Party-Fotografie mit der Fuji X100S

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Am Wochenende habe ich auf einer (tanzfreien) Party fotografiert. Just for fun und insofern habe ich die Fuji X100s mal so richtig gequält. Da ich ihre JPGs klasse finde (hier: s/w yellow, Schärfe +1, dunkle Bereiche -1), habe ich diesmal darauf gesetzt, allerdings für den Fall der Fälle die RAWs bzw. RAFs trotzdem abgespeichert, was sich als überflüssig herausstellte. Fotografiert habe ich mit der Zeitautomatik (Auto-ISO 6400, Blende 2,8), weil die bei der Kleinen wirklich gut funktioniert und ich mich komplett auf die Menschen und Momente konzentrieren konnte.

Es war eine gemütliche Party, sprich viele Menschen auf engem Raum. Mit der Kleinen bin ich zwischen ihnen untergetaucht (ich kannte dort kaum jemanden) und wurde bald schon nicht mehr wirklich als Fotografin wahrgenommen, da war sicher auch der A-Modus hilfreich ;-). Die Fuji nimmt eh niemand als „Bedrohung“ wahr und da ich nicht geblitzt habe, noch weniger. Entstanden sind wirklich stimmungsvolle Fotos voller Gefühl, schöne Moment-Aufnahmen, ungestellt und weitgehend frei von diesen typischen „upps-ich werde fotografiert“-Gesichtern. Das liegt auch daran, dass man den Fokus hier ganz an die Ränder legen kann, etwas, was bei Nikon nicht geht. Die Menschen kommen nicht auf die Idee, dass sie fotografiert werden, wenn die Linse nicht direkt auf sie gerichtet ist. Der nicht gerade als pfeilschnell bekannte Autofokus war kein Hindernis und auch Belichtungszeiten von 1/17 Sek. führten nur selten zu unscharfen Bildern, gut, das liegt auch ein bisschen an mir :-).

Durchschnittlich wählte die Kamera zwischen 4000-und 6400 ISO und ich habe die Bilder nicht entrauschen müssen. Bei s/w-Fotos hat dieser minimale Hauch von Grimmeln einfach Charme. Unterm Strich sind die Bilder, die nichts geworden sind, die, wo ich plötzlich einen Arm vor der Linse hatte oder ähnliches, was bei einer Party ja schnell passiert.

Fazit: Die Kamera hat diese Aufgabe mit Bravour gemeistert, großes Kino! Ich habe am nächsten Tag nur eine Bildauswahl erstellt, auf einigen ein wenig an der Helligkeit gedreht, bisserl nachgeschärft und gut war´s. So schnell war ich noch nie mit einer größeren Menge Bilder fertig. Richtig super. Allerdings wurde hier auch nicht getanzt, da hätte ich dann doch einen Blitz einsetzen müssen, um nicht nur verwischte Fotos zu bekommen.

Nein, ich werde nicht gesponsert :-). Nein, ich kann euch die Bilder leider nicht zeigen, aber das Beitragsbild zeigt ja ein bisschen, wie die Ergebnisse aussehen.

14 Antworten zu Party-Fotografie mit der Fuji X100S

  1. hansekiki sagt:

    Hallo Conny,
    ich oute mich jetzt mal als großer Fan der Auto-ISO. Es ist ein kleines „Rundumsorglospaket“. Bei gedämpften Licht stört das wenig Grimmeln überhaupt nicht. Irgendwie ist man es ja von Film auch nicht anders gewöhnt. Ganz im Gegenteil- es hat Charme, da bin ich ganz Deiner Meinung. Entrauschen bringt oft eine merkwürdige Glätte in’s Bild, gerade Personen wirken dann oft wie Wachspuppen. Gut, so manch einer freut sich vielleicht über ein geglättetes Gesicht 😉 aber natürlich wirkt das Ganze nicht mehr.
    LG kiki

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  2. Tolles Schmuckstück. Ja, das Grimmeln hat gerade auf solchen Veranstaltungen Charme.
    Aber ISO 6400 ist trotzdem ganz schön stattlich. Da knickt meine Sony RX100 dann doch etwas ein.
    Das mit dem Fokus an der Seite ist ein guter Trick! Klasse!

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  3. Ähem…selbstverständlich kannst Du die Fokuspunktverschiebung auch bei einer DSLR einstellen! Ich weiss nicht wie das bei Nikon heisst, aber wenn Du den Fokuspunkt manuell wählst kannst Du die Fokussierung auf einen der Ränder verschieben. Üblicher Weise kannst Du alle dargestellten Fokuspunkte gezielt perTaste ansteuern, wobei der jeweils aktive farbig dargestellt wird.

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      Nö, nicht bis an den äussersten Rand, das geht nicht. Bei der Fuji schon und das ist sehr viel komfortabler. Ich weiß nicht, ob das bei Canon oder Sony geht, bei Nikon definitiv nicht.

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      • Das hängt natürlich von Anzahl und Verteilung der Sensoren ab… und das wiederum ist modellspezifisch. Scheinbar ist dieFuji da wirklich eine Besonderheit. Bei meiner Sony liegen die äußeren Sensoren schon sehr weit zum Rand, aber auf der Kante klemmen tun sie auch nicht.. Was ist denn, wenn Du die Gesichtserkennung aktivierst? Die müsste doch Gesichter auch dann scharf stellen, wenn Sie weit am Rand des Ausschnittes liegen.

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        • Verfasser

          Ich benutze das nie, weil ich immer noch selber bestimme, wo ich fokussieren möchte ;-), aber warum sollte dann etwas möglich sein, was sonst nicht geht? Wo kein Fokuspunkt ist, da ist keiner. Das ist vermutlich Glückssache, ob die Nase, die am Bildrand ins Bild ragt, auf der gleichen Schärfenebene liegt, wie das Gesicht daneben :-D.

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          • Weil sich die Gesichtserkennung nicht an Fokuspunkte halten muss. Gesichter können nun mal überall im Bildausschnitt sein.
            Aber ich nutze das Feature auch nie – ich komme so klar… Ich schätze es, wenn es nach meiner Nase geht und nicht nach der, der Kamera… 🙂 Um im Bild zu bleiben…
            Übrigens – die Fuji mag ja ein tolles Teil sein, aber über 1000,- Euro für eine Festbrennweite mit APS-C Sensor sind auch ein extrem stolzer Preis! Das muss man schon wirklich sehr wollen, oder „über“ haben 😉

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            • Verfasser

              Dafür liefert sie aber auch eine extrem gute Bildqualität und macht Spaß, ist leicht, klein, unauffällig und einfach schön :-D. Ich mag sie nicht mehr hergeben, es sei denn, ein Wunder würde geschehen und ich hätte das Geld für eine Leica *träum*. Dafür bin ich ja immer noch mit der D700 unterwegs 🙂 Hmm, ich muss das mit der Gesichtserkennung noch mal überprüfen, aber nutzen würde ich das trotzdem nicht. Letztens drückte mir jemand eine Canon in die Hand, um Fotos von ihm und seiner Liebsten zu machen. Da war die Gesichterkennung und nicht nur die aktiv, die springenden Fokuspunkte haben mich ganz huschig gemacht. 😀

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