In Sicherheit

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Das Flüchtlingslager in Hamburg-Ohlstedt während des Aufbaus. 

Gestern, als ich aus dem Bahnhof im Hamburger Stadtteil Ohlstedt kam, spielten auf der Dorfstraße zwei Kinder aus “unserem” Flüchtlingslager. Sie hatten ein kleines Fahrrad dabei und wirkten unbeschwert und fröhlich und waren vertieft in ihr Spiel.  Wie schön, dachte ich, dass sie hier spielen und zur Ruhe kommen können. Die traumatisierenden Erlebnisse, die Strapazen der Flucht, die sie mit ihren Familien durchlitten haben, werden sie nur langsam hinter sich lassen, aber dies ist ein guter Ort dafür. Was sie durchgemacht haben, kann ich mir nur ausmalen, vermutlich ist die Wirklichkeit um vieles härter. Sie haben es geschafft, sind nicht erschossen worden, nicht im Mittelmeer elendig ertrunken oder in einem Kühllaster qualvoll erstickt.

Wie schön, dass sie hier untergebracht sind, wo sie überwiegend freundlich aufgenommen wurden, wo sie vorerst wirklich in Sicherheit sind und sich ohne Angst allein aus dem Zeltlager bewegen und auf der Straße spielen können. Wie schrecklich wäre es für die Beiden gewesen in Sachsen untergebracht worden zu sein, wo sie sich einer erneuten Bedrohung gegenüber gesehen hätten. Einer Bedrohung, die von deutschen Bürgern ausgeht, vor der die Polizei sie dann hätte schützen müssen. Wie hätten sie das verstehen sollen, was nicht mal ich verstehe, die ich in Deutschland geboren wurde?

Ich habe kurz überlegt, ob ich ein Foto von den zwei kleinen, neuen Nachbarn mache, aber ich habe es sein gelassen, denn ich fand es einfach unpassend und respektlos. Ich habe das Bild in meinem Kopf und meinem Herzen und euch kann ich davon erzählen, das muss reichen.

 

 

 

 

 

 

Die Ruhe nach dem Sturm

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Zingst im Juli morgens um 7:15

Die Ruhe nach dem Sturm. Auftauchen und Durchatmen. Die letzten Wochen, genau genommen die letzten 4 Monate waren für mich sehr chaotisch. Intensive Renovierungsarbeiten im Haus haben sämtliche Zimmer in ein ziemliches Chaos verwandelt. Und wenn ich zum Arbeiten eines nicht gebrauchen kann, dann ist es Chaos. Ich mag es, wenn ich genau weiß, wo meine Sachen sind und habe durch ständiges Umräumen am Ende gar nichts mehr gefunden. Maurer- und Schleif-Arbeiten hinterließen überall ihre Spuren, so viel geputzt habe ich selten. Eine anstrengende Zeit! Aber alles hat bekanntlich zwei Seiten und nun, da alles fertig ist, fällt der ganze Stress von mir ab und ich freue mich über einen wirklich schönen, hellen und inspirierenden Arbeitsbereich.

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Vorraum mit Platz zum Verstauen

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Zum Wohlfühlen oder?

Ein weiterer Vorteil der ganzen Geschichte war, dass ich mit so vielen Dingen beschäftigt war, dass schlicht keine Zeit und oft auch keine Lust für die virtuelle Welt da war. Und je weniger ich online bin, je weniger vermisse ich das. Ich habe hier schon einmal darüber geschrieben, dass mir diese Pausen sehr gut tun.

Jetzt möchte ich noch ein paar Bilder aufhängen, warte auf das Anbringen des neuen Heizkörpers und auf zwei gemütliche Sessel, die dazu einladen, mit einem schönen Bildband am Fenster zu sitzen und freue mich einfach auf alles, was jetzt kommen mag: Den Spätsommer, neue Ideen, neue Arbeiten und wieder mehr Posts auf diesem Blog.

Ein Interview mit mir

rar (1 von 1)

 

Ich mache mich ja gerade ein wenig rar hier und überhaupt im Internet, aber so ganz aufgelöst habe ich mich noch nicht ;-).

Es ist Sommer und jeder Tag ist wertvoll, das Leben pulsiert. Die Zeit rast dahin wie immer und wenn man keine 20 oder 30 mehr ist, lernt man zwangsläufig, dass “Carpe diem” eben einer der Sprüche ist, die man sich wirklich zu Herzen nehmen sollte. Keine Zeit soll verplempert werden mit Dingen, denen der Aufschub nicht weh tut. Aber wenn ich mich in der Blogger-Szene so umschaue, geht es vielen von euch nicht anders. Es ist ruhig. Es gibt eben Dinge die warten können, das Leben nicht! Ich fotografiere “frei” so viel wie schon lange nicht mehr, aber die Bilder schlummern auf der Festplatte, weil ich mich oft nicht schnell entscheiden kann, was ich posten möchte und Zeit ist kostbar ;-).

