Business-Shooting in der Hafencity

 

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Business-Shooting in der Hafencity in Hamburg. Den Ort haben wir gewählt, weil er auf wenig Raum viele interessante Hintergründe bietet und für Modernität steht, denn S. ist Wissenschaftler. Wetterbedingt haben wir uns um die Mittagszeit getroffen, was fotografisch vom Licht her recht schwierig ist. Auch dafür ist ein Ort wie die Hafencity ideal, denn es finden sich Plätze, die die direkte Sonne aussperren, aber dennoch hell genug sind für schöne Portraits.

Da sich kurzfristig ergab, dass ich ohne Assistenten arbeiten musste, blieb wohl oder übel einiges an Equipment zu Hause, denn ich nehme nur mit, was ich auch allein händeln kann und dazu gehört auch der Transport. Nach diesem Shooting habe ich ein wenig Equipment-Aufrüstung betrieben und mir u. a. einen großen Foto-Trolley angeschafft, in dem ich auch das Zubehör für entfesseltes Blitzen und Reflektoren unterbringe, so dass der Transport zu einem Spaziergang wird. Daran kann ich auch Stative und Schirme befestigen und habe eine Hand frei für den Koffer mit der mobilen Blitzanlage. Normalerweise verteile ich alles auf meine genialen ThinkTank-Foto-Taschen (und einen Assistenten), was man allein aber nicht lange tragen kann, ohne Rückenschmerzen zu bekommen. Außerdem ist der große Koffer, der neue Lowepro Roller 300 AW, übersichtlicher und man hat noch schnelleren Zugriff auf alles.

Zur Bearbeitung: Die Bilder sind in Lightroom entwickelt und alle in Photoshop minimal retuschiert. Will man sich mit einem Foto in der Arbeitswelt oder im Internet präsentieren, sind z. B. Augenringe unerwünscht. Dabei achte ich aber sehr darauf, bleibende Merkmale, wie z. B. Leberflecken, nicht anzutasten, denn der Mensch und sein Aussehen sollte auf keinen Fall verfremdet werden. Gerade im Business nicht, wo es auch  um die authentische Ausstrahlung eines Menschen geht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fast wie neu zurück – D750

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Als ich im November die ersten Tests mit meiner nagelneuen D750 machte, fiel mir zu Hause auf einigen Bildern ein komischer Effekt auf, den ich aber nicht einordnen konnte, auch nicht wollte und somit erstmal “vergaß”. ;-) Nun, es ist Winter, ich fotografiere seltener draußen und noch seltener ins Gegenlicht.

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Mittlerweile hat Nikon eingeräumt, dass es Probleme mit der D750 gibt: Ein Streulicht- bzw. Schwarzes Band-Problem, was bei Gegenlicht-Situationen auftreten kann. Nikon hat sich an die Kunden gewandt und eine Seite eingerichtet, auf der man sich über die nötigen Schritte informieren kann. Bei mir hat die Eingabe der Serien-Nummer allerdings ergeben, dass mein Body von diesem Fehler nicht betroffen sei – ah ja ;-)- Gut, dass ich meinen Bildern mehr traue….

Aber was stimmt denn nun nicht mit dem Body? Es handelt sich vermutlich um einen Konstruktionsfehler und hat mit der Platzierung des AF-Moduls zu tun.  Sehr ausführlich wird dies auf dieser englischsprachigen Seite besprochen. Den Artikel fand ich sehr interessant, denn die Störungen auf den Bildern der D750 sind stark, aber etwas abgemildert ähnlich auch bei anderen Kamera-Modellen vorhanden bzw. mit ihnen reproduzierbar.

