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Mach doch mal ein Buch!

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Wie angekündigt, habe ich aus meiner Serie “AFTER THE DARKNESS THERE WILL BE LIGHT” ein Buch machen lassen. Und das ist richtig toll geworden. Sauber verarbeitet, schöne, dicke Seiten und eine edle, matte Oberfläche. Ich habe wirklich das Gefühl ein “echtes” Buch in der Hand zu haben. Die Serie wirkt dadurch noch geschlossener und beim Durchblättern stimmt für mich einfach alles. Es sind die richtigen Bilder in der richtigen Reihenfolge, ich habe mich richtig entschieden. Ein tolles Gefühl! Die eigenen Bilder bekommen in diesem Kontext eine andere Bedeutung und so ein Buch kann man prima zu Bekannten oder potentiellen Kunden mitnehmen. Zumindest für den privaten Kreis kann ich sagen, dass ein Buch durch die Haptik auch für die Betrachter eine intensivere Wirkung hat, als wenn man mal eben durch ein paar Bilder scrollt.

Jedem, der noch keines zu Hause hat, empfehle ich die sofortige Nachahmung. :-)

Da die Frage vermutlich eh kommt, ich habe dieses Mal whitewall.com ausprobiert, nachdem ich von den Prints schon so begeistert war, habe aber auch schon Bücher von Pixum probiert und werde auf jeden Fall noch Blurb und Saal-Digital ausprobieren, bei denen ich meist meine normalen Abzüge bestelle.

 

 

 

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Sensor selbst reinigen – einfach und günstig

Sensordreck bei f/8 - 100%-Ausschnitt

Sensordreck bei f/8 – 100%-Ausschnitt

Die Belichtung mit einer Lochblende zeigt sehr schön, was sich so auf Sensor tummelt, mit einem normalem Objektiv würde man vermutlich nur die Striche als Punkte sehen. Klick macht groß

Die Belichtung mit einer Lochblende zeigt sehr schön, was sich so auf Sensor tummelt. Klick macht groß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Belichtung mit kleiner Blende oder Lochblende bringt zum Vorschein, dass unsere Kameras kein staubfreier Raum sind. Wer nur mit einer Festbrennweite arbeitet, wird das Problem nur selten haben, wer Objektive wechselt, schon häufiger. Beim Gebrauch von Zoom-Objektiven bzw. dem Zoomen selbst, wird Staub förmlich in die Kamera gesogen. Handlungsbedarf besteht dann, wenn man den Dreck als Punkt auf dem Foto sieht. Manchmal hilft es, vorsichtig mit einem Blasebalg in Richtung Sensor zu blasen. Aber wenn der Staub auf dem Sensor klebt, muss er richtig gereinigt werden. Unlängst war meine Kamera mal wieder zur Sensor-bzw. Tiefpassfilter-Reinigung im Service, was beim örtlichen Nikon Service-Point jedes Mal mit € 29,- zu Buche schlägt, vom Zeitaufwand mal ganz abgesehen. Nun, kurze Zeit später, waren schon wieder Flecken auf den Bildern zu sehen und ich entschloss mich, eine Reinigungsmethode auszuprobieren, über die Stefan mal geschrieben hat und die so klang, als könne man dabei nicht groß was falsch machen, ganz im Gegensatz zu manch anderer Methode. :-) Also habe ich mir das Reinigungsset von eyelead bestellt (als es endlich wieder verfügbar war), es nach der Lieferung noch zwei Tage umkreist (wage ich es oder nicht ;-) ) und es getan. Und es ist wirklich empfehlenswert. Werbung gibt es auf meinem Blog nicht, aber wenn mich etwas wirklich überzeugt, empfehle ich es gern weiter und hierfür gibt es eine klare Empfehlung.

Wie wird es gemacht?

