By

AFTER THE DARKNESS THERE WILL BE LIGHT

DSC_0836-Bearbeitet

 

Die Serie “AFTER THE DARKNESS THERE WILL BE LIGHT” entstand in einem undefiniertem Zeitraum in den letzten Jahren, während meiner vielen Spaziergänge über Friedhöfe, hauptsächlich dem Ohlsdorfer Friedhof. Ich wandelte auf den Spuren von Erinnerung und Trauer der anderen und so lautete auch der Arbeitstitel der Serie. Während der Arbeit an diesem Thema und dem Sichten des Materials veränderte sich mein Gefühl dazu. Es ging immer weniger um die Trauer der anderen und immer mehr um meine eigene.

Eine kleine Auswahl zeige ich unten. Die ganze Serie ist hier zu sehen: AFTER THE DARKNESS THERE WILL BE LIGHT

 

 

Memento 

Vor meinem eigenen Tod
ist mir nicht bang,
nur vor dem Tode derer,
die mir nah sind.
Wie soll ich leben,
wenn sie nicht mehr da sind?
Allein im Nebel tast ich todentlang
und laß mich willig
in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht
halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl,
dem gleiches widerfuhr,
und die es trugen,
mögen mir vergeben.
Bedenkt, den eigenen Tod
den stirbt man nur,
doch mit dem Tod des anderen
muß man leben.

(Mascha Kaléko)

By

BRIDGES

BRIDGES I

 

2.500 Brücken gibt es in Hamburg, also 2.065 mehr als in Venedig. Hamburg liegt der Anzahl der Brücken nach weltweit auf Platz 2, auf dem ersten Platz liegt übrigens New York. Ich mag die Köhlbrandbrücke, vielleicht, weil sie einen Hauch internationalen Flair in die Stadt brachte, vielleicht, weil ich sie als Kind bei ihrer Eröffnung 1974 zu Fuß überqueren durfte, was ich damals ganz schön aufregend fand. Daher widme ich ihr hier 2 Bilder, das Hochformat habe ich übrigens während der Fahrt mit der Fuji x100s als Sozia vom Motorrad aufgenommen :-) und ja, in Fahrtrichtung drohte uns ein fürchterlicher Regenschauer, ist aber gut gegangen :-D. Die andere Brücke habe ich an den Deichtorhallen fotografiert, eine alte Eisenbahnbrücke, deren Konstruktion ich irgendwie mag und die wunderbar mit der Architektur der Deichtorhallen korrespondiert.

 

BRIDGES II

 

BRIDGES III

 

Mein Beitrag zu Pabuca´s BRIDGES.

Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14

By

Sensor selbst reinigen – einfach und günstig

Sensordreck bei f/8 - 100%-Ausschnitt

Sensordreck bei f/8 – 100%-Ausschnitt

Die Belichtung mit einer Lochblende zeigt sehr schön, was sich so auf Sensor tummelt, mit einem normalem Objektiv würde man vermutlich nur die Striche als Punkte sehen. Klick macht groß

Die Belichtung mit einer Lochblende zeigt sehr schön, was sich so auf Sensor tummelt. Klick macht groß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Belichtung mit kleiner Blende oder Lochblende bringt zum Vorschein, dass unsere Kameras kein staubfreier Raum sind. Wer nur mit einer Festbrennweite arbeitet, wird das Problem nur selten haben, wer Objektive wechselt, schon häufiger. Beim Gebrauch von Zoom-Objektiven bzw. dem Zoomen selbst, wird Staub förmlich in die Kamera gesogen. Handlungsbedarf besteht dann, wenn man den Dreck als Punkt auf dem Foto sieht. Manchmal hilft es, vorsichtig mit einem Blasebalg in Richtung Sensor zu blasen. Aber wenn der Staub auf dem Sensor klebt, muss er richtig gereinigt werden. Unlängst war meine Kamera mal wieder zur Sensor-bzw. Tiefpassfilter-Reinigung im Service, was beim örtlichen Nikon Service-Point jedes Mal mit € 29,- zu Buche schlägt, vom Zeitaufwand mal ganz abgesehen. Nun, kurze Zeit später, waren schon wieder Flecken auf den Bildern zu sehen und ich entschloss mich, eine Reinigungsmethode auszuprobieren, über die Stefan mal geschrieben hat und die so klang, als könne man dabei nicht groß was falsch machen, ganz im Gegensatz zu manch anderer Methode. :-) Also habe ich mir das Reinigungsset von eyelead bestellt (als es endlich wieder verfügbar war), es nach der Lieferung noch zwei Tage umkreist (wage ich es oder nicht ;-) ) und es getan. Und es ist wirklich empfehlenswert. Werbung gibt es auf meinem Blog nicht, aber wenn mich etwas wirklich überzeugt, empfehle ich es gern weiter und hierfür gibt es eine klare Empfehlung.