Wie dem auch sei. Mit keiner Kamera vorher habe ich solche Störungen im Bild gehabt, die weit entfernt von schönen Flares sind, die ich gern provoziere. Vor 12 Tagen habe ich die D750 also zum Nikon-Service gefahren und gestern wieder abgeholt. Die Reparaturbeschreibung ist lang und so fragte ich nach, was denn nun eigentlich genau gemacht wurde. Nikon hat das große OP-Besteck herausgeholt und den kompletten Frontbody ausgetauscht. Das sei sehr aufwändig, so erklärte man mir, aber schließlich wolle man sicher stellen, dass die Kunden zufrieden seien. Das klingt vernünftig und ich bin erstmal zufrieden und hoffe, dass das Problem nun wirklich nicht mehr auftritt. Das bleibt halt abzuwarten.

Und froh bin ich, diese tolle Kamera nun quasi fast wie neu zurück zu haben, denn sie ist mir schnell ans Herz gewachsen und das 50er Sigma Art hat sie auch vermisst – mein Dream-Team!  :-) Und bei Gegenlicht von rechts oben trat das Problem ja eh nicht auf, jedenfalls nicht auf diesem Bild ;-)

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Sigma 50/1.4 Art – Meine neue Lieblingslinse

 

 

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Dieser Beitrag ist nicht gesponsert und rein subjektiv.

Meine neue Lieblingslinse ist ohne Zweifel das Sigma 50mm 1.4 Art. Als ich es das erste Mal in einer Hochglanzanzeige abgebildet sah, war ich von der äusseren Erscheinung angetan. Edles Teil in fast mattem Schwarz. Mit meinem alten Nikon war ich schon länger nicht mehr zufrieden und liebäugelte eh mit einem neuen 50er. Die Kritiken überschlugen sich vor Begeisterung und Vergleiche mit dem Zeiss Otus 1.4/55 wurden laut. (Mittlerweile liest man allerdings immer wieder, dass der Vergleich etwas hinkt, wozu ich wegen mangelnder Vergleichsmöglichkeiten nichts sagen kann, außer dass mir das Otus eh zu schwer und zu teuer wäre.)  Einen umfassenden Testbericht gibt es z. B. auf dpreview. Allerdings war ich skeptisch, sowohl dem Hersteller gegenüber, als auch dem Preis.  Als ich das Sigma dann das erste Mal in den Händen hielt, war ich zunächst sehr überrascht, denn mit seiner Eleganz sticht es aus der Sammlung meiner Nikkore heraus, aber das ist natürlich kein Grund, es zu kaufen ;-). Der Plan, irgendwann möglicherweise auf die D800e/D810 umzusteigen aber schon, denn das Sigma Art soll mit der hohen Auflösung bestens klarkommen.

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Crop eines unbearbeiteten Fotos. Für eine große Ansicht bitte auf das Foto klicken

Mal abgesehen von den technischen Daten, rein subjektiv beurteilt: Es ist scharf und lichtstark, ich mag die Farben, den Kontrast und das Bokeh. Man kann es mit Offenblende nutzen, auch im Portraitbereich, was bei schwierigen Lichtverhältnissen und im Bereich der Bildgestaltung interessante Spielräume schafft. Es ist an meiner D700, an der ich es gewohnt bin, z. B. das 24-70mm zu nutzen,  von Größe und Gewicht her optimal und schafft ein Gleichgewicht, und ist haptisch ein Traum. Die Naheinstellgrenze liegt bei 40 cm, zwar nur 10 cm weniger als bei meinem alten 50er, aber in der Praxis ein echter Gewinn. Last but not least hat es ein 77mm Filtergewinde, so dass meine ND- und Polfilter passen. Gespannt war ich auf den Autofotokus, der bei Sigma bekanntermaßen nicht immer sitzt. Ich habe selbst schon einmal ein Sigma zurückschicken müssen, weil der Fokus nicht nur ein bisschen Front- oder Backfokus hatte, sondern mal komplett daneben lag, so schlimm, dass ich völlig verwirrt war ;-). Nun gibt es neuerdings ein USB-Dock, mit dem sich nicht nur Firmware selbst aktualisieren lässt, sondern auch der Fokus angepasst werden kann. Hmm, ich finde, das hätte Sigma den entsprechenden Objektiven for free mit auf dem Weg zu den Käufern geben müssen, dafür 40€ zu verlangen, finde ich happig (kostet in der Herstellung sicher nur einen Bruchteil) und habe darauf verzichtet. Falls ich es irgendwann doch noch brauche, z. B. weil es ein für mich relevantes Firmware-Update gibt, kann ich es immer noch bestellen. Zurück zum Thema: Ich hatte Glück, der AF sitzt (nach meinem Augenmaß) und arbeitet leise, präzise und schnell. Zwischen meinem Nikkor 50/1.4 D und diesem liegen diesbezüglich wirklich Welten.

