ENEMY SOX – Auszeit vom Alltag

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Der Raum im Bunker riecht muffig und einladend geht anders. Schon das Gebäude zu betreten kostet Überwindung. die Treppen eng und die Decken tief. Ein Gemisch aus scheppernden Drums, abgestandenem Bier, Graffiti, quietschenden E-Gitarren, Geschrei und Gesang füllt die Gänge. Dicke Schlösser sichern die Türen und dahinter verbergen sich kleine, individuelle Welten.

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Eine kleine Welt gehört ENEMY SOX. Sie treffen sich seit vielen Jahren hier. Wie lange, dass weiß keiner mehr so genau, eine gefühlte Ewigkeit ist es sicher schon.  Sie übten und probten, komponierten und verwarfen die Idee eigener Kompositioinen, träumten den Traum von CDs, Erfolg und kleinen größeren Bühnen.

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Im Laufe der Zeit kamen und gingen andere Musiker, aber die drei blieben. Das Leben änderte die Prioritäten. Beruf und Familie – die Träume wurde kleiner. Das Üben kam zu kurz, andere Dinge standen an. Die wöchentlichen Treffen fanden nicht mehr ganz so regelmäßig statt, waren aber immer eine Insel im Leben der drei, die unterschiedlicher nicht sein könnten und im Leben abseits des Übungsraum nichts miteinander zu tun haben. Gemeinsamkeit und Vertrautheit, die auf ein Treffen pro Woche reduziert ist und ihnen so viel bedeutet. Sie kennen sich gut, die Macken und die Geschichten des Anderen. Vielleicht sind sie sich vertrauter, als ihnen bewusst ist.

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Die Wände, der ganze Raum, erzählt von ihrer Geschichte, auch von dem Ritual, neue Schokoladensorten zu probieren, nicht nur neue Songs. Mittlerweile wurde die alte Kaffee- gegen eine Pad-Maschine ausgetauscht, so viel Fortschritt muss sein, ist aber auch genug.

Nach einem Plausch, einem Kaffee und dem Austausch über den Alltag nehmen sie ihre Positionen an den Instrumenten ein. Der Moment ist gekommen, es wird gerockt und der Alltag fällt ab, wird bedeutungslos. Zwei Stunden, in denen es nur sie gibt, den Rock, Musik – laut und geil. Die Finger manchmal eingerostet finden die Seiten, manchmal auch nicht, aber egal, das Leben macht Spaß! Und das Programm für den nächsten Auftritt auch……

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Und dann spielen sie einen meiner Lieblingtitel und schenken mir Erinnerungen an eine geile Zeit, lange her. Eine Zeit, als noch mehr Leichtigkeit in meinem Leben war, ich noch jung, Bands und Songs wichtiger als Verantwortung waren und Sorgen nur ein flüchtiger Nebel. Es war ´ne geile Zeit, danke Jungs, für das Gefühl!

Nils am Schlagzeug, der große Uwe an der Gitarre, der kleine Uwe am Bass – Enjoy! (Die Qualität des Tons ist im Übungsraum natürlich so eine Sache….)


15 Antworten zu ENEMY SOX – Auszeit vom Alltag

  1. Eklof sagt:

    Fuck!! Ja! – Alte Zeiten! Lange her! … und ich erinnere den Eingang zum Bunker: dunkle Treppe hinab in die Dunkelheit – symbolisch. Führte hinunter in eine andere, faszinierende Welt, in der allein die Musik das Klamme, Muffige und Dunkle vertreiben konnte … und dann war man plötzlich im Licht und es roch (fast) gut und es gab ordentlich auf die Ohren….. 😉
    Schöne Erinnerungen!!
    Danke!
    f.

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  2. surferdessandwurms sagt:

    Als total Außenstehender: Klasse Text zu den Fotos. Bei der Kombination fühle ich mich als „dabei gewesen“. Klasse!

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  3. Werner sagt:

    WOW! Was ein Post… Gänsehaut kommt über den Rücken angeschlichen und bleibt diese Momente des Lesens, SChauens und Hörens! …. Dann Wolf Maahn. …. Mensch, das hast du toll hinbekommen. Fotos und Worte sind eine wunderbare Einheit. Und das Video… puuh. Da hast mich berührt.
    So ist das mit den Erinnerungen und Menschen mit Leidenschaften… Müssen tolle Jungs sein.
    Lg,
    Werner

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  4. paleica sagt:

    „Bands und Songs wichtiger als Verantwortung waren“ irgendwie sehe ich mir grade dabei zu, wie sich das bei mir verändert und es macht mir ganz und gar keinen spaß 😦
    tolle bilder!!!

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  5. Netty sagt:

    Ein wirklich toller Beitrag, Text und Fotos passen sehr gut zusammen und ergänzen sich , man kann sich richtig reindenken, als ob man dabeigewesen wäre, schön!
    VG, Netty

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  6. tikerscherk sagt:

    Habe deinen Artikel gern gelesen, angeschaut undgehört.Nur diekaffeemaschinemit Padsfindeichdoof:-)
    Entschuldigediefehlenden Leerzeichen.Du weisst ja:Taste ist (fast) hinüber.

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