


Wieder in St. Peter-Ording. Diesmal nicht aufgeregt, so wie beim letzten Mal, als es das erste Mal im Jahr war. Diesmal ruhig und entspannt. In der gleichen Ecke am Strand, um ihn, diesen Ort, erneut zu fühlen. Wieder sind nur wenige Menschen dort und die unglaubliche Weite und Ruhe umfängt mich ganz intensiv. Einfach sitzen und schauen. Die Bilder kommen lassen. Diesmal ist ablandiger Wind, der den Sand aus den Dünen Richtung Wasser peitscht. Ich lasse mich ganz ein auf dieses Bild. Gedanken, Ängste, Stress und Begehrlichkeiten sind nach und nach vergessen. Ganz im hier und jetzt, den Sand beobachtend, sitze ich da. Fotografie ist Meditation. Die vollständige Konzentration, die Achtsamkeit für eine Sache, einen Moment. Wenn ich durch den Sucher der Kamera sehe, ist nur noch ein begrenzter Raum sichtbar, auf dem sich meine ganze Konzentration richtet. Diesmal habe ich ein Teleobjektiv dabei, welches den Blick noch mehr konzentriert. Im Ohr die Musik dieses Ortes.
Drei scheinbar gleiche Bilder. Würde der weiße, trockene Dünensand nicht vom Wind über den Strand getrieben, wären es drei scheinbar gleiche Bilder. Doch es sind drei Momente in der Zeit.

Hinterlasse eine Antwort zu Cynthia alias Rübenigel Antwort abbrechen