Party-Fotografie mit der Fuji X100S

DSCF7250

 

Am Wochenende habe ich auf einer (tanzfreien) Party fotografiert. Just for fun und insofern habe ich die Fuji X100s mal so richtig gequält. Da ich ihre JPGs klasse finde (hier: s/w yellow, Schärfe +1, dunkle Bereiche -1), habe ich diesmal darauf gesetzt, allerdings für den Fall der Fälle die RAWs bzw. RAFs trotzdem abgespeichert, was sich als überflüssig herausstellte. Fotografiert habe ich mit der Zeitautomatik (Auto-ISO 6400, Blende 2,8), weil die bei der Kleinen wirklich gut funktioniert und ich mich komplett auf die Menschen und Momente konzentrieren konnte.

Es war eine gemütliche Party, sprich viele Menschen auf engem Raum. Mit der Kleinen bin ich zwischen ihnen untergetaucht (ich kannte dort kaum jemanden) und wurde bald schon nicht mehr wirklich als Fotografin wahrgenommen, da war sicher auch der A-Modus hilfreich ;-). Die Fuji nimmt eh niemand als “Bedrohung” wahr und da ich nicht geblitzt habe, noch weniger. Entstanden sind wirklich stimmungsvolle Fotos voller Gefühl, schöne Moment-Aufnahmen, ungestellt und weitgehend frei von diesen typischen “upps-ich werde fotografiert”-Gesichtern. Das liegt auch daran, dass man den Fokus hier ganz an die Ränder legen kann, etwas, was bei Nikon nicht geht. Die Menschen kommen nicht auf die Idee, dass sie fotografiert werden, wenn die Linse nicht direkt auf sie gerichtet ist. Der nicht gerade als pfeilschnell bekannte Autofokus war kein Hindernis und auch Belichtungszeiten von 1/17 Sek. führten nur selten zu unscharfen Bildern, gut, das liegt auch ein bisschen an mir :-).

Durchschnittlich wählte die Kamera zwischen 4000-und 6400 ISO und ich habe die Bilder nicht entrauschen müssen. Bei s/w-Fotos hat dieser minimale Hauch von Grimmeln einfach Charme. Unterm Strich sind die Bilder, die nichts geworden sind, die, wo ich plötzlich einen Arm vor der Linse hatte oder ähnliches, was bei einer Party ja schnell passiert.

Fazit: Die Kamera hat diese Aufgabe mit Bravour gemeistert, großes Kino! Ich habe am nächsten Tag nur eine Bildauswahl erstellt, auf einigen ein wenig an der Helligkeit gedreht, bisserl nachgeschärft und gut war´s. So schnell war ich noch nie mit einer größeren Menge Bilder fertig. Richtig super. Allerdings wurde hier auch nicht getanzt, da hätte ich dann doch einen Blitz einsetzen müssen, um nicht nur verwischte Fotos zu bekommen.

Nein, ich werde nicht gesponsert :-). Nein, ich kann euch die Bilder leider nicht zeigen, aber das Beitragsbild zeigt ja ein bisschen, wie die Ergebnisse aussehen.

People in Hamburg

THREE FRIENDS

 

WINTERBEACH

 

SUNNY WALK

 

People – Menschen in Hamburg. Beim ersten Sonnenstrahl sind sie alle draußen unterwegs. Sitzen trotz der Kälte an der Alster, flanieren am Elbstrand oder in der Hafencity. Das unterscheidet Hamburg sicher nicht von anderen deutschen Städten. Vielleicht eher die Überzeugung, besonders stylisch und hipp zu sein, was z. B. dem Berliner nur ein müdes Lächeln entlockt. Hamburger sind im Vergleich zu Menschen anderer Weltstädte ein Stückchen zu konservativ, zu steif, zu reserviert. Aber durchaus liebenswert. ;-)

Mein Betrag zu PABUCA – PEOPLE

Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14.

