Aktion: Mein erstes Photo

Größe ist relativ

GRÖßE IST RELATIV

Angeregt durch einen Artikel auf kwerfeldein.de musste ich an das erste Foto denken, dass ich relativ bewusst geschossen habe. Es war in Spanien, oben auf dem Berg, auf dem die Alhambra steht. Meine damals noch kleine Tochter stand am Rande des Berges und schaute hinunter auf Granada. Und das musste ich festhalten mit dem Gedanken daran, dass Größe relativ ist. Aufgenommen mit einer der ersten kleinen Digi-Cams, einer HP-irgendwas mit 6 MP.

Es wäre doch spannend, wenn wir alle unsere ersten Fotos posten würden, egal, was sie darstellen, wie gelungen, misslungen oder ungewöhnlich sie sind. Sie bedeuten uns etwas.

Über rege Beteiligung würde ich mich freuen! Einfach den Link zu dem Bild in einem Kommentar posten und möglichst weiterempfehlen, damit wir viele werden :-) . Die Aktion endet am 15. Januar 2013 und dann werde ich einen Post mit allen Bildern veröffentlichen. So, ich hoffe, ihr habt auch Spaß daran!

LEERE

Im Sommer habe ich für ein Projekt zum Thema “Leere” zwei Bilder erstellt. Das Projekt wurde leider eingestampft, weil sich niemand außer mir daran beteiligt hat. Schade, weil ich schon neugierig auf die Arbeiten der anderen war, die es also gar nicht gab ;-) . Nun zeige ich meine zwei sehr unterschiedlichen Bilder hier.

 

 

 

Stille Post – Das E-Book ist fertig.

Vielleicht habt ihr von Birgit Engelhardts Projekt “Stille Post” gehört oder gelesen, welches sie im vergangenen Jahr organisiert hat? Nicht? Dann erkläre ich es kurz nochmal: Ich denke, jeder kennt das Spiel “Stille Post”? Ein Wort wird von Ohr zu Ohr geflüstert und es ist meist lustig, welches Wort am Ende dabei heraus kommt. Durch die Stille Post wurde in diesem Fall kein Wort, sondern ein Foto geschickt. Der Empfänger pickt sich einen Aspekt aus dem Bild und erstellt damit ein neues, welches er wieder weiterschickt. Es haben 300 Fotografen teilgenommen, die Birgit in 27 Gruppen eingeteilt hat. Man kann sich vorstellen, wie viel Arbeit sie mit dieser Aktion hatte, wie viel Ärger, weil Menschen leider nicht immer zuverlässig sind, aber auch wie viel Freude. Aus einer kleinen Idee ist ein großartiges Projekt entstanden. Die Ergebnisse stellt Birgit Engelhardt  nun in Form eines sehr gelungenen E-Books vor. Ein Buch voller schöner Fotografien und Überraschungen. Es ist spannend, welchen Aspekt des Vorgänger-Fotos die Einzelnen ausgewählt und wie sie  ihr Bild umgesetzt haben.

Ich war Teil von Gruppe 9 (ab Seite 84)  und wenn ich mir unsere “Storyline”  ansehe, so ist auffällig, dass wir mit “dunklen Männern”, Messern und Blut, relativ gewalttätig anfingen und dann mittendrin ein Bruch stattfindet, der den Rest der Geschichte regelrecht kuschelig erzählt ;-) .  Ich bin überzeugt, dass ihr die Ergebnisse total cool finden werdet, auch wenn ihr nicht daran teilgenommen habt. Enjoy!

