(Mein) Blogbuch – gegen das digitale Vergessen

Das Bild ist gleich zu sehen!

Die “Wundertüte” – mein Blogbuch

 

Vor einiger Zeit las ich in dem Blog der Pixelsophie von ihrer Aktion “Blogbuch – gegen das digitale Vergessen”. Kurz gesagt, findet Sophie es zum einen einfach schade, dass wir zwar im Internet Texte und Bilder publizieren, diese aber meist dazu verdammt sind, im Dschungel der digitalen Daten ihr Dasein zu fristen. Zum anderen geht es ihr auch darum, die Entwicklung eines Blogs festzuhalten, aber das erklärt sie selbst in einem Video ausführlicher:

 

 

Und so konnte man sich um eines ihrer Blogbücher bewerben, was ich umgehend tat und das Glück hatte, eine Zusage zu bekommen. Sophie hat versucht, finanzielle Unterstützung  für das Projekt zu bekommen, wobei sie eine direkte Finanzierung durch den jeweiligen Blogger ablehnte, denn sie möchte ihm oder ihr das Buch schenken. Leider ist es nicht gelungen und die liebe Sophie macht das alles auf eigene Kosten. Man stelle sich allein die zu investierende Zeit vor! Alle Beiträge des jeweiligen Blogs müssen gelesen werden, Beiträge und Bilder ausgewählt und in Buchform gebracht werden. Sophie, vielen Dank dafür, ich weiß das zu schätzen!

Letzte Woche brachte mir der Postbote mein Blogbuch. Beim Auspacken stellte sich eine gewisse Aufregung ein, denn ich wusste ja nicht, welche Blog-Artikel ausgewählt wurden, denn ich wurde nur nach meinem Lieblingsbeitrag gefragt. Ein bisschen war es wie das Öffnen einer Wundertüte, denn insgesamt habe ich tatsächlich schon 334 Beiträge veröffentlicht. Die Auswahl ist sehr gelungen und es ist toll, seine Artikel und Bilder gedruckt zu sehen. Ich bin ja immer sehr dafür, Fotos nicht nur auf der Festplatte vor sich hin schmoren zu lassen, sondern sie auch in Papierform zu drucken, aber auf die Idee, meinen Blog auf diese Weise “nach Hause” zu holen, bin ich noch nie gekommen.

Wenn ihr diese Idee unterstützen möchtet, könnt ihr das hier ganz unkompliziert auch mit einem ganz kleinen Betrag. Sophie macht weiter, so viel steht fest, hat sich z. Zt. aber auf 4 Blogbücher pro Jahr beschränkt. Ihr könnt euch bei ihr bewerben, müsst aber eine lange Wartezeit in Kauf nehmen. So und nun noch einige Eindrücke von ausgewählten Seiten aus meinem Buch:

 

Das erste Bild in diesem Jahr

Tropfen an einem Band

 

Das erste Bild in diesem Jahr gibt es noch gar nicht. Dieses ist aus dem Letzten, aber angesichts der Wetterlage fügt es sich nahtlos ein. Es ist quasi die Initialzündung zu einer freien Arbeit, an der ich in diesem Jahr arbeiten möchte: “Die Schönheit des Trivialen”. Ich habe mir für dieses Jahr viel vorgenommen und es wird noch ein weiteres Projekt geben und viel Arbeit (mehr verrate ich an dieser Stelle nicht). Dieses soll der Ausgleich sein. Eine Serie, die mir viel Spielraum und Entspannung gibt und die durch mein Sehen für mich frei von Stress ist :-). Auch das darf ein Projekt, eine Serie: Einfach nett sein und für positive Gefühle sorgen. So entspricht sie doch am ehestem dem, warum ich einst zur Kamera griff: Aus Spass am Tun und den Bildern.

Habt ihr euch ein Ziel gesteckt oder ein Projekt oder ähnliches geplant? Ich bin neugierig!

LIGHTS

LIGHTS (3 von 3)

 
LIGHTS (2 von 3)

 

LIGHTS (1 von 3)

 

 

When the lights go down in the city
And the sun shines on the bay
Do I wanna be there in my city?

