Schwarzweiß oder Farbe?

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Meistens weiß ich ganz genau, ob ich ein Bild in schwarzweiß oder in Farbe besser finde. Bei diesem Foto von Miriam ist das nicht der Fall. Seit Wochen versuche ich, eine finale Entscheidung zu treffen und hatte das Bild zunächst in Farbe auf meine Webseite gestellt, mich dann aber umentschieden und nun schwanke ich schon wieder.

An der Version in Farbe mag ich die Pastelltöne im Hintergrund sehr, die ganz nebenbei und subtil Informationen über den Ort geben und zusammen mit der schönen Haarfarbe besonders wirken. Miriam selbst (auf diesem Foto 😉 ) gefällt mir besser in s/w, allerdings verliert sich hier der Hintergrund und löst sich fast auf.

Ein Kompromiss kommt nicht in Frage. Welche Variante gefällt euch besser und warum?

31 Antworten zu Schwarzweiß oder Farbe?

  1. Günter sagt:

    Hallo Conny,
    das Problemchen kenne ich doch woher, es geht hin und her.
    Mal sehen ob mein Kommentar bei der Entscheidung weiter hilft.
    Die von Dir angesprochen Begründungen beinhalten an sich die Antwort.
    Bei Farbe schweift das Auge über das gesamte Bild, viele weiche Linien und Farben, man ist vielleicht nicht gleich bei Miriam.
    Bei SW hingegen hat man sozusagen sofort Blickkontakt, was mir einfach besser gefällt und durch eine leichte vignette noch verstärkt werden würde.
    Mal sehen ob Dir das weiter hilft, ich befürchte das es genauso andere Meinungen gibt und Du hinter her genauso weit bist wie vorher.😉

    LG
    Günter

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  2. hjs1951 sagt:

    Hallo Conny,

    ich denke, es kommt darauf an, wie das Foto verwendet werden soll.
    Als reines Portrait – eindeutig s/w, da hier die Konzentration auf Miriam liegt, was bei einem Portrait ja wohl auch so sein soll.
    Als ein Foto, das Miriam in ihrer Umgebung zeigen soll, also bewusst das Umfeld mit einbezieht, eindeutig die Farbversion.
    Letztendlich aber sollte Miriam auch etwas dazu sagen, denn schließlich ist sie es, die auf dem Bild ist.
    Ein Bild – viele Meinungen. Das ist immer so. Viel Spaß beim Entscheiden und einen schönen Abend!

    Jürgen

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  3. Mein Favorit: die SW-Version
    Sie wirkt auf mich deutlich intensiver und aufgeräumter, die Ablenkung vom Model durch die Farbe fehlt.
    Auch ich empfehle eine leichte Vignette und eine Aufhellung des Gesichtes, um den Blick des Betrachters gezielt zu führen.
    LG
    Michael

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  4. aebby sagt:

    Du stellst echt knifflige Fragen 😉
    Also mir ganz persönlich gefällt die SW Variante besser. Warum? Im SW-Bild ist weniger Zeichnung in den Augen, sie wirken tiefgründiger und geheimnisvoller, das lässt es stärker wirken als das farbige Portrait, das eher einen lieblichen Charakter hat. Welcher der Stimmung Miriam besser gerecht wird weiß ich natürlich nicht. Die „bessere“ Variante wäre dann die, die näher an ihrer Persönlichkeit ist.

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  5. hansekiki sagt:

    Moin Moin Conny,
    eine echt knifflige Entscheidung. Ich tendiere zu s/w, da mich die farblichen Verläufe im Bokeh irgendwie ablenken. Allerdings wirken Miriams Augen in der Farbversion auf mich einen winzigen Tick lebendiger, kann eigentlich nicht sagen, warum, das ist jetzt mein persönliches Empfinden. Es wird für Dich nicht leichter… 😉
    LG kiki

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  6. thomasclemens sagt:

    Das gleiche Problem habe ich auch manchmal und oft entscheide ich mich für s/w. In diesem Fall gefällt mir die farbige Version allerdings einen Tick besser. Ich finde die „Stimmung“ in der farbigen Version angenehmer, wärmer und besser passend zum Gesichtsausdruck. S/W reduziert hier zwar mehr auf das Hauptmotiv, wirkt aber auf mich insgesamt kühler und nicht so gut passend. Ich finde schon, dass sich gerade der farbige Hintergrund in diesem Fall sehr positiv auf die Gesamtstimmung, auch die des Hauptmotivs, auswirkt.
    Keine leichte Wahl.

