Impressionen von “Augen auf! 100 Jahre Leica Fotografie”

DSCF8701

Im November war ich im Haus der Photographie und habe mir die Ausstellung “Augen auf! 100 Jahre Leica Fotografie” angesehen. Leica-Fotofrafen gehen hier vermutlich durch ihre “heiligen Hallen” und haben ein ehrfürchtiges Gefühl, da natürlich auch alte Leicas ausgestellt sind, Bücher, in denen genau aufgelistet wurde, wann welche Leica wohin verkauft wurde. Sogar die Entwürfe für die erste Leica überhaupt hängen hier. Nach diesem Abschnitt der Präsentation geht es dann richtig los. Was ich einfach wahnsinnig spannend finde: 100 Jahre Leica sind 100 Jahre Geschichte, unsere Geschichte. Nicht nur die Geschichte der Fotografie, sondern Geschichte allgemein. Sehr interessant und für mich rückte die Leica komplett in den Hintergrund, hier geht es um die Geschehnisse und die Fotografen der vergangenen 100 Jahre. Es sind wirklich viele Bilder, schöne, interessante und teilweise auch grausam reale. Klar, die Leica war die Reportage-Kamera schlechthin.

Rund 550 Fotografien von über 140 Künstlern, ergänzt um dokumentarisches Material − Zeitschriften, Magazine, Bücher, Werbemittel, Broschüren, Kameraprototypen, Filme − rekapitulieren die Geschichte der Kleinbildfotografie von den Anfängen bis in unsere Tage.

Quelle: Deichtorhallen

 

Das ist Input, für den man Zeit braucht. Ich habe an einer öffentlichen Führung teilgenommen, leider nicht an der Kuratorenführung, die passte diesmal nicht in meinen Zeitplan. Aber wenn ihr überlegt, die Ausstellung zu besuchen, bringt viel Zeit mit und versucht möglichst eine Führung zu erwischen. Es ist so wahnsinnig viel Material, dass ein bisschen Anleitung und Information ganz hilfreich sind. Ich zeige euch einige Impressionen, ausführlich darüber zu schreiben, würde hier den Rahmen sprengen. Dieser Artikel vom NDR beschreibt es sehr gut. Es gibt auch ein Buch zur Ausstellung, welches natürlich auch auf meinem ellenlangen Wunschzettel gelandet ist.

Hier bin ich tatsächlich schon an Bildern von Rodcenko vorbeigelaufen, Herr Herschelmann, aber in der Fülle der Bilder ist er mir durchgerutscht ;-)

Die Ausstellung läuft noch bis zum 11. Januar 2015 und ich denke, selbst eine weite Anreise lohnt sich!  Die nächste und letzte Kuratorenführung findet am 7. Januar 2015, um 18:00 Uhr statt. Infos auf der Webseite der Deichtorhallen.

Die Ausstellung geht anschließend auf Tour. Im Frühjahr 2015 wird sie in Frankfurt/M. zu sehen sein, im Sommer dann in Berlin, im Herbst/Winter in Wien und im Frühjahr 2016 in München.

 

Was inspiriert dich?

 

DREAMY LAKE II

Eine Stippvisite auf Facebook und eine Diskussion um die Technik, welche Marke, welche Linsen, ISO, Rauschen, Schärfe und und und. Ich mag solche Diskussionen lesen, es kommt aber relativ selten vor, dass ich über Foto-Technik schwafle. Marketing-Beratern würden deshalb vermutlich die Haare zu Berge stehen, denn die Balken der Statistik an “Technik-Tagen” gleichen Wolkenkratzern in einem norwegischem Dorf ;-). Ich habe einige E-Mails mit der Frage erhalten, warum ich denn nicht über meine neue Kamera schreibe, das wäre doch was, was die Leser interessiert. Ja, vielleicht, einige zumindest. Aber das können andere besser und tun es auch fleissig. Oft schon, bevor das neue Gerät überhaupt erschienen ist ;-)

“It is an illusion that photos are made with the camera… they are made with the eye, heart and head.” – Henri Cartier-Bresson

Mir persönlich ist es mittlerweile relativ schnurz, womit jemand fotografiert. Es ist doch völlig egal und du siehst doch nicht, mit welchem Gerät ein Foto gemacht wurde.  Neulich sagte mir jemand, ich habe die fette Kamera, weil es nicht sein kann, dass der Kunde eine fettere Kamera hat als ich. Hmm, solange der Kunde nicht die besseren Fotos macht, sollte auch das egal sein :-D. Wenn mich Technik fasziniert, dann sind es eher die verschiedenen Möglichkeiten, ein Foto zu machen. Obiges ist mein allererstes Bild mit einer Lochblende, also einem Plastikdeckel mit Loch. Ich mag staunen und das hat mich zum Staunen gebracht :-). Das funktioniert tatsächlich ;-). Scharf geht anders, aber ich mag es.