Man nimmt das Objektiv ab und wählt im Kameramenü den Reinigungs- bzw. Wartungsmodus, wodurch der Spiegel hochklappt und den Blick auf den Tiefpassfilter frei gibt. (Dies ist bei Kameras ohne Tiefpassfilter, wie z. B. der D800e natürlich anders.) Die Kamera legt man nun auf den Rücken und drückt den Adhäsionstupfer sanft auf die zu reinigenden Stellen auf dem Tiefpassfilter bzw. Sensor und beim Anheben klebt der Dreck am Tupfer. Einfacher geht es nicht! Anschließend reinigt man den Tupfer mit beigelegten speziellen Streifen. Fertig. Keine Flüssigkeiten, nichts, womit man etwas zerkratzen könnte.

 

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Blick auf den Tiefpassfilter

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Adhäsionstupfer

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Lieferumfang

 

Wie erkenne ich, wo der Dreck sitzt?

Mit bloßem Auge gar nicht. Ein Testfoto, unscharf ist hier von Vorteil, mit kleiner Blende vor einer weißen Fläche gibt Aufschluss, aber Achtung, auf dem Sensor ist das spiegelverkehrt. Sitzt der Dreck auf dem Bild an den linken Bildkante, ist die rechte Seite des Sensors zu reinigen. Es gibt auch spezielle Lupen zu kaufen, aber ich meine, das Geld kann man sich getrost sparen.

vorher

vorher (Dreck vom ersten Bild)

nachher

nachher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was muss ich beachten?

Die Akku-Laufzeit sollte noch ausreichend sein, sonst klappt der Spiegel während der Behandlung herunter, allerdings ist man so schnell fertig, dass dieser Punkt nicht sonderlich relevant zu sein scheint. Staubarme Umgebung wird empfohlen, aber wer hat die schon? Ich habe mich einfach an den Schreibtisch gesetzt.

Fazit: Damit kann wirklich jeder seinen Sensor selbst reinigen. Der Tupfer wird in einer Metallbox zusammen mit den Reinigungsstreifen verwahrt. Davon sind 10 Stück dabei, außerdem je 5 Tücher (nass/trocken) zur Reinigung der Objektive. Ob der Preis von knapp € 35,- für diese Sachen zu teuer ist, mag jemand anders entscheiden. Ich spare 10 Service-Besuche = € 299,- + Zeitaufwand, muss nicht mit Lupe und Flüssigkeiten hantieren und kann das bequem mit in die Kameratasche stecken.

 

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Ausprobiert: Fotoabzug unter mattem Acrylglas

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Vorab: Dieser Beitrag ist nicht gesponsert.

Bisher hängen an meinen Wänden gerahmte Papierabzüge, was durchaus schön aussieht, aber auch einige Nachteile hat. Ich finde selten Rahmen, die mir gefallen oder die, die ich toll finde, sind recht teuer und ein passendes Passepartout muss ich meist extra bestellen. Mit dem Glas war ich nicht zufrieden, denn entweder spiegelte es oder war so entspiegelt, dass es sich optisch wie eine Folie über das Bild legt und den Blick stört. Mittlerweile habe ich das Glas aus den Rahmen genommen, was aber langfristig suboptimal ist.

Nun habe ich mir für einige s/w-Aufnahmen Fotoabzüge unter mattem Acrylglas bestellt. Da der Spaß nicht günstig ist, erstmal nur 4 Kleinere und ich bin total begeistert von dem Ergebnis. Abgesehen von der guten Qualität der Abzüge, sehen die Bilder so aufbereitet einfach toll aus. Super sauber verarbeitet, ein edler Look und durch das Aufhängesystem leicht an die Wand zu bringen. Matt heißt hier, das wirklich nichts spiegelt und man trotzdem einen klaren Blick auf das Bild hat. Wie das Ganze bei Farbfotos wirkt, kann ich nicht beurteilen, aber für s/w-Fotos wird das in Zukunft meine erste Wahl sein. Angeblich soll die Qualität mindestens 75 Jahre halten, das werde ich wohl nicht mehr überprüfen können ;-). Aber die Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse ist ein Argument, wenn man überlegt, seine Bilder vielleicht mal auszustellen. Dann hat man auch nicht das Problem mit unterschiedlichen Rahmen und Looks.

Nächstes Mal will ich mal die Variante Fotoabzug unter Spezialharz ausprobieren. Stelle ich mir für manche Farb-Motive einfach toll vor.