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  7. JOLOMY sagt:

    Auch bei Portraits kann der Hintergrund die Tiefenwirkung eines Fotos unterstützen. Dies sollte man bereits bei der Komposition zum Aufnahmezeitpunkt berücksichtigen. SW-Bilder profitieren oft von starken Lichtkontrasten, die jedoch nicht für jedes Gesicht vorteilhaft wirken. In Farbe lässt sich die Raumtiefe verstärken, indem man warme, intensive Farben im Vordergrund und kalte, ungesättigte Farben im Hintergrund plaziert. Das GEOGRAPHIC-Titelbild im Juni 1985 (Sharbat Gula von Steve McCurry) demonstriert dies recht eindrücklich! Als SW-Beispiel fällt mir das Foto von Jean-Paul Sartre und Jean Pouillon, Paris, 1946 von Henri Cartier-Bresson mit den perspektivischen Hintergrundlinien ein …

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  8. heixko sagt:

    Hallo Conny,
    mir geht es wie Dir: Ich mag die Pastelltöne in der Farbversion sehr. SW gefällt mir aber auch supergut und ich stimme den bisherigen Kommentaren zu, dass die Farben etwas von der Person ablenken. Beide Versionen sind ganz toll und eng beieinander.
    Ich würde sw nehmen. Übrigens sowieso ein klasse Bild.
    Gruß, Heiko

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  9. Silke Brunner sagt:

    Hallo Conny, mir gefällt die farbige Variante besser. Die Farbe bringt mehr Leben ins Bild. Insgesamt hat das Bild schon wenig Farben und die schwarz-weiß Variante ist dann noch mehr reduziert. Geschmack ist natürlich immer subjektiv. Ich finde das Bild mit Farbe irgendwie interessanter. Kann es leider nicht genau benennen.
    Viele Grüße,
    Silke

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  10. Moin Conny,
    beide technisch sehr gut. Du sagst „Farben…die ganz nebenbei und subtil Informationen über den Ort geben“ …genau das stoert mich ein wenig, da es mich ablenkt. Es irritiert mich ein wenig, dass man das Umfeld in diesem Falle zu sehr erkennen kann. Die roten Dachziegel haben fuer mich eine zu starke Ablenkung. – Ich wuerde s/w nehmen.
    LG, Markus

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  11. Für mich ist – abweichend von der Mehrheit hier – eindeutig das Farbfoto das gelungenere. Wieso sollte man auf die schöne Haar- und die dezente Hautfarbe verzichten? Ich mag Schwarzweiß-Bilder sehr gerne, aber dieses hier hat, finde ich, keinen Reiz – da fehlt irgendwie ein schönes Licht-Schatten-Spiel. Ich würde das Foto in SW auch etwas anders entwickeln und z. B. die Gesichtshaut noch etwas heller machen. Der Jacke würde ich dagegen noch leicht mehr Zeichnung geben, das Foto insgesamt noch etwas heller und damit leuchtender machen (mag aber monitorabhängig sein). Ich würde es außerdem in der SW-Version (habe mir das Foto mal gerade geschnappt und es ausprobiert) noch leicht vignettieren, so dass die Ränder etwas dunkler werden und das Bild mehr auf die Person fokussiert wird.
    Viele Grüße, bin auf deine Entscheidung nach den unterschiedlichen Kommentaren gespannt.
    Ulf

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    • JOLOMY sagt:

      Die Bildbearbeitungsprogramme bieten viele Optimierungen an, jedoch nur, wenn die Vorlage bereits ordentlich komponiert war. Anspruchsvolle Fotoamateure waren meist mit mehreren SLR-Bodies im Einsatz, manche sogar mit bis zu vier (gleichen) Gehäusen, um sowohl bei SW- als auch bei Farbfilmen eine Auswahl an Nennempfindlichkeit bzw. für unterschiedliche Entwicklerprozeduren zu haben.

