NEW YORK, A CITY IN MOTION

New York in Bewegung, in Motion, monochrom. Über den Dächern von Manhattan, Empire State Building

New York, wie komme ich in diesen Tagen bloß auf New York? Vielleicht wie der eine oder andere Blogger komme auch ich nicht am neuen Bildband des Stilpiraten vorbei, den Werner hier wunderbar appetitanregend rezensiert hat. Wenn man die Bilder ansieht, blättert man sofort – sofern vorhanden – in den eigenen NY-Bildern und kramt einige hervor.

New York fand ich großartig. Eine Stadt, die pulsiert, dich mitreißt und ihre Besonderheiten eigentlich erst offenbart, wenn du dich ganz auf sie einlässt. Die Zeit hatte ich, im Gegensatz zum Stilpiraten,  nicht. Wir waren nur 5 Tage dort, wovon wir zwei Tage ziemlich mieses Wetter hatten. New York hat mich am ersten Tag überfordert. Hamburg tickt so ganz anders. In NY sind überall Menschen und alle in Bewegung, die ganze Stadt ist in Bewegung, so ist mein Gefühl, meine Erinnerung. Und alle sind meist zu Fuß unterwegs.

Lang ist´s her und ich würde diese Stadt gern noch einmal besuchen, mit und in  meinem Tempo. Ankommen, einen Nachmittag im Central Park abhängen und die Leute beobachten, durch Manhattan oder andere Viertel streifen, einen Kaffee trinken und erst am dritten Tag die Kamera in die Hand nehmen und die Bilder kommen lassen. Wie bei einem intensiven Portrait.

25 Antworten zu NEW YORK, A CITY IN MOTION

  1. Paleica sagt:

    eine wirklich super inszenierte serie. ich war als kind mal in new york und würde die erinnerung eines tages gern auffrischen. mehr als 5 tage würde ich es dort aber garantiert nicht aushalten.

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      Hi Werner, diese Arbeiten haben ihr Finish in Photoshop bekommen. Im Grunde die Simulation einer Mehrfachbelichtung mit jeweils minimaler Verschiebung des Ausschnitts. Und dann habe ich eine Bewegungsunschärfe hinzugefügt.

      In diesem Fall ist es sehr schade, dass das Leben kein Wunschkonzert ist :-D. Irgendwann werde ich noch einmal da sein und du sicher auch. Was bei einem zweiten Besuch herauskommen kann, kann man an Steffens Bildern sehen. Wenn man nicht mehr alles anschauen muss, weil man es schon gesehen hat und sich auf etwas anderes einlassen kann.

      LG, Conny

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  2. Frau Doktor sagt:

    Ich finde auch Deine Fotos toll, jetzt wo ich natürlich wirklich schon viel über die Fotos von Steffen gestolpert bin. Toll, toll… Auch wenn ich etwas Angst hätte vor so einer großen Stadt. Aber jeder sieht das anders. Liebe Grüße nach Hamburg.

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      Danke Marion. Die Bilder kann man gar nicht vergleichen, da meine im Grunde erst in der Postproduktion ihr Finish bekommen haben. Steffen ist ja mit ´ner komischen Linse losgezogen 😉 und hat darüber einen Look kreiert. New York ist gut für Einsteiger, weil da alles sehr geordnet ist, die Straßen kästchenförmig angelegt, bieten gute Orientierung. Central Park und Brooklyn Bridge sind Markierungen und dann das Wasser. So richtig verlaufen kann man sich da nicht ;-).
      LG nach Berlin!

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  3. Bizarre, fast verstörende Fotos sind das, Conny. So ein bisschen wird einem fast schwindlig beim Betrachten – und irgendwie passt das zu New York. Das sind schon ganz besondere Fotos.
    Viele Grüße
    Ulf

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      Vielen lieben Dank, Ulf! Ich habe NY so empfunden und ein einzelnes Bild der 5th Avenue konnte das so nicht ausdrücken. Ausserdem habe ich mich für diese abstrakte Darstellung der Hotspots entschieden, weil ich denke, nur so kommt das Gefühl rüber, ohne den Blick auf „Dinge“ oder Menschen zu richten. Viele Grüße!

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  4. feigenfrucht sagt:

    Eine wirklich hervorragendes Bild, dass die Gefühle, Impressionen die Du beschreibst fotographisch unglaublich gut darstellen. Gratulation zu diesem Bild und lieben Dank fürs Teilen. Viele Grüße Andrea

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  5. hansekiki sagt:

    Moin Moin Conny,
    Absolut klasse Bilder. Sie passen sehr gut zu meinen Empfindungen, wie ich diese unbekannte Stadt aus der Ferne wahrnehme. Groß, verworren und unüberschaubar. Ich bin überrascht, daß man diesen Effekt mit Photoshop darstellen kann. Warum quäle ich für so etwas den Verschluß meiner Kamera….
    LG aus Tiflis
    Kiki