Fazit: Seit ich dieses Objektiv gekauft habe, habe ich es kaum noch von der Kamera genommen, der Preis reisst ein Loch in die Finanzen, geht aber für mich fast in Ordnung. Fast, weil ich wie gesagt, dieses USB-Dingens gerne umsonst dabei gehabt hätte, einen Bildstabi nicht schlecht gefunden hätte und mich frage, warum Sigma auf die wetterfeste Abdichtung verzichtet hat, denn das könnte für manchen ein K.O.-Kriterium sein, ich selbst fotografiere nur selten im Regen. Ich habe die Art-Serie jetzt fest im Blick und bin schon sehr gespannt auf das zur Photokina angekündigte 24er.

Für den interessierten Leser habe ich Fotos mit Blende 1.4, 2.8 und 8 in diese Galerie gepackt und den jeweiligen 100% Crop dazu:

 

 

 

Sensor selbst reinigen – einfach und günstig

Sensordreck bei f/8 - 100%-Ausschnitt

Sensordreck bei f/8 – 100%-Ausschnitt

Die Belichtung mit einer Lochblende zeigt sehr schön, was sich so auf Sensor tummelt, mit einem normalem Objektiv würde man vermutlich nur die Striche als Punkte sehen. Klick macht groß

Die Belichtung mit einer Lochblende zeigt sehr schön, was sich so auf Sensor tummelt. Klick macht groß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Belichtung mit kleiner Blende oder Lochblende bringt zum Vorschein, dass unsere Kameras kein staubfreier Raum sind. Wer nur mit einer Festbrennweite arbeitet, wird das Problem nur selten haben, wer Objektive wechselt, schon häufiger. Beim Gebrauch von Zoom-Objektiven bzw. dem Zoomen selbst, wird Staub förmlich in die Kamera gesogen. Handlungsbedarf besteht dann, wenn man den Dreck als Punkt auf dem Foto sieht. Manchmal hilft es, vorsichtig mit einem Blasebalg in Richtung Sensor zu blasen. Aber wenn der Staub auf dem Sensor klebt, muss er richtig gereinigt werden. Unlängst war meine Kamera mal wieder zur Sensor-bzw. Tiefpassfilter-Reinigung im Service, was beim örtlichen Nikon Service-Point jedes Mal mit € 29,- zu Buche schlägt, vom Zeitaufwand mal ganz abgesehen. Nun, kurze Zeit später, waren schon wieder Flecken auf den Bildern zu sehen und ich entschloss mich, eine Reinigungsmethode auszuprobieren, über die Stefan mal geschrieben hat und die so klang, als könne man dabei nicht groß was falsch machen, ganz im Gegensatz zu manch anderer Methode. :-) Also habe ich mir das Reinigungsset von eyelead bestellt (als es endlich wieder verfügbar war), es nach der Lieferung noch zwei Tage umkreist (wage ich es oder nicht ;-) ) und es getan. Und es ist wirklich empfehlenswert. Werbung gibt es auf meinem Blog nicht, aber wenn mich etwas wirklich überzeugt, empfehle ich es gern weiter und hierfür gibt es eine klare Empfehlung.

Wie wird es gemacht?