RAIN IN HAMBURG

RAIN IN HAMBURG

RAIN IN HAMBURG II

RAIN IN HAMBURG III

Wenn wir Nordlichter ein paar Regentropfen abbekommen, so ignorieren wir das, sind wir doch an unser Schietwedder gewöhnt. Man muss schon wetterfest sein, wenn man hier lebt. Bilder von einem Meer von Regenschirmen kenne ich aus Hamburg nicht, denn Wind und Wetter trotzt man besser mit einer entsprechenden Jacke, Schirme sind was für Weicheier. Und durch die Nähe zur stürmischen Nordsee hat hier fast jeder Gummistiefel und Regenzeugs im Schrank. ;-)

Ich mag Regen. Manchmal. Und nur in schwarzweiß, was aber kein Problem ist, denn bei Regen erscheint Hamburg ganz pur monochrom. Das mittlere Bild ist ein Farbbild, man mag es kaum glauben :-D

Mein Beitrag zu Pabuca – Rain.

CENTRAL STATION IN MOTION

Central Station in motion 2

CENTRAL STATION IN MOTION. Bahnhöfe stehen für Bewegung. Rund um die Uhr fahren Züge ein, spucken ihre Passagiere aus und sammeln neue ein. Menschen wuseln wie die Ameisen die Zugänge rein oder raus, Treppen hoch und runter, in die Züge rein oder raus. Stillstand ist höchstens, wenn der Zug Verspätung hat.

 

No time at all
No time this time
No time at all
No time this time
 
No time for a quick kiss at the railway station
No time for a suitcase, sandwich and a morning paper
Only time for time tables and transportation
No time to think, no time to dare

(The Police: No Time This Time)

 

 
Central Station in motion 3 Central Station in motion 4 Central Station in motion 6 Central Station in motion 7 Central Station in motion 8 Central Station in motion 10

Ausprobiert: Fotoabzug unter mattem Acrylglas

DSC_2315

Vorab: Dieser Beitrag ist nicht gesponsert.

Bisher hängen an meinen Wänden gerahmte Papierabzüge, was durchaus schön aussieht, aber auch einige Nachteile hat. Ich finde selten Rahmen, die mir gefallen oder die, die ich toll finde, sind recht teuer und ein passendes Passepartout muss ich meist extra bestellen. Mit dem Glas war ich nicht zufrieden, denn entweder spiegelte es oder war so entspiegelt, dass es sich optisch wie eine Folie über das Bild legt und den Blick stört. Mittlerweile habe ich das Glas aus den Rahmen genommen, was aber langfristig suboptimal ist.

Nun habe ich mir für einige s/w-Aufnahmen Fotoabzüge unter mattem Acrylglas bestellt. Da der Spaß nicht günstig ist, erstmal nur 4 Kleinere und ich bin total begeistert von dem Ergebnis. Abgesehen von der guten Qualität der Abzüge, sehen die Bilder so aufbereitet einfach toll aus. Super sauber verarbeitet, ein edler Look und durch das Aufhängesystem leicht an die Wand zu bringen. Matt heißt hier, das wirklich nichts spiegelt und man trotzdem einen klaren Blick auf das Bild hat. Wie das Ganze bei Farbfotos wirkt, kann ich nicht beurteilen, aber für s/w-Fotos wird das in Zukunft meine erste Wahl sein. Angeblich soll die Qualität mindestens 75 Jahre halten, das werde ich wohl nicht mehr überprüfen können ;-). Aber die Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse ist ein Argument, wenn man überlegt, seine Bilder vielleicht mal auszustellen. Dann hat man auch nicht das Problem mit unterschiedlichen Rahmen und Looks.

Nächstes Mal will ich mal die Variante Fotoabzug unter Spezialharz ausprobieren. Stelle ich mir für manche Farb-Motive einfach toll vor.

Edit: Weil schon nachgefragt wurde: Bestellt habe ich bei whitewall.com.

DSC_2317

Abstandshalter ankleben….

... Aufhängung ankleben....

… Aufhängung ankleben….

.... und ab an die Wand damit.

…. und ab an die Wand damit.

THE BEAN

THE BEAN (2 von 3)

 

Dass ich Reflexionen mag, habe ich ja hier schon beschrieben und auf meiner Webseite habe ich eigens eine Galerie dafür eingerichtet. Aber das mit Abstand faszinierendste Objekt habe ich in Chicago entdeckt. Von THE BEAN habe ich bereits im verlinkten Artikel ein Bild gezeigt, aber hier zeige ich eine neu entwickelte Serie dieses tollen Kunstobjekts.