So you think you’re lonely
Well my friend I’m lonely too
I wanna get back to my city by the bay

It’s sad, oh there’s been mornings
Out on the road without you
Without your charms

When the lights go down in the city
And the sun shines on the bay
Do I wanna be there in my city?

When the lights go down in the city
And the sun shines on the bay
Do I wanna be there in my city?

(Journey, 1977)


Mein Beitrag zu Pabucas Wochenthema “Lights”.

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Bildschirmfoto 2014-12-10 um 21.43.18

“SHOPPING”

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Ob der Udo zum shoppen in ein gewöhnliches Kaufhaus geht, weiß ich natürlich nicht, aber als Hamburger Original passt er so gut in diese kleine Geschichte und war so nett, für mich zu posieren ;-). Aufgenommen mit der Hipstamatic-App, an der ich mag, dass der Umgang mit dem Bild eher spielerisch und herrlich unkompliziert ist. Ich brauche das iPhone nur zücken, die App auswählen, auf den Auslöser drücken und fertig. Kein Fokussieren, keine Einstellung von Blende, Zeit usw. Keine Entwicklung und Nachbearbeitung am Computer. Ein Tool, das einen anderen Zugang zur Fotografie möglich macht, ohne großen Anspruch, voller Überraschungen und ohne Hang zum Perfektionismus. Ein bisschen wie Polaroid. Just fun.

Shopping lautet das Thema und beim Sichten der Bilder kam mir die Idee zu dieser Geschichte. Von den ursprünglich dafür aufgenommenen blieb nur das mittlere Bild, die anderen beiden (Festplatte)  passten einfach gut, aber nicht vom Look her. Also habe ich sie mit Hipstamatic vom Bildschirm abfotografiert. Oh oh, auch das noch ;-)

 

Mein Beitrag zu Pabucas Wochenthema “SHOPPING”.

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Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14

Grau. Grauen. Grauenhaft

GREY I

 

Als ehemalige Jenfelderin kann ich mich noch gut daran erinnern, wie es in Jenfeld ohne das “Jen” aussah. Damals wurden dort die ersten Plattenbau-Siedlungen gebaut, aber es gab im Zentrum kleine Geschäfte, in denen man sich mit Namen grüsste und sogar einen Milchmann, bei dem wir als kleine Steppkes mit der Milchkanne bewaffnet, lose Milch einkauften. Dann wurde in den 70ern das “Jen” gebaut. Ein grauer Betonklotz mit integrierten Hochhäusern. Gegen die Eintönigkeit wurden starke knallblaue und gelbe Akzente gesetzt, was das Grau erst recht betont. Die kleinen Läden schlossen, das “Jen” steht noch heute und man fragt sich, was sich  die Architekten damals gedacht haben, als sie die Stadt nicht nur hier systematisch mit grauem Beton und Waschbetonplatten verunstalteten.

 

GREY II GREY III

 

Mein Beitrag zu Pabucas Wochenthema “GREY.

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Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14

HISTORY

HISTORY I

 

HISTORY II

 

HISTORY III

 

Wie oft bin ich schon an diesem Objekt am Waldrand vorbei geradelt ohne zu wissen, was sich unter dieser Verpackung verbirgt. Man kann es ahnen und ehrlich gesagt, fand ich die Verpackung des großen Objektes immer spannender, als eine mögliche Enthüllung ;-).

HISTORY – Hamburg. Krieg, Brände, Sturmfluten… große Geschichte mit der sich große Historiker befassen. Es gibt aber auch Geschichte, die nur von kleinen Vereinen bewahrt wird, auch oder gerade weil sie auf kein breites Interesse stößt, dieses wird übrigens betreut vom VVM am Nahverkehrsmuseum Kleinbahnhof Wohldorf-Ohlstedt.