Wichtig ist, dass ein Bild mich irgendwie berührt. Das Ergebnis zählt und der Weg dahin ist egal. Mir ist egal, ob analog, digital, ob s/w oder Farbe, iPhone oder Leica, mit oder ohne Photoshop. Das alles sind nur Werkzeuge!

Wonach wir doch alle suchen, ist Inspiration. Das, was den Funken entzündet, Ideen wachsen und neue Wege sichtbar werden lässt. Mich interessiert, was oder wer dich inspiriert? Ich würde mich freuen, wenn du mir ein bis maximal drei Künstler oder Bildbände nennst, die dich zum Staunen bringen, dich inspirieren, begeistern. 

LIGHTS

LIGHTS (3 von 3)

 
LIGHTS (2 von 3)

 

LIGHTS (1 von 3)

 

 

When the lights go down in the city
And the sun shines on the bay
Do I wanna be there in my city?

So you think you’re lonely
Well my friend I’m lonely too
I wanna get back to my city by the bay

It’s sad, oh there’s been mornings
Out on the road without you
Without your charms

When the lights go down in the city
And the sun shines on the bay
Do I wanna be there in my city?

When the lights go down in the city
And the sun shines on the bay
Do I wanna be there in my city?

(Journey, 1977)


Mein Beitrag zu Pabucas Wochenthema “Lights”.

Alle meine Hamburg-Bilder zu diesem Projekt sind in folgender Galerie zu sehen: >klick<

Bildschirmfoto 2014-12-10 um 21.43.18

Harley-Tour USA VII: Palm Springs bis Kingman

DSC_8270-Bearbeitet-2

Der 11. Tag. Ein Tag, der mit unglaublich schönem Licht begann und auch so enden sollte. Ein aufregender Tag für mich. Jeder in der Gruppe hatte sein Highlight auf dieser Reise, für die meisten war es der Grand Canyon, für einige Monument Valley und für mich war es der Besuch des Joshua Tree Nationalparks. Als ich damals (lang ist´s her) das Cover von U2´s “The Joshua Tree” in den Händen hielt, hätte ich nicht mal zu träumen gewagt, dass ich jemals selbst einem solchen Baum gegenüberstehen würde. Nach einer schönen Fahrt durch´s Morgenlicht kamen wir früh im Park an, was natürlich toll war, weil es noch leer und unglaublich still war. Felsen und diese besonderen Bäume prägen dieses Landschaft. Auf unserer Reise haben wir zwar hier und da einige Exemplare gesehen, aber hier wachsen sie geschätzt zu Tausenden. Ein wirklich wunderschöner Anblick! Und ich bin innerlich abgetaucht. Ich war ganz im Hier & Jetzt, ließ mich ein auf die Landschaft und die Bilder. Dabei vergaß ich fast, dass es ratsam gewesen wäre, den Blick auch am Boden zu halten, denn dort leben auch Taranteln und giftige Schlangen. Zum Glück habe ich keine gesehen.

Von dort aus ging es wieder durch die Mojave-Wüste, vorbei an einer Saline, auf die Route 66, der wir nun eine Weile folgen würden. Es war mittlerweile wieder mörderisch heiss und in der Sonne kaum auszuhalten. Abkühlung schaffte nur der Fahrtwind und jedes Anhalten war unangenehm. Trotzdem haben wir natürlich das obligatorische Foto am Beginn der Route 66, bei Roy´s Café in Amboy gemacht :-D, wie Millionen andere Leute auch ;-).   Auf unserer Strecke lag auch Oatman, eine ehemalige Goldgräberstadt in den Black Mountains, die heute aber nur noch dem Spaß der Touristen dient. Mal wie ein Cowboy im Schaukelstuhl auf der Veranda sitzen und beobachten, wer aus dem Saloon gegenüber kommt. Das ist hier möglich ;-). Oatman beheimatet wild lebende Esel, die sich auch durch den Krach der Harleys nicht aus der Ruhe bringen ließen, vielleicht sind sie aber auch schon taub ;-).

