LEERE

Im Sommer habe ich für ein Projekt zum Thema „Leere“ zwei Bilder erstellt. Das Projekt wurde leider eingestampft, weil sich niemand außer mir daran beteiligt hat. Schade, weil ich schon neugierig auf die Arbeiten der anderen war, die es also gar nicht gab ;-). Nun zeige ich meine zwei sehr unterschiedlichen Bilder hier.

 

 

 

33 Antworten zu LEERE

    • Verfasser

      Interessant, wobei der Betrachter natürlich nicht wissen kann, dass auf dem leeren Fleck auf dem Ersten noch vor kurzem ein Haus stand 😉 Und das Zweite ist für Leere im doppelten Sinne: Ein komplett leerer Strand, an dem nur dieser leere Eimer liegt. Aber finde ich spannend, deine Assoziationen, danke für deinen Kommentar! LG, Conny

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  1. Michael sagt:

    Leere ist ne tolle challenge, da es hier trotz des „leeren“ Themas, wie auch die Fotos zeigen, eine Menge Umsetzungmoeglichkeiten gibt, nicht zuletzt da es voellig unterschiedliche Wahrnehmungen des Begriffs Leere gibt. Gefaellt mir.

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      • Jo Stein sagt:

        Genau das war und ist die Idee von Herbstschnitt… ich werde im Januar 13 mal wieder ein Thema ausgeben. Vllt. sind ja dann auch ein paar Leute dabei, die in diesem Thread gepostet haben. 😉

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  2. Luiza sagt:

    Oh, war das Dein Projekt? Ich hab nirgendwo drüber gelesen:-| Momentan muss ich mir für jedes Blog einmal die Woche einzeln Zeit nehmen, es ist viel los überall…. Also wenn es Deins war und Du startest nochmal, dann lass es mich wissen, eine tolle IDee:-)

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    • Verfasser

      Moin, stimmt, du hast was über ein Projekt gelesen. Ich nehme gerade an einem Seminar zum Thema teil. Konzepterstellung, Durchführung und Präsentation. Aber das hier hat damit nichts zu tun 😉 Aber dieses Thema noch mal aufzugreifen, wäre auch eine Idee.

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  3. Jo Stein sagt:

    Guuten Morgen Conny,

    yep… leider kamen irgendwie keine Einsendungen… schade. :-/ Wahrscheinlich war der Zeitrahmen einfach zu groß gesteckt und die Fotografen, die eigentlich einsteigen wollten, vergaßen das schlicht und ergreifend… so ist das Leben. 😉
    Um so mehr freut es mich deine Arbeiten hier und jetzt bei dir betrachten zu können. Wunderbare Arbeiten… gefallen mir sehr gut. 🙂

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      • Jo Stein sagt:

        Das habe ich, aber es passiert im richtigen Leben… so richtig zum anschauen und anfassen. Ich habe insgesamt 10 Künstler (niederländische und deutsche) aus unterschiedlichen Gewerken zum großen Thema „Missbrauch“ zusammengeführt. Ich selbst werde mich mit 3 Arbeiten aus den Gewerken Malerei, Fotografie und Video beteiligen. Wird ne spannende Sache. Als zweites haben wir ein, nicht minder großes, Thema „Cold War Relics“ (der kalte Krieg war in dieser Region hier eine riesen Kiste) in Arbeit, welches mit einer „Box der Pandora“ und einer Theateraufführung in einem orig. Bunker aus dieser Zeit enden wird. Will sagen? Keine Themen bei Herbstschnitt in nächster Zeit. 😉

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        • Verfasser

          Das klingt unglaublich interessant, schade, dass ich so weit weg wohne 😦 , denn ich hätte mir das gern angesehen. Dass du auch malst, ist mir neu und macht mich neugierig. Kann man gemalte Bilder von dir auch im Netz sehen?

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          • Jo Stein sagt:

            Moin Conny,

            nope, nix im Netz… wäre aber mal ein Ding. Ich werde irgendwann mal ein paar Arbeiten vernünftig abfotografieren. Die neue Arbeiten und alle anderen werden jedoch zu den Ausstellungen ins Netz gestellt. Die Malerei begleitet mich auch nicht stets, es ist eher eine Ausdrucksform, der ich mich von Zeit zu Zeit bediene.

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  4. Wirklich wundervolle Bilder, die eine Menge Geschichten erzählen und sofort zum Nachdenken anregen. Es ist wirklich schade, dass an deinem Projekt keiner teilgenommen hat, das Schöne jedoch ist, dass ich durch die beiden Aufnahmen auf deinen Blog gestoßen bin ;-).

