Hamburgs Mönckebergstraße glänzt zur Zeit durch die Lichtinstallation „Dresscode“ des Lichtkünstlers Tobias Zaft, die sich mit der Grenzüberschreitung von privatem und öffentlichem Raum auseinandersetzt. Unterhosen, BH´s, Slips und ein paar rote Socken ( ein Gruß an den Hamburger Senat? ) hängen an einer riesigen Wäscheleine quer über einer der Haupt-Einkaufsstraßen Hamburgs.
Ich kann mich noch gut erinnern, dass früher – so das Wetter es zu ließ – überall Wäsche im Garten oder auf dem Balkon im Wind flatterte und man sich schon das eine oder andere Mal über die riesigen Unterhosen von Opa Müller oder die Liebestöter seiner Frau amüsiert hat. Wir Kinder liefen aufgeregt zu unserer Mutter, um ihr lauthals von unserer neuesten Entdeckung zu erzählen: Frau Fuchs trägt schwarze Spitzenhöschen, damals höchst anrüchig ;-). Heute sieht man das nur noch in dörflichen Regionen. Wäsche im allgemeinen wird im Stadtbereich ganz privat und unsichtbar für andere getrocknet. Was hier so privat und intim ist, ist es in anderen Ländern nicht. So prägen Wäschestücke im öffentlichen Raum z. B. in China ganze Straßenzüge. Ob man das nun schön findet oder nicht – interessant ist es allemal und oft auch ein schönes Motiv für das eine oder andere Foto:





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