Wie wird es gemacht?

Man nimmt das Objektiv ab und wählt im Kameramenü den Reinigungs- bzw. Wartungsmodus, wodurch der Spiegel hochklappt und den Blick auf den Tiefpassfilter frei gibt. (Dies ist bei Kameras ohne Tiefpassfilter, wie z. B. der D800e natürlich anders.) Die Kamera legt man nun auf den Rücken und drückt den Adhäsionstupfer sanft auf die zu reinigenden Stellen auf dem Tiefpassfilter bzw. Sensor und beim Anheben klebt der Dreck am Tupfer. Einfacher geht es nicht! Anschließend reinigt man den Tupfer mit beigelegten speziellen Streifen. Fertig. Keine Flüssigkeiten, nichts, womit man etwas zerkratzen könnte.

 

DSCF8451

Blick auf den Tiefpassfilter

DSCF8453

Adhäsionstupfer

DSCF8452

Lieferumfang

 

Wie erkenne ich, wo der Dreck sitzt?

Mit bloßem Auge gar nicht. Ein Testfoto, unscharf ist hier von Vorteil, mit kleiner Blende vor einer weißen Fläche gibt Aufschluss, aber Achtung, auf dem Sensor ist das spiegelverkehrt. Sitzt der Dreck auf dem Bild an den linken Bildkante, ist die rechte Seite des Sensors zu reinigen. Es gibt auch spezielle Lupen zu kaufen, aber ich meine, das Geld kann man sich getrost sparen.

vorher

vorher (Dreck vom ersten Bild)

nachher

nachher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was muss ich beachten?

Die Akku-Laufzeit sollte noch ausreichend sein, sonst klappt der Spiegel während der Behandlung herunter, allerdings ist man so schnell fertig, dass dieser Punkt nicht sonderlich relevant zu sein scheint. Staubarme Umgebung wird empfohlen, aber wer hat die schon? Ich habe mich einfach an den Schreibtisch gesetzt.

Fazit: Damit kann wirklich jeder seinen Sensor selbst reinigen. Der Tupfer wird in einer Metallbox zusammen mit den Reinigungsstreifen verwahrt. Davon sind 10 Stück dabei, außerdem je 5 Tücher (nass/trocken) zur Reinigung der Objektive. Ob der Preis von knapp € 35,- für diese Sachen zu teuer ist, mag jemand anders entscheiden. Ich spare 10 Service-Besuche = € 299,- + Zeitaufwand, muss nicht mit Lupe und Flüssigkeiten hantieren und kann das bequem mit in die Kameratasche stecken.

 

By

Portrait-Shooting mit Anja

DSC_3789

Ich bin so überrascht! Manche Bilder blicken mir tief in die Seele!” So schrieb mir Anja, nachdem sie die Portraits von sich das erste Mal angesehen hatte. Ein schöneres Kompliment kann man nicht bekommen. Anja steht sonst nie vor einer Kamera, sie ist eine Bekannte, die mir das Vertrauen entgegenbrachte, sich von mir fotografieren zu lassen. Spannend war es für sie genauso wie für mich und über die Ergebnisse freuen wir uns beide. Danke, liebe Anja, auch dafür, dass ich die Bilder hier zeigen darf.

Überrascht war ich von den verschiedenen Facetten, die Anja mir während des Shootings zeigte. Sie ist eine facettenreiche Persönlichkeit, soweit ich das einschätzen kann, aber dass sich dies auch äußerlich so zeigt, hat mich fasziniert, so kannte ich Anja bisher nicht. Natürlich gibt es hakelige Momente in einem Shooting, zumal es hier “nur” natürliche Kopfportraits sein sollten, das war unser beider Wunsch, schränkt aber auch ein. Durch das 1:1 Setting entsteht eine Vertrautheit, die solche Momente locker überbrückt. Das große Bild ist übrigens mein Lieblingsbild. Dieser freche, herausfordernde Blick ist einfach klasse!

