29 Antworten zu HOMES

  1. …das macht mich jetzt doch ein wenig sprachlos. – Du hast aber auch mit den drei Bildern und deinen Worten schon alles gesagt und mich echt bewegt. Sehr, sehr gelungener Beitrag. Danke.

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  2. Ray Catcher sagt:

    Eine mutige Serie. Bei solchen Bildern ist man immer nah am Voyeuristischen, Am besten noch dickes Tele voreinstellen und dann in Brusthöhe abdrücken.

    Deshalb finde ich es auch sehr gut, dass du a) keine Leute fotografiert hast (es sei denn gefragt) und b) hier eine ganz klare Botschaft vermittelst, indem du dich auf dieses Thema fokussiert und es nicht nur als einen „kreativen Aspekt“ unter vielen darstellst.
    Ich möchte durch den fast dokumentarischen Charakter gar kein Bild hervorheben (vielleicht das letzte, da es wirklich wie ein „Zimmer“ aussieht“), aber die Worte haben direkt ins Schwarze getroffen. Zuerst klingen sie so dahergezwischert, wie ein bisschen Brainstorming, bis das letzte Wort dann alles brachial relativiert. Sehr große Klasse, Conny.

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    • Verfasser

      Der voyeuristische Aspekt ist eine Sache, die ich selbst bei der Aufnahme dieser Bilder empfunden habe und nicht mag. Man bewegt sich auf einem schmalen Grad und dringt ein Stück weit in die vielleicht verzweifelt versuchte Abgrenzung, Privatsphäre ein. Eine Aufgabe der Fotografie war und ist aber die Dokumentation, das Festhalten und sichtbar machen der Realität, wie man sie zu dem Zeitpunkt vorfindet. Ich würde aber auch dabei immer die Würde des Menschens respektieren.
      Danke für deinen Kommentar, Christian 🙂

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  3. ROLLECK sagt:

    Ganz, ganz starke Bilder, mit einem absolut passenden Text.
    Das zweite sticht noch einmal – neben der Taube und dem Aufkleber auf der Mülltonne – mit seinem traurigen I-Tüpfelchen, dem dekadenten Bogner Laden im Hintergrund, heraus.
    Gruß
    Stefan

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  4. Eleni Anthea sagt:

    Liebe Conny,
    wow, mit den Worten hast du den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen. Selten so bewegende Bilder gesehen. Und wie du richtig sagst, der Grad ist manchmal sehr schmal aber du bist hier an der richtigen Stelle stehengeblieben. Wirklich eine ganz tolle Serie!
    Alles Liebe,
    Eleni

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    • Verfasser

      Es freut mich, wenn Fotos wie diese bewegen. Unsere Gesellschaft scheint mir manchmal so abgestumpft zu sein, aber vielleicht trügt der Schein. Danke für deinen Kommentar, dir auch alles Liebe!

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      • Eleni Anthea sagt:

        nein liebe Conny, das denke ich mir auch immer wieder. Und wenn man sich zB die Unfallstatistiken ansieht und dazu die Umfragen, wie viele Menschen bereit wären erste Hilfe zu leisten… da trügt der Schein dann definitiv nicht. Aber vielleicht ist das auch nur in Österreich so…

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  5. hansekiki sagt:

    Moin Moin!
    Harte Kost, aber so ist leider die Realität. Wir hatten anscheinend ähnliche Gedanken bei diesem Thema, aber du hast es hier richtig auf den Punkt gebracht. Beeindruckend und lebensnah… und sehr traurig.
    LG kiki

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    • Verfasser

      Als ich dein Bild sah, habe ich das auch gedacht :-). Ja, das ist ein trauriges Kapitel in einer Stadt, die ich ansonsten mit den Millionen nicht so genau nimmt :-(. LG zurück!

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  6. Großartig! Tolles Zusammenspiel zwischen dem Gerüst der Worte (erinnert mich stark an den großen Bert Brecht) und den sehr sachlichen Bildern.