THE BEAN, die eigentlich Cloud Gate heißt, steht im Millennium Park in Chicago und wiegt knapp 100 Tonnen. Ich habe mich dort länger aufgehalten, weil dieses Objekt fasziniert. Und nicht nur mich. Es macht etwas mit den Menschen. Es erstaunt, lädt ein, es zu berühren, sich auf eine Entdeckungsreise zu begeben und die Wahrnehmung auf den Kopf zu stellen. Aus mancher Perspektive findet man sich selbst nicht wieder in den verzerrten Spiegelungen. Man kann es berühren, von weitem als Ganzes wahrnehmen, sich aber auch darunter begeben und einfach nur staunen.  Genial und ein Erlebnis.

 

THE BEAN (1 von 3)

 

THE BEAN (3 von 3)

WITHERED BEAUTIES

WITHERED BEAUTY II

Blumen über Blumen, viele Fotografen sind infiziert vom Blumenvirus. Gerade sah ich auf FotoTV einen Vortrag eines Fotografen, der von Blumen und Pflanzen geradezu besessen war und um die ganze Welt gereist ist, um besondere Exemplare vor die Linse zu bekommen. Ich mag Blütenportraits, so sie gut fotografiert sind, gerne anschauen, aber es ist nicht mein – wie sagt man so schön – Sujet. Allerdings fasziniert mich, wie sich manche Schnittblumen im Laufe des Absterbens und Trocknens zu wahren Schönheiten entwickeln. Sie verlieren die Farbe, bekommen aber skurrile Formen und wunderschöne Strukturen mit dem Verlust des Wassers in den Zellen. Und so habe ich einen Strauß Tulpen einige Monate in der Vase belassen und sie jetzt endlich fotografiert.

Ich habe mit verschiedenen Hintergründen experimentiert. Die erste Wahl war ein Schwarzer, dann natürlich weiß, aber auch ein tuftiger Stoff und Tageslicht im Hintergrund.  Je nach Ausgangsbild habe ich unterschiedliche Entwicklungen ausprobiert, aber diese Bilder sind die, die ich zuerst umgesetzt habe und die mir am allerbesten gefallen, weil hier z. T. ein fast schon metallisch anmutender Glanz und stark herausgearbeitete Strukturen das Wesen der vertrockneten Schönheiten betonen.

WITHERED BEAUTY III

WITHERES BEAUTY VI

WITHERED BEAUTY V

WITHERED BEAUTY I

Zur Technik: Ich habe bei diesen Bildern von der einen Seite einen Blitz und auf der anderen einen Aufheller benutzt. Das geht gerade bei relativ kleinen Objekten auch gut mit einem kleinen Stück weißem Styropor, es muss nicht gleich ein professioneller Aufheller sein. Man sieht durch den Sucher dann sehr schön, welche Stellen man aufhellt und kann das sehr gezielt einsetzen.

Dies ist mein Beitrag zu Magic Monday.

CIRCLE OF LIFE

CIRCLE OF LIFE

Ein wunderschöner Sommertag in Palma. Wir saßen in einem ruhig gelegenem Straßencafé und beobachteten bei Tapas und Wein das Treiben der Tauben . Ein kleines Mädchen wuselte die ganze Zeit um die Tische herum, jagte die Tauben, kletterte für eine gefühlte Milli-Sekunde auf Mama´s Schoß um in der nächsten am Nebentisch den Hund zu streicheln. Ich habe sie die ganze Zeit beobachtet, bis mein Blick auf die andere Straßenseite fiel, von wo aus ein sehr alter Mann gemächlichen Schrittes und den Boden nicht aus den Augen lassend in unsere Richtung ging. Den Stock in der einen, eine Zigarre in der anderen Hand.  Plötzlich schoss das kleine Mädchen auf ihn zu, blieb abrupt stehen und lächelte ihn an, er lächelte zurück und dann war sie schon wieder unterwegs in ein neues Abenteuer. Ein schöner Moment zwischen einem Mann, der den Rest seines Lebens genießt und der Kleinen, die sich mit all ihrer Energie und ihren Sinnen kopfüber in die Welt stürzt. Ein Moment, der das Herz berührt.

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 160 Followern an