
Bisher habe ich den Einsatz von Lensbaby & Rüssellinse gescheut, bis ich von dem neuen Lensbaby Twist las, welches wie ein „normales“ Objektiv mit einem festen Body konzipiert wurde (es gibt auch eine Variante ohne). Eine Linse, die den Hintergrund verwirbelt und so in Verbindung mit Unschärfe ein besonderes und sehr schönes Bokeh produziert, schien mir sowohl für Portraits als auch für Aufnahmen in der Natur interessant. Und so ist sie, interessant. Ich war in den letzten Spätsommertagen mit dieser Linse unterwegs und sie macht einfach Spaß, so man die Anfangsschwierigkeiten überwunden hat. Nicht jedes Motiv eignet sich, man belichtet und fokussiert manuell. Das Fotografieren im manuellen Modus sollte man also beherrschen ;-). Ich fotografiere eh ausschließlich im M-Modus, aber ich nutze eigentlich fast immer den Autofokus. Das war erstmal sehr ungewohnt. Ausserdem kann man an der Kamera die Blende nicht wählen, dafür muss man vorn am Twist den goldenen Blendenring nutzen. Gegenlicht ist mitunter schwer zu händeln, da hätte ich mir eine Gegenlichtblende gewünscht. Dafür ist sie hübsch, irgendwie nostalgisch, leicht und klein. Und sie ist eine Festbrennweite (60mm). Mehr Reduktion geht eigentlich kaum. Dafür zahlt man im Moment ca. 300€, finde ich eigentlich ein bisschen zu teuer, aber ich habe mich nach Sichtung der ersten Bilder sofort verliebt :-).

Der Filterdurchmesser von 46mm ist kleiner als der meiner Fuji X100t (49mm), so dass ich mit einem Adapter die dafür angeschafften Filter gut nutzen kann. Da der Effekt des Twist bei Offenblende (2,5) nun mal am schönsten ist, können Graufilter Sinn machen.
Das Twist wurde für Vollformatkameras gebaut und der Einsatz am Crop-Sensor wird seitens des Herstellers nicht empfohlen. Ach ja, Bilder nachträglich zu beschneiden, ist hier auch nicht von Vorteil ;-).

Doch nun zu ein paar Bildern. Leider kann ich euch noch keine Portraits zeigen, aber Aufnahmen aus der Natur. Mit ein wenig Übung kann der Effekt der Verwirbelung zu sehr schönen und interessanten Ergebnissen führen, wie z. B. auf dem Foto der „scharfen“ Brücke:













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