Man nimmt das Objektiv ab und wählt im Kameramenü den Reinigungs- bzw. Wartungsmodus, wodurch der Spiegel hochklappt und den Blick auf den Tiefpassfilter frei gibt. (Dies ist bei Kameras ohne Tiefpassfilter, wie z. B. der D800e natürlich anders.) Die Kamera legt man nun auf den Rücken und drückt den Adhäsionstupfer sanft auf die zu reinigenden Stellen auf dem Tiefpassfilter bzw. Sensor und beim Anheben klebt der Dreck am Tupfer. Einfacher geht es nicht! Anschließend reinigt man den Tupfer mit beigelegten speziellen Streifen. Fertig. Keine Flüssigkeiten, nichts, womit man etwas zerkratzen könnte.

 

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Blick auf den Tiefpassfilter

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Adhäsionstupfer

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Lieferumfang

 

Wie erkenne ich, wo der Dreck sitzt?

Mit bloßem Auge gar nicht. Ein Testfoto, unscharf ist hier von Vorteil, mit kleiner Blende vor einer weißen Fläche gibt Aufschluss, aber Achtung, auf dem Sensor ist das spiegelverkehrt. Sitzt der Dreck auf dem Bild an den linken Bildkante, ist die rechte Seite des Sensors zu reinigen. Es gibt auch spezielle Lupen zu kaufen, aber ich meine, das Geld kann man sich getrost sparen.

vorher

vorher (Dreck vom ersten Bild)

nachher

nachher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was muss ich beachten?

Die Akku-Laufzeit sollte noch ausreichend sein, sonst klappt der Spiegel während der Behandlung herunter, allerdings ist man so schnell fertig, dass dieser Punkt nicht sonderlich relevant zu sein scheint. Staubarme Umgebung wird empfohlen, aber wer hat die schon? Ich habe mich einfach an den Schreibtisch gesetzt.

Fazit: Damit kann wirklich jeder seinen Sensor selbst reinigen. Der Tupfer wird in einer Metallbox zusammen mit den Reinigungsstreifen verwahrt. Davon sind 10 Stück dabei, außerdem je 5 Tücher (nass/trocken) zur Reinigung der Objektive. Ob der Preis von knapp € 35,- für diese Sachen zu teuer ist, mag jemand anders entscheiden. Ich spare 10 Service-Besuche = € 299,- + Zeitaufwand, muss nicht mit Lupe und Flüssigkeiten hantieren und kann das bequem mit in die Kameratasche stecken.

 

Party-Fotografie mit der Fuji X100S

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Am Wochenende habe ich auf einer (tanzfreien) Party fotografiert. Just for fun und insofern habe ich die Fuji X100s mal so richtig gequält. Da ich ihre JPGs klasse finde (hier: s/w yellow, Schärfe +1, dunkle Bereiche -1), habe ich diesmal darauf gesetzt, allerdings für den Fall der Fälle die RAWs bzw. RAFs trotzdem abgespeichert, was sich als überflüssig herausstellte. Fotografiert habe ich mit der Zeitautomatik (Auto-ISO 6400, Blende 2,8), weil die bei der Kleinen wirklich gut funktioniert und ich mich komplett auf die Menschen und Momente konzentrieren konnte.

Es war eine gemütliche Party, sprich viele Menschen auf engem Raum. Mit der Kleinen bin ich zwischen ihnen untergetaucht (ich kannte dort kaum jemanden) und wurde bald schon nicht mehr wirklich als Fotografin wahrgenommen, da war sicher auch der A-Modus hilfreich ;-). Die Fuji nimmt eh niemand als “Bedrohung” wahr und da ich nicht geblitzt habe, noch weniger. Entstanden sind wirklich stimmungsvolle Fotos voller Gefühl, schöne Moment-Aufnahmen, ungestellt und weitgehend frei von diesen typischen “upps-ich werde fotografiert”-Gesichtern. Das liegt auch daran, dass man den Fokus hier ganz an die Ränder legen kann, etwas, was bei Nikon nicht geht. Die Menschen kommen nicht auf die Idee, dass sie fotografiert werden, wenn die Linse nicht direkt auf sie gerichtet ist. Der nicht gerade als pfeilschnell bekannte Autofokus war kein Hindernis und auch Belichtungszeiten von 1/17 Sek. führten nur selten zu unscharfen Bildern, gut, das liegt auch ein bisschen an mir :-).

