INTO THE LIGHT II

ALLURING GLOW

 

Seit geraumer Zeit nehme ich mir vor, das 14-24er Superweitwinkel (SWW) mehr einzusetzen und gestern durfte es mit mir auf eine kleine Tour ohne bestimmtes Ziel. Für ein solches Superweitwinkel gibt es im Grunde, ganz grob gesagt, zwei Einsatzbereiche: Dort, wo man durch räumliche Enge begrenzt ist oder dort, wo man eine besondere Weite einfangen möchte. Letzteres findet wohl meist in der Landschaftsfotografie Anwendung, wo der weitwinklige „Sog-Look“ dieser Objektive besondere Effekte in die Bilder zaubert, was bei den meisten Architekturfotografen nicht unbedingt erwünscht ist, es sei denn, man möchte mit Perspektiven und stark stürzenden Linien spielen, was mir persönlich sehr gefällt.  Besonders beliebt sind Superweitwinkel übrigens bei Maklern, denn mit ihnen lässt sich bezüglich der Größenwirkung von Räumen sehr gut tricksen ;-).

Wie dem auch sei, das Fotografieren mit diesen Objektiven ist ein Spaziergang, so man ein geeignetes Motiv vor dem Auge hat. Auf obigem Bild wollte ich ganz dicht an die Treppen ran und trotzdem auch die Wände auf dem Bild sehen, was nur mit 14mm möglich war. Dafür ist es perfekt! Ich empfinde es aber als starke Einschränkung, nur mit einem Superweitwinkel auf eine Fototour zu gehen, wie eine Beschränkung der Umsetzung meines Sehens, jedenfalls solange ich mich im Stadtbereich und nicht in den Bergen aufhalte, denn mein Auge bzw. mein Hirn tickt offensichtlich selten weitwinkelig ;-). Als ich gestern nach zwei dutzend Bildern eine andere Linse ansetzte, fühle ich mich sofort befreit und um eine Erfahrung reicher. Natürlich ist ein SSW kein Immerdrauf und bei gezieltem Ansteuern einer Location weiß ich vorher, ob ich es einsetzen möchte oder nicht, aber man muss ja mal was ausprobieren und die Herausforderung suchen. Ok, bei dem Foto habe ich mich wieder auf gewohntes Terrain begeben und die Übung will wiederholt werden ;-).

Falls ihr mehr über weitwinklige Objektive erfahren möchtet, findet ihr hier einen Artikel, der die Technik und den Effekt sehr gut erklärt.

14 Antworten zu INTO THE LIGHT II

  1. einfachtilda sagt:

    Danke für deine Erklärungen und Tips, auch für den Link, aber ich muß später alles noch einmal genauer lesen, dennoch kann ich sagen, das mir dein Foto gefällt und ich bin immer so neugierig, möchte noch so viel wissen, da ich ja viel zu wenig Erfahrung habe.

    Hab lieben Dank 🙂 Mathilda

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  2. Das ist spannendes Foto. Das Licht und der Bildaufbau sind sehr prägnant. Klasse!

    Ich hatte vor Jahren mal eine D200 mit dem 12-24 (Kleinbild 18-36) das am unteren Ende ja auch schon sehr weitwinklig ist. Damals habe ich sehr sehr viel damit fotografiert und hatte ein Auge für die Dimensionen die solch ein Weitwinkel offenbart. Heute wo ich viel mit Normalbrennweite fotografiere finde ich 28mm schön recht üppig und ungewohnt. Es scheint demnach nur Übungssache zu sein ob man mit Weitwinkel- oder Teleobjektiven gut klar kommt. Das Perspektivenspiel mit solch einem WW finde ich auch sehr spannend. Im Gegensatz zu Dir stören mich aber stürzende Linien. Sie sind ein Bildfehler auf den ich gerne verzichten würde wenn Tilt/Shift Objektive nicht so teuer wären.

    LG, Gilles

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    • Verfasser

      Hallo Gilles, ich mag die stürzenden Linien auch nicht auf jedem Bild, aber manchmal ergibt es interessante Effekte. Oft stören sie aber sehr, das stimmt. Das der Umgang mit solchen Objektiven Übung braucht, denke ich auch. Man muss einen Blick dafür entwickeln. Eine Herausforderung 🙂 LG, Conny

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  3. paleica sagt:

    ich will unbedingt mal ein weitwinkelobjektiv haben, weil ich ja so gerne natur fotografiere. für architektur finde ich es zum teil auch sehr interessant. du hast es toll eingesetzt. dass es eine wirkliche einschränkung oder herausforderung darstellt, kann ich mir gut vorstellen!

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  4. Frau Doktor sagt:

    Echt interessant, Sogwirkung ganz toll umgesetzt auf Deinem Bild. Ich bin schon scharf auf Weitwinkel, zwar eher wegen der Landschaften, aber eine Stadtlandschaft damit ist eben auch sehr interessant 🙂

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