Direktlink zum Buch

HERBSTSICHT I

Auch wenn der Sommer sich noch einmal aufbäumt, spüren wir in diesen Tagen, dass sich der Herbst mit großen Schritten nähert. Ich mag den Herbst und freue mich jedes Jahr aufs Neue auf diese Jahreszeit. Endlich ist die Luft morgens und abends wieder kühl, frisch und klar. Das Licht ist sanft und lässt das Grün viel schöner aussehen. Mittags dürfen wir darauf hoffen, dass die Sonne unsere Haut noch einmal kitzelt, aber nicht mehr so, dass es weh tut, so viel Kraft hat sie nicht mehr. Sie kitzelt sanft, wärmt und löst ein wohliges Gefühl aus. Das Schönste aber ist die Farbenpracht der Bäume, die nur der Herbst zu bringen vermag: orange, gelb und rot leuchten die Blätter, egal ob sie noch an ihrem Platz verharren oder, schon durch die Luft gewirbelt, unter unseren Füssen rascheln. Das hat mich schon als Kind fasziniert. Wir wirbelten die bunten Blätter durcheinander, bewarfen uns damit, um sie schließlich zu sammeln und auf weisses Papier zu kleben, steckten sie in dicke Bücher, um sie ganz glatt zu pressen. Heute mache ich meine Herbstbilder mit der Kamera :-)

Gestern und heute war ich unterwegs und habe die ersten herbstlichen Impressionen festgehalten. Heute, morgen und übermorgen gibt es je eine HerbstSicht. Das ist mein Beitrag zu dem Projekt “HerbstSicht” des Blogs MüllersSicht.

Paul Schneggenburger: Der Liebenden Schlaf

Photonews 5/11, S. 14-15In der aktuellen Photonews bin ich auf ein interessantes Projekt gestoßen: Stellt euch vor, ihr liegt mit eurem Liebsten bzw. eurer Liebsten in einem großen schwarzbezogenem Bett. Der Raum wird sanft durch Kerzenlicht erleuchtet und vor euch liegt eine ganze Nacht. Allerdings ist das Bett in dem ihr liegt, nicht das eure und am Ende des Bettes steht eine Kamera, die die ganze Nacht auf euch gerichtet ist. Merkwürdige Vorstellung oder? Genau auf die Weise entstehen die interessanten und schon fast mystisch-schönen Bilder des Fotografen Paul Schneggenburger.  Er fotografiert Liebende, während sie in diesem Raum, in diesem Bett, in seinem Wohnatelier schlafen. Er selbst ist nicht dabei, die Schlafenden liefern sich also “nur” der Kamera aus. Eine einzige Aufnahme entsteht pro Nacht, 6 Stunden belichtet. Die Motivation für dieses Projekt, mit dem der Wiener Künstler im vergangenen Jahr sein Studium abschloss, lieferte die Frage, wie sich zwei Liebende im Schlaf zueinander verhalten. Eine Antwort darauf kann man in den Bildern finden.

Übrigens läuft das Projekt weiter und der Fotograf lädt Verliebte ein, in seinem großen schwarzem Bett zu übernachten. Wäre das etwas für dich?

Zur Website des Künstlers: www.schneggenburger.at

Aktuell in der Gruppenausstellung “Gefrorene Zeit” in der Fotogalerie Wien zu sehen, aber Achtung, nur noch bis zum 7. Mai 2011!

“Aussehnsucht” – Projekt der Fotografin Rebecca Sampsons

Noch bis zum 27. Februar 2011 werden in den Hamburger Deichtorhallen die Abschlussarbeiten von 8 Fotografiestudenten ausgestellt. “Gute Aussichten” heißt die Ausstellung und findet jedes Jahr statt,  mit dem Ziel, den ambitionierten jungen Künstlern eine Plattform zu bieten, die ihnen eine große Aufmerksamkeit ermöglicht. Ich habe mir die Ausstellung angesehen und mich hat das Projekt “Aussehnsucht – When emotions fall silent” der Fotografin Rebecca Sampsons nicht mehr losgelassen.

Rebecca Sampsons ist 26 Jahre jung und lebt in Berlin. Dort hat sie auch studiert und 2009 an der Ostkreuzschule Berlin ihre Abschlussarbeit “Aussehnsucht” vorgelegt. Die zwei Worte, die in dem Titel stecken, drücken aus, worum es im Kern gehen könnte: Aussehen und Sehnsucht. Ein schön gewählter Titel für ein Projekt, welches zum Inhalt hat, Menschen mit Essstörungen zu porträtieren. Während ich mit einer geführten Gruppe durch die Ausstellungsräume schlenderte, weckten die mit 53x80cm großen, ausdrucksstarken Bilder Sampsons schon von weitem meine Aufmerksamkeit. Nah an diesen Bildern zu sein, raubt einem leicht den Atem, so intensiv sind sie. Das kommt nicht von ungefähr.

