Es wird kalt und in Hamburg wird das produzierte soziale Elend sichtbar. In den feinsten Ecken der City, dort wo im Schaufenster eine simple Leggins mit 400€ ausgezeichnet ist und sicher auch Beine findet, die sie tragen werden, findet man alle paar Meter die „Platten“ derjenigen, die durch´s Raster gefallen sind. Nicht dort, wo sich die Wohlstandsbäuche Häppchen bei einem Gläschen Champus schmecken lassen, möglicherweise hätten sie dann keinen Appetit mehr. Ein paar Schritte mehr muss man schon tun. Und dann muss man genau hinschauen, denn die Schlafstätten sind aufgeräumt und manchmal gar nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen, vermutlich, weil die Geschäftsinhaber und die Stadt sie nur so dulden.
Hinz & Kunzt feiert gerade seinen 20. Geburtstag. Ein beeindruckendes Heft ist entstanden, mit berührenden Portraits und interessanten Artikeln. Ein Heft voll mit den Schicksalen derjenigen, die abends nicht in ihr warmes Bettchen schlüpfen können, die tagsüber auch nicht wissen wohin bei dieser Kälte. Geschichten, die das Leben schrieb, Erklärungsversuchen und Perspektiven. Falls ihr es noch nicht gekauft habt: Es lohnt sich.
Obdachlosigkeit – Wie kann ich helfen?


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