Edit: Weil schon nachgefragt wurde: Bestellt habe ich bei whitewall.com.

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Abstandshalter ankleben….

... Aufhängung ankleben....

… Aufhängung ankleben….

.... und ab an die Wand damit.

…. und ab an die Wand damit.

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STILL AT WORK – Plädoyer für die Disziplin

STILL AT WORK

 

I´m still at work. Arbeite an einer Aufgabe, die sich aus meiner Disziplinlosigkeit in Sachen Ordnung im Bildverwaltungsprogramm Lightroom ergeben hat. Bei herrlichstem Sommerwetter sitze ich am Computer, habe eine Art “Maus-Hand-Syndrom” entwickelt und friste mein Dasein in Einsamkeit. Oooch. Nein, im Ernst: Strafe muss sein.

Jahrelang habe ich mich der Disziplinlosigkeit hingegeben. Habe tausende von Fotos gemacht, brav in Lightroom importiert und fleissig einige auserwählte entwickelt und bearbeitet, die wenigsten aber gut und sinnvoll verschlagwortet oder markiert. Manchmal RAWs, manchmal JPGs, manchmal auch beide Versionen eines Bildes. Sprich: Über die Zeit haben sich 40.000 Fotos angesammelt. Und alle vorherigen Aufräum-Versuche sind an meinem Widerwillen gescheitert und stattdessen kamen neue Fotos hinzu. Egal. Egal? Nein, das ist ganz und gar nicht egal. Das merkt man spätestens dann, wenn die Suche nach einem bestimmten Foto Stunden dauert oder ganz scheitert, obwohl man sicher weiß, das ein solches Bild existiert. Ein Urlaubsfoto lässt sich anhand des Jahres und der ungefähren Reisezeit finden, aber das Bild von dem abgebrochenen Flaschenhals im Gras? Und da ich manchmal gefragt werde, was ich für sinnvoll halte, stelle ich euch meine Organisation hier in groben Zügen vor, wie sie sich für mich als sinnvoll erwiesen hat.

1. Die Ordnerstruktur auf der Festplatte

Ich lege mir eine Ordnerstruktur nach Aufnahmedatum direkt auf der Festplatte an. Das sieht so aus: Bilder -> Jahre -> Monate. Man kann das auch aus Lightroom heraus machen, aber so habe ich noch mehr Kontrolle ;-)

2. Der Import in Lightroom

Die Bilder einer Session importiere ich meist zeitnah. Hier verwende ich, so möglich, schon die ersten Stichworte und navigiere zu dem von mir angelegten Monatsordner. LR richtet dann die Tagesordner selbstständig ein. In der LR-Bibliotheksansicht benenne ich die Tagesordner zusätzlich zum Datum nach ihrem Inhalt, das macht es für mich übersichtlicher. Beispiel: 20130831_Hafen.

Durch eine von mir bestimmte Vorgabe schreibt LR während des Imports mich als Urheber und meine Kontaktdaten in die Meta-Daten. Darum brauche ich mich nicht kümmern.

3. Sichtung und Aussortieren

Als nächstes klicke ich mich durch die Bilder und markiere alle, die ich nicht haben will, als abgelehnt, um sie dann mit einem Klick von der Festplatte zu verbannen. Das mache ich manchmal in mehreren Durchläufen, bis alles auf diejenigen reduziert ist, die ich wirklich gut finde oder aus anderen Gründen behalten möchte. Die RAWs werden nun gleich entwickelt und überflüssige Varianten gelöscht. (Hätte ich das doch auch in der Vergangenheit so gemacht!!!)

4. Verschlagwortung

Nun werden die Bilder verschlagwortet und zwar ausführlich. Ort, Anlass, Personen, Objekte, Details, Emotionen, Jahreszeit, Besonderheiten, Available Light, s/w…… Was auch immer mir zu dem Bild einfällt, kann zu einem Stichwort werden.

Es ist auch möglich mit Stichwortsätzen zu arbeiten (z. B. Europa-Deutschland-Hamburg-Blankenese), was aber für mich persönlich nicht praktikabel und wünschenswert ist.

