2 qm

2qm, Platte eines Obdachlosen, Obdachlosigkeit in Hamburg

 

Es wird kalt und in Hamburg wird das produzierte soziale Elend sichtbar. In den feinsten Ecken der City, dort wo im Schaufenster eine simple Leggins mit 400€ ausgezeichnet ist und sicher auch Beine findet, die sie tragen werden, findet man alle paar Meter die „Platten“ derjenigen, die durch´s Raster gefallen sind. Nicht dort, wo sich die Wohlstandsbäuche Häppchen bei einem Gläschen Champus schmecken lassen, möglicherweise hätten sie dann keinen Appetit mehr. Ein paar Schritte mehr muss man schon tun. Und dann muss man genau hinschauen, denn die Schlafstätten sind aufgeräumt und manchmal gar nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen, vermutlich, weil die Geschäftsinhaber und die Stadt sie nur so dulden.

Hinz & Kunzt feiert gerade seinen 20. Geburtstag. Ein beeindruckendes Heft ist entstanden, mit berührenden Portraits und interessanten Artikeln. Ein Heft voll mit den Schicksalen derjenigen, die abends nicht in ihr warmes Bettchen schlüpfen können, die tagsüber auch nicht wissen wohin bei dieser Kälte. Geschichten, die das Leben schrieb, Erklärungsversuchen und Perspektiven. Falls ihr es noch nicht gekauft habt: Es lohnt sich.

 

2qm, Platte eines Obdachlosen, Obdachlosigkeit in Hamburg

 

Obdachlosigkeit – Wie kann ich helfen?

Hintz & Kunzt: Kampf mit der Kälte

Spiegel TV: Hamburg vertreibt seine Obdachlosen

6 Antworten zu 2 qm

  1. Was kann man tun? Helfen werden immer nur die, die es selbst auch nicht so besonders gut haben und oft teilen. Es war nie anders. Aber die, die mehr als genug haben, sollten mal aufstehen und etwas tun oder initieren, denn dieses Verhalten ist die Schande aller, die zugelassen haben und noch immer zulassen, daß man so mit den Menschen umgeht. Es wird Zeit, daß es wieder Mode wird, seinen Verstand und seiinen Anstand und Selbstachtung wiederzuufinden und Nächstenliebe zu praktizieren. An seinen eigenen Leuten!
    An seinen eigenen Mitmenschen, und nicht unbedingt irgendwo. Denn irgendwo könnten sie sich selber ebenso Hilfe und Helfer organisieren.

    Gefällt mir

    • Verfasser

      Ja, dafür mag ich mich nicht bedanken, fühlt sich irgendwie falsch an, Aber ich freue mich, dass der Gedanke, der hinter dem Artikel steht, angekommen ist 🙂 Lg, Conny

      Gefällt mir

  2. Wie kann man das kommentieren ohne politisch zu werden? Mir fällt das schwer. – Mir scheint es oft so,.als hätten wir uns längst vom Solidarprinzip in unserer Gesellschaft verabschiedet. Wer in diesem Land gut und in Freiheit lebt, trägt auch Verantwortung für andere, die nicht am Wohlstand partizipieren.
    Dieses ungeschriebene Gesetz einer freien Gesellschaft scheinen wir geradewegs zu verspielen. – jeder von uns kann was tun. Jeder.
    Danke für.das Nachdenklichmachen.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s