Durchschnittlich wählte die Kamera zwischen 4000-und 6400 ISO und ich habe die Bilder nicht entrauschen müssen. Bei s/w-Fotos hat dieser minimale Hauch von Grimmeln einfach Charme. Unterm Strich sind die Bilder, die nichts geworden sind, die, wo ich plötzlich einen Arm vor der Linse hatte oder ähnliches, was bei einer Party ja schnell passiert.

Fazit: Die Kamera hat diese Aufgabe mit Bravour gemeistert, großes Kino! Ich habe am nächsten Tag nur eine Bildauswahl erstellt, auf einigen ein wenig an der Helligkeit gedreht, bisserl nachgeschärft und gut war´s. So schnell war ich noch nie mit einer größeren Menge Bilder fertig. Richtig super. Allerdings wurde hier auch nicht getanzt, da hätte ich dann doch einen Blitz einsetzen müssen, um nicht nur verwischte Fotos zu bekommen.

Nein, ich werde nicht gesponsert :-). Nein, ich kann euch die Bilder leider nicht zeigen, aber das Beitragsbild zeigt ja ein bisschen, wie die Ergebnisse aussehen.

Neues Spielzeug – Fuji X100S

Dom (1 von 8)Na ja, Spielzeug ist diese Kamera höchstens von der Größe her ;-), mit der sie in jede etwas größere Jacken- oder Handtasche passt. Die Kleine hat es in sich und macht einfach riesig Spaß. Die drei Punkte erklären eigentlich schon, warum ich sie mir gekauft habe. Ich wollte gern eine Kamera haben, mit der man nicht so auffällt, die trotzdem eine ordentliche Qualität abliefert, lichtstark ist, RAW kann und auch bei hohen Iso-Werten die Bilder nicht komplett verrauscht. Diese Anforderungen erfüllt sie mit Bravour und kann auch noch Filmen, Panoramabilder erstellen, Makros und beherrscht einiges an Spielkram, wie z. B. Filtereffekte und Filmsimulationen. Das Schönste ist aber, dass sie einen Sucher hat, denn ohne Sucher bin ich ziemlich aufgeschmissen und dieser ist pfiffig, denn man kann umschalten zwischen optischem und elektronischem Sucher. Ungewohnt ist die Brennweite von 23mm, die aber durch den Crop-Sensor 35mm entsprechen. Über die Fuji X100S ist schon viel gebloggt worden, daher erspare ich euch ein weiteres Review. Paddy von neunzehn72 hat hier ein ausführliches und zudem unterhaltsames Review über die Fuji X100S geschrieben und die technischen Details findet ihr bei Interesse hier . Mir gefällt außerdem besonders gut, dass man im 1×1-Format fotografieren kann und in schwarzweiß. Nicht zu vergessen ist das Bokeh, das einfach richtig schön cremig wirkt, und die Möglichkeit, nahezu lautlos zu fotografieren ;-).

Einen ersten Ausflug habe ich zum Hamburger Dom gemacht und konnte mit der Kleinen ganz wunderbar in der Menge untertauchen und fühlte mich wie befreit, was auch an dem fehlenden Gewicht der sonst an meiner Schulter hängenden Fototasche lag ;-). Diese Bilder wurden aus RAW-Dateien in Lightroom entwickelt. Nächste Mal zeige ich euch, was sie für JPGs abliefert.

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Dom (5 von 8)

Dom (6 von 8)

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Dom (8 von 8)

On Location mit Aufsteckblitzen….