Der letzte Streckenabschnitt führte uns auf der Mother Road über den Sitgreaves Pass nach Kingman. Wunder-wunderschöne Strecke, vor allem im Abendlicht der untergehenden Sonne. Die Straße ist nicht ohne, überhaupt ist die Route 66 nicht überall in gutem Zustand. Ich habe mich zusammengerissen und doch einige Fotos gemacht, was angesichts der kurvenreichen Route nicht so einfach war. Übrigens waren wir mittlerweile ja schon in Arizona und wir hätten ohne Helm fahren können, aber das war mir wegen der Bergstraßen viel zu gefährlich.

Tageskilometer: ca. 410km

 

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren:

Vegas – bunt, laut, skurril

Harley-Tour USA und das Foto-Equipment

Harley-Tour USA II: Warum eine geführte Tour und Death Valley

Harley-Tour USA III: Von Bishop über Mariposa nach San Francisco

Harley-Tour USa IV: San Francisco

Harley-Tour USA V: Highway No.1 – S. F. bis L. A.

Harley-Tour USA VI: L. A. bis Palm Springs

Nebel im Moor s/w

D75_1162

 

 

D75_1185

 

 

D75_1203

 

 

Nebelbilder in schwarzweiß haben ihren eigenen Zauber, dennoch tue ich mich schwer, die Farbe herauszunehmen, denn auch die ist bei solchem Wetter meist wunderschön, besonders im Herbst, wenn die Gräser in warmen Farben leuchten.

Solche Bilder eignen sich aber besonders gut für die Konvertierung in s/w, da man eine breite Palette an feinsten Grauwerten erreichen kann. Und man kann mit der Farbmischung spielen, was ein Farbbild nur selten verträgt. Das Hochdrehen der Farbwerte-Regler für Rot und Orange lässt die Gräser hier plastisch hervortreten und hellt sie auf, so dass hier ein leichter Infrarot-Look entsteht. Konvertiert habe ich die Bilder übrigens händisch in Silver Efex Pro 2, neben Lightroom mein wichtigstes Programm.

Eines der Bilder wird demnächst auf Alu-Dibond an meiner Wand hängen. Ich tendiere zu Nr. 3, mal sehen…. oder doch Nr. 1?  :-)

 

 

Harley-Tour USA VI: L. A. bis Palm Springs

DSCF8596

In der Ruhe liegt die Kraft

 

Tag 9: Frei in L. A., frei am Meer :-). Vormittags stand der Einkauf einiger dringend benötigter Kleinigkeiten auf dem Zettel. Dann haben wir überlegt, zum Hollywood-Boulevard zu fahren, uns aber dagegen entschieden. Es hätte den Aufwand nicht gelohnt. Stattdessen sind wir zum Strand gebummelt, zu Fuß keine 10 Minuten entfernt. Und das war einfach toll. Mal abschalten, sich bewegen (!), die chillige Stimmung genießen und die ganze Zeit das Meeresrauschen im Ohr zu haben. Am Pier waren viele, hauptsächlich mexikanische Familien unterwegs. Ein buntes Treiben und mittendrin hier und da ein junger Pelikan. Wir haben uns ein Plätzchen gesucht und ein bisschen die bisherigen Eindrücke an uns vorbei ziehen lassen. Übrigens haben wir abends dann auch mexikanisch und nicht deutsch gegessen ;-)

 

 

Tag 10: Ausgeruht ging es an diesem Tag weiter und zwar wieder Richtung Mojave-Wüste, aber dazwischen liegen die San Gabriel Mountains, wo es auf schönen Serpentinenstraßen hoch ging. Da ich meine Hände zum Festklammern brauchte, blieb die Kamera unbenutzt ;-). Oben angekommen, begaben wir uns in die Hölle. “Hells Kitchen” ist ein legendärer Bikertreff und wirklich liebevoll aufgemotzt. Die Attraktion ist der mit Dips, Gürkchen und Saucen gefüllte Sarg, aus dem man sich aus Herzenslust bedienen kann, um seine Speisen aufzumotzen.

Von dort aus fuhren wir eine Weile durch lichtes, waldiges Gebiet. Kanada-Feeling pur. Pinienwälder und Pferdefarmen. Ein Anblick wie aus dem Bilderbuch. Und die Luft roch so gut und es war angenehm frisch und kühl. Aber nicht lange, denn mit jedem Kilometer näherten wir uns der Abfahrt und damit der Wüste. Am Rande der Hochebene, von wo aus man einen fantastischen Blick über das Tal hat, sah es schon wieder ganz anders aus. Karge Felsen und kaum noch Pflanzen. Von oben hat man einen guten Blick auf Palm Springs und was zuerst auffiel, ist das viele Grün mitten in der Wüste. Das fand ich wirklich krass. In Palm Spring wachsen Palmen auf englischem Rasen, es wird gewässert was das Rohr aus dem Colorado-River hergibt.