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  5. Werner sagt:

    Eigentlich sehr schade, dass dieses Projekt nicht zustande kam. Wobei ich in diesem Fall die Farbaufnahme bevorzuge: Wunderbare Geschichte, die dahinter steckt,

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    • JOLOMY sagt:

      Die bunten Flächen lenken m.E. von der (bewußt gestalteten) Linienführung ab, da die Position der Papiertonne die Aufmerksamkeit des Betrachters bindet. In einer schwarzweißen Umsetzung des Motivs käme die strahlenförmige Komposition viel prägnanter zur Geltung – sogar der helle Sand würde sich gegenüber dem Himmel deutlich absetzen – soweit ein Ilford HP5 oder Kodak Tri-X 400 zum Einsatz käme (beide mit dominanter blauer Sensibilisierung). Eine grüne Tonne böte sogar noch ein etwas dunkleres Grau im Kontrast zum schwarzen Schatten sowie den (geschwungenen) Schuhspuren im Sand …

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      • Verfasser

        Ich habe das Bild seinerzeit in allen erdenklichen s/w-Varianten ausprobiert, es hat nicht funktioniert, ohne dass das Bild plötzlich eine ganz andere Aussage bekam: unendliche Tristesse 😉

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        • JOLOMY sagt:

          … ein leerer Korb – verloren in der Weite könnte LEERE oder auch Tristesse widerspiegeln …

          Ein „Strandgut“ Motiv mit einem Piloten im Sand von Juist gelang mir mal als farbiger Schnappschuß (KB 35mm, Kodachrome 25) zur Mittagszeit und hängt seit vielen Jahren gerahmt (20x30cm) im Wohnzimmer der Familie des Piloten.

          Eigentlich bieten die Farben bei diesem Strandgut-Foto keine bedeutene Aussage, aber ich hatte die Kamera wegen der Luftbildaufnahmen mit einem Farbumkehrfilm bestückt. Portraits schieße ich generell in SW, denn die Farben fügt erfahrungsgemäß der Betracher nach seiner persönlichen Wahrnehmung selbstständig hinzu.

          Mit meiner DSLR fotografiere ich ebenfalls meist SW-Bild orientiert (14 Bit RAW & PS-BW-Aktion) und falls dann ein Motiv von den Farben profitiert, kann ich jederzeit am kalibrierten Monitor ein RGB-Bild (Adobe 1998) via Raw-Converter plus PS-RGB-Aktion) erzeugen und als Fine Art Print (30x40cm) drucken lassen.

          PS … für „schön fotografiert“ und „tolle BEA“ gibt es doch online photo sharing …

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          • Verfasser

            Für mich bedeutet die Farbe in diesem Bild sehr wohl etwas. Sie transportiert mein Gefühl des lauen Sommertages, welches ich im Moment der Aufnahme empfunden habe. Ich arbeitete gern in s/w und meist fällt die Entscheidung dafür schon während ich ein Bild im Kopf kreiere, was bei diesem z. B. nicht der Fall war, weswegen ich vermutlich auch mit den s/w-Varianten nicht zufrieden war.

            An wen ist dein letzter Satz gerichtet? Ich habe diesbezüglich keine Erwartungen. Hier darf jeder schreiben, was ihm zu dem Bild einfällt. Ich finde es durchaus spannend verschiedene Meinungen zu lesen. Was aber nicht bedeuteten muss, dass ich das genauso sehe.

            Da du an der einen oder anderen Stelle deine Arbeiten erwähnst, wäre es sicher nicht nur für mich interessant, diese betrachten zu können, sprich: eine Verlinkung zum Bild wäre schön.

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          • Jo Stein sagt:

            >PS … für “schön fotografiert” und “tolle BEA” gibt es doch online photo sharing …<

            Aber was, wenn es genau damit gesagt ist? Ich weiß, ich weiß… diese Diskussionen gibt es oft und nicht nur im Netz. Aber mal ernsthaft, wollte man zu jeder "schönen" oder "ansprechend"en oder "toll nachbearbeitet"en Arbeit seinen Salmon abgeben, so wäre dies ein Fulltimejob. Ich denke dafür hat niemand die Zeit. Das "schön" oder "nice" ist zumindest für mich eine aufrichtige Anerkennung einer Arbeit. Kurz und knapp.

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    • Verfasser

      Ja, das finde ich auch schade. Mir gefällt die leicht verfremdete Farbgebung in diesem Bild besser als jede s/w-Variante, sonst hätte ich es so auch nicht eingereicht 😉 LG, Conny

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  6. Kerstin sagt:

    So, da bin ich mal wieder nach ein paar Tagen Ostsee 🙂 zwei starke Fotos zum Thema. Besonders das Foto mit dem roten Eimer hat es mir angetan, feine Bearbeitung und der Blick in die weite Leere macht es perfekt! Leider ging dieses Projekt gänzlich an mir vorbei. Aber gestern war ich an einem ganz leeren Ostseestrand und hatte deinen Artikel noch im Kopf beim fotografieren… vielleicht zeige ich auch noch was davon.

    LG, Kerstin

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  7. JOLOMY sagt:

    „Für mich bedeutet die Farbe in diesem Bild sehr wohl etwas. Sie transportiert mein Gefühl des lauen Sommertages, welches ich im Moment der Aufnahme empfunden habe.“

    Das habe ich auch nicht in Frage gestellt – mein Kommentar zielt auf einen anderen Aspekt!