…ist einfach nur nervig! Ich nutze eine Wallimex-Softbox, eine von Flash2Softbox (die Kleine)  und den Beauty Dish, Durchlicht- und Reflexschirme. Das alles mit den Aufsteckblitzen SB900 und SB800. Klappt ja alles recht stabil und zuverlässig, solange man drinnen und mit CLS unterwegs ist. Denn den Blitz kann man über die Lock-Funktion im Schuh befestigen, was aber dann nicht mehr funktioniert, wenn die Yongnues-Funkauslöser benutzt werden, die ohne Lockfunktion sind und die man draußen braucht, wenn die Blitze bei Sonnenschein das eigene Signal nicht mehr empfangen.. Nun mag es verwundern, das die billigste, nämlich die Wallimex-Halterung zumindest die Funktion bietet, den Blitzschuh (oder eben den des Yongnues) zu arretieren, aber teurere Flash2Softbox-Lösung bietet dies nicht und das ist einfach doof.

flash2softbox

Wallimex

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann streikt hier eine Feststellschraube, dann da, dann dreht sich die Softbox plötzlich im Wind. Der Assi ist nicht ganz so aufmerksam und schon liegt der nicht ganz billige SB900 3x im Dreck, ist aus ca. 1,50m Höhe auf den Betonboden geknallt. Erstaunlicherweise hat er heftigste Ditscher und Schrammen, funktioniert aber einwandfrei. Das Geld scheint gut angelegt ;-)

Nee, klar ist, es muss über kurz oder lang (wohl eher über lang) eine mobile Studioblitzanlage her. Aber die, die mir vorschwebt, kostet mal eben knappe 2.000,– . Puh. Also erstmal lieber nur drinnen fotografieren oder habt ihr den ultimativen alternativen Tipp? Wie macht ihr das?

Hilfreiches Gadget: Der Aufnahmetisch

Wir alle machen ab und zu einen Ausflug in die Produktfotografie. Sei es, weil Tante Frieda uns bittet, ihre Schmucksammlung für die Versicherung abzulichten oder wir  ein schönes Foto von einem Produkt brauchen, welches wir verkaufen möchten. Ziemlich professionell sieht das Ganze aus, wenn wir eine Hohlkehle im Hintergrund haben. Durch die sanfte Rundung zwischen Boden und Wand erscheint der Hintergrund endlos. Wenn man nur selten eine Hohlkehle braucht, kann man sich aus Fotokarton eine basteln. Hier gibt es eine Anleitung dazu. Das hilft für´s Erste auf jeden Fall.

Wesentlich komfortabler ist ein Aufnahmetisch. Ich habe mir vor kurzem einen solchen Tisch gekauft und bin wirklich glücklich, mich nicht lange mit selbstgebastelten Sachen rumärgern zu müssen. Wichtig war für mich, dass das Gerät platzsparend aufbewahrt werden kann, superschnell und unkompliziert aufgebaut ist und Licht durchlässt, damit ich die Möglichkeit habe, Licht von unten durchscheinen zu lassen. Ich habe ein Modell gefunden, bei dem man das Gestell zusammenklappen und in eine Nische stellen kann und die Auflage passt auf den Kleiderschrank ;-). Perfekt. Der Auf- und Abbau dauert keine Minute und dadurch setze ich dieses Gadget gern und oft ein ;-). Man kann den Tisch prima auf dem Bett oder einem größerem Tisch aufbauen und hat so eine bequeme Arbeitshöhe. Er ist belastbar,  knickt nicht ein und ist abwaschbar. So sieht der Tisch aus:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Auflage ist aus einem Kunststoff und sehr robust. Trotzdem lässt sie Licht durch, was für schöne Effekte sorgt, wie man auf diesem Bild sieht:

Hier habe ich mit einer normalen Glühlampe von hinten durch die Platte geleuchtet und die Lichteffekte auf dem Boden mit zwei Blitzen erzeugt, die ich einfach seitlich auf den Tisch gelegt habe. Wie man hier sehr schön sieht, reflektiert der Kunststoff, obwohl er eigentlich recht rau aussieht. Das gefällt mir besonders! Man kann natürlich auf farbigen Karton passgenau zuschneiden und auflegen oder Stoffe oder oder oder….. Meist leuchte ich die Gegenstände mit einer 60×60 großen Softbox aus, das macht schön weiches Licht wie ganz oben auf dem Foto und zusätzlich arbeite ich gern mit einem Reflektor, weil ich damit gezielt goldige oder silberne Effekte ins Bild bringen kann.