Zur Technik: Die Bilder sind mit der D700, dem 85 1.4 (prima auch bei Offenblende) und dem 70-200 2.8, fast alle bei natürlichem Licht aufgenommen. Am Anfang kam ein Sunbounce gold/silber ins Spiel, um die Gegenlichtaufnahmen möglich zu machen. Dafür habe ich übrigens den Grip-Head, mit dem ich den Reflektor an einem Lampenstativ befestigen kann.  Ungemein hilfreich, wenn man allein arbeitet und bietet wirklich stabilen Halt. An einer Stelle im Wald auf einer Brücke habe ich mit einem entfesseltem Blitz aufgehellt, den ich auf einem Brückengeländer platziert habe, direkt über tiefem Schlamm *schwitz* ;-). Das hätte vermutlich auch den SB 900 gekillt. Stürze aus 1,50m Höhe direkt auf´s Pflaster hat er ja schon 3x überlebt. Entwickelt sind die Bilder wie immer in Lightroom, wobei ich unterschiedliche s/w-Entwicklungen ausprobiert habe, weil ich auf einigen Bilder die Sommersprossen herausarbeiten wollte. Mit entsprechenden Aktionen für Photoshop wären die Ergebnisse sicher besser geworden, aber ich hatte nicht die Zeit, mich intensiv damit zu befassen, wird nachgeholt. Im Netz fand ich ein Preset, welches ich mit geringfügigen Anpassungen sehr schön finde (eingesetzt z. B. auf dem großen Bild). Falls es euch interessiert, könnt ihr es hier >klick< herunterladen. Es funktioniert auch mit LR 5+.

 

By

UNDER CONSTRUCTION

under construction I

“Have a look into the future” steht auf dem Fernglas, welches mittlerweile Spinnenweben angesetzt hat. ;-)

 

under construction II

Musik kann man derzeit nur aus den Lautsprechern des Info-Würfels hören.

 

under construction III

 

Flora und Fauna ist das alles schnurz, die haben ihr eigenes Tempo.

 

UNDER CONSTRUCTION. Warum bloß fällt mir dazu in Hamburg die Elbphilharmonie ein? ;-)

 

Mein Beitrag zum aktuellen Wochenthema bei Pabuca.

Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14

By

Objektivität in der Fotografie?

DSC_3956

 

Ein sauberer Strand, türkisblaues Wasser und zwei Angler in ihrem Tun versunken. Idylle pur. So habe ich dieses Bild am ligurischem Meer (Italien) aufgenommen. Leider war das Wetter nicht optimal, aber um den Lieben zu Hause einen Eindruck zu vermitteln, sollte es reichen. Jetzt, einige Jahre später, muss ich bei der Lektüre des Kapitels über “die vermeintliche Objektivität in der Fotografie” an dieses Bild denken. Der Autor Torsten Andreas Hoffmann ermutigt in seinem Buch “Fotografie als Meditation” zur subjektiven Fotografie, was den Umkehrschluss zulassen könnte, dass es auch eine objektive gibt, doch das stellt er in Frage. In seiner Arbeit “Janusblicke” setzt er sich mit der Frage auseinander, ob die vermeintliche Objektivität etwas verschweigt, wenn sie eben nicht zeigt, was im Rücken des Fotografen zu sehen ist. Und nun zurück zu meiner Strandidylle. Mich erschrak, was ich in meinem Rücken sah, da es doch meiner Vorstellung von Strand entschieden widersprach, daher fotografiere ich auch die andere Ansicht. Da ich damals noch nicht an einen Janusblick dachte, stimmt die Perspektive nicht ganz, aber es verdeutlicht, was ich meine:

 

Realität?