      Heute reicht eine DSLR mit einem Standardzoom drauf bestens aus. Wer dann noch sorgfältig vor Ort die Szenen gestaltet und sie im RAW Format speichert, kann später am Rechner die Belichtung, die Gradation, die Helligkeit und den Kontrast fein justieren. In Farbe sogar dezidiert die Farbtemperatur oder einen Pol-Filter simulieren und in SW etwa bei Portraits den Teint mittels eines Orange- oder Rotfilters aufhellen und Hautirritationen im Foto dämpfen …

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  12. annemohn sagt:

    Mir gefällt die Farbe besser. Du könntest via Filter oder Kontrast noch etwas mehr Tiefe reinbringen. Das SW ist schön, aber der Ausdruck geht verloren. Es wirkt eher flach im Vergleich zur Farbe.

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  13. juergen61 sagt:

    Hallo Conny,
    eine dritte Lösung : Farbbild mit etwas Farbe raus, also entsättigen, vor allem den Hintergrund, Grüntöne raus, Gesicht ein wenig aufhellen, vor allem die Augen…das wäre auch in der SW Version denke ich gut…ansonsten alles gut…
    LG Jürgen

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  14. Verfasser

    Vielen Dank für eure bisherigen Meinungen. Eure Kommentare sind für mich sehr interessant, denn ihr habt, im Gegensatz zu mir, das Bild vermutlich zum ersten Mal gesehen und euch noch nicht so in der Betrachtung „verfranst“ wie ich :-). Entschieden habe ich mich noch nicht und werde wohl das Foto noch einmal entwickeln, um zu schauen, wie die eine oder andere Anregung in der Umsetzung wirkt. Ihr seid super! 🙂

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  15. Jürgen sagt:

    Eindeutig S/W – denn da bleibt die Konzentration auf Miriam gerichtet… ist aber nur meine Meinung, wobei ich das Portrait sehr gut finde. Ich hätte mich als Miriam wahrscheinlich über beides sehr gefreut.
    LG Jürgen

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  16. Agnes sagt:

    Für mich eindeutig das farbige Foto.
    Der Grund, ich fotografiere schon sehr lange, und früher gab es halt nur die s/w Fotografie, als die ersten Farbfilme aufkamen waren sie sehr teuer, ich konnte sie mir erst nicht leisten, und von daher war ich sehr froh, als ich später auf Farbfilme wechseln konnte.
    Das hat mich vermutlich geprägt, dass ich bis heute der der s/w Fotografie nicht sehr offen gegenüber stehe.
    Es gibt nur wenige Bilder wo ich klar empfinde das ist jetzt ein typisches s/w Bild und es wirkt nur so.

    Um mich aber nicht nur von eine Vorurteil beeinflussen zu lassen, habe ich bei Deinen Bildern lange hingesehen, und finde dass z. B. (nur ein Aspekt) die Haare auf dem Farbfoto einen wunderschönen Glanz haben, der ist auf dem s/w Bild nicht zu erkennen. Auch die Augen sind auf dem Farbfoto viel wirkungsvoller.
    Der mehrfarbige Hintergrund ist allerdings auf dem Farbfoto weniger schön als die Grautöne auf dem s/w.

    Wie wäre es, die Bilder übereinander zu legen, den Hintergrund s/w und das Mädel in Farbe (Color-Key-Effekt)?

    Ist alles subjektiv, jeder sieht das anders, und wichtig ist letztlich, dass es Dir gefällt.

    Herzliche Grüße

    Agnes

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    • Verfasser

      Hallo Agnes, ich kann gut nachvollziehen, dass du der s/w Fotografie nicht so offen gegenüber stehst. Farbfotografie und Farbfernsehen waren eine Revolution und werden vermutlich von vielen, die die s/w-Zeit länger miterlebt haben, ganz anders wertgeschätzt. Mittlerweile gibt es ja sogar aktuelle Filme, die wieder in s/w gedreht werden. Ich mag´s, aber meine Eltern würden das anders sehen. 🙂
      Ein CK werde ich nicht daraus machen, aber Jürgens Empfehlung nacharbeiten, mal schauen. Wie unterschiedlich doch die Geschmäcker sind, denn ich mag ja gerade die Hintergrundfarben so. Danke für deinen Kommentar und viele Grüße, Conny

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  17. candyshop60 sagt:

    Ich kann es mir ja einfach machen und sagen: Das in Farbe…
    Fertig!
    Was bringt es Dir, wenn ich sage warum. Du müsstest Dir diese Frage schon ganz zu Anfang selbst gestellt haben. Mache ich diesen Shoot in SW oder in Farbe… Analog wäre das nicht so einfach. Farbfilm oder SW? Die Entscheidung könnte nicht nur Geld kosten, sondern Dich auch auf den richtigen Weg bringen. Nebenbei bei einem Shoot zu entscheiden… och das mach ich in PS oder wie auch immer nachträglich in SW, halte ich für nicht förderlich.
    Also gebe ich hier eine Meinung kund wie viele andere auch. Sei sie positiv oder negativ. Dennoch liegt die Entscheidung ganz allein bei Dir. Ich konnte Dir nicht helfen und tausend andere können es auch nicht. Oder machst Du davon Deine Entscheidung abhängig?
    1000 Fliegen finden Scheysse toll.. Also ist Scheysse toll?
    Oder anders herum: Deine Umfrage geht so 50/50 aus… was jetzt? Du bist dann immer noch am Anfang.
    Und genau aus diesem Grund stelle ich solche Fragen gar nicht erst in den Raum.
    ICH, ich ganz allein entscheide – niemand sonst.
    Es sei denn, ein immens teurer Auftrag hängt davon ab und Du musst im Team irgendwie zu einer Lösung kommen. Aber das ist eine völlig andere Geschichte und interessiert Hobbyfotografen noch nicht einmal am Rande.
    Was jetzt die ANDEREN dazu sagen, zu MEINER Entscheidung kann und darf dann durchaus unterschiedlich ausfallen. Es wird aber an meiner Entscheidung das Bild so oder so erstellt zu haben nichts ändern.
    So viel Chuzpe sollte ich als Fotograf schon haben… 🙂
    Worauf ich jetzt persönlich richtig neugierig wäre, wenn Du das Bild bei http://fokussiert.com/ einsenden und die gleiche Frage stellen würdest.
    Auf die Antwort wäre selbst ich gespannt…

    Beste Grüße aus dem Candy Shop

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    • JOLOMY sagt:

      „… Nur vor dem unwiderruflichen Schritt der Belichtung hat er noch die Wahl, zu betonen oder zu unterdrücken, die Gelegenheit, seine Darstellung in Übereienstimmung mit seinen Forderungen für den vorliegenden Fall zu verdichten, zu stilisieren und zu dramatisieren. … Ist erst einmal belichtet worden, sind die Würfel für gut oder für schlecht gefallen. … Denn das Wissen, wie etwas gemacht wird, ist wertlos, solange es nicht von dem, was man machen will, geleitet wird. …“ (A.F., 1969)

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    • Verfasser

      Über deinen Kommentar habe ich lange nachgedacht. Als „Kind“ der digitalen Fotografie habe ich mich nie entscheiden müssen, wie es analoge Fotografen tun mussten, die ohnehin meinen größten Respekt haben, aber das ist ein anderes Thema. Von Anfang an konnte ich während der Bildentwicklung entscheiden oder mich noch umentscheiden. Ich fotografiere viel in s/w, d. h., ich stelle die Kamera auf die s/w-Ansicht ein, manchmal lasse ich zusätzlich JPGs erstellen. Beim Import der RAWs habe ich natürlich dann (auch) die Farbfotos und dann revidiere ich meine Entscheidung manchmal. Ist das nun falsch oder nicht?
      Als Fotograf solltest du in der Lage sein, einzuschätzen ob das Bild, welches du siehst, das Potential für s/w hat. Das ist richtig. Aber ich würde mich nicht einschränken lassen, die Entscheidung im nachhinein zu überdenken, es sei denn, es handelt sich um den expliziten Wunsch eines Kunden. So unentschieden wie bei diesem Bild bin ich selten und ich fand die Kommentare der Leser sehr spannend, da sie auch meine Wahrnehmung erweitern. Es ist interessant, wie andere die beiden Bilder wahrnehmen. Diese Anregungen fließen in meine Überlegungen ein, manche verwerfe ich, manche speichere ich ab und auch das macht einen kleinen Teil der Entwicklung aus. Einflüsse können vielfältig sein.
      Womit du absolut Recht hast, ist die Feststellung, dass mir nur ausführlichere Kommentare diesen Input geben können, aber auch ohne sie ist das Ergebnis spannend und trotzdem entscheide am Ende ich selbst.

      LG, Conny

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