Die Strecke war heute nicht so lang wie gefühlt: 300 km. Den Abend verbrachten wir in Downtown, einer netten Restaurant-Meile, die ich hier so nicht erwartet hätte.

 








Dies könnte dich auch interessieren:

Vegas – bunt, laut, skurril

Harley-Tour USA und das Foto-Equipment

Harley-Tour USA II: Warum eine geführte Tour und Death Valley

Harley-Tour USA III: Von Bishop über Mariposa nach San Francisco

Harley-Tour USa IV: San Francisco

Harley-Tour USA V: Highway No.1 – S. F. bis L. A.


 

FLYING STICKS

FLYING STICKS

 

Heute morgen im Wittmoor, Hamburg. Bei mir um die Ecke, aber mir erst bekannt durch die Fotos eines anderen Fotografen. Man bewegt sich ja doch in gewohnten Bahnen und das Wittmoor zählte bisher nicht dazu. Aber das Foto des anderen Fotografen machte mich so neugierig, dass ich diesen Ort selbst erforschen wollte. Inspiration. Es brauchte drei Anläufe bis ich genau diese Stelle fand. Und als ich heute morgen im Morgengrauen sah, dass wir wunderschön nebeliges Wetter hatten, machte ich mich auf den Weg und es hat sich gelohnt. Skurril, wie einem die toten Baumstämme entgegen zu fliegen scheinen. Ein magischer Ort.

 

 

Harley-Tour USA V: Highway No. 1 – S. F. bis L. A.

DSC_7760

Westküsten-Feeling pur

 

 

Ich muss hier mal ein bisschen Tempo reinbringen, sonst bin ich im neuen Jahr noch in den USA ;-).

Tag 7: 2 Nächte in San Francisco hatten ihre Nachwirkungen. Die Nächte im Hotel waren laut, kaum geschlafen, wenngleich es schon cool war, sich nachts wie in den “Straßen von San Francisco” zu fühlen. Erst laute Motorengeräusche und dann das typische Sirenengeheul gleich 5x hintereinander. Da war was los…. Und wir hatten Augenringe am Morgen. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch, denn an diesem Tag sollte es endlich zum berühmten Highway No. 1 gehen. Erst gab es Frühstück in Alice´s Restaurant, einem netten Lokal im Wald. Wald, und was für einer. Auf Wunsch eines Teilnehmers hat Thomas, unser Tour Guide, die Route ein wenig geändert und wir machten einen Abstecher in die Red Woods.  Ich war also wirklich aufgeregt und die Tour dahin war wieder eine der “adrenalin-lastigen” ;-). Toll, durch diesen dicht bewachsenen Wald aus in sich gedrehten Bäumen zu fahren, aber die Straßen kurvig und eng und nicht einzusehen. Aber wie immer, fand nur ich als Sozia das heikel ;-) Nach der für mich spannenden Fahrt erreichten wir den Parkplatz und standen mitten zwischen den riesigen Küstenmammutbäumen. Sprachlosigkeit!

Fotografisch eine Herausforderung. Wie bekommt man diese Riesen auf den Sensor? Angesichts dieses Naturwunders geriet die Fotografie dann schnell in den Hintergrund. Einfach mal auf sich wirken lassen und genießen, wie ein Mitreisender immer sagte. Diese Bäume sind übrigens so gut wie unsterblich. Selbst Feuer überstehen sie meist, aussen zwar schwarz, aber dennoch lebend. Trotzdem ist ihr Bestand auf 10% geschrumpft und eine weitere Reduzierung auf 5% ist geplant! Der Mensch und seine Axt haben diese Bäume besiegt :-( .