Dennoch gibt es News. Nora, die den Blog “Foto-Paletti” betreibt, bat mich um ein kleines Interview und das könnt ihr hier lesen. Liebe Nora, vielen Dank!

 

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NOT ALONE

Kletternde Jungen - NOT ALONE

 

Anfang April im CCH. Der Abend ist lau und der Himmel sieht wunderschön aus. Ganz Hamburg scheint irgendwo in der Sonne sitzen. In Parks, auf Wiesen, am Wasser lässt man die Seele baumeln oder eben auf den Dächern des CCHs, wo diese Kinder sich austoben ;-). Dieses Bild nehme ich mit in ein super Konzert, super für mich, weil auf einer großen Leinwand Videos zur Musik laufen, wodurch das Ganze nicht nur ein akustischer, sondern auch ein visueller Genuss ist. Musik, Lyrics und Bilder, die berühren, alles passt.

Kurz zur Story: Steven Wilson hörte von der Geschichte einer jungen Frau, die in England zwei Jahre tot in ihrer Wohnung lag, bevor ihre Leiche entdeckt wurde. Eine schreckliche Vorstellung und von ähnlichen Fällen hört und liest man immer wieder, aber meist handelt es sich um alte Menschen, die niemanden mehr haben.

“Wie konnte jemand, der Freunde und Familie hatte, so lange unbemerkt verschwunden sein?”, fragt Steven Wilson. “Für mich illustriert das perfekt die emotionale Kälte, der man in einer Metropole wie London ausgesetzt sein kann.” Wilson, der den Großteil seines Lebens in London lebte, weiß wovon er spricht und ist auch deshalb vor vier Jahren aufs Land gezogen: “Ich hatte zu Beginn meiner Karriere harte Zeiten in London, war zeitweilig so einsam, dass ich kaum vor die Tür gehen mochte. In dem Dorf, in dem ich jetzt lebe, kannte ich nach drei Tagen schon den Namen des Postboten.” (spiegel.de)

Dem Musiker gab sie den Anstoß für sein Solo-Album “Hand. Cannot. Erase.”, auf dem er die Geschichte einer fiktiven jungen Frau erzählt, die aus dem Leben verschwinden möchte. Einsamkeit, Wut, Trauer und Schmerz, aber auch Liebe und Freundschaft sind die großen Themen und die Bilderwelt von Lasse Hoile ist gewaltig. Es zieht mich völlig in den Bann, rührt und rüttelt mich. Ich habe lange kein so gutes Album gehört, aber das Highlight ist für mich die Kombination mit den Filmen, den gewaltigen oder auch leisen Bildern. Der Abend war voller Inspiration und Gefühl und das muss ich mir ab und zu woanders holen, als in der Fotografie. Für manche ist es dann ein gutes Buch und/oder Musik. Für mich ist es eher die Kombination aus Film und Musik, nicht von ungefähr bin ich ein großer Fan von Filmmusik (Kopfkino pur) und kreativ gemachten Musikvideos. Ich bin und bleibe halt ein visueller Mensch und insofern hat dieser Beitrag dann doch noch viel mit Fotografie zu tun ;-)

Ich freue mich schon wie Bolle auf die DVD, um das Konzert, vor allem die Filme noch einmal sehen zu können, denn es gibt kaum welche im Netz. Filmen und Fotografieren war streng verboten und streng meint streng, was ja nicht jeden abschreckt. Ich habe noch nie erlebt, dass Ordner ständig durch die Reihen laufen, Leute rausziehen und verlangen, das Material zu löschen, etwas nervig :-(.

Es gibt übrigens einen gleichnamigen Blog, in dem die fiktive Frau eine visuelle “Realität” bekam, schräg, aber im Grunde sicher nicht der einzige seiner Art ;-).