Günstige Aufnahmetische gibt es schon ab ca. 80€ . Mein Modell ist von der Firma Mettle, aber wenn ich das richtig gesehen habe, gibt es das gleiche Produkt auch ohne Namen und etwas günstiger. Man kann optional auch spezielle Leuchten dafür kaufen, wenn man mit dem Blitzen nicht klar kommt. Aber eigentlich ist gerade die Table-Top-Fotografie bestens dafür geeignet, sich im Blitzen zu üben ;-)

Hype hin, Hype her…..

… Fakt ist, dass ich eine nahezu unbenutze F65 im Schrank liegen habe. Seit fast 10 Jahren liegt sie da. Damals wollte ich unbedingt fotografieren und so schenkte mir der liebste Ehemann von allen eine analoge Nikon. Logisch, denn Digitale gab es damals – zumindest für das Amateur-Portmonaie – noch nicht. Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Damals zog ich also hochmotiviert los und war kurze Zeit später völlig fustriert angesichts der Ergebnisse, die Film 1 und 2 so mit sich brachten. Da ich weder Zeit noch Lust hatte, mich mit der Theorie der Fotografie auseinanderzusetzen, fristete das gute Stück sein Dasein im Schrank. Dass mein Mann mir einen tollen Blitz dazu schenkte, wollte ich eigentlich nicht erwähnen, denn mit dem wusste ich damals schon gar nichts anzufangen. ;-)

2007, also 5 Jahre später,  begann ich dann mit der D80 zu fotografieren und diesmal hat es mich gepackt, denn 100 Bilder vom gleichen Motiv waren kein Problem und die Motiv-Programme lieferten schnelle Ergebnisse. Ich lebte im Ausland und schoss Motive ab, was das Zeug bzw. die Speicherkarte hergab. Ich konnte die Fotos sofort sehen, in Ansätzen selbst bearbeiten und versenden oder whatever. Es hat einfach Spass gemacht.

Intensiv, also auch theoretisch und im manuellen Modus, beschäftige ich mich seit 4 Jahren mit meiner Leidenschaft. Und das ist natürlich digital viiiel einfacher, da man die verwendeten Kameraeinstellungen je nach Ergebnis sofort anpassen kann oder später am Computer ausliest. Kein mühseliges Notieren mit Stift und Zettel und 100x probieren, mit jeweils langer filmentwicklungsbedingter Wartezeit dazwischen.

Neulich öffne ich den Kühlschrank und mein Blick fällt auf zwei Kodak-Filme, die ich irgendwann im Vorbeigehen mal in den Einkaufswagen geschmissen hatte. Ah ja, da war doch was? Eine kleine F65, die noch nie so richtig zum Einsatz gekommen ist. Und nun sollte es ja klappen. Blende, ISO und Belichtungszeit sind keine böhmischen Dörfer mehr und wie ich mit Schärfe und Unschärfe spielen kann, weiss ich auch. Außerdem macht sich das 50mm 1.4 ganz gut an der schnuckeligen Kleinen.

Wie man den Film einlegt, dachte ich auch zu wissen. Nun, das erste Viertel ist wohl versaut, weil ich den Deckel noch mal öffnen musste, da der Film nicht weit genug eingerollt war und nicht transportiert wurde. Pech. Und nun nehme ich sie ab und zu und fotografiere analog. Wow ;-) Ist zwar keine Hasselblad, auch keine Graflex, keine Polaroid, keine Zenza Bronica und schon gar keine Rolleiflex, aber meine Analoge, die hier im Schrank lag ;-). Falls ich wirklich Blut lecke, kann ich überlegen, ob ich tiefer in die Materie einsteige. Noch ist der erste Film nicht entwickelt ;-) und ich warte noch auf das Aha-Erlebnis in Sachen “Entschleunigung” und “back to the roots”. Abwarten…..

Und ihr? Fotografiert ihr auch manchmal analog oder würde euch das reizen?