5. Markierung

Ich kann in LR verschiedene Farben zum Markieren nutzen. Hier nutze ich eigentlich nur drei: Rot für Kundenaufträge, Lila für alle Bilder, die ich öffentlich zeigen könnte und Blau für Fremdfotos. Blau ist ganz wichtig, denn manchmal tummeln sich in meiner Bibliothek auch Bilder von Foto-Freunden, mit denen ich gemeinsam los gezogen bin und damit mir immer ins Auge springt, dass ein Foto nicht von mir ist ;-) , bekommt es einen auffälligen blauen Rand.

Ich könnte jetzt auch noch eine Wertung vergeben, aber das nutze ich tatsächlich nur, wenn ich mich zwischen den Bildern einer Serie entscheiden muss. Ich nutze die Wertungsvergabe sonst kaum, wozu sollte sie mir nutzen? Fähnchen nutze ich auch nur temporär zur Auswahl und nie dauerhaft.

So und damit ist das Wichtigste erledigt und ich werde auch in 10 Jahren noch durch den Dschungel meiner Bild-Dateien finden. (Amen.)

Warum ich keine Themen-Ordner als Ablage nutze

Immer wieder höre ich, dass gerade Anfänger ihre Bilder lieber in Themen-Ordner packen möchten, weil sie jedes Kind, jeden Urlaub, Bäume, Blumen (…) an einem Ort haben möchten, aber ich vermute, dass man sich damit recht schnell verzettelt. Und wohin mit dem Bild, wenn darauf das Kind und eine Blume zu sehen ist? Doppelte Abspeicherung = doppelter Speicherplatz!

In Lightroom gibt es dafür die unglaublich praktische Möglichkeit der Sammlungen. Hier kann man nach Herzenslust sammeln und ordnen, ein Bild kann in 20 Sammlungen auftauchen und existiert doch nur einmal auf der Festplatte. LR legt quasi nur einen Querverweis zum Bild an. Ich kann sogar Smart-Sammlungen erstellen, die nach von mir definierten Vorgaben selbstständig alle passenden Bilder zusammenfasst. Z. B. habe ich Smart-Sammlungen von Orten, Motiven, Personen, Fotobüchern, Nachtaufnahmen…. Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Bekommt ein Bild das Stichwort “s/w” landet es automatisch in der entsprechenden Sammlung. Hat es zusätzlich das Schlagwort “Hongkong” erscheint es selbstverständlich auch in der Hongkong-Sammlung und so weiter. Superpraktisch!

Ja, und hätte ich das von Anfang an diszipliniert gemacht, hätte ich jetzt nicht so viel Arbeit und wäre nicht “still at work”. Ich wurschtle mich durch und habe nebenbei schon an die 7.000 Bilder gelöscht :-D

Ich hoffe, ihr wart disziplinierter als ich? ;-) Falls ihr noch einen guten Tipp habt, immer her damit :-)

 

 

 

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Darf ich vorstellen? Herr B.

Beethoven

Herr B. zog diese Woche bei mir ein. Er darf mir dienen. Wer wünscht sich nicht jemanden, der zur Lichtsetzung still hält, nicht meckert und rumrückelt. Der keinen Durst, Hunger, keine Nackenkrämpfe kennt und nie auf´s Clo muss ;-). Anlass war das Buch “Gestalten mit Licht und Schatten” von Oliver Rausch, Autor und Trainer der Fotoakademie Köln. Ein Buch, welches man nicht mal eben verschlingen kann, wie so viele andere Bücher zum Thema Licht und Lichtsetzung, was auch gut so ist, denn dieses Buch leitet an, Schritt für Schritt die verschiedenen Arten des Lichtes zu sehen und sich zu erarbeiten. Und daran lernt man am meisten. Der Autor leitet genau durch die Steps, die nötig sind, ein bestimmtes Licht zu erreichen und die Beispielbilder sind so detailliert und zahlreich, dass man manchmal schon genau schauen muss, um die feinen Unterschiede wahrzunehmen. Auch die möglichen Fehler bei einzelnen Lichtsets werden erläutert. Und dafür brauche ich Herrn B., denn wer hätte schon Lust, dafür Modell zu sitzen? Der Autor empfiehlt, mindestens 2 verschiedene Gipsfiguren einzusetzen, wegen der Unterschiede in den Gesichtern. Das scheint mir sinnvoll, aber ich fange erstmal mit Herrn B. an, den ich wegen der vielen Faltenwürfe ausgewählt habe.