 

 + ctrl + ⏏

VOR GEBRAUCH SCHÜTTELN

 

Schütteln von rechts nach links und wieder zurück.
Erschüttern, Abschütteln, Durchrütteln, Durchmischen.
Erfahrungen, Pläne, Gedanken, Erinnerungen, Gefühle.
Wahrnehmen, ordnen, prüfen, bewerten, verzweifeln.
Bildschirmfoto 2015-01-15 um 18.05.10
Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird, aber soviel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll.
Georg Christoph Lichtenberg

Manchmal ist analog einfach sinnlicher ;-)

Analog

Es ist lange her, aber den Geruch werde ich nie vergessen. Den Geruch der königsblauen Tinte, die mir aus dem Schulheft in die Nase stieg und den ich liebte. Mein Vater saß bei mir und schaute mir ab und zu während Schularbeiten über die Schulter. Ich war stolz wie Bolle auf meinen Pelikan-Füller und die feucht-glänzende Tinte. Ich gab mir besonders viel Mühe und wollte die leeren Zeilen mit meiner schönsten Schrift füllen. Tintenkiller sollten erst in ein paar Jahren erfunden werden (und würden dann hässliche, gelbe Spuren auf dem Papier hinterlassen) und so stand jeder kleinste Wackler und natürlich erst Recht jedes falsch geschriebene Wort unwiderruflich in dem Heft. Schon damals hatte ich einen klitzekleinen Hang zum Perfektionismus ;-)  und hätte am liebsten bei jedem Fehler ein neues Heft angefangen, um endlich mal ein fehlerfreies zu haben. Das hat nie geklappt :-). Die ersten Seiten sahen toll aus und dann begann der Schlendrian, vielleicht kennt ihr das.

Geblieben ist meine Liebe zur Tinte, schönen Schreibgeräten und noch schöneren Heften. Ehrlich, ich kenne alle meine Stifte ganz genau und auch ihr Verhalten auf unterschiedlichen Papieren. Ich hüte sie wie meine Augäpfel und wenn ich tatsächlich mal einen verliere, bin ich untröstlich. Dabei schreibe ich nicht wirklich. Ich notiere, zitiere, fixiere, manchmal meine Gedanken, die anderer oder Lyrics, die mir etwas bedeuten. Aber das Tun mag ich. Es ist im Grunde eine kleine Kunst, die wir damals gelernt haben. Schönschrift, der ausgedehnte Schreibübungen vorausgingen. Man schrieb eine Seite nur mit dem  kleine “l” voll, die Hand musste locker kreisen und bald die komplizierten Schlingen des “Schreib-Gs”  sauber auf das Papier bringen ohne die Tinte zu verwischen. Eine schöne Fertigkeit, die Ruhe und Konzentration erfordert, Sorgfalt und Umsicht.

Heute schreibe ich selbstverständlich auch auf der Tastatur, die alles verzeiht, löscht und kopiert. Ob es schön aussieht oder nicht, entscheidet die Wahl der Schrift, nicht meine Sorgfalt. Alles geht schnell und effektiv. Das ist auch gut so, natürlich! Und die Vorstellung, die Möglichkeit nicht mehr zu haben, wäre gruselig.

Aber sinnlicher ist es analog. Deswegen habe ich meinen Füller, der keine Tinte mehr aufziehen wollte, nun für richtiges Geld reparieren lassen und freue mich (mal wieder) an einem neuen Buch, welches mit Worten gefüllt werden möchte. Übrigens ziert das Cover die Handschrift  von Antoine de Saint-Exupéry und es ist einfach schön. Die erste Seite liegt blank vor mir und einige Zeilen geht es gut, aber dann – verschrieben *grrrr*. Der Versuch, die Seite so herauszureißen, dass es nicht auffällt, scheitert. Das Buch ist verletzt. Dann heute beim “Fotoshooting”  für diesen Artikel: Absturz! Buchabsturz – die Länge des Objektivs unterschätzt und beim Runterfahren des Stativs damit auf´s Buch gehauen, welches am Rand des Küchentisches liegend natürlich vorn runter, hinten hoch klappte, den Füller ins Rollen brachte, den ich im letzten Moment vor dem Absturz retten konnte, die Finger verschmiert mit dokumentenechter schwarzer Tinte, das schöne Blatt auch. Aber ich habe ja das Löschblatt parat ;-). Ach, analog ist irgendwie cool. Wenn ich das Buch später mal in die Hand nehme, werde ich mich schmunzelnd an diesen Moment erinnern und das Geschreibsel ist so wirklich  einzigartig. Copy & Paste unmöglich.

Ich verstehe euch, die ihr mit echtem Film und Chemie in der Nase in der Dunkelkammer steht, ehrlich :-). Und ich schiele immer öfter in entsprechende Kursangebote.

Harley-Tour USA und das Foto-Equipment

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Eine Motorrad-Tour ist genau das und keine Fotografen-Reise. Das war mir klar, aber das es dann doch noch ganz anders kam, als ich mir das vorgestellt hatte, hätte ich nicht vermutet. Ich kann gar nicht genau beschreiben, wie meine Vorstellung war. Grob gesagt, dachte ich, dass ich irgendwie mehr Zeit hätte, wirklich Bilder zu machen. Das ist nichts, mit dem ich jetzt hadere, im Vordergrund stand die Tour und ich habe ja trotzdem einige schöne Bilder mitgebracht.

