
Dresden im April 2015. Ein Wochenende bei wirklich miesem Wetter, kalt, stürmisch und nass. Ich fühlte mich nicht wohl in dieser Stadt, in der so viele Menschen dem Ruf der Rechtspopulisten auf die Straße folgen. Die Stadt Dresden kämpft um ihren Ruf, liegt doch auf der Hand, dass Touristen und Arbeitskräfte sich durch „Pegida“ abgeschreckt fühlen könnten.
Wenn man nach Dresden fährt, schaut man sich auch die Sehenswürdigkeiten an, wunderschöne, beeindruckende historische Gebäude, die Frauenkirche und die Semperoper, dafür ist Dresden berühmt und gut besucht von Touristen. Nette Biergärten am Elbufer lassen erahnen, dass diese Stadt im Sommer ein schönes Flair haben muss. Aber egal wo ich Menschen begegnete, kroch die Frage in mir hoch, ob der- oder diejenige wohl auch mit marschiert ist und Bilder von sich durch die Straßen schiebenden Pegida-Anhängern entstanden vor meinem inneren Auge auf den Straßen, die ich gerade entlangging und Unbehagen drückte sich durch die Gänsehaut auf meinen Armen aus. Da helfen auch die vielen Zeichen der Toleranz und Mahnung nicht viel, auf die man hier stößt. Auch nicht die Berichte über die große Zahl an Gegendemonstranten, die zeigen, dass die weltoffenen, toleranten Bürger hier in der Mehrheit sind.
Mal sehen, wie es mit Dresden weitergeht. Im Juni kandidiert T. Festerling für das Amt der Oberbürgermeisterin, die sich selbst als „Lady Bitch Rechts“ bezeichnet . Reale Chancen werden ihr nicht eingeräumt, sonst hätte Dresden vermutlich auch um mehr zu fürchten, als um seinen Ruf. Und nicht nur Dresden.





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