Interessant war übrigens schon mal, mit der Büste durchs Haus zu gehen, wobei sich das Licht ständig ändert und dies auch deutlich wahrnehmbar in den Schatten auf dem Gesicht des Herrn B. ist.

Vielleicht auch eine Idee für euch?

Obiges Bild zeigt übrigens meinen ersten Versuch mit Seitenlicht.

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SPIRAL

SPIRAL

Mitunter werde ich in Leser-Mails gebeten, meine Bildbearbeitung zu erläutern und der Bitte will ich in Zukunft öfter nachkommen. Meine Wege sind selten kompliziert und die meisten Fotos entwickle ich einfach in Lightroom. Photoshop nutze ich meist, wenn ein Bild umfassender retuschiert oder geschärft werden muss.

In der City Nord entdeckte ich obiges Objekt mit dem schönen Schattenwurf, den die schräg stehende Frühjahrssonne möglich machte. Mich sprachen die Kontraste an diesem Motiv an: Zum einen der Farbliche zwischen dem Himmel und den Wänden und zum anderen der zwischen den Formen:  Gerade, geometrische Formen und Linien stehen im Gegensatz zu den runden Formen der Wendeltreppen, der Rohre und des Daches.

In Farbe passt es aber nicht gut in eine entstehende Serie über die City Nord, für die ich mich auf Schwarzweiß festgelegt habe. Obwohl ich generell lieber “farblos”  arbeite, fand ich zunächst, dass diesem Bild der starke farbliche Kontrast besser steht, als eine simple s/w-Umwandlung.

SPIRAL-simple s:w

Allerdings kann man den Kontrast des Himmels zu den Wänden auch damit erreichen, dass man den Himmel deutlich abdunkelt. Ich habe für diesen Effekt in Lightroom das Blau in der Schwarzweiß-Mischung deutlich reduziert und die Anteile an Orange und Gelb erhöht, damit die hellen Partien, insbesondere die Rohre,  noch knackiger werden.

Bildschirmfoto 2013-04-16 um 15.41.01

SPIRAL-final

Ein kleiner Eingriff mit starker Wirkung. Das Ergebnis gefällt mir nun sogar besser als das Farbbild und passt perfekt zur Serie.

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Experimente

Normale Aufnahme

 

Letztens war ich mal wieder  in der Natur unterwegs und nehme dabei eigentlich immer dieselben Wege. Das x-te Bild von immer demselben wollte ich aber nicht machen und hatte Lust zu experimentieren. Sicherheitshalber hatte ich mir einen ND-Filter eingesteckt, der mir 2 Blendenstufen schenkt (ND 0,6 bzw. 4x). Obige Aufnahme zeigt den Ort meines Experiments. Ich wollte ausprobieren, ein Bild, das funktioniert, zu entfremden. Vom Ausschnitt her ist es nicht immer ganz gelungen, aber das ist nicht so wichtig. Technisch habe ich die Belichtungszeit so verlängert, dass Bewegung ins Bild kommen kann (zwischen 1/50 und 1/8), wofür selbst bei recht trüben Lichtverhältnissen, der Einsatz des ND-Filter nötig wurde. Ich habe während der Belichtung verschiedene Bewegungen mit der Kamera ausprobiert und finde die Ergebnisse recht interessant. Eine Technik, die es noch zu verfeinern gilt. Es sind auch wunderschöne, abstrakte Bilder dabei herausgekommen, aber hier zeige ich euch die, an denen man gut erkennt, was ich gemacht habe.

 

Kamera gedreht:

Kamera gedreht

 

 

Kamera waagerecht bewegt:

Kamera waagerecht bewegt

 

Rausgezoomt:

Gezoomt

 

Stärker rausgezoomt:

stärker rausgezoomt

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Winter und keine Lust rauszugehen?