    In der Nikon Fotoschule führt Roland Kiefer im Kapitel „Farbe als Gestaltungsmittel“ u.a. folgendes aus: „Wenn wir ein fotografisches Objekt betrachten, dann interessiert uns normalerweise weniger, ob seine Farben natürlich wiedergegeben werden als vielmehr, ob die Farben des Objektes mit denjenigen harmonieren und im idealen Verhältnis eingefangen sind. … Es ist für den Farbfotografen bedeutsamer als alles andere, dass er lernt, Farbe bewusst zu sehen und in die Bildkomposition mit einzubeziehen.“

    Ist es denn Deine Farbgebung, die die LEERE fotografisch in Szene setzt und die angestrebten Emotionen beim Betrachter im Sinne des Projektthemas LEERE befördert?

    Falls Dir die Bilddatei noch im ursprünglichen RAW Format vorliegen sollte, könntest Du den Weißabgleich auf etwa 5.600 Kelvin einstellen, den Korb nachbelichten, den Sand abwedeln, den Himmel verstärken (Polfilter) und die Gradation insgesamt steiler gestalten.

    Vielleicht verstehst Du dann meine (abstrakte) SW-Sichtweise auf das Motiv besser?

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  8. Zwei wunderbare Interpretationen, die mir auch in ihrer Ausarbeitung sehr gefallen. Ist das erste eher geprägt von einer trostlosen Leere, die fast deprimierend ins eine düstere Zukunft führt, so lebt das zweite sehr von seiner Vergangenheit, in der dieser Starnd unglaublich lebendig war. Und jetzt verlassen schon fast eine natürliche Traurigkeit ausstrahlt. Was zumindest meiner Meinung nach durch die Farbwahl wunderbar gestützt wird. Eine S/W-Umsetzung würde wahrscheinlich zu einer anderen Aussage kommen.
    LG Michel

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  9. Michael sagt:

    Farbe oder b/w, darueber laesst sich immer wieder mit den absonderlichsten Argumenten diskutieren.Voellig unterschlagen wird hierbei der Prozess der in unserem Gehirn ablaeuft bei dem unser ueberlappendes Wahrnehmungssystem eine enorme Integrationsleistung vollbringt und so etwas wie einen Realiaetstunnel kreiert an dessen Waenden u.a; sehr individuelle Bilder entstehen.

    Da bekanntlich der Inhalt und die Interpretation auch eines Bildes immer und ausschliesslich Sache des Beobachters, sprich des Empfaengers, nicht des Senders ist, fuehrt diese Diskussion ins Leere. Da der Fotograf bei der Aufnahme auch Beobachter, sprich Empfaenger ist, sollte man seine Interpretation, schlicht hinnehmen, weil sie fuer ihn die richtige ist. „Conny’s“ Interpretation ist daher fuer sie die einzig richtige.

    Wer das nicht glaubt der moege 10 erfahrenen Fotografen 60 Sekunden ein Foto zeigen und anschliessend fragen, was man konkret in dem Foto gesehen habe, bezueglich Inhalts, Botschaft und den Gefuehlen, die das Foto ausloeste, auch die Frage nach der kompositorischen Besonderheit darf gestellt werden. Die Antworten, sind fuer mich nicht ueberraschend, es sind 10 weitgehend voellig unterschiedliche Interpretationen des selben Fotos.

    Aendert man die Umgebung in dem das Bild betrachtet wird, sprich z.B. starke Grueche oder Geraeusche, ist die Interpretation wieder eine andere weil unser hierarchisch, ueberlapendes Wahrnehmungssystem zusaetzlich Reize mit integriert die auch Einfluss auf die Wahrnehmung des Bildes haben. Unser Ego, sollte man aus solchen Betrachtungen ganz raushalten.

    Alle Menschen kennen zwar in unterschiedlicher Auspraegung kompositorische, aesthetische Regeln, die von Formen, Flaechen, Farben, Raeumen, Rhytmus, Dynamik etc. bestimmt werden, nur eines gibt es hier nicht, den Dualismus von richtig und falsch, Farbe oder b/w.

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  10. JOLOMY sagt:

    Michael schreibt:
    23. November 2012 um 09:26
    Farbe oder b/w, darueber laesst sich immer wieder mit den absonderlichsten Argumenten diskutieren.

    Die Frage „Farbfotografie oder Schwarzweißfotografie?“ steht in diesem Thread nicht einmal ansatzweise zur Debatte – auch nicht die momentane psychische Verfassung der Betrachter!

    Hier wird nur die Wahl der Mittel (Linien, Tonwerte, Farben etc.) hinsichtlich der fotografischen Gestaltung zur visuellen Darstellung des Projekt Kontextes „LEERE“ – frei von jeglichen Bewertungen (Ego) oder philosophischen Dualismen – sondiert …

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