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On Location mit Aufsteckblitzen….

…ist einfach nur nervig! Ich nutze eine Wallimex-Softbox, eine von Flash2Softbox (die Kleine)  und den Beauty Dish, Durchlicht- und Reflexschirme. Das alles mit den Aufsteckblitzen SB900 und SB800. Klappt ja alles recht stabil und zuverlässig, solange man drinnen und mit CLS unterwegs ist. Denn den Blitz kann man über die Lock-Funktion im Schuh befestigen, was aber dann nicht mehr funktioniert, wenn die Yongnues-Funkauslöser benutzt werden, die ohne Lockfunktion sind und die man draußen braucht, wenn die Blitze bei Sonnenschein das eigene Signal nicht mehr empfangen.. Nun mag es verwundern, das die billigste, nämlich die Wallimex-Halterung zumindest die Funktion bietet, den Blitzschuh (oder eben den des Yongnues) zu arretieren, aber teurere Flash2Softbox-Lösung bietet dies nicht und das ist einfach doof.

flash2softbox

Wallimex

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann streikt hier eine Feststellschraube, dann da, dann dreht sich die Softbox plötzlich im Wind. Der Assi ist nicht ganz so aufmerksam und schon liegt der nicht ganz billige SB900 3x im Dreck, ist aus ca. 1,50m Höhe auf den Betonboden geknallt. Erstaunlicherweise hat er heftigste Ditscher und Schrammen, funktioniert aber einwandfrei. Das Geld scheint gut angelegt ;-)

Nee, klar ist, es muss über kurz oder lang (wohl eher über lang) eine mobile Studioblitzanlage her. Aber die, die mir vorschwebt, kostet mal eben knappe 2.000,– . Puh. Also erstmal lieber nur drinnen fotografieren oder habt ihr den ultimativen alternativen Tipp? Wie macht ihr das?

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Workshop-Review “Gutes Licht, schlechtes Licht” bei Stefan Groenveld

Experiment mit zwei entfesselten Aufsteckblitzen

Am Wochenende habe ich an einem Workshop von Stefan Groenveld teilgenommen. Thema war „Gutes Licht, schlechtes Licht“. Wir waren eine kleine Gruppe, was auf intensive Lernerfolge hoffen ließ. Zunächst stand ein bisschen Theorie auf dem Plan. Stefan ging mit uns Grundlegendes durch und schon bekamen wir die erste Aufgabe und erste Erkenntnisse über das Licht in diesem Raum. Ein wenig Theorie und weiter ging es. Es ist wichtig, zu verstehen, wie der Blitz arbeitet, wie sein Licht eigentlich aussieht und das geht am besten im manuellen Modus. Im manuellen Modus steuern wir den Blitz und er tut genau das, was wir einstellen, denn die TTL-Technik versucht nicht, das Ergebnis zu beeinflussen. Wir probierten verschiedene Einstellungen und Lichtformer aus, wobei wir das Umgebungslicht erst mal ausblendeten. Was macht ein Beauty Dish? Warum ist ein Belichtungsmesser beim Blitzen hilfreich? Stefan überraschte uns mit kleinen Tricks, denn wer käme auf die Idee, den Reflektorschirm im fast zugeklapptem Zustand zu benutzen (und damit ein Rembrandt-Dreieck zu erzeugen)? Wie arbeitet man mit mehreren entfesselten Blitzen? Welche Fernauslöser sind empfehlenswert?

1/20 Sek. bei F/3,5, ISO 400

Am Nachmittag ging es nach draußen. Wir experimentierten mit Einstellungen und lernten, dass man auch auf der Straße wunderbare Reflektionsflächen zum Bouncen findet, z. B. ein weißer LKW, auf den wir den Blitz richteten und damit die gegenüberliegende Wand perfekt ausleuchten konnten.  Technisches kam dabei nicht zu kurz und so rechneten wir zwischendurch immer mal wieder mit Blenden- und Zeitwerten und zählten Klicks rauf und runter ;-). Interessant war auch, dass man mit dem Einsatz eines entfesselten Blitzes, den richtigen Einstellungen mit einer 1/20 Sek. einen springenden Menschen “einfrieren” kann und dass man das warme Licht der Glühlampen mit korrektem Weißabgleich schön darstellen kann, ohne das sich mein geblitztes Portrait im Vordergrund bläulich verfärbt. Dazu kamen Filterfolien zum Einsatz.  Gewusst wie. Dieses Bild kommt also perfekt aus der Kamera und ich spare mir die Bearbeitung.

Weißabgleich Kunstlicht ohne Folie

Weißabgleich Kunstlicht mit Folie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Workshop war spannend, sehr praxisorientiert und wurde kompetent und supernett geleitet. Die Räumlichkeiten waren großzügig und gemütlich und wir hatten das Glück, dass wir eine sehr kleine Gruppe waren. Stefan hat sich immer die Zeit genommen, auf unsere Fragen und Wünsche einzugehen und hat uns aber auch gefordert. Ich habe mich gut betreut gefühlt und habe eine Menge gelernt. Insbesondere hat das Blitzen im manuellen Modus seinen Schrecken verloren und ich habe verstanden, dass ich die Belichtungsergebnisse damit sehr viel besser kontrollieren und reproduzieren kann, als wenn ich denn TTL-Modus nutze (der in bestimmten Situationen natürlich trotzdem seine Berechtigung hat).

Die angesetzte Zeit von 8 Stunden empfand ich als genau richtig und fand es positiv, dass wir die Zeit auch bis zum Schluss genutzt haben, denn sie verging wie im Fluge. :-)

Jetzt bin ich schon gespannt, welche Workshops Stefan in Zukunft anbieten wird. Die Teilnahme an diesem kann ich nur jedem empfehlen, der sicherer im Umgang mit Aufsteckblitzen werden möchte.

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