Happy Returns

 

 

Hey brother, happy returns, it’s been a while now
I bet you thought that I was dead
But I’m still here, nothing has changed

Hey brother, I’d love to tell you I’ve been busy
But that would be a lie
Cos the truth is the years just pass like trains
I wave but they don’t slow down

Hey brother, I see the freaks and dispossessed
On day release
Avoiding the police
I feel I’m falling once again
But now there’s no one left to catch me

Hey brother, I feel I’m living in parentheses
And I got trouble with the bills
Do the kids remember me?
Well I got gifts for them,
and for you more sorrow
But I’m feeling kind of drowsy now
So I’ll finish this tomorrow

Steven Wilson – Happy Returns

 

Lange schon hatte ich die Idee zu genau diesem Post. Endlich steht dieses Video online, endlich auch hier in Deutschland, hat sich doch youtube endlich mit der GEMA geeinigt. Steven Wilson beschäftigt hier der unbemerkte Tod einer Person inmitten von vielen.

Das Konzeptalbum findet seine Inspiration im Leben und im Tod von Joyce Carol Vincent und der von ihr handelnden Dokumentation „Dreams Of A Life“, von der sich Wilson zeitgleich fasziniert und geschockt zeigte. 2003 verschwand die junge Frau unbemerkt von Familie und Freunden aus dem Leben, bis ihre verweste Leiche nach zwei Jahren in ihrer Londoner Wohnung gefunden wurde. Doch „Hand. Cannot. Erase.“ findet eine eigene Protagonistin und erzählt seine eigene Geschichte. Am Ende steht nicht etwa der Tod. Vielmehr geht die Hauptfigur im hektischen Treiben unserer Tage verloren. Sie verschwindet und erlischt. (laut.de )

 

 

 

14 Antworten zu Happy Returns

  1. hansekiki sagt:

    Moin Conn,
    in der „Schöner Wohnen“ sieht’s irgendwie anders aus. Mir machen solche Gebäude Angst. Ich frage mich, ob es dort so etwas wie Nachbarschaft gibt. Eigentlich müßte man davon ausgehen, das es gerade dort, wo viele Menschen auf kleinstem Wohnraum zusammen leben, auch ein gutes Sozialgefüge gibt, aber es ist oft genau das Gegenteil. Je mehr man zusammen rückt (oder rücken muß) umso anonymer wird es. Es sind deprimierende Bilder, die Tristheit so mancher Existenz knallt hier mit voller Wucht auf den Betrachter. Innerlich wünsche ich mir, daß ich mich hier täusche und das auch dort viele Menschen ein gutes Zuhause gefunden haben. Selber würde ich dort wohl Depressionen bekommen.
    LG kiki

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    • Verfasser

      Moin Kiki, ich glaube, das ist mal so und mal so, ganz abhängig davon, welche Menschen unter einem Dach wohnen oder nebenan. Aber durch unsere veränderte Lebenswelt ist die Gefahr der Anonymisierung gewachsen. Ich denke an die steigende Zahl der Single-Haushalte. Familien kommen – so meine Erfahrung – schneller in Kontakt.
      Hongkong mit seinen Extremen ist sicher noch mal ein anderer Fall. Da bräuchte ich wahrscheinlich Wochen, bis ich beim Nachhausekommen auf Anhieb den richtigen Block finden würde ;-).

      LG, Conny

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  2. Seh-N-Sucht sagt:

    Gegen die anderen ist das grüne Haus mit nur 4 Etagen ja schon fast beschaulich. Horror – Wohnklötze – wie soll man denn auch die vielen Menschen in den vielen Wohnungen kennen. Oft sind in Hochhäusern die einzelnen Wohnflure auch noch extra verschlossen, so dass man oft nur in einer EtagenFlurWG wohnt. Ich finde solche Klötze schrecklich und anonym und das kommt in Deinen Bildern auch gut rüber. Ich möchte nicht wissen, wie viele einsame Seelen dort leben. Käfigwohnungen – ich denke in die Richtung Kleinwohnung geht der Trend auch in unseren Großstädten, vielleicht noch nicht so krass wie in Hongkong, aber wie soll man das Platzproblem sonst lösen. Wenn ich einen Tag in einer Großstadt war, dann reicht mir das auch und ich bin froh wieder Kühe und Felder zu sehen – bei solchen Bilder wird einem wieder bewusst wie gut es uns doch geht.

    Gefällt 1 Person

    • Verfasser

      Ja, das stimmt. Generell haben wir hier noch sehr viel Platz. In Tokyo, Hongkong usw. ist er rar und sehr teuer. Ja, die Käfig-Wohnungen sind ein schreckliches Beispiel. Andererseits sind sich die Menschen dort wieder so nah, dass es vermutich eher auffallen würde, wenn jemand tot im Bett liegt. Das klingt sarkatisch, ist aber nicht so gemeint.

      LG, Conny

      Gefällt 1 Person

  3. Ach Conny: Schön! EIn Beitrag, der tief geht. Musik (und das Video!!!!!), Text, deine Fotos dazu. Eine Geschichte. Und was für eine. Ein ganz toller Beitrag. Deine Fotos unterstreichen und vertiefen diese traurige Geschichte. Danke: dieser Beitrag hilft mir über den Tag!

    Lg,
    Werner

    Gefällt 1 Person

  4. Katrin sagt:

    Hi Conny,
    das geht mir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf – 2 Jahre lang unbemerkt zu verschwinden – ich glaube zwar sofort dass das möglich ist, kann es aber kaum ertragen.
    Wie einsam muss so ein Leben gewesen sein!

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