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    • Verfasser

      Tja, Kiki, vermutlich bringt es mit der Kamera einfach das größere Erfolgserlebnis und kitzelt die experimentelle Ader ;-). Ich hätte in NY damals allerdings weder die Zeit noch die Ruhe dafür gehabt. Immerhin hat es für eine Langzeitbelichtung an der Brooklyn-Bridge gereicht.
      Am Ende zählt die umgesetzte Vision, egal wie sie entstanden ist.
      Schöne Grüße und genieße die Wärme! Conny

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  6. Jan B. sagt:

    Ich finde ja New York bei Nacht besonders grossartig. Wobei es da ohne Farbe überhaupt nicht geht 😉
    Die Umsetzung Deiner Bilder gefallen mir richtig gut. Man sieht alles und doch irgendwie nichts. LG Jan

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  7. juergen61 sagt:

    Hallo Conny,
    sehr schöne Serie..und dort hinziehen…? Lieber nicht, ich war etliche male dort , auch arbeitstechnisch..und hatte auch vor dort zu bleiben…aber es ist was ganz anderes dort frei herumzulaufen als in dieser Stadt seinen Lebensunterhalt verdienen zu müssen…die permante Hektik und die 14 Stunden Businesstage….und dann der Sommer mit subtropischen feuchten 40 Grad wo du nur von Klimaanlage zu Klimaanlage rennst und 7 T-Shirts am Tage brauchst…da probiere ich es lieber erstmal mit Berlin 🙂
    Lieber Gruss, Jürgen

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    • Verfasser

      Hallo Jürgen, danke für deinen Kommentar! Nein, genau die Überlegung bezüglich der Temperaturen im Sommer hatte ich dann doch noch rechtzeitig. Das war damals das, was mich an unserem Leben in Hongkong am meisten gestört hat. Als Nordlicht bin ich dafür nicht gemacht 😉 und Berlin war in diesem Sommer kaum besser ;-). Wie, du probierst es in Berlin? Kehrst du unserer schönen Stadt nach diesem „tollen“ Sommer den Rücken? Nun, als Künstler ist man in Berlin vermutlich besser aufgehoben, weil es inspirierender sein kann. Auf jeden Fall bist du dann schneller auf Rügen :-). LG, Conny

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  8. Jörn sagt:

    Wow, Conny, deine Bearbeitungen gefallen mir sehr gut. Die haben was ganz Eigenes. Verschwommen sind sie, lassen aber genug erkennen. Und sie regen die Fantasie an. Sehr schön.

    Zu New York: Würde ich auch gern mal machen. Schon seit Jahren. Mit viel Zeit. Irgendwie will es nicht klappen.

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  9. Nora sagt:

    Liebe Conny, auch mir gefallen die NY-Fotos außerordentlich gut! Ich finde, am allerbesten kommen die Verzerrungen bei den Hochhäusern rüber, da wirkt es fast bedrohlich. Wenn ich die Fotos mit Menschen betrachte, denke ich an entfernte Traumbilder. Toller Effekt.
    LG Nora

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  10. Stefan Senf sagt:

    Hallo Conny,

    diesen Beitrag wollte ich schon seit Wochen kommentieren. Aber irgendwas ist immer. Ich sitze abends kaum noch am PC und mit dem Smartphone sind längere Kommentare lästig. Aber egal.

    Es wird dich nicht wirklich überraschen, dass mir Deine Bearbeitungen sehr gefallen. Das ist eine abstrakte aber auch für mich ‚gültige‘ Erinnerung an diese Stadt. Unverbindlichkeit vs. Ikonografie, Unruhe vs. Raster, Anonymität vs. Gedränge.Und vor allem eine Visualisierung des Gefühlten statt des nur Gesehenen. Toll.

    Ich war nur zwei Mal in New York, beide Male nur wenige Tage. Beides ist lange her. Bevor die Türme gefallen sind. Aber ja, New York steht auch bei mir noch mal auf der Liste. Der Hitze kann man aus dem Weg gehen und ich wäre einfach neugierig, wie sich die Stimmung verändert hat.

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    • Verfasser

      Hi Stefan, warum sollte mich das nicht überraschen? Bei diesen subjektiven Arbeiten bin ich immer sehr gespannt auf die Resonanz und oft sehr überrascht. Schön, dass du, der du selbst in NY warst, meine Interpretation als „‚gültige‘ Erinnerung“ beschreibst.
      Die Sache mit dem Lesen und Kommentieren kenne ich. Ein schnelles „super“ ist immer drin, aber ich mag auch gern ausführlicher kommentieren und iPhone o. a. sind dafür wirklich nicht geeignet. Und dann dauert es oder verläuft im Sande. Manchmal ist ja schon das Lesen eines längeren Artikels ein Problem, weil man dafür Zeit und Ruhe braucht, ich jedenfalls 🙂 LG, Conny

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  11. aebby sagt:

    Echt klasse! Die Umsetzung des Gefühls in New York ins Bild ist gelungen. Die Bilder sind schöne Beispiel dafür, dass es manchmal besser ist auf die „Objektivität des Bildes“ bewusst zu verzichten.

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