Business in Hamburg – Pabuca

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Business in Hamburg. Da denke ich spontan an die City-Nord mit ihren Bürohäusern, den Flughafen, den Hafen, die großen Einkaufszentren und die noblen Läden in der Innenstadt. Auch an die unsäglichen Ketten, die nach und nach die kleinen Schuhläden, Elektro-Fachhändler, Fotoläden und Boutiquen verdrängt haben. Aber es gibt sie noch, die kleinen Läden, die ein besondere Sortiment haben. Man bekommt dort Dinge, nach denen man in Einkaufszentren vergeblich sucht. Meiner Meinung nach ist es aber eine Frage der Zeit, wie lange sie noch überleben. Durch das Internet gewinnen sie immer weniger an Bedeutung, denn ein paar Mausklicks führen zu nahezu jedem Artikel, der dann auch noch frei Haus geliefert wird.

In Hamburg beobachte ich, dass die Fluktuation in den kleinen Läden sehr hoch ist. Ist ein alteingesessenes Geschäft erstmal raus, kommen und gehen ihre Nachfolger. Manchmal halten sich die Geschäfte nicht mal ein halbes Jahr. Und so finden sich immer öfter verhangene Schaufenster und ganze Straßen verlieren dadurch ihr Gesicht.

Mein Betrag zu Pabuca – Business.

14 Antworten zu Business in Hamburg – Pabuca

  1. Jo sagt:

    Und genau die kleine feine Läden sind es, die wir so dringend brauchen. Weg von den gesichtslosen Konsumtempeln, entschleunigen, Zeit nehmen… rein in die netten Manufakturen mit den Leuten, die wissen von was sie reden. Zudem – es ist ja nicht unbedingt teurer in den kleinen Läden… aber sehr viel angenehmer. Ich bin sicher, die Wende wird wieder kommen… ganz sicher. Warum? Sie MUSS kommen!

    Nette Details übrigens… 😉

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      Da hast du recht. Wie wichtig das für unsere Gesellschaft ist, erahnt man, wenn man die üble Entwicklung mal zu Ende spinnt. Wir alle müssen uns an die eigene Nase fassen und uns bewegen. Danke für deinen Kommentar!

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  2. Ray Catcher sagt:

    Ich muss mir da auch an die eigene Nase fassen. Amazon und Konsorten ist so nah. Und doch hast du so Recht. Natürlich ist das Sortiment eingeschränkt und man wird nur darauf beraten, was da ist und nicht unbedingt das beste, natürlich meistens teurer und der Service teilweise sogar umständlicher, aber der persönliche Bezug und die Identifikation schon mit dem Kauf ist so viel wert für das Zusammenleben im direkten Umfeld.

    Deine Fotos mag ich wie immer gern, wobei mir vor allem das letzte nach den Gedanken „direkt in die Fresse haut“. Besonders natürlich im Kontrast zu den liebenswert postierten Sammelsurium-Gedöns. Solche Schaufenster sind wirklich Gesichter im „Viertel“, ein gutes Bild. Auch wenn sie nicht unbedingt strahlen, sind sie nie gleich, es sei denn, sie werden so bleich wie das letzte Bild.

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      Freut mich, dass du die ausgewählten Bilder magst. Ich drücke mir an solchen Schaufenstern die Nase platt :-). Übrigens sind das erste und letzte Bild auf dem Dulsberg aufgenommen, wo die Dithmarscher Straße stark vom Aufgeben der kleinen Läden geprägt ist. Früher lebte diese Straße davon, ein kleiner Laden neben dem anderen, bunte Vielfalt und heute ist da kaum noch was. Einige fielen Sanierung und Wohnungsbau zum Opfer, warum die anderen aufgaben, weiß ich leider nicht. Vielleicht, weil die alten Kunden mit der Zeit wegstarben. Sehr, sehr schade! Ich habe dort selbst eine Zeitlang in einem Second-Hand-Shop gejobbt, an dessen Stelle heute Wohnungen sind. Diese Straße war einst das Herz des Dulsberg, heute ist sie tot.

