Hund müsste man sein….

… denke ich oft. Und gerade in dieser Zeit. Turbulenzen in der Welt. Ein Präsident, der wie Rumpelstilzchen um die Wahlergebnisse tobt, ein Virus, das unser aller Leben zumindest temporär verändert und die anderen, fast schon als normal empfundenen und immer schlechten Nachrichten über den Klimawandel, Hunger, Kriege, Anschläge und andere Krisen. Abschalten, man muss zwischendrin mal abschalten und durchatmen. Die Hündin interessiert das alles nicht. Sie lebt ausschließlich im jeweiligen Moment. Beneidenswert!

Und so ahnt sie auch nichts von meinem Wirrwarr an Gedanken auf dem heutigen Spaziergang. Sie tobt voller Lebensfreude durch das raschelnde Laub und auch dieser wirklich trübe Novembertag nimmt ihr das nicht.

Sie ahnt auch nichts von den Bergen  an Umzugskartons, die ab morgen ihren Bewegungsradius stark einschränken werden. Hund müsste man sein…..

Ich hingegen wälze all die Dinge, die ich noch erledigen muss. Dabei weiß ich, dass ich mich auf mich verlassen kann. In solchen Situationen funktioniere ich wie ein Schweizer Uhrwerk, auf den Punkt.

Aber es heißt auch mal wieder Abschied nehmen. Ein Thema, dass irgendwie seit 2006 nicht mehr aus meinem Leben verschwinden will. Darin bin ich nicht gut, es tut immer weh, auch wenn diesmal etwas auf mich wartet, worauf ich mich sehr freue. Ich werde auf neuen Wegen gehen. Der Hündin ist auch das egal. Angelehnt an Paul Young´s Hit wird sie sich freuen, sich in ihr Körbchen im neuen Haus zu kuscheln und wird keinen Gedanken an das verschwenden, was vorher war oder in Zukunft sein könnte. Hund müsste man sein…..

Schön unperfekte Bilder, die einfach nur von diesem Spaziergang erzählen. Zu diesem Beitrag inspiriert hat mich Werners wunderbarer Post. Einfach mal banal sein, so wie das Leben. Es muss nämlich gar nichts (perfekt sein), es darf einfach sein.

4 Antworten zu Hund müsste man sein….

  1. Paleica sagt:

    oh ja, das stimmt. hund eines liebenden besitzers, das wär fein. aber reinhard mey hat ja schon drüber geschrieben, dass er sich damit tröstet, immerhin derjenige zu sein, der die kühlschranktür allein aufmachen kann…
    ein umzug? oh! alles gute!

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  2. Am Ende finden sich alle Dinge zu Einem.
    Wie sehr kann ich „dich nachfühlen“, liebe Conny.
    Meine Gedanken begleiten dich. Lass den Schmerz zum Abschied zu und freu dich auf Neues!

    Ich umarme dich
    Werner

    PS: Wunderbare Fotos.

    Gefällt 1 Person

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