 

Bam. Und welches Foto zeigt nun die Realität? Die Antwort kann nur lauten keines. Nach intensiver Auseinandersetzung mit diesem Thema bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass es keine Objektivität in der Fotografie gibt, geben kann. Das Subjekt “Fotograf” agiert subjektiv, anders kann er nicht. Das fängt mit der Wahrnehmung an. Wir alle kennen die Geschichten um Zeugenaussagen, bei denen am Ende herauskommt, dass bei 10 Zeugen nicht selten 10 verschiedene Personen- und Handlungsbeschreibungen herauskommen. Das Auge als funktionelles Sinnesorgan mag ja noch objektiv sein können, spätestens beim Gehirn hört das auf. Und das leitet die Blickrichtung des Auges ebenso wie der Fotograf sein Objektiv und verarbeitet anschließend die Eindrücke. Ähnlich wie der Fotograf hat es diverse Möglichkeiten vor, während und nach einer Aufnahme einzugreifen. Ihr kennt das. Zu Hause, am Computer, seht ihr plötzlich Dinge im Bild, die ihr vor Ort nicht wahrgenommen, ausgeblendet habt. Das können wir gut.

Wie oft habe ich in der Fotografie-Szene die Aussage gelesen, ein Bild sei ja nicht echt, nicht objektiv, weil Photoshop zum Einsatz kam. Nur ein unverfälschtes Foto habe den Anspruch auf Objektivität und Echtheit. “Nur Lightroom, sonst nix”, heißt es dann im Text zum Bild. Das sagt aber lediglich etwas über die Aus- bzw. Bearbeitung eines Fotos aus. Selten wird erwähnt, wie durch die Wahl des Bildausschnittes, der Wahl der Blende, der Schärfe/Unschärfe, der Entwicklung in s/w Einfluss genommen wurde. Durch eine Langzeitbelichtung verschwinden sich im Ausschnitt bewegende Dinge, durch die Wahl der Brennweite rücken Motive zusammen oder breiten sich aus. Euch fallen sicher noch weitere Möglichkeiten ein.

Will ich eine Landschaft “schön” darstellen, werde ich sie nach meinen Vorstellungen fotografieren, wünscht ein Model sich, etwas schmaler zu wirken, werde ich eine lange Brennweite wählen usw. Sorgt die Retusche in Photoshop zur Verbesserung des Fotos, wäre es meiner Meinung nach fragwürdig, sie nicht einsetzen. Das alles ist noch recht harmlos und passt zu meiner Ansicht, dass am Ende nur das Bild zählt, egal wie der Weg dahin sein mag.

Mit dem Bereich der Reportage und Dokumentation kommt aber ein anderer Aspekt hinzu: Die Manipulation, die die nicht mögliche Objektivität hier nach sich ziehen kann. Beiden Bereichen wird von der breiten Masse die Wahrheit zugestanden. “Das Foto war in allen Zeitungen!” Aber auch hier wird unbeabsichtigt oder gezielt das Abbild der subjektiven oder sogar manipulierten Wirklichkeit fotografiert. Ein Beispiel: Sicher kennt ihr das Bild von dem sogenannten “Napalm-Mädchen“. Ein Bild, das den Betrachter betroffen macht, mit dem man Krieg, Gewalt, Flucht und Hilflosigkeit assoziiert. Das alles zeigt es auch, aber auch etwas ganz anders. Weiß man darum, dass das Foto beschnitten wurde, dem Mädchen die Schatten zwischen den Beinen, die als Schambehaarung gedeutet hätten werden können, wegretuschiert wurden, damit es jünger wirkt, beginnt man zu ahnen, dass eine Absicht hinter dieser Manipulation steckte. Die Geschichte zu dem Foto kann man z. B. hier oder hier nachlesen.

Fazit: Ein Bild ist immer ein Bild von einem Bild. Selbst wenn ich mich, wie die Bechers, um die größtmögliche Objektivität bemühen würde, ist es doch immer noch mein Bild, mein ganz subjektives Bild. Und ich finde, das ist gut so, man darf es nur nicht vergessen, wenn man Fotos in den Medien betrachtet. Notiz an mich: Nicht vergessen, den “Janusblick” im Hinterkopf zu haben.

By

OLD AND YOUNG

DSC_7386

BUILDINGS

 

DSC_2163

HUMANS

 

DSC_3602VEGETATION

 

“FACING THE SOUL OF YOUR CITY” lautet der Untertitel von Pabuca, deren Wochenthema OLD AND YOUNG aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet werden kann. Für Hamburg habe ich mich für drei Bilder aus drei Bereichen entschieden. Gebäude, Menschen und die Vegetation, ohne die drei wäre eine Stadt wohl auch nicht lebenswert ;-).