Wie es euch mit diesen  Temperaturen und diesem trüben Wetter geht, weiß ich natürlich nicht, aber ich habe kaum Lust rauszugehen, schon gar nicht mit der Kamera :-(.   Ich bin ein ausgesprochener “Frostkötel” und selbst wenn ich mich noch so dick einpacke, friere ich nach kurzer Zeit, gerade beim Fotografieren, denn dabei bewegt man sich ja eher langsam, bleibt stehen und friert fest, na ja, ich jedenfalls ;-). Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht mit Fotografie beschäftige, abgesehen von dem einen oder anderen Auftrag, der aber dann eher Indoor stattfindet. Endlich ist Zeit für so viele Dinge:

  • Fotobücher ansehen. Ich mag das sehr, schöne Bildbände, Bücher über Fotografie, Fotozeitschriften ansehen bzw. lesen und sich inspirieren lassen. Alternativ oder zusätzlich kann man auch
  • Ausstellungen besuchen
  • Fotografieren üben mit Alltagsgegenständen. Ausprobieren was mit welchem Objektiv geht und was nicht. Hier, im Delighted Magazin gibt es Tipps für einfache, effektive Übungen. Das kann ich gut kombinieren mit
  • Blitzen üben. Meist nicht heiß geliebt und als schwierig eingeschätzt, braucht das auch ein wenig Übung und wenn nicht jetzt, wann denn dann? Zeit ist da und blitzen kann man alles und prima zu Hause :-)
  • Selbstportraits probieren, dabei kann ich auch den Einsatz meines Blitzequipments üben
  • Warum nicht mal ein Stillleben probieren?
  • Irgendwo fotografieren, wo man im Warmen ist und fotografieren kann. Ich habe gerade eine Stadtrundfahrt in meiner eigenen Stadt gemacht, das erste Mal in meinem Leben ;-) War ganz lustig und fotografisch eine Herausforderung, weil es im Doppeldecker-Bus derart wackelte, dass man Geduld und eine gewisse Schnelligkeit brauchte, um einigermaßen scharfe Fotos zu haben ;-)
  • Bildarchiv aufräumen und dabei gleich die Verschlagwortung überprüfen
  • Ein Fotobuch mit den besten Aufnahmen des letzten Jahres erstellen oder einfach mal ein paar Abzüge bestellen, denn Fotos wirken auf Papier noch mal ganz anders
  • Eine DVD mit einem Workshop i. S. Bildbearbeitung durchackern. Ich habe z. B. gerade “The Dark Side of Photoshop” im Laufwerk und lerne darüber so einiges an PS-Techniken, die ich noch gar nicht kannte. Ob ich das alles behalte und anwenden kann? Mal sehen ;-)
  • Fundstücke im Bildarchiv mit den mittlerweile verbesserten Bildbearbeitungskenntnissen noch einmal neu bearbeiten.
  • FotoTV gucken  (ein persönlicher Tipp, ich werbe quasi aus persönlicher Überzeugung ;-) ), da gibt es immer irgendwas interessantes, wer kein Abo hat, wird sicher für lau auf youtube i. S. Fotografie fündig
  • Ein Heft oder eine Datei anlegen, mit Ideen für Fotos, die man vielleicht erst bei gutem Wetter umsetzen kann oder sich mal ein eigenes Projekt überlegen oder eine Serie, nicht immer nur an solchen teilnehmen ;-)
  • und wenn mir gar nichts mehr einfällt, könnte ich einfach mal den ganzen Fotokrams sortieren, reinigen und pflegen ;-)

Langeweile und großer Frust braucht also nicht aufkommen, selbst wenn man mal nicht rausgehen mag. Wie verbringt ihr diese Wochen aus fotografischer Sicht? Habt ihr Ergänzungen für meine Liste?

Mich wird es erst wieder rausziehen, wenn es schön nebelig ist oder die Sonne scheint, dieses kalte Grau-in-Grau geht mir auf den Keks!

Am Feld-2

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Kennt ihr schon f5punkt6.de?

