PABUCA – LOST

Lost Place

 

Mit vielen, bei Fotografen so begehrten „Lost Places“ kann Hamburg nicht dienen. Zu kostbar sind die Flächen hier, als dass sie lange brach liegen. Es wird abgerissen und neu gebaut. Dennoch gibt es sie, diese Orte, die ihre ursprüngliche Bedeutung verloren haben und als kleine Oasen für Obdachlose, Sprayer und Fotografen eine neue bekommen und die sich die Natur Stück für Stück zurück erobert.

Auch gibt es Plätze in Hamburg, die zu bestimmten Zeiten ihre Bedeutung verlieren und an denen man sich dann ganz „lost“ fühlt. In der Hafencity sitzen tagsüber viele Sonnenanbeter und schauen bei einem Kaffee auf die Elbe. Manchmal ist hier kaum ein Platz zu bekommen. Samstag-Abends ist es hier sehr einsam.

Und schließlich gibt es Orte, die noch keine Bedeutung zu verlieren haben, wie der neue Bahnhof in der Hafencity, dessen Ausgang noch ins Nichts führt und und an denen ich mich ganz verloren fühlen würde, wenn ich nicht Leere und Linien mögen würde ;-).

 

LOST IN THE EVENING

 

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Mein Beitrag zu Pabuca – Lost.

Bildschirmfoto 2014-02-10 um 20.57.14

 

18 Antworten zu PABUCA – LOST

  1. woooow, was für Linien, Flächen und Diagonalen. Unglaublich, echt. Der Gang saugt einen richtig auf. Der Ort hat zwar was echt kühles, aber er macht mich auch neugierig wie es hinter dem Gang wohl weitergeht. Beim zweiten Bild ist diese Kühle auch zu spühren. Würdest du mir sagen, dass es bei der Aufnahme -20° waren, würde ich dir das glatt glauben. Ich freue mich immer wie du diese absolute Klarheit hinkriegst. Da muss ich wohl noch etwas üben. Aber es ist ein guter Anreiz. 🙂 Beim ersten bin ich wegen dem Motiv positiv verwirrt. Das sieht aus wie eine Pool-Leiter.. ..aber die ist doch an irgendeinem Holzgerüst befestigt. Tolle Fotos mal wieder !!!

    Grüße nach Hamburg, Markus

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    • Verfasser

      Ja, das ist sie wohl, kühl, die Hafencity, sobald keine Menschen da sind, die sie mit Leben füllen. Das erste Bild ist ein Outtake aus eine Serie aus 2011 (die Bearbeitung ist teilweise grenzwertig), die du dir bei Interesse hier ansehen kannst: http://www.lichtbildwerkerin.de/p991134185
      Die Leitern führen bzw. führten auf die Dächer. Dank dir und viele liebe Grüße zurück!

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      • Tolle Serie. Ich hatte das Bild Nr18 (zwei Abluftrohre auf teils rotem Hintergrund) aus deiner LOST schon mal unter deinen Darlings gesehen. Es ist echt ein Favorite von mir.

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  2. Du kannst dir vorstellen, was mein Favorit ist, oder? Natürlich das letzte. Klar, kühl, präzise auf dem Punkt. Lost in Reinform.
    Das zweite mag ich auch. Die Leere wird durch die klare Beleuchtung super betont.
    Das erste ist mir ein bisschen zu durcheinander, auch mit den Pflanzen. Subjektiv, wie immer.

