Der Urlaub ist vorbei. Wie (fast) immer war er sehr schön, wartete aber mit einer neuen Erfahrung auf. Wir waren in SPO (St. Peter-Ording) und dort wird es von Jahr zu Jahr schlechter mit dem Empfang. Internet, Facebook und WhatsApp, was mich sonst ständig begleitet, war fast nur im Feriendomizil möglich. Damit hatten wir nach diesem Artikel von Jörn zwar gerechnet, aber damit konfrontiert zu sein, ist noch mal eine andere Sache. Schnell machten sich Entzugserscheinungen breit, aber auch die Erkenntnis, dass der ständige Ärger, das sich-Aufregen den Urlaub vermiest. So flogen Handy und iPad (meist 😉 ) in eine imaginäre Ecke und wurden von Tag zu Tag unwichtiger. Und die Erkenntnis, wie gut dies tut, umso größer. Nach einigen Tagen hatte ich das Gefühl, dass die Online-Welt immer weiter weg ist, das Leben im hier und jetzt entspannender und wichtiger. Ich hatte viel Zeit. Zeit nachzudenken und den Gedanken nachzuspüren. Zeit, einfach mal in den Himmel zu gucken, im Sand zu sitzen, Leute zu beobachten, Wind, Sonne und Freiheit zu fühlen.
Die große Ausrüstung blieb diesmal zu Hause und so fühlte ich mich auch in dieser Hinsicht frei, denn die kleine Fuji passt immer irgendwie, ohne dass man sie groß merkt.
Wir hatten dann noch zu Hause eine Woche Urlaub, aber die Lust, sich wieder in die Online-Welt zu stürzen, blieb aus. Einfach schön, sich mal nicht darum zu kümmern, was auf anderen Blogs los ist, welche tollen Artikel man vielleicht verpasst, welche neuen Erkenntnisse. Und sich umgekehrt auch nicht darum zu scheren, was man selbst posten möchte. Leben ohne Internet. Eine Auszeit – wertvoll, wichtig und inspirierend.
Urlaub wie er sein sollte, finde ich 🙂



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