 

Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14

 

By

Workshop-Review “Available Light – Portraits” bei Markus Brügge

Ricarda 9

 

Gestern habe ich einen Workshop des Fotografen Markus Brügge besucht, der diese in Hamburg und Lüneburg anbietet. Auf seine Workshops wurde ich durch einen Artikel bei Stefan Groenveld aufmerksam. Das Thema hat mich sofort angesprochen: “Available Light – Portraits mit einfachen Mitteln”. Genau das Richtige, um den Umgang mit natürlichem Licht zu vertiefen. Böse Zungen behaupten ja, dass Available Light gern von Fotografen genutzt wird, die nicht blitzen können ;-). Blöd bloß, wenn der Blitz ausfällt und man auf dem Schlauch steht. Außerdem finde ich es sowieso sinnvoll mehr über das Licht zu lernen, welches wir immer vorfinden und nutzen können. Dieser Workshop kann also nur hilfreich sein, dachte ich mir.

Nach der netten Begrüßung in den Seminarräumen in Hamburg gab es erstmal ein kleines Frühstück in lockerer Atmosphäre. Eine gute Idee, denn meist kennt man sich untereinander nicht und kann sich erstmal beschnuppern. Nach einer kurzen Präsentation einiger Bildbeispiele wurde indoor mit Fensterlicht und weißen Aufhellern gearbeitet, auch solchen, die jeder leicht und kostengünstig selber bauen kann. Markus gab uns Tipps, half je nach Kenntnisstand der Teilnehmer mit den Kamera-Einstellungen und stand jedem  mit Rat und Tat zur Seite. Obwohl ich schon mit Fensterlicht gearbeitet habe, habe ich wertvolle Tipps und Ideen mitnehmen können. Gerade auch was den Umgang mit dem Menschen vor der Kamera und seine Körperhaltung angeht, aber auch zur Bildgestaltung, Weißabgleich und vieles mehr.

Danach folgte ein kleiner Ausflug in die RAW-Entwicklung mit Lightroom und Markus zeigte uns anhand einiger Beispiele sein Vorgehen in der Bildbearbeitung.

Martin at workAnschließend ging es nach draussen, wo wir unter verschiedenen Bedingungen das Licht analysierten, Vorgehensweisen und Bild-Ideen erarbeiteten und jeder mit Model Ricarda seine Fotos machen konnte. Auch hier kam jeweils nur ein Reflektor zum Einsatz. Leider hatten wir optimales Portrait-Wetter, spricht einen bedeckten Himmel, der wie eine große Softbox wirkt. Ich hätte nicht nur wegen der Temperaturen gern ab und zu knallende Sonne gehabt, damit wir auch den Umgang damit hätten lernen können, aber das Wunsch-Wetter kann man leider nicht buchen ;-).

Der Workshop fand in netter Atmosphäre statt und Markus Brügge führte aufmerksam und fachlich versiert durch diesen Tag. Das Konzept ist praxis-orientiert, was ich sehr gut finde, denn dabei lernt man am meisten. Auch der unterschiedliche Kenntnisstand der Teilnehmer war überhaupt kein Problem, so dass ich diesen Workshop auch denjenigen empfehlen kann, die noch nicht so lange fotografieren. Wer sich diesbezüglich unsicher ist, kann Markus anschreiben. Ich werde auf jeden Fall noch einen Workshop bei ihm buchen: “Portraits bei Nacht & Dämmerung”. Da freue ich mich jetzt schon drauf :-).

Workshop-Fotos sind ja immer Fotos von Übungen, die unter relativ unruhigen Bedingungen stattfinden, aber mir gefallen einige der Bilder ausgesprochen gut, was nicht zuletzt an dem Model Ricarda Geist liegt, die nicht nur wunderhübsch, professionell und geduldig ist, sondern auch super-sympathisch. Danke, Ricarda, dass ich die Bilder hier zeigen darf. Entstanden sind die Fotos übrigens mit der D700 und dem 85er 1.4. Entwickelt in Lightroom und s/w in Silver Efex Pro 2. Auf das große Bild bin ein bisschen stolz. :-)

 

 

By

SPEED

PREPARE FOR LANDING

1 PREPARE FOR LANDING

Zu SPEED in Hamburg fielen mir doch tatsächlich nur Negativ-Beispiele ein ;-). Aber wenn man sich etwas abseits des normalen Verkehrs bewegt, geht dann doch was.

