Nach dem Urlaub und ein bisschen Abstand

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Der Urlaub ist vorbei. Wie (fast) immer war er sehr schön, wartete aber mit einer neuen Erfahrung auf. Wir waren in SPO (St. Peter-Ording) und dort wird es von Jahr zu Jahr schlechter mit dem Empfang. Internet, Facebook und WhatsApp, was mich sonst ständig begleitet, war fast nur im Feriendomizil möglich.  Damit hatten wir nach diesem Artikel von Jörn zwar gerechnet, aber damit konfrontiert zu sein, ist noch mal eine andere Sache. Schnell machten sich Entzugserscheinungen breit, aber auch die Erkenntnis, dass der ständige Ärger, das sich-Aufregen den Urlaub vermiest. So flogen Handy und iPad (meist 😉 ) in eine imaginäre Ecke und wurden von Tag zu Tag unwichtiger. Und die Erkenntnis, wie gut dies tut, umso größer. Nach einigen Tagen hatte ich das Gefühl, dass die Online-Welt immer weiter weg ist, das Leben im hier und jetzt entspannender und wichtiger. Ich hatte viel Zeit. Zeit nachzudenken und den Gedanken nachzuspüren. Zeit, einfach mal in den Himmel zu gucken, im Sand zu sitzen, Leute zu beobachten, Wind, Sonne und Freiheit zu fühlen.

Die große Ausrüstung blieb diesmal zu Hause und so fühlte ich mich auch in dieser Hinsicht frei, denn die kleine Fuji passt immer irgendwie, ohne dass man sie groß merkt.

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Wir hatten dann noch zu Hause eine Woche Urlaub, aber die Lust, sich wieder in die Online-Welt zu stürzen, blieb aus. Einfach schön, sich mal nicht darum zu kümmern, was auf anderen Blogs los ist, welche tollen Artikel man vielleicht verpasst, welche neuen Erkenntnisse. Und sich umgekehrt auch nicht darum zu scheren, was man selbst posten möchte. Leben ohne Internet. Eine Auszeit – wertvoll, wichtig und inspirierend.

Urlaub wie er sein sollte, finde ich 🙂

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16 Antworten zu Nach dem Urlaub und ein bisschen Abstand

  1. Genau so geht es mir auch nach dem Urlaub. Ich brauche oft mehrere Wochen bis ich wieder ganz „online“ bin. Auch habe ich nach jedem Urlaub die online-Welt reduziert und das ist jedes mal sehr toll.

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  2. Frau Doktor sagt:

    Der Sommer macht es mir auch zu Hause leicht, mehr offline zu sein. Ich habe da auch so meine neuen Erkenntnisse gewonnen, wenn auch ein Tag Ausfall Internet bei Telekom nicht so toll war. Dann braucht man es gerade mal für Wichtiges 🙂 Ich bilde mir aber auch ein, das ich meine Offline-Kontakte und Aktivitäten mehr pflegen muss 🙂 Trotzdem sehr stimmungsvoll Deine Urlaubsbilder.

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  3. Jo Stein sagt:

    Wir waren vor ein paar Wochen für ein paar Tage in Sóller und ich hatte wohl auch das „große Besteck“ mit… die Urlaubsfotos entstanden jedoch ausschließlich mit Eifon und Hipsta. Nun liegen die Prints hier in 21 x 21 cm und warten darauf, nebst kleinem Reisetagebuch und einem maßgeschneidertem und selbstgebauten Schächtelchen verstaut werden zu können. Einfach genial… das Ding (also Eifon) ist wirklich immer dabei und je nach Hipsta… Linse/Film… gibt’s wunderbare Resultate, die man echt gerne in die Hand nimmt. Ich werde die nächsten Urlaubsfotos wohl wieder mit der Hipsta knipsen. …achja, im Urlaub auf’s Netz zu verzichten (mal von den paar Googelinchen zum finden von Restaurants etc. abgesehen) sollte eh in den Hirnen verankert werden. 😉
    So – noch knapp 5 Wochen, dann isses bei uns auch so weit! YEAH! 😀

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  4. paleica sagt:

    also ich hatte diese handy- und internetlose zeit ja das erste mal auf meiner ersten kreuzfahrt. da habe ich das zu schätzen und lieben gelernt und es ist einer der größten erholungsfaktoren auf diesen reisen! das erste foto ist wirklich süß und das zweite traumhaft schön!

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  5. Werner sagt:

    Die Kunst mit Internet und Co besteht wohl darin „Maß zu halten“ – Das gilt ja nicht nur für das Netz, sondern für alles was dick, dumm und/oder süchtig macht. 🙂 – Nicht umsonst gibt es in den Religionen Fastenzeiten. Besinnung auf das Wesentliche.
    Ich kann deine Gedanken nur zu gut verstehen.
    Das wahre Leben findet im Hier und Jetzt statt: Der Mittelpunkt der Welt ist da, wo meine Füße stehen. (Sven Regener; wiedergelesen bei Steffen Böttcher)

    Lg,
    Werner

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  6. Luiza sagt:

    …ich gebe Dir vollkommen Recht! Die online Welt ist nicht immer wichtig. Ich sammle schon seit 2 Wochen die WP-eMails, damit ich endlich wieder überall vorbei gehe, aber momentan sind so viele andere Dinge im echten Leben da, dass ich es einfach nicht schaffe und so habe ich eine Woche lang kaum was gemacht, nur das wichtigste und mehr Zeit draussen oder auf der Couch verbracht:-)

    Heute ist die erste Blogrolle fällig, mal sehen wie weit ich komme:-)

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    • Verfasser

      Ich habe das Ganz auf mein iPad und den „feedly“-Reader ausgelagert, damit ich, wenn ich am Rechner bin, nicht ständig von diesen Benachrichtigungen von meiner Arbeit abgehalten werde ;-). Feedly ersetzt bei mir nun morgens die Tageszeitung 😀

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