Gegensätze

Schnee kann ich im Moment nicht mehr sehen und so habe ich die Stubenhocker-Zeit genutzt, um mal wieder auf der Festplatte zu kramen und eine kleine Serie aus Hongkong gefunden, die ich immer schon mal zeigen wollte. Entstanden sind die Bilder 2007/2008:

Central und Kowloon sind die Bezirke in Hongkong, die die größten Gegensätze in Sachen Hausfassaden zu bieten haben. Neben den mit trocknender Wäsche, Kabeln, Stangen und Blumentöpfen “verzierten” Fassaden der Wohnhäuser wirken die spiegelnden Skyscraper schon fast skurril oder umgekehrt ;-) . Der ernsthafte Hintergrund ist die Sichtbarkeit von Armut und Reichtum. In Hongkong sind Wohnungen so teuer, dass die meisten Menschen auf kleinstem Raum zusammenleben. Demgegenüber stehen die auf Hochglanz polierten Bauten der Finanzwelt, die auch die viel fotografierte Skyline von Central prägen.

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Fasten your seatbelts, please!

Zur Zeit ist ganz viel Chaos um mich herum. Im Haus wird renoviert bzw. saniert, nichts steht mehr an seinem Platz und überall ist Dreck und Lärm. Fliehen kann man nicht, da die Handwerker einen Ansprechpartner (auch Kaffeetante genannt ;-) ) brauchen. Die Zeit wollte ich also für den Blogumzug nutzen, den ich mittlerweile wieder rückgängig gemacht habe, weil das noch mehr Chaos gab. Wer dem Blog auf Facebook folgt, hat davon ja einiges mitbekommen, die anderen haben gemerkt, dass hier zeitweise gar nichts mehr ging. Ich bin kuriert, einen weiteren Versuch wird es so schnell nicht geben. Was von den Änderungen bleibt, ist die Umbenennung des Blogs, Titel und Url sind nun gleich und das ist viel einprägsamer und einfacher.

Nun, wenn man nicht zum Fotografieren kommt, hat man Zeit in alten Bildern zu stöbern. Heute war ich in Hongkong, genauer gesagt, flog ich mit einem Hubschrauber über Hongkong. Bis dieser Flug 2007 stattfand, haben wir den Termin x-mal verschoben, denn man wünscht sich klare Sicht und das ist in Hongkong eine Rarität ;-) . Im September war es dann so weit und ich hatte mächtig Angst – oh oh. So viel Angst, dass der Pilot darauf bestand, dass ich neben ihm sitze, damit er mich beruhigen kann. Beim Start bin ich fast gestorben, aber 2 Minuten später konnte ich gar nicht anders, als das genießen, was sich meinem Auge bot. Hongkong ist von oben einfach wunderschön und faszinierend. Wir flogen auch zu der Bucht, wo wir wohnten (Bild 20) und im letzen Drittel über die Hochhausschluchten, was mich besonders beeindruckt hat. Dieser Rundflug gehört ganz sicher zu den schönsten Momenten meines Lebens und ich lade euch ein zu diesem Flug. Fasten your seatbelts, please!

Parks gone wrong

Verbotsschilder sind hier in Deutschland auch nicht selten, aber nirgendwo war ich  von mehr Verbotsschildern umgeben, als in Hongkong. Vor einigen Jahren habe ich dort gelebt und auf meinen täglichen Streifzügen mit meiner ersten Kamera (D80) habe die Schilder oft fotografiert, weil ich fand, dass man das unbedingt mal zu Hause zeigen muss. Übrigens hält man sich in Hongkong i. d. R. an Verbote, nicht zuletzt, weil die Strafen drastisch sind. 150€ sind fällig, wenn man irgendwo hin spuckt, seinen Kaugummi auf den Boden schmeißt, den Hundhaufen nicht aufgesammelt oder man sonstigen Abfall einfach fallen lässt. Verstößt man gegen das Rauchverbot wird es richtig teuer: 500€ und da gibt es kein Debattieren, denn ein Übersehen der Verbotsschilder im XXL-Format oder der Plakate ist schlicht unmöglich. Viele Verbote sind  sinnvoll und eine Folge ist, dass Hongkong vielerorts sehr viel sauberer ist, als so mancher Stadtteil hier in Hamburg. Als Nichtraucher wird man nirgends von Rauch belästigt, denn das Rauchen ist praktischerweise gleich an ganzen Straßenzügen verboten, wenn dort eine Schule oder ein Kindergarten ist, an Bus- und Bahnhaltestellen, in Restaurants,  z. T. sogar vor Gebäuden und in öffentlichen Gebäuden ausnahmslos sowieso :-) und sogar an den Stränden und in allen Parkanlagen und seien sie noch so groß. Ein Traum für jeden Gesundheitsminister ;-)  Andererseits titelte das Honkong-Magazin 2007: “Parks G😄ne Wr😄ng”, denn Spass haben ist in Parks und am Strand zwar noch nicht verboten, aber vieles, wobei man Spass haben könnte. Aber schaut selbst:

 

 

 

 

 

 

 

 

Wünsche & Träume

In Hongkong ist es zur Weihnachtszeit üblich, dass den Wünschen der Großen und der Kleinen Raum auf öffentlichen Plätzen gegeben wird. Es werden z. B. Wunschbäume aufgestellt, an denen dann zu Weihnachten Tausende von Zetteln hängen, auf denen große und kleine Menschen ihre Wünsche notiert haben. Sie hoffen, dass Santa Claus vorbei kommt und die Wünsche erfüllt.

Ein kleines Mädchen wünschte sich vor 4 Jahren, eine echte Prinzessin zu sein. Ich habe diesen Wunsch als kleines Mädchen auch gehegt. Mittlerweile bin ich froh, dass er sich nie erfüllte, denn das letzte, was ich heute sein möchte, wäre eine Prinzessin!  Das kleine Mädchen wünscht sich mittlerweile sicher auch eher einen Computer ;-)

Heute wünsche ich mir, dass es mit der Welt wieder aufwärts geht und wir alle wieder etwas sorgloser in die Zukunft blicken können. Ich wünsche mir, dass meine Lieben gesund und munter bleiben. Ich natürlich auch ;-) . So ändern sich Wünsche, bleiben aber Wünsche, die sich erfüllen oder eben nicht und die immer auch bedeuten, dass Menschen noch (von etwas) träumen.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein traumhaftes und wunschreiches Weihnachtsfest für euch und eure Familien!

Weihnachtliche Grüße an euch alle!

Conny

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbst gebastelt: Fotofilm über Hongkongs Märkte

Puh! Fertig. Die Idee dazu hatte ich schon lange, heute habe ich es gewagt und habe meinen ersten Fotofilm erstellt. Mit Lightroom 3 war das eigentlich nicht schwer. Zum Inhalt:

Knapp zwei Jahre habe ich in Hongkong gelebt. An den Anblick, wie gerade die „Ware Tier“ hier auf den Märkten präsentiert wird, habe ich mich nie gewöhnt. Fast noch weniger an die Gerüche, die man leider (oder zum Glück) nicht über einen Fotofilm transportieren kann.

Es ist laut auf den Märkten. Kleine, meist ältere Frauen  passieren die Stände mit einem Bündel Plastiktüten in den Händen, aus denen die verschiedenen Gemüsesorten ragen. An den Fleischständen wird jedes Stück in die Hand genommen und die Qualität geprüft. Auch im Sommer, bei 32°C im Schatten, findet man dort keine wirkliche Kühlung. Das Fleisch hängt an riesigen Fleischerhaken von der Decke der Stände. Fische werden kurz vor dem Verkauf  aus dem Wasser geholt. Man macht sich nicht die Mühe, sie zu töten. Sie schnappen nach Luft und sterben schließlich. Als Frischesiegel wird die prall gefüllte Schwimmblase neben der Ware drapiert. Hühner und anderes Geflügel werden (für das westliche Touristenauge) fast schon skurril präsentiert. Die Käufer haben aber auch die Wahl, ein lebendiges Huhn auszusuchen, welches dann vor Ort getötet wird. Getrocknete Spezialitäten, von denen wir kaum erkennen, um was es sich handelt, verströmen einfach widerliche Gerüche, einzig die Gemüsestände sind eine Wohltat für´s Auge.

Vermutlich fänden die chinesischen Marktkunden unsere Märkte ebenso merkwürdig und unsere (teils denaturierten) Waren eklig…..

Symphony of Lights in Hongkong

17mm, Iso 200, 5 Sek. bei f/8, Stativ

Immer wieder ein optischer Leckerbissen: Die Lasershow “Symphony of Lights” in Hongkong. Seit ich dort gelebt habe, sind mir die Buildings sehr vertraut und deswegen mag ich den Beginn der Show besonders gern, denn dann werden die mitwirkenden Tower vorgestellt und machen durch ein Lichtsignal auf sich aufmerksam. Hier strahlt es gerade intensiv vom Dach des HSBC-Main-Buildings, rechts daneben der IFC-Two, derzeit das höchste Gebäude auf Hongkong Island.

Ich war sehr gespannt, ob mir mit meinem neuen Sigma 17-50mm, 2.8 ein gutes Bild gelingen würde, da es in Hongkong durch den ständigen Dunst generell eher schwierig ist, scharfe Bilder über eine größere Distanz zu erhalten. Gelungen oder?

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