  • Bild 1 Ein iPhone-Schnappschuss, aufgenommen in der City-Nord.
  • Bild 2: Dafür habe ich meinen Hals riskiert ;-), daher zeige ich dieses Archiv-Bild doch gern noch einmal
  • Bild 3: Ein typisches Motiv, nachts, in der Hafen-City

 

NO RISK NO FUN?

2 NO RISK NO FUN?

NO NEED FOR SPEED3 NO NEED FOR SPEED


Mein Beitrag zu Pabuca´s Wochenthema “SPEED”.

Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14

By

CLOSED: PROJEKT 52/7

TOO MANY THOUGHTS

Das Jahr ist noch nicht um, aber nach knapp 5 Monaten ist es für mich an der Zeit, Konsequenzen aus meinen Erfahrungen mit meinem 52/7-Projekt zu ziehen.

Ich habe stets in Frage gestellt, ob mich ein 365-Tage-Projekt voran bringen würde, wenn ich bei anderen davon las. Das kannst du nur herausfinden, wenn du es probierst und tatsächlich hat es mir in einigen Bereichen wertvolle Erfahrungen gebracht. Ich kannte mein Equipment schon vorher sehr gut, nun kenne ich es noch besser, aber braucht es dazu tatsächlich die tägliche Fotografie?

Im Laufe des Projektes stellte ich immer mal wieder die Frage nach dem Sinn und in den letzten Wochen erschien es mir zunehmend sinnlos und wurde zum Zwang. Es ist für die Kreativität nicht förderlich, wenn du dem Entstehen von Ideen keinen Raum lassen kannst. Und wo ist der Sinn darin, aus einer schönen Serie von drei oder mehr Bildern, das eine als Tagesfoto herauszunehmen und dadurch die Aussage der Serie zu zerstören? Langsames, bewusstes Arbeiten, das Verwerfen von Ideen, die Modifikation, die Wiederholung, das Beschäftigen mit dem eigenen Kern führt sicher zu anderen Bildern, als das “Ich brauche heute noch ein Foto”. Wenn ich fotografiere, dann lasse ich mich oft ganz ein auf Stimmungen, Szenen, Situationen, Gedanken, was sehr intensiv sein kann. Danach brauche ich eine Pause. Es ist ein bisschen so, als hättest du im Kino einen ganz intensiven Film gesehen. Danach braucht man, so geht es mir jedenfalls, Ruhe und Zeit, Gedanken und Emotionen oder einfach nur die Eindrücke sacken zu lassen. Es läge für mich kein Sinn darin, gleich in den nächsten Kinofilm zu gehen, wenn mein Kopf noch voll mit Bildern des anderen ist.

Und so schließe ich das Projekt mit dem Fazit, dass ich nur blutigen Anfängern ein solches empfehlen würde. Am Anfang braucht man viel Praxis und da kann das tägliche Üben nur von Vorteil sein, damit einem Begriffe und Einstellungen in Fleisch und Blut übergehen. Wer das drauf hat, findet sicher sinnvollere Methoden sich weiterzuentwickeln oder sucht etwas anderes als ich.

Noch ein abschließender Gedanke: “Geh deinen eigenen Weg” sagt sich so leicht und tatsächlich ist es vielleicht einfacher, als es zu sein scheint. Hast du mal probiert am Strand in den Fußstapfen anderer zu laufen? Sicher hast auch du das schnell wieder aufgegeben, weil es anstrengend ist. Das ist schwer! Du musst dich sehr konzentrieren, verlierst dein eigenes Ziel aus den Augen und kommst von deinem Weg ab. So in etwa fühlte ich mich mit dem Projekt es fühlt sich jetzt gut und richtig an, meine Ziele im Auge zu behalten und zu schauen, welche Wege mich dorthin führen. Am Ende des Jahres 365 Einzelbilder zu haben, ganz sicher nicht. :-)

 

“Wer sein Ziel kennt, findet seinen Weg.” (Laotse)

 

GO YOUR OWN WAY

 

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 225 Followern an