Buchempfehlung: „Komposition“ von Albrecht Rissler

Bildschirmfoto 2014-11-13 um 18.31.15„Die Kunst der Bildgestaltung -Eine Sehschule nicht nur für Fotografen“ so lautet der Untertitel des Buches „Komposition“ von Albrecht Rissler, der dieses Buch seinen ehemaligen Studenten widmet. Der Künstler zeichnet, illustriert, fotografiert und unterrichtet als Professor für Zeichnen und Illustration.  In diesem Buch beschränkt er sich auf Fotografien, da sie seiner Erfahrung nach, „die vielfältigen Möglichkeiten kompositorischer Gestaltung hervorragend darstellen.“ Die Bilder wurden in s/w abgedruckt, um die grafische Wirkung der gestalterischen Elemente ohne Ablenkung hervorzuheben.

Komposition ist wichtig und vom goldenen Schnitt hat jeder schon mal gehört. Aber was genau ist Komposition? Warum ist sie wichtig? Was gibt es für Regeln und warum sollte man sie nicht immer beachten? Welche Auswirkung hat das Format auf die Bildwirkung und wie wirkt ein Anschnitt des Motivs?  In den einzelnen Kapiteln geht der Autor auf die verschiedenen Gestaltungsmittel ein. Veranschaulicht und erläutert an negativen und positiven Bild-Beispielen, wird die Wirkung deutlich. Die Fotos sind gut gewählt und die Texte knapp, unterhaltsam und verständlich formuliert, auch die eingestreuten kunstgeschichtlichen Hintergründe fand ich sehr interessant.  Das Werk ist gespickt mit pragmatischen Tipps, die gut umzusetzen sind, sich meiner Einschätzung nach aber überwiegend an Anfänger richten.

Albrecht Rissler ermutigt zu einer geduldigen Auseinandersetzung mit dem Motiv, wozu die digitale Technik einen echten Vorteil gegenüber der analogen bietet. So schreibt er im Vorwort:

„Bei der Suche nach einer optimalen Bildgestaltung lässt sich das rahmenbezogene Display als hervorragendes Arbeitsgerät einsetzen. Es macht augenblicklich sichtbar, welche Lösungen in einer Reihe von Alternativen überzeugen. Um die Menge des ≫Filmmaterials≪ muss man sich keine Sorgen mehr machen. So gesehen kann man eine digitale Kamera wie eine Art Skizzenblock benutzen. Die guten Entwürfe werden aufbewahrt, der Rest wandert in den Papierkorb.“

Das Buch gefällt mir gut, gerade weil es sich konzentriert mit einem Bereich der Fotografie auseinandersetzt und nicht ein Potpourri an Themen bedient. Eine gelungene Komposition ist vielleicht der wichtigste Parameter für ein gutes Foto. Auch wer schon lange fotografiert, findet hier sicher den einen oder anderen wertvollen Hinweis. Da ich über Bildgestaltung schon viel gelesen habe, fand ich die Bild-Beispiele an einigen Stellen interessanter und hilfreicher als den Text.

Fazit: Klare Empfehlung für Anfänger! Klare Empfehlung für alle, die ihr Wissen auffrischen möchten.

 

Webseite Abrecht Rissler: risslerart.de

Einen Blick in das Buch kann man online bei Amazon werfen: Blick ins Buch. Einen besseren Einblick bekommt man aber, wenn man sich ein Exemplar zur Ansicht in den Buchladen um die Ecke bestellt, von wo aus man es auch gleich mit nach Hause nehmen kann.   😉

3 Antworten zu Buchempfehlung: „Komposition“ von Albrecht Rissler

    • Verfasser

      Hallo Günther, gern geschehen! Oh ja, das muss ein ganz großartiges Werk sein. Kwerfeldein hat es unlängst verlost, aber ich ging leer aus :-D. Das steht auch auf meiner Wunschliste. Die Fotografien sind grandios und berührend. LG, Conny

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      • Günter sagt:

        Hallo Conny,
        ja das ist ein großartiges Werk, im wahrsten Sinne, nicht nur was denn Inhalt betrifft.
        Denn leider kommt das auf der Website nicht all zu gut rüber, was das für ein mächtiger Bildband mit 520 Seiten ist.
        Knapp 4 KG schwer und aufgeschlagen 35×49 cm ohne die Doppelseiten, schlägt man die noch auf liegt knapp 1m vor einem!
        Ein extra Verzeichnis gibt es mit bei, in dem zu jedem Bild die Beschreibung steht.
        Der Preis ist angesichts dessen schon fast geschenkt, wenn man diese Version bestellt. Die limitierte Auflage ist noch einiges größer und kostet dann auch bedeutend mehr.
        Egal was man nun über denn Inhalt schreibt, es würde Ihm nicht gerecht, denn jeder Betrachter sieht die Bilder mit seinen Augen anders.
        Soviel sei gesagt, der Bildeindruck verändert sich mit der Zeit der Betrachtung.

        LG
        Günter

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