Dann fuhren wir der Küste entgegen und die Landschaft erinnerte plötzlich stark an Dänemark ;-). Flach, sandig und geprägt von kleineren Dünen. Dahinter schon der Pazifik, wunderschön und was für uns natürlich toll war: Wir konnten die salzige Luft direkt in unserem Gesicht spüren. Auf dem Motorrad bekommst du so was viel direkter mit als im Auto. Auf dem Highway No. 1 fuhren wir an dieser wunderschönen Küste entlang. An einem Aussichtspunkt, wo man mit ein bisschen Glück Delphine beobachten kann, sahen wir leider nur blaues Wasser. Diese Tour war landschaftsmäßig großes Kino, allerdings wurde es am Nachmittag immer kälter und als wir einem Strand ankamen, wo sich Robben tummeln, war uns so kalt, dass wir nur schnell weiter ins Hotel wollten, duschen, aufwärmen, essen, schlafen. Gefahren: ca. 390 km

 

 

Tag 8: Der nächste Tag zeigte sich von seiner netten Seite, es war milder und sonnig. Mittagspause in Carpinteria, einem Ort, indem Rauchen generell unerwünscht ist, egal wo. Worüber regen sich die Raucher hier eigentlich auf? ;-) Nun ging es Richtung L. A. Die Landschaft immer noch schön, aber in L. A. auf der Interstate steckten wir erst mal im Stau, dabei dachten wir, nun wären wir da. Pustekuchen, L. A. ist groß und der Weg durch den dichten Verkehr nervig. Und wieder mal Duschen, Essen gehen und saumüde….. Aber das Essen war cool, im Rock & Brews von Kiss-Gene Simmons :-) Hier werden Brezeln in Gitarrenkörbchen serviert. Gefahren: ca. 340 km

 


Dies könnte dich auch interessieren:

Vegas – bunt, laut, skurril

Harley-Tour USA und das Foto-Equipment

Harley-Tour USA II: Warum eine geführte Tour und Death Valley

Harley-Tour USA III: Von Bishop über Mariposa nach San Francisco

Harley-Tour USa IV: San Francisco

Harley-Tour USA IV: San Francisco

Sunset

Sunset. Goldiges Licht fällt auf die Stadt.

 

Der nächste Tag in San Francisco begann morgens mit der Fahrt durch die bekannte Lombard Street. Enge Kurven auf kurzer Distanz, rechts und links dicht von Wohnhäusern gesäumt, da muss man mal durch (fahren) ;-), wohnen möchte ich da nicht.  Dann ging es natürlich über die Golden Gate Bridge, die ich ehrlich gesagt nur von weitem schön finde. Danach hatten wir “frei” und konnten die Stadt erkunden. An einem Nachmittag ist das einfach unmöglich und wir wären gern eine ganze Woche geblieben. Auf jeden Fall wollten wir Cable Car fahren und mussten feststellen, dass es schon ein Quentchen Glück braucht, einen Platz zu ergattern. Mit dem “Hop on, Hop off”-Bus und Touristenführung vom Band haben wir dann noch einiges gesehen und erfahren. Erstaunlicherweise waren auch die sozialen Probleme der Stadt Thema der Stadtrundfahrt. Es wurde über Kriminalität und Obdachlosigkeit gesprochen und entsprechende Viertel wurden auch durchfahren.

Ich weiß, viele sind der Meinung, man sollte nicht an die üblichen Foto-Hotspots fahren, aber ich habe schon so oft Bilder von den “Painted Ladies” gesehen, dass ich mir unbedingt vor Ort selbst ein Bild machen wollte. Meist werden sie so fotografiert, dass man nur sie vor der Skyline dieser Stadt sieht. Aber was ist davor? Von wo aus schaut man? Ich war neugierig und das war gut so! Direkt neben der Bushaltestelle ging es eine Straße hinauf und dann fanden wir uns in einem kleinen Park wieder, von dem aus man die bekannte Aussicht auf die “Painted Ladies” vor der Skyline San Franciscos hat. Die Atmosphäre war total chillig. Die Sonne schien und eine Gruppe singender Spät-Hippies sorgte für 70er-Jahre-Feeling. Ein frisch verliebtes Pärchen flirtete, Hunde genossen nach dem Toben frisches Wasser aus einem Brunnen. Die Sonne tauchte alles in goldiges Licht. Mehr geht nicht.

 

DSC_7575

Romantik vor den Painted Ladies

 

San Francisco hat uns sehr gut gefallen und wir wären gern länger geblieben, denn hier gibt es so viel zu sehen. Die verschiedenen Viertel der Stadt, vor allem das der Künstler, interessante Museen, schöne Parks, Alcatraz und Treasure Island bei Nacht – da hätte man schon einige Tage gebraucht.

 

 

 

 

 

 

 

Dies könnte dich auch interessieren:

Vegas – bunt, laut, skurril

Harley-Tour USA und das Foto-Equipment

Harley-Tour USA II: Warum eine geführte Tour und Death Valley

Harley-Tour USA III: Von Bishop über Mariposa nach San Francisco