    Wenn es was zu kritisieren gibt, dann viellicht den Punkt, dass du „Homes“ (wie auch immer man es in die deutsche Sprache interpretiert) in Hamburg auf diese Sicht reduzierst. – Aber man pickt sich ja immer einen Aspekt heraus, Ist also nicht wirklich kritisch. 🙂
    Lg,
    Werner

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    • Verfasser

      Ja, darüber habe ich vorher auch nachgedacht, aber dieser Aspekt dieser Stadt ginge zwischen einer schicken Villa und dem sozialem Wohnungsbau unter. „Feel the soul of your city“ heißt es und die zunehmende und immer offensichtlichere Zahl von Obdachlosen in dieser Stadt ist das, was ich fühle und thematisieren möchte. Es war tatsächlich das Erste, was mir zu „HOMES“ in den Sinn kam.

      Liebe Grüße an dich!

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      • Ray Catcher sagt:

        So ist es. Es ist faktisch bei keinem Thema möglich, alle Facetten abzubilden, sondern nur einen Aspekt. Der muss nicht thematisch eingegrenzt sein, es kann auch Stimmung, Stil oder eben doch der Aspekt der Vielfalt sein. Sogar Belangloses ist möglich, wenn es denn durch die Stadt gefiltert wird.
        Ganz abgesehen davon, dass ich das Thema Obdachlosigkeit gar nicht auf dem Schirm hatte, könnte ich nicht sagen, wo ich in Bonn wirklich Obdachlose finden kann (auch wenn es sie gibt). Also an sich nicht die Seele der Stadt Bonn. Nur als Beispiel.

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  7. Mir geht es wie vielen anderen, da bleibt mein Mund erst mal offen stehen. Unglaubliche Serie in Verbindung mit den Worten.

    Da lässt du mich einfach mal anhalten im Leben…

    Wem das gelingt, der hat was tolles geschaffen.

    Viele Grüße Jürgen

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  8. Hallo Conny,
    deine Bilder spiegeln das wieder was ich täglich auf meinem Arbeitsweg sehe.
    Foto eins ist sicherlich beim Meßberg aufgenommen, denn da sehe ich die Frau fast täglich mit ihren Wagen von einem Platz zum anderen ziehen.
    Foto drei erinnert mich an einen sehr netten Mann in der Hafenstraße, der es sich unter der Fussgängerbrücke „gemütlich“ (wenn man das überhaupt so nennen kann) eingerichtet hat. Wer mal da ist, einfach ansprechen, denn er ist ein wirklich netter und offener Mensch.
    Bild zwei sieht wohl jeder in einer Stadt, wenn man nicht gerade blind durch die Gegend läuft.
    Wirklich starke Worte und Bilder !
    Danke dafür uns mal wieder zum nachdenken gebracht zu haben.
    LG Angela

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    • Verfasser

      Liebe Angela,
      du ergänzt meinen Beitrag dadurch, dass du diese Menschen wahrgenommen hast, danke! Ich vermutete, dass die Wagen und Schirme einer Frau zuzuordnen sind, aber sie selbst habe ich noch nie gesehen, die Wagen aber immer um den Messberg herum. Das zweite Foto ist in der Hafencity, gegenüber der schicken niegelnagelneuen Einkaufspassage am Schiffsmuseum aufgenommen und dieses „Heim“ gibt es schon lange. Ich hoffe, dass die neue Einkaufsmeile nichts an der Akzeptanz ändert. Foto 3 hat mich sehr berührt, weil es halt so offensichtlich an einem Platz ist, wo tagsüber Hamburger und Touristen die Möwen füttern. Früher hat man so etwas nicht so gesehen, denn auch Obdachlose haben meiner Wahrnehmung nach, ein Bedürfnis nach Schutz und Ruhe. Für mich ein Indiz dafür, dass die Plätze rarer werden. Aber das ist nur eine These, die ich nicht untermauern kann.
      Liebe Grüße und ich danke dir!

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