Briony Campbell – The Dad Project

2009 begleitete Briony Campbell mit der Kamera den Tod ihres an Krebs erkrankten Vaters. „Dies ist die Geschichte eines Endes, das kein Ende ist. Eine Beziehung, die ich immer noch erforsche. Dies ist mein Versuch, mich mit Hilfe meiner Kamera von meinem Vater zu verabschieden.“ Entstanden ist eine sehr persönliche Dokumentation, die tief bewegt.

Die Fotostrecke ist auf ihrer Webseite zu sehen und die Bilder empfinde ich als noch intensiver als den Film. Sie erzählen von den stillen Momenten und den Gefühlen der Fotografin und ihrer Familie.

8 Antworten zu Briony Campbell – The Dad Project

  1. Werner sagt:

    Tja, was soll ich dazu sagen…. Einerseits tief beeindruckende Bilder und sehr emotional bewegende Momente.
    Andererseits irritiert mich das Zurschaustellen. – Muss eigentlich alles öffentlich gemacht werden? Ich weiß: diese Frage greift viel zu kurz. Sie bewegt mich aber; daher sei sie hier ohne Anspruch auf eine Antwort gestellt. – Letztlich muss jeder einzelne wissen, wie weit er gehen kann und will.

    Ähnliches gibt es hier zu sehen: http://mywifesfightwithbreastcancer.com/ (wurde durch den Stilpiraten auf fb gepostet).

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    • Verfasser

      Die Frage hat ihre Berechtigung und sie wurde hier schon einmal ähnlich gestellt und diskutiert. Ich empfinde es nach wie vor nicht als Zurschaustellung, sondern eher so, dass ein Abschnitt unseres Lebens – mit seinen vielen Facetten – zurück in die Öffentlichkeit gebracht wird, wo er früher ganz selbstverständlich stattfand (wobei die Öffentlichkeit mit der heutigen nicht vergleichbar ist). Aber ich weiß um die „Schwierigkeit“ dieses Themas, welches mich immer wieder sehr berührt und mir etwas über das Leben erzählt, nicht nur über das Sterben.

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  2. einfachtilda sagt:

    Beeindruckende Fotos sind das und dennoch ist es sehr schmerzlich so etwas zu sehen, da hätte ich nicht den Mut, die Kamera zu nehmen und das zu fotografieren !!

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    • Verfasser

      Ob ich das könnte, kann ich nicht sagen. Das kann man sicher erst beurteilen, wenn man in der Situation ist. Diese Frage stelle ich mir z. B. auch bei Fotojournalisten, die in Kriegsgebieten unterwegs sind. Könnte ich so etwas fotografieren? Ich weiß es nicht.

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  3. buntscheck sagt:

    Puhhh, harter Tobak, sehr beeindruckende und mich bewegende Bilder. Der Frage, ob Schmerz und Abschied und die Verarbeitung dessen öffentlich gemacht werden müssen, kann und will ich nicht beantworten. Für jemanden dessen Sprache Bilder sind, und nicht Worte, ist es auf jeden Fall eine Möglichkeit sich mit seinen Gefühlen auszudrücken…..

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  4. MichaelM sagt:

    Eigentlich sind dies ja keine aussergewoehnlichen Aufnahmen in dem Sinne, dass wir alle, egal durch welche Krankheit oder durch einen Unfall sterben werden und Abschied nehmen muessen. Dieses Abschiednehmen ist ein sehr intimer Prozess zwischen den Beteiligten, dem Sterbenden und den Personen, die ihm nahestehen und ihn lieben. Sie haben eine gemeinsame Geschichte und ich tendiere dazu diese und deren Ende als eine intime gemeinsame Geschichte, ohne Oeffentlichkeit zu belassen.

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