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  3. Na, welches ist mein Favorit? – Klar, Nummer 1.. Darin mag ich diese Mischung aus Dunkelheit und Stille, die ja fast eine märchenhafte Szene schafft. – Die Nummer zwei ist mir persönlich zu cool.. Da bin ich mir aber nicht sicher, ob es nicht an meiner „Haßliebe“ (na ja total überzogen, aber um es deutlich zu machen, sei dieses Wort erlaubt) zur Hafencity liegt. Zu viel Mainstream, zu hipp., zu postmodern. Dazu paßt dann allerdings deine Bearbeitung – die unterstreicht genau diesen Aspekt.
    Tja, und Nummer 3 ist ein typisches „Lichtbildwerkerin“ 🙂 – DIese Motive liebe ich ja auch. Sehr schön.
    Lg,
    Werner

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    • Verfasser

      Mag sein, dass es an deiner Aversion gegenüber der Hafencity liegt, auf jeden Fall ist es dort sehr clean und cool, im jedem Sinne der deutschen Übersetzung 😉 Und wenn die Menschen die Plätze nicht mit Leben füllen, bleibt genau das. Motive wie das letzte liebst du auch, aber auf deinen Bildern finde ich doch immer irgendwo einen Menschen, wenn ich nicht irre :-). Du wartest, bis einer ins Bild läuft, ich, bis er endlich aus dem Bild läuft :-D, aber daran arbeite ich manchmal, ein bisschen. LG an dich!

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  4. Soni sagt:

    Lost Places finde ich auch so interessant, Stuttgart hat da leider auch nicht viel zu bieten da ist es wohl sehr ähnlich wie in Hamburg. Aber Du hast ganz wunderbare Orte zu diesem Thema gefunden, kann mir gut vorstellen wie verloren man sich da fühlt.

    LG Soni

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  5. Franka sagt:

    Interessant, wie das Thema ‚Lost‘ interpretiert wird. An ‚lost places‘ hätte ich gar nicht gedacht, dabei liegt es ganz nahe. Interessant auch, wie ein Platz, der eigentlich belebt sein sollte, zu einem ‚lost place‘ wird. Wo sind alle die Menschen hin? Leergefegte Innenstädte lassen mich frösteln und ich fühle mich einsam, auch wenn ich Begleitung habe.
    Das dritte mit seiner Symmetrie führt das Auge gleich in die Mitte, nach hinten – wo geht’s weiter? Was ist links? Meine Neugier bleibt ungestillt 😉
    Liebe Grüße,
    Franka

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    • Verfasser

      Ja, da musst du wohl mal nach Hamburg kommen, um deine Neugier zu stillen ;-). Ich frage mich tatsächlich auch oft, wo die Menschen hin sind. In anderen Innenstädte geht es abends erst richtig los, in Hamburg schließen manche Restaurants rund um die Einkaufsmeile Mönckebergstraße um 20 Uhr. Nun, es gibt andere Ecken, wo dann noch viel los ist, aber in der Innenstadt? Und da ist sie dann die Frage nach der Henne und dem Ei. Sind die Menschen nicht dort, weil nichts mehr auf hat oder hat nichts mehr auf, weil die Menschen nicht doet sind? LG zurück!

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  6. hansekiki sagt:

    Moin, Moin!
    Mal eine ganz andere Idee, lost places darzustellen. Man denkt oft immer an verfallenes, marodes, wühlt in der Vergangenheit. Aber auch die durchgestylte, moderne Gegenwart kann sehr verloren wirken, wenn das Leben woanders stattfindet. Tolle Idee, es auch einmal so darzustellen.
    LG kiki

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    • Verfasser

      Stimmt, so bin ich da auch erst herangegangen, aber ich kann mich manchmal an einzelnen Worten festbeissen und lost bedeutet verloren und ich denke, es kommt daher, dass sie ihre Bedeutung verloren haben, denn an sich sind ja nicht verloren…. *grübel* Danke für deinen Kommentar, Kiki. LG, Conny

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  7. mattvonp sagt:

    Lustig, wie da jeder an etwas anderes denkt. Aber das verlorene Gefühl im Bahnhof Hafencity kann ich nachvollziehen. Bei meinem ersten Besuch da fuhr noch keine Bahn und ich war ganz alleine auf dem (doch sehr großen) Bahnsteig. Das war ein recht seltsames Gefühl….

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