Der Lippenstift meiner Tante

Eine Frau, die etwas auf sich hält, trägt immer Feinstrümpfe. Nackte Beine zeigt eine Dame nie.  Bei 30 Grad Hitze legten wir gerade die letzten Meter zur Gartenlaube meiner Eltern zurück. Meine Großtante schritt majestätisch über den Sandweg, was sicher nicht nur an den feinen Schuhen, sondern auch an dem Korsett lag, welches sie (ebenso wie die Feinstrümpfe), auch bei noch größerer Hitze nicht weglassen würde. Nacktbader kommentierte sie mit dem Einwand, dass es doch so viele hübsche Badeanzüge gäbe,Weiterlesen

Da sitzen wir nun….

… lieber Werner, wir, die wir uns noch nicht mal die Urgesteine der Bloggerszene nennen können ;-).  Dein letzter Blogbeitrag hat mich zu diesem Post inspiriert. Ich mag die Blogger, die ihr Herz in ihre Beiträge legen, die sich nicht verkaufen, die authentisch sind. Solche Beiträge interessieren mich und die lese ich gern. Blogger, die ihre Bilder zeigen, weil sie sie mögen, nicht, weil sie möglichst viele Klicks erzeugen wollen. Blogger, die bloggen, weil sie mit Text und Bildern etwasWeiterlesen

Abstraktes in Blau

Blau. Blau machen. Blau sein. Das Blaue vom Himmel versprechen. Das Blaue Wunder erleben. Blaue Stunde. Blau scheint Assoziationen für einen besonderen Zustand zu wecken. Blau ist kalt und intensiv. Blau zählte nie zu meinen Lieblingsfarben, aber in der Fotografie und Malerei fängt es mich sofort ein. Blau ist knallig und zugleich zurückhaltend, weil wir blau großflächig gewohnt sind (Meer, Himmel), als Hintergrund für vor allem helle Objekte (Schiffe, Möwen). Mit Blau assoziiere ich draussen sein, Frische, Wasser, Himmel undWeiterlesen

Abstrakt

In diesem Jahr ist vieles neu. Neben Corona ist es für mich auch die neue, lokale Fotogruppe, die mich sehr motiviert und mit ihren Themen Zeit in Anspruch nimmt. Neu auch, sich virtuell zu treffen. Plötzlich werden Video-Konferenzen irgendwie normal. Wie angekündigt, beschäftige ich mich aber auch mit abstrakter Fotografie. Ein Jahr fliegt nur so vorbei und das Thema ist einerseits leicht, anderseits eine echte Herausforderung. Das fängt für mich tatsächlich bei der Definition an. Im Gegensatz zur anderen künstlerischenWeiterlesen

Respekt

Sie ist da. Eine Krise, die die meisten von uns so plötzlich und überraschend fordert und unser aller Leben für unbestimmte Zeit verändern wird. Aus meinem Leben kann ich keinen Vergleich heranziehen, mein Vater (den ich jetzt nicht mehr im Pflegeheim besuchen darf) schon, denn er ist im Krieg aufgewachsen, hat wirklichen Hunger erlebt und eine Flucht unter schlimmsten Bedingungen. Ich nicht. Wie schnell ist unser „heiles“ Leben zu erschüttern. Wie schnell kann all das, was gestern noch wichtig war,Weiterlesen

Ausblick?

  Ausblick? Was wird wohl sein? Que sera? Wer weiß das schon? Ich befasse mich wieder intensiv mit der Fotografie, allerdings im Moment viel in der Theorie, auffrischen, antriggern und so….. Auch damit, was sich in den letzen 3 Jahren  an Kamera-Equipment getan hat. Wo war ich? :-D. Da kommt eine neue Nikon D780. Superspannend, aber das Bedienkonzept war der Grund, warum ich die D750 verkauft habe. Wobei ich zugeben muss, mit der D810 überhaupt nie warm geworden zu sein.Weiterlesen

Entspannt ins neue Jahr

  Das Jahr ist schon 21 Tage alt. Ich hoffe, ihr seid gut rüber gekommen?  Für mich habe ich Ende letzten Jahres entschieden, mich dem ganzen Feierzwang zu Weihnachten zu entziehen und war in Frieden mit mir selbst ;-). Beim Einkaufen lächelte ich entspannt denen zu, die hektisch durch die Läden liefen, um auf den letzten Drücker ganze Wagenladungen an kulinarischen Köstlichkeiten für das Familienfest des Jahres einzukaufen und hoffte, ihre Erwartungen mögen erfüllt werden. Mein ganzes Leben lang war derWeiterlesen

Seltsam im Nebel zu wandern

„Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, Kein Baum sieht den anderen, Jeder ist allein.“ Hermann Hesse   Am letzten Sonntag aufgestanden wie immer. Ein Blick Richtung Fenster, richtig dicker Nebel. Den haben wir hier selten und wenn, meist morgens ganz früh und er verschwindet schnell wieder. Nicht an diesem Sonntag. Er war so gnädig, lange zu bleiben. Schnell waren die Hündin, die Fuji und ich draußen,  und waren 2 Stunden unterwegs, denn für mich gibtWeiterlesen

Von dem nostalgischen Gefühl, alte Fotos in den Händen zu halten

Mein Bruder und ich mussten die Wohnung meiner Eltern auflösen. Meine Mutter ist vor Jahren verstorben, mein Vater nun endlich in dem für ihn richtigen Pflegeheim angekommen, dazu vielleicht in einem späteren Beitrag mehr. Mein Bruder und ich sind visuell orientierte Menschen. Er filmt und liebt die Fotografie, wie ich auch. Und so konnten wir uns nicht trennen von all den Fotos, die wir in Alben, Rahmen, Kästen und Umschlägen fanden. Manche kannten wir, viele aber auch nicht. Und soWeiterlesen