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NEW – Augen auf! 100 Jahre Leica in den Deichtorhallen

Leica I

Neu und macht neugierig: Auf dem Jungfernstieg in Hamburg sind in großen Schaukästen die Appetithappen zur nächsten großen Ausstellung in den Hamburger Deichtorhallen zu bestaunen. Augen auf! 100 Jahre Leica Fotografie lohnt mit Sicherheit einen Besuch. Schon die wenigen Bilder, die hier Outdoor zu sehen sind, regen zur Auseinandersetzung und zum Verweilen ein. Straßenfotografie auf der Straße ausgestellt. Der Gedanke gefällt mir und das gute Wetter heute lud zum Durchbummeln ein. Meine junge Begleiterin und ich tauschten uns angeregt über die Fotos aus, daher nur ein Schnappschuss, denn die Gespräche hatten Vorrang!  Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die Ausstellungseröffnung am 23. Oktober. Nähere Informationen findet ihr auf der Homepage der Deichtorhallen.

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Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14

TRADITION

TRADITIONS I: Imam-Ali-Moschee an der Alster

TRADITION I: Imam-Ali-Moschee an der Alster

Tradition hat in Hamburg vieles. Angefangen beim Hafen über das berühmte Labskaus bis hin zum drögen “Moin”, was man zu jeder Tageszeit nutzt. Aber auch das friedliche Nebeneinander verschiedenster Glaubensgemeinschaften hat in Hamburg erfreulicherweise eine lange Tradition. Sogar der Name der “Großen Freiheit” erzählt von der religiösen Freiheit in dieser Stadt. Davon kann sich die Welt gern eine Scheibe abschneiden.

 

TRADITION II

TRADITION II: Die Oberhafenkantine

Ursprünglich war die Obhafenkantine eine von vielen sog. Kaffeeklappen, die die Hafenarbeiter über den Tag mit heißen Getränken und Stullen versorgte. Überflutung und Unterspülung machten der kleinen Kantine in Hafennähe das Leben seit den 20er Jahren ebenso schwer, wie der Besitzerwechsel in den letzten Jahren. Dennoch werden noch heute in dem kleinen Imbiss aus Tradition alle Gerichte selbst frisch gekocht.

 

TRADITION III: "Die Ritze" auf dem Kiez

TRADITION III: “Die Ritze” auf dem Kiez

Last but not least: “Die Ritze” auf St. Pauli. Kneipe und Boxclub mit jahrzehntelanger Tradition, gelegen in einem Hinterhof trotzt er der Modernisierung des Kiezes und ist der Ursprung so mancher Legende, von denen man sich viele erzählt. Wahr sind einige davon, so auch die der Hinrichtung von Chinesen-Fritze am Tresen oder die des “Paten von St. Pauli”, der sich im Keller erhängt hat. Hmm. Henry Maske, die Klitschko-Brüder, Ben Becker u. a. hat es nicht davon abgehalten, hier zu trainieren.

 

Mein Beitrag zu PABUCA´s Wochenthema “TRADITION“.

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Bildschirmfoto 2014-09-13 um 17.49.53

WAR

PERSECUTED

PERSECUTED

 

DEPORTATED

DEPORTATED

 

MURDERED

MURDERED

 

 

WAR – Krieg. Die Spuren sind in Hamburg an vielen Stellen sichtbar. Sei es das Mahnmal St. Nikolai und andere Denkmäler, Kriegsgräber und Mahntafeln. Was mich aber viel mehr berührt, sind die goldenen Steine vor vielen Hauseingängen, über die man in der Stadt stolpert und die einen mitten im Alltag daran erinnern, dass auch hier Menschen Opfer des Nationalsozialismus wurden. Über die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig hatte ich in meinem Artikel “Stolpersteine und ihre Angehörigen”  schon einmal geschrieben, wer sich für die Hintergründe interessiert, möge bitte dort nachlesen.

I   PERSECUTED – Aufgenommen zwischen Schanze und Kiez

II  DEPORTATED – KZ-Gedächnisstätte Neuengamme

III MURDERED – KZ-Gedächnisstätte Neuengamme

 

Mein Beitrag zu Pabucas Wochenthema “WAR“.

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Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14