wochen, manchmal nur für einige Stunden, wie in der letzten Woche, als diese Bilder entstanden. Mir bedeuten die Farben hier so viel, dass ich keine s/w-Bilder von ihm machen mag. Den Bildern fehlt dann etwas wesentliches. Sand und Hellblau. Zwei Farben, die mich die Seeluft riechen, das Meeresrauschen und die Möwen hören und den Frieden und Entspannung spüren lassen. Dazu diese Weite, die den Blick nicht einengt, die Einsamkeit, die man dort immer finden kann. Zwei Farben. Meine Entspannung ist sandfarben und hellblau. :-)

 

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A PEACEFUL PLACE

 

 

PABUCA – NIGHT

NIGHT CLOUDS

 

 

GREEN TILES

 

 

SPOOKY

 

Nachts ist in Hamburg abseits des Kiezes und einigen anderen ausgewählten Orten nicht viel los. Die meisten Menschen sind längst zu Hause, die anderen sitzen im Restaurant oder genießen ein Stück Kultur. Draussen sind die Hamburger bei Nacht nur im Hochsommer, wenn die lauen Nächte locken.

Ich fotografiere gern in den menschenleeren Straßen und mag es, wenn die Lichter oder die Dunkelheit der Nacht das Bild der Stadt prägen. Man gewinnt Einblicke, die bei Tag nicht möglich sind, so entdeckte ich das Treppenhaus mit den den schönen grünen Wandfliesen bei Nacht, bei Tag bin ich daran bisher immer vorbeigelaufen, ohne es zu beachten. Die Ausfahrt eines Parkhauses wird zu einem interessanten Objekt, wenn der Asphalt die Lichter reflektiert. Während ich dort hockte, beschäftigt mit der Ausrichtung der Kamera, tauchte plötzlich dieser Schatten auf und ich habe mich so erschrocken, dass ich die Kamera verriss :-D. Aber genau wegen dieser Geschichte mag ich das Bild so.

Dies ist ein Beitrag zu Pabuca – Night.

Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14

Party-Fotografie mit der Fuji X100S

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Am Wochenende habe ich auf einer (tanzfreien) Party fotografiert. Just for fun und insofern habe ich die Fuji X100s mal so richtig gequält. Da ich ihre JPGs klasse finde (hier: s/w yellow, Schärfe +1, dunkle Bereiche -1), habe ich diesmal darauf gesetzt, allerdings für den Fall der Fälle die RAWs bzw. RAFs trotzdem abgespeichert, was sich als überflüssig herausstellte. Fotografiert habe ich mit der Zeitautomatik (Auto-ISO 6400, Blende 2,8), weil die bei der Kleinen wirklich gut funktioniert und ich mich komplett auf die Menschen und Momente konzentrieren konnte.

Es war eine gemütliche Party, sprich viele Menschen auf engem Raum. Mit der Kleinen bin ich zwischen ihnen untergetaucht (ich kannte dort kaum jemanden) und wurde bald schon nicht mehr wirklich als Fotografin wahrgenommen, da war sicher auch der A-Modus hilfreich ;-). Die Fuji nimmt eh niemand als “Bedrohung” wahr und da ich nicht geblitzt habe, noch weniger. Entstanden sind wirklich stimmungsvolle Fotos voller Gefühl, schöne Moment-Aufnahmen, ungestellt und weitgehend frei von diesen typischen “upps-ich werde fotografiert”-Gesichtern. Das liegt auch daran, dass man den Fokus hier ganz an die Ränder legen kann, etwas, was bei Nikon nicht geht. Die Menschen kommen nicht auf die Idee, dass sie fotografiert werden, wenn die Linse nicht direkt auf sie gerichtet ist. Der nicht gerade als pfeilschnell bekannte Autofokus war kein Hindernis und auch Belichtungszeiten von 1/17 Sek. führten nur selten zu unscharfen Bildern, gut, das liegt auch ein bisschen an mir :-).

Durchschnittlich wählte die Kamera zwischen 4000-und 6400 ISO und ich habe die Bilder nicht entrauschen müssen. Bei s/w-Fotos hat dieser minimale Hauch von Grimmeln einfach Charme. Unterm Strich sind die Bilder, die nichts geworden sind, die, wo ich plötzlich einen Arm vor der Linse hatte oder ähnliches, was bei einer Party ja schnell passiert.