Vor unserer Harley-Westküsten-Tour habe ich mit einigen Fotografen über das angedachte Equipment gesprochen und mir Rat geholt. Von “nimm alles mit, was du hast” bis hin zu “lass die Kamera zu Hause und genieße” war wohl alles dabei. Entschieden habe ich mich für folgende Auswahl:

  • Eine große Fototasche, eine kleine für Städtetouren
  • D700 und Fuji X100s (wegen der Filmfunktion)
  • diverse Speicherkarten und Akkus
  • Linsen: 50mm, 24-70mm, 14-24mm
  • diverse Filter
  • Reisestativ
  • Smart Phone

Knapp 90% der Bilder sind mit der Kombi  D700 + 24-70 entstanden. Das 50er schlummerte in der Tasche, das Superweitwinkel habe ich einmal benutzt. Das Stativ kam gar nicht zum Einsatz und ging zudem verloren :-(. Auch die Filter blieben in der Tasche und gefilmt habe ich mit der Fuji gar nicht. Fazit: Ich habe viel zu viel mitgeschleppt und hätte mir das ersparen können. Woran lag es?

Eine geführte Tour bedeutet in der Konsequenz, dass du dich einer Reisegruppe anschließt und hier ist es sicher fast egal, ob per Auto, Bus oder Motorrad. Ich habe viel vom Motorrad aus fotografiert, wobei keine fotografischen Glanzleistungen, sondern eher Schnappschüsse für die eigene Erinnerung entstanden. Morgens ging es zeitig los und abends hat man meist zusammen gegessen. Dazwischen wurde gefahren und während der Stops an den Aussichtspunkten war Zeit zu fotografieren, aber nicht, um die nähere Umgebung auf die beste Einstellung hin zu erforschen und aufwändige Aufnahmen zu machen. Außerdem wurde in den Pausen natürlich geklönt, gegessen, getrunken, sich noch mal eingecremt usw. Einmal, an einem See, habe ich schnell das Objektiv gewechselt, aber festgestellt, dass es in Stress ausartet, wenn die Gruppe sich schon für Weiterfahrt fertig macht und man selbst eigentlich noch ein Bild komponieren und anschließend auf die Allround-Linse zurück wechseln muss. Also habe ich es dann gelassen.

Ausreichend sichereren Stauraum bieten die Cases nicht nur für die Fotoausrüstung

Ausreichend sichereren Stauraum bieten die Cases nicht nur für die Fotoausrüstung

Das 24-70mm war meist ausreichend, manchmal hätte ich mir mehr Länge gewünscht. Der Autofokus ist schnell und auf dem Motorrad war das zwingend notwendig. Das andere Gedöhns hätte ich mir sparen können. Gefehlt hat mir ein Reinigungsmittel für den Body und die Kamera. Gerade in den heißen Regionen mussten wir uns oft mit Sonnenschutzmittel eincremen und hatten nicht die Möglichkeit, die Hände zu waschen. Man schwitzt, es ist staubig oder die Luft am Meer salzhaltig. Am Ende des Tages klebte die Kamera und die Linse bzw. in meinem Fall der Klarglasfilter war völlig verschmiert. Da half kein Microfasertuch :-( . Zum Glück konnte ich den Filter mit Shampoo unter heißem Wasser reinigen (nicht immer mit dem gewünschten Erfolg ;-) ), mit dem Objektiv wäre das schon schwieriger geworden. Aufgrund meiner Erfahrung sieht meine Empfehlung für eine solche Reise so aus:

  • Kamera
  • 1 gutes Zoom-Objektiv (Weitwinkel- bis Teilbereich) mit einem Klarglasfilter
  • Reinigungsutensilien- und Mittel für Filter und Body!!!
  • reichlich Speicherkarten, 1 Ersatzakku, Ladegerät
  • Smart-Phone, falls man mal ohne Tasche los möchte.

That´s it.

Das war jetzt sicher nur interessant für fotografierende Menschen, die eine ähnliche Reise planen, aber da ich vorher nach genau solchen Informationen gesucht habe, war es mir ein Anliegen, diesen Post zu schreiben. Fotos werdet ihr auch noch sehen, versprochen :-) Wir sind schon auf dem Weg ins Death Valley:

 

Death Valley

Death Valley

 

 

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Vegas – bunt, laut, skurril

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Die ersten Tage vor der Motorrad-Tour verbrachten wir in Las Vegas. Eine laute und skurrile Stadt, in der nur das Geld zu zählen scheint. Es war richtig heiß und die Wege weit. Das “mal eben um die Ecke” bedeutet hier immer einen Fußmarsch von mindestens 20 Minuten. Mich hat Vegas überfordert. Allein die Atmosphäre in den überall präsenten Spielkasinos und die Größe der Hotels sind so eine Sache. Viele Verrückte sind in Vegas unterwegs, auffallen um jeden Preis scheint die Devise zu sein, auch, um damit kleines Geld zu verdienen.