Die Fotografin litt einst selbst an einer Essstörung und ist für 3 Wochen in die Spezialklinik für Essstörungen zurückgekehrt, in der sie damals behandelt wurde. Sie lebte mit den Menschen und gewann deren Vertrauen.  Rebecca Sampsons Anliegen war es, sie so zu fotografieren, dass deren Geschichte und Seele zum Ausdruck kommt. Anders als auf vielen Fotografien von Essgestörten, wollte sie nicht deren Körper in den Mittelpunkt stellen. Ungewöhnlich auch, dass sie sowohl stark übergewichtige als auch stark untergewichtige Menschen porträtiert. In der Vorstellung im Video, erklärt die Künstlerin, dass sie die unterschiedliche Akzeptanz der verschiedenen Krankheitsbilder stört. Sehr dünne, sogar stark anorektische Menschen würden oft bemitleidet, sogar bewundert, während dicke meist verachtet würden und als schwach gelten. “Mein Eindruck ist, dass es zu sehr um den Körper geht. Dabei ist Körper lediglich das Schlachtfeld, also der Austragungsort, seelischer Konflikte.”, so die Fotografin in einem Interview mit Spiegel Online.

Man sieht der Bilderstrecke den respektvollen Umgang mit den Porträtierten an, die den Ort und die Art der Inszenierung selbst ausgesucht haben. Die Fotografin bot den Erkrankten eine Möglichkeit sich auszudrücken und ich denke, darin könnte das Geheimnis dieser Bilder liegen. Dem Betrachter offenbart sich die Aussage nicht immer sofort oder auch gar nicht. Man rätselt, hinterfragt, schaut wiederholt genau hin oder ist einfach von einem Blick, einer Geste elektrisiert. Das Foto des jungen Mannes z. B. , der den Kopf an eine Mauer lehnt und direkt in die  Kamera schaut, hat mich unmittelbar getroffen. Er schaut, als würde er mich mit diesem Blick festhalten wollen. Leider wirken die Fotos am Computer längst nicht so, wie in der Ausstellung. Hier kann man sich einige Bilder in größerer Auflösung ansehen.

In folgendem Video stellen sich alle 8 “Gute Aussichten 2010/1011″-Künstler vor, Rebecca Sampsons macht den Anfang:

“Gute Aussichten 2010/2011″ ist noch bis zum 27. Februar 2011 in Hamburg zu sehen. Ab 24. März 2011-22. Mai 2011 in Stuttgart in der VHS-Photogalerie. Danach kann man die Werke noch in den USA bewundern, denn ab 2. Juli 2011 wird sie in Washington DC, im Goethe-Institut gezeigt.

Das Metamorphosen Projekt

Bodypainting, künstlerisch anspruchsvoll und phantasievoll gemacht, kann eine faszinierende Wirkung haben. Wir kennen das Bemalen des Körpers und des Gesichts aus der Geschichte des Menschen. Menschen bemalten und bemalen sich aus verschiedenen Gründen. Bei einigen Völkern ist es noch heute üblich, sich zur Jagd zu bemalen.Wir kennen Tarnfarben, die je nach Umgebung variieren, mit dem Ziel, dass die Hautfarbe getarnt, also der Umgebung angepasst wird. Diesen Ansatz haben die Fotografen Laila Pregizer und Uwe Schmida sowie der Bodypainter Jörg Düsterwald im Grunde weitergeführt: Sie schufen Bilder, in denen der menschliche Körper mit einer Landschaft verschmilzt. „Metamorphosen – Körperlandschaften“ heißt ihr Projekt, welches mich sehr beeindruckt hat. Die Künstler haben Bilder geschaffen, auf denen man den Menschen im Bild angestrengt suchen muss, so gut ist die Anpassung gelungen.

Die Werke kann man auf Verschwundene Körper.de sehen. Besonders gut gefällt mir das Werk „Halle des Bergkönigs“ , aber auch „stony.metamorphosis“ ist umwerfend.  Viel Spaß beim Suchen!

Hier könnt ihr Bodypainter Düsterwald bei der Erschaffung von Birkenrinde in Action sehen:

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