Die Fototasche – ein endloses Thema

Kennt ihr den Spruch „Die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat“? Dies trifft meiner Erfahrung nach auf Fototaschen so nicht zu. Jedenfalls in meinem Fall nicht. Meine Erste schenkte mir der Fotofachhändler, als ich meine D80 gekauft habe, es war eine schlichte Tasche von Nikon, in die die D80 mit angesetztem 18-200mm Objektiv, sowie eine weitere Linse passte. Die Ausrüstung wuchs und die Ansprüche an die Taschen auch. Es kam eine von Kalahari dazu, die ganz nett und so gar nicht nach Fototasche aussah, sich aber schnell als unpraktisch erwies, weil sie mit einem groben Reißverschluss verschlossen wird, an dem man sich schön die Hände aufschrubbelt. Dann orderte ich einen Rucksack von Lowepro, mit dem ich aber auch nicht zurecht komme, weil ich das Auf- und Absetzen doof finde. Also musste es doch eine Tasche sein. Ich mag es, auf der umgehängten Tasche ein Objektiv wechseln zu können.

Dann wurde ich auf die Crumpler Gigolo 8500 aufmerksam und die mag ich sehr, allerdings ist sie überhaupt nicht für Fototouren geeignet, weil sie groß, ausladend und starr ist. Dafür schützt sie das Equipment optimal und bietet schnellen Zugriff auf  alle nur denkbaren Utensilien. Sie fasst z. B. problemlos eine D300 und links davon ein SB900 ohne Verpackung und ein 70-300mm. Rechts passen ein 35er und ein 50er, darüber ein 105er rein. Unter der Kamera ist dann noch Platz für Filter und Folien. Dieser Part ist durch einen Reißverschluss zu öffnen, was sehr praktisch ist. Im vorderen Part bieten viele Reißverschluß-Taschen die Möglichkeit, das gesamte Zubehör optimal zu sortieren um schnellen Zugriff darauf zu haben. Z. B. Belichtungsmesser, Standfüsse für Blitze, Filter, Taschenlampe, Stifte, Akkus etc. Ich liebe diese Fächer! Tolle Tasche, gerade für Flugreisen oder als On-Location-Tasche, aber eben nicht für eine Fototour geeignet.

Somit zog die nächste Tasche hier ein. Diesmal eine Crumpler Cupcake 5500. Klein, fein, gut. Durch den verstellbaren Verschluss passt sogar eine D300 mit einem größerem Zoom aufrecht in die Tasche, was den optimalen Zugriff ermöglicht. Daneben ist noch Platz für 1-2 Objektive und ein wenig Gedöhns. Vorn gibt es noch eine Tasche mit Klettverschluss, in die eine Geldbörse, Filter usw. passen. Schwierig wird es aber, wenn man eine D700 mit Batteriegriff unterbringen will 😦

Also ging die Recherche auf ein neues los und diesmal entschied ich mich für die Think Tank Retro 30. Ein Raumwunder! Sie fasst problemlos eine Profiausrüstung, wovon mich dieses Video auf youtube überzeugte. Man kann sie so richtig vollstopfen, muss man aber nicht, dann bleibt sie schmaler. Sie bietet viel Platz in der Höhe, so dass ich das SB 900 in der Schutzhülle aufrecht verstauen kann (ca. 25cm). In der Mitte findet die D700 mit angesetztem Batteriegriff ihren gut geschützten Platz und direkt daneben/darunter sind zwei Fächer, die weitere Objektive und Gedöhns fassen. An beiden Außenseiten bedinden sich große Fächer, wo erwähntes SB 900 oder ein großes Zoom-Objektiv untergebracht werden kann. Reißverschluss-Taschen innen und außen bieten Raum für Filter, Speicherkarten usw. Vorn finden sich 2 Taschen, die so groß sind, das sie einen weiteren Body fassen und noch mehr Blitze oder Objektive. Ich bin begeistert! Allerdings ist das Teil vollgepackt natürlich ziemlich schwer 😉 Aber, wie bereits gesagt, muss ich das ja nicht. 😉

Fazit: Nach meiner 6. Tasche kann ich sagen: Ich mag schnellen Zugriff auf die Kamera und Ordnung in der Tasche. Leider passt beides nicht mit meiner Vorstellung von der Größe bzw. des Gewichts einer für mich passenden Fototasche zusammen. Die Letzte wird nicht die Letzte bleiben…… Und die EINE gibt es eh nicht…..

Wie sieht es denn bei euch aus? Kennt ihr dieses Phänomen oder habt ihr die Tasche für´s Leben gefunden? Ich freue mich über eure Kommentare!

13 Antworten zu Die Fototasche – ein endloses Thema

  1. Christina sagt:

    Die Suche nach der perfekten Taschen ist schon ein eigenes Kapitel in der Fotografie. Meine erste Tasche war eine kleine Crumpler, mit Platz für Kamera mit Objektiv und einem kleinen Wechselobjektiv. Aber mit wachsender Ausrüstung war sie einfach zu klein und ausserdem auch viel zu starr.
    Als ich auf die Cebit wollte, habe ich mich für einen Rucksack entschieden, damit ich nicht alles quer auf einer Schulter lastend tragen muss. Beim Lowepro bin ich dann auch geblieben. Mit einen Rucksack komme ich sehr gut klar.
    Derzeit nutze ich einen Vanguard Rucksack (ein Testbericht dazu folgt in Kürze) und bin auch von diesem Überzeugt. Aber in einem hast du vollkommen Recht, die EINE Tasche gibt es wirklich nicht. Ein paar kleinere oder größere Mängelpunkte gibt es doch immer.