Am Strip angekommen, liefen gerade die Wasserspiele am “Bellagio”, vor dem sich viele Menschen versammelt hatten, um dieses Schauspiel anzusehen. Ich konzentrierte mich auf ein älteres Paar, welches vor mir stand und war froh, einen Ankerpunkt für meine Augen zu haben.

An den beiden nächsten Tagen wurden die Hotels durchstreift. Bei der Hitze auch das Beste, was man tun kann. Die Hotels sind riesig und übertrumpfen sich gegenseitig mit Attraktionen. Am meisten hat mich das “Luxor” beeindruckt, in Form einer Pyramide gebaut und mit einer unglaublichen riesigen und hohen Lobby. Das New York erinnert  mit der davor platzierten Mini-Ausgabe der Brooklyn-Bridge tatsächlich an diese fantastische Stadt, aber insgesamt ist hier alles übertrieben, protzig und wirkt in der Wüste doch deplatziert. So auch die künstlichen Kanäle im “Venetian”, auf denen singende Gondoliere betuchte Touristen herumgondeln. Alles übrigens unter einem künstlichen Himmel, der mir vormittags das Gefühl gab, es sei schon früher Abend.

 

 

Besser gefiel mir das Hardrock-Café und das einzig interessante Kasino gibt es im Hardrock-Hotel zu sehen. Beide Locations stellen in Schaukästen Bühnen-Outfits, Gitarren, Autogramme, goldene Schallplatten und ähnliches Gedöns berühmter Rock-Größen aus und es gibt dort die leckersten Fritten der Welt :-). Musik, Essen, Ambiente = top!

 

 

Auch in der Fremont-Street, im alten Las Vegas, waren wir. Hier verkehren viele der Einheimischen, denn hier ist es nicht ganz so glamourös und teuer wie am Strip. Aber schräg, noch schräger als am Strip. Stündlich läuft eine Videoshow an der Decke, man begegnet den merkwürdigsten Gestalten und überall dröhnt Musik.

 

 

Das sind diesmal viele Bilder, aber Vegas wollte schnell abgearbeitet werden ;-).

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Back from the USA

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Mal raus aus dem eingefahrenen Leben. Einfach in einem neuen Hier & Jetzt sein. In L.A. am Strand habe ich dieses Gefühl intensiv erlebt.

 

Hey folks, how are you doing? Da bin ich wieder. Knapp drei Wochen bin ich in eine andere Welt abgetaucht und habe das komplette Internet weitgehend hinter mir gelassen. Mein Mann und ich haben an einer geführten Harley-Tour teilgenommen, ich als Sozia, und sind knapp 4000km durch 4 Bundesstaaten geknattert: Nevada, Kalifornien, Arizona und Utah. Seit gestern sind wir wieder da und doch nicht so richtig. Es war ein visueller Overload und die Köpfe und Speicherkarten sind voller Bilder. Wir haben so viel gesehen und erlebt. Haben in der Wüste geschwitzt und in Utah gefroren, die Füße in den Pazifik gesteckt, sind in San Francisco Cable Car gefahren, haben auf der Route 66 gelegen, am Highway No 1 den Sonnenuntergang bestaunt, sind über den Grand Canyon geflogen, haben die bunte, künstliche Welt von Las Vegas erlebt und die Armut im Navajo-Reservoir. Eine Reise der Gegensätze. Kulinarisch, landschaftlich, menschlich und klimatisch.

Nun schlummern reichlich Bilder in Lightroom und bei jedem freue ich mich über den erlebten Moment. Am Anfang habe ich so ziemlich jeden Strauch fotografiert, so neu und aufregend waren die Eindrücke, gegen Ende gab sich das zum Glück etwas ;-) Sicher werde ich viele Bilder hier zeigen und euch von dieser Reise erzählen, nach und nach, denn es ist viel Material :-). Ich werde euch von der Landschaft erzählen, den Menschen, der Organisation der Reise, den Vor- und Nachteilen einer solchen Tour und natürlich dem Equipment. See you! :-)

 

Nach der Durchquerung der Mojave-Wüste durchgeschwitzt, aber glücklich!

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