Fazit: Die Kamera hat diese Aufgabe mit Bravour gemeistert, großes Kino! Ich habe am nächsten Tag nur eine Bildauswahl erstellt, auf einigen ein wenig an der Helligkeit gedreht, bisserl nachgeschärft und gut war´s. So schnell war ich noch nie mit einer größeren Menge Bilder fertig. Richtig super. Allerdings wurde hier auch nicht getanzt, da hätte ich dann doch einen Blitz einsetzen müssen, um nicht nur verwischte Fotos zu bekommen.

Nein, ich werde nicht gesponsert :-). Nein, ich kann euch die Bilder leider nicht zeigen, aber das Beitragsbild zeigt ja ein bisschen, wie die Ergebnisse aussehen.

52/7-11

71 FEEDING BIRDS

71 FEEDING BIRDS

72 THE LEAVE AND THE BALLOON

72 THE LEAVE AND THE BALLOON

73 FEEDED BIRDS

73 FEEDED BIRDS

74 H

74 H

75 NO PHOTO TODAY

75 NO PHOTO TODAY

76 OFFLINE

76 OFFLINE

77 AT THE DENTIST

77 AT THE DENTIST

Das war eine nette Woche, doch schon, obwohl das Wetter ziemlich bescheiden war und ich so einiges auf dem Zettel hatte. Na ja, und eine Lücke gibt es dieses Mal, ein Tag, an dem ich einfach keine Lust hatte, so gar keine. Auch das gehört zu einem Projekt und da ich nun mal (vor allem) mich selbst nicht betrügen will, habe ich heute schnell einen Lückenbüßer erstellt :-D.

Projekte sind nicht starr, sollten sie auch nicht sein. Sie können angepasst werden, wenn man feststellt, dass da irgendetwas unrund läuft. Und für mich läuft im Moment mein Blog unrund. Es ist mir zu projektlastig und ich würde gern wieder andere Posts verfassen. Ja, rein theoretisch könnte ich das zusätzlich, aber in der  zurückliegenden Zeit hat sich für mich eine Frequenz von ca. 2 Post pro Woche als gut und praktikabel herausgestellt. Ich würde gern wieder einzelne Bilder zeigen und “richtige Artikel”, also solche mit mehr Inhalt, schreiben. Und auf “Pabuca” will ich nicht verzichten, denn das Projekt macht mir so richtig viel Spaß.

Außerdem hatte ich schon angesprochen, dass mich eure Reaktionen, so toll sie auch sind, bei meinem Projekt beeinflussen. Bei der täglichen Fotografie denke ich dann schon daran, welches Bild ich posten, was ich dazu schreiben könnte und wie ich die Bilder zusammenstelle. Das untergräbt die Spontanität, den Spaß und die Freiheit. Bitte nicht falsch verstehen, ich freue mich natürlich über die Resonanz, aber sie beeinflusst mich und da ich das in mir nicht abstellen kann, habe ich mir folgendes überlegt:

Ab der nächsten Woche, die ja schon begonnen hat,  werde ich die Bilder meines 52/7-Projektes nur noch in der Galerie auf lichtbildwerkerin.de zeigen. Dort könnt ihr bei Interesse gelegentlich oder via RSS-Feed (unten rechts ist so ein kleines Zeichen neben meinem ©) dauerhaft auf dem Laufendem bleiben. Einen Link dazu werde ich auch in die Seitenleiste des Blogs einbauen.( Edit: Auf fickr könnt ihr das Album auch verfolgen: 52/7 flickr.) Frei nach Udo Lindenberg:

“Und Ich mach mein Ding, 
egal was die anderen sagen 
Ich geh meinen Weg, 
ob gerade ob schräg, das ist egal”

;-)

People in Hamburg

THREE FRIENDS

 

WINTERBEACH

 

SUNNY WALK

 

People – Menschen in Hamburg. Beim ersten Sonnenstrahl sind sie alle draußen unterwegs. Sitzen trotz der Kälte an der Alster, flanieren am Elbstrand oder in der Hafencity. Das unterscheidet Hamburg sicher nicht von anderen deutschen Städten. Vielleicht eher die Überzeugung, besonders stylisch und hipp zu sein, was z. B. dem Berliner nur ein müdes Lächeln entlockt. Hamburger sind im Vergleich zu Menschen anderer Weltstädte ein Stückchen zu konservativ, zu steif, zu reserviert. Aber durchaus liebenswert. ;-)

Mein Betrag zu PABUCA – PEOPLE

Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14.

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