Bildschirmfoto 2012-12-06 um 11.32.39

 

Ihr würdet gern komfortabel durch die neuesten Artikel deutschsprachiger Fotografie- und Fotoblogs stöbern, dabei auf der Startseite, nach Datum sortiert, schon die Bilder und die ersten Sätze des jeweiligen Blogartikels sehen können? Neue spannende Blogs entdecken? Dann solltet ihr unbedingt auf Christophs Seite f5punkt6.de vorbeischauen. Als ich davon las, was Christoph vor hat, klang das schon so gut, dass ich mich spontan mit meinem Blog dort angemeldet habe. Seit ich nun sah, wie perfekt das Ganze umgesetzt wurde, bin ich einfach nur begeistert, denn es sieht auch optisch sehr schön aus. Danke dir Christoph, für Mühe! :-)

Selbstverständlich könnt ihr euch mit eurem Blog dort anmelden. Das Anmeldeformular versteckt sich hinter dem orangenem Kreuz oben rechts auf der Seite. Dort könnt ihr auch die Bedingungen lesen, die erfüllt werden müssen. Allerdings solltet ihr nicht erwarten, dass euer Blog von heute auf morgen integriert wird. Warum, erklärt Christoph hier.

Viel Spaß beim Stöbern und einen schönen Nikolaus-Tag für euch!

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THE UNIMPOSING BEAUTY

Das Bild entstand heute, während ich bäuchlings im Gras lag. Öfter mal die Perspektive wechseln hilft, auch unscheinbare Schönheiten zu sehen. Da ich schon öfter danach gefragt wurde, wie ich meine Bilder bearbeite, stelle ich hier mal ein making-of dazu.

1. Das Ausgangsbild (RAW):

2. Entwicklung in Lightroom: Hier habe ich die Klarheit ein wenig angehoben(+17), ebenso den Kontrast (+32), Sättigung (+17), Dynamik (+25) und die Temperatur (+866). Außerdem habe ich die Blüte der Butterblume ganz leicht mit dem Pinsel bearbeitet (Klarheit/Schärfe), um sie ein bisschen mehr herauszuarbeiten.

3. Als nächstes habe ich das Bild im 1×1 Format freigestellt, damit es zu meinen anderen Gartenimpressionen passt.

4. Nun habe ich das Bild in Silver Effex Pro2 in s/w konvertiert und ausnahmsweise mal die Grundeinstellung gewählt, weil das zarte s/w meines Erachtens am besten zum Motiv passt.

5. Die Blüte kam mir noch nicht gut genug heraus, also setzte ich einen U-Point in Silver Effex Pro 2, d. h., ich platzierte einen Punkt beliebig im Bild, über einen Kreis (ähnlich wie Pinselgrößen) kann ich regeln, welcher Bereich bearbeitet werden soll und wählte hier nur die Blüte. Über die Regler verstärkte ich den Kontrast, die Struktur und die Feinstruktur. Dann hob ich noch ein wenig die Helligkeit an, damit die Blüte schön leuchtet. In Lightroom würde ich hierzu den Pinsel einsetzen und nochmal den Kontrast und Klarheit erhöhen. Auch die Belichtung kann man auf diese Weise erhöhen.

6. Nun ist das Bild im Prinzip fertig. Ich habe es in Silver Effex Pro2 mit einem Rahmen (Nr.4) versehen, den ich  von der Größe her angepasst habe und dann an jede Kante des Bildes den “Kantenverdunkelungsfaktor” auf 20% gesetzt, so erscheint rundherum eine ganz leichte eckige Vignette. In LR könnte man hier ein Preset nutzen oder den Pinsel mit der Belichtungskorrektur, die man leicht nach unten korregiert und dann leicht die Bildränder abdunkelt.

7. Last but not least habe ich die Temperatur noch ein wenig wärmer und die Sättigung ein wenig höher eingestellt, so dass das Bild eine schöne, warme Tönung bekommt.

Das war der Weg zu diesem Bild. Allgemein gültige Schritte gibt leider nicht. Selbst wenn ihr LR-Presets nutzt, müssen die meist noch für das jeweilige Bild angepasst werden.

Ich hoffe, das kleine making-of ist für den einen oder anderen interessant und hat euch gefallen.

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