    Da bin ich mal gespannt was du dir als nächstes zulegst.

    VG Christina

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      Hallo Christina, ich denke, es sind auch die individuellen Vorlieben völlig unterschiedlich, denn du und viele andere kommen mit einem Rucksack prima klar, ich nicht. Ich bin gespannt auf deinen Testbericht zum Vanguard!

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  2. Luiza sagt:

    Kalahari, sonst nix:-) Habe mich öfter bei alles Fotogöttern dafür bedankt. Unglaublich strapazierfähig und wasserdicht und gut auffe Schulter:-)

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  3. Susanne sagt:

    ich hab mir einen Rucksack von kata zugelegt – da ich viel per Fahrrad unterwegs bin, geht eine Tasche einfach nicht gut (hatte vorher eine Kalahari, Top-Teil, aber leider einseitig und IMMER zu schwer 🙂
    Der Rucksack sitzt perfekt auf dem Rücken, lässt sich einfach nach vorne ziehen ohne Absetzen (wenn man nur einen Schultergurt benutzt) und damit ist immer „was drunter“ beim Objektivwechsel oder so.
    Erhältlich in drei Größen, ich hab die kleinste, die Ausrüstung passt rein; aber das obere Fach für „Sonstiges“ ist zu klein – werde wohl doch noch mal was Größeres anschaffen.

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    • Verfasser

      Hallo Susanne, stimmt ein Sling-Rucksack wäre vielleicht auch noch mal eine Überlegung wert, weil immer was drunter ist, wie du schreibst. Ich hatte mir mal einen Rucksack von Kata bestellt, das sind richtige Panzer, da kannst du auch mal mit deinem Fahrrad umfallen (was ich dir natürlich nicht wünsche 😉 ), der Ausrüstung passiert garantiert nichts. Ich habe ihn damals zurück geschickt, weil mir der Umstieg von kleiner Fototasche auf dieses Riesending zu heftig war.

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  4. Kerstin sagt:

    Also, deinen Artikel finde ich ja sehr beruhigend 😉 mir geht es ähnlich und ich dachte, ich wäre wohl die Ausnahme… Also, ich nutze bisher Taschen von Crumpler, einen Rucksack, der unten ein Kamerafach hat und Platz für Kamera und 3 Objektive bietet. Oben ist ein Fach für allen möglichen Krempel… Ansonsten habe ich noch eine Tasche die viel Stauraum bietet, Crumpler Fat Boy XXXL, die kommt aber nur mit wenn es in den Urlaub geht, ansonsten ist es einfach die Tasche für Objektive und was man sonst noch an Kleinkram hat. Ist winfach zu sperrig. Die dritte ist dann noch so eine Revolver-Tasche von Crumpler, die ich aber gar nicht mehr nutze,weil ich die jetzt so hässlich finde 😉 Ich suche noch nach der idealen Tasche 😉

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  5. Frau Doktor sagt:

    Fototasche eine ständige Herausforderung für mich und wie ich sehe auch für andere, sehr tröstlich erst einmal. Ich bin gerade wieder am Suchen, weil nichts vernünftig geeignet ist. Mit jedem Stück Ausstattung wird es wieder neu ein Problem. Ich tendiere jetzt auch zu den Slingrucksäcken, mit Taschen und meinen Schultern komme ich nicht wirklich klar. Ich freue mich das Susanne da zufrieden ist. Hat vielleicht noch jemand Erfahrung mit Lowpro Sling Rucksäcken? Da würde ich gerne mal noch etwas zu wissen. Mit der Größe kann ich mich noch nicht entscheiden.

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  6. Fototaschen. Ja darüber kann man Bücher schreiben.
    Meine letzte, die eigentlich ein Rucksack ist, habe ich mir im vergangenen Herbst zugelegt. Ein Flipside 400 von LowePro. Und, zumindest solange sich die Ausrüstung nicht unnötig erweitert, ist das im Moment tatsächlich die beste bisher.
    Auch über weite Strecken leicht zu tragen. Genug Plalz für Kamera, 5 unterschiedlich große Objektive und den ganzen Kleinkram, den man so glaubt zu benötigen. Ich bin nämlich zu faul, jedes Mal zu packen 😉
    Zzum Fahrradfahren auf dem Darß konnte ich sogar das Stativ oben drauf befestigen. Da haben sich dann allerdings irgendwann die Schultern über das Gewicht beschwert. Aber ansonsten, gut zu tragen und toll mit zu arbeiten.
    Und, auch nicht zu verachten, die Öffnung ist auf der Rückenseite. Wenn der Rucksack im Dreck liegt – was doch öfter vorkommt, wird anschließend mein Rücken weder naß noch dreckig.
    LG Michel

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    • Verfasser

      „den man so glaubt zu benötigen“ 😉 Sehr schöne und so treffende Formulierung 🙂 Davon schleppe ich auch immer viel mit mir rum 😉
      Der Rucksack scheint mir praktisch zu sein. Ist im Kopf notiert, falls ich doch mal wieder einen Rucksack ausprobieren möchte.

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