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  3. Kaufen und verkaufen (=Handel treiben) hat immer etwas mit Menschen zu tun: Mit Zwischenmenschlichem: Reden, handeln, beraten, Leidenschaften austauschen. Diese Basis zwischen Menschen wird immer bleiben, und dafür wird es immer einen Raum in den Städten geben. Ja, es wird sich verändern, aber der kleine stationäre Handel wird bestehen bleiben. Da bin ich sicher. Hierfür gibt es in den Städten, in denen ich mich bewege, eine Menge positiver Beispiele Deine Bilder zeigen ja unter anderem welche. 🙂 – Mag ich sehr gerne!
    Lg,
    Werner

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      Ja, Werner. Allerdings wundere ich mich immer wieder, wie sich das Kaufhaus (Kolonial- und Fettwaren) in Bergstedt hält. Aber ich drücke die Daumen, dass es noch lange bleibt. Die kleinen Läden, z. B. der mit dem 50er Jahre Sachen, leben von Liebhabern, aber wovon leben z. B. die Fotoläden, wenn die Kunden den Amazon-Preis erwarten? Hoffen wir, dass du recht behältst. Es wäre unendlich schade, wenn wir zum Einkaufen das Haus nicht mehr verlassen müssen :-(. Vereinsamung und Entfremdung wäre die Folge. LG zurück!

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  4. Soni sagt:

    Wundervolle kleine Läden hast Du ausgesucht, ich mag die viel lieber als die Großen und auch die Beratung und der Service ist viel besser. Aber beim Internet muss ich mir auch an die eigene Nase fassen, es ist einfach bequem und ich nutze das auch viel.

    LG Soni

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    • Verfasser

      Danke, Soni. Das hat man deinem Projektbeitrag deutlich angemerkt, dass du die die großen Zentren nicht so magst. Ich bin, wie du, auch so bequem, zumal ich z. B. Bücher manchmal schneller geliefert bekomme, als ich sie selbst besorgen könnte, aber ich denke, ich werde wieder mehr im Buchladen kaufen. Die letzten Kameras und Objektive habe ich immerhin brav im Fotoladen gekauft. Wenngleich ich da auch stand und mit dem Amazon-Preis gewedelt habe *schäm*. LG auch an dich.

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  5. Oh, ich liebe solche kleine Läden. Genau, Nase platt drücken und freuen. Meine Frau ist in der Sovietunion aufgewachsen und hat trotz geglückter Integration 😉 immer noch einen Nachholbedarf an Luxus. Trotz aller Liebe kommt dann oft ein ‚Was willst du den damit?‘ – Mein ‚Das glänzt doch so schön!‘, ‚Omma hatte auch mal sowas!‘ oder ‚Wer das wohl mal besessen hat?‘ kommt nicht so richtig an. Deshalb berühren die Fotos umso mehr.

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    • Verfasser

      Na ja, berechtigte Frage eigentlich, aber das Kind in uns lässt uns staunen und in der Hand halten wollen, weil etwas einfach schön ist, schön glitzert, so schön grün ist, alt ist, erinnert, whatever. Neulich sah ich in so einem Schaufenster ein richtig altes, schwarzes Telefon mit Wählscheibe. Es war Sonntag und der Laden hatte zum Glück zu ;-).

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      • hehehe, wir haben uns so ein Telefon in Russland geschossen. Dort heisst das Ding LENIN-Telefon.. ..warum auch immer. Jedes mal wenn es geklingelt hat, dachte man es gibt gleich den Geist auf. So ein erbärmliches, stotterndes mechanisches Klingeln. Schwiegermama meinte aber wir sollten uns doch so ein modernes gönnen, wo andere Leute auch draufsprechen können und man Nachrichten bekommt auch wenn man nicht zu hause ist. Haben dann, schweren Herzens, doch den Sprung ins neue Jahrtausend gewagt.. …okay, sagen wir besser mal die 90er 😉

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          😀 Ja, in den 90ern hängen wir mit unserem Telefon wohl auch ;-). Ich tippe ja auch noch die Nummern ein, nicht auf dem eifon, aber in das Festnetzgerät. Das könnte doch auch eine Wählscheibe ( und klingt viel schöner). Und wer braucht in Zeiten der mobilen Telefonie schon einen AB? Nur kann das Teil kein ISDN, schade! *seufz*

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          • Kennst du noch die Dinger aus den 80ern… …so’n liebliches grau-beige… …dann kam der erste upgrade… …für ein paar Piepen extra konnte man bei der Post das Ding in Bordeaux-Rot und Kermit-Green kiegen. Meine Mutter hat auf dem Markt dann aber bei diesen gestickten Covern zugeschlagen die man bei dem Telefon überstülpen konnte. Daneben stand die 23 min Sanduhr der Sparkasse, die anzeigte wann eine Einheit abgelaufen war. Ab Minute 20 habe ich sie dann immer schneller Sabbeln hören, damit sie pünktlich bei 22:59 und drei Körnchen auflegt.

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            • Verfasser

              Hehe, die Sanduhr….. Ja, die kenne ich von meinen Eltern, auch das graue Telefon, meine Tante hatte das grüne. Das war die Zeit, als ich für 2 Groschen 3 Stunden die öffentliche Telefonzelle blockiert habe 😀

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