Die Schönheit des Trivialen

Endlich sommerliche Temperaturen, also raus ins Naturschutzgebiet und ein lange Runde laufen. Die kleine Kamera und das Z-Stativ dabei, falls ich Lust bekomme Fotos zu machen, falls irgendetwas meine Wahrnehmung kitzelt. Und kaum bin ich ein paar Schritte in der Natur, wird mein Blick auf die kleinen, scheinbar unscheinbaren Buschwindröschen gelenkt. Der kleine Prinz hätte seine Freude an diesen wunderschönen, winzigkleinen und unbeachteten Bodendeckern gehabt. Man sieht nur mit dem Herzen gut. Mein Herz schlägt für alles Zarte, Zerbrechliche, Unbeachtete und so verliere ich mich auf den ersten Metern und bin bemüht, keine dieser kleinen Schönheiten zu zertreten, während ich sie mit der Kamera in Szene setze. Die Belichtung um eine Blende unterbelichtet zaubert ein fast nächtliches Mondlicht in die Bilder, überirdisch schön, wie ich finde.

43 Antworten zu Die Schönheit des Trivialen

  1. Stefan Senf sagt:

    Wenn die Buschwindröschen da sind, wird es wirklich Frühling. Diese weißen Tupfen im luftigen Wald, in dem die Büsche schon hellgrün leuchten, während die Kronen noch kahl und hell sind. Deine Bilder sind sehr schön und zerbrechlich.

    Und schön, von Dir zu lesen, hab erst gestern hier vorbeigeschaut, um zu sehen, ob ich ein Posting von Dir verpasst habe. 😉

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    • Verfasser

      Du bist ja auch regelmäßig im Wald unterwegs, dann nimmt man die kleinen Veränderungen viel besser wahr, als wenn man nur ab und zu einen Spaziergang dort macht. Ich muss unbedingt auch wieder regelmäßiger in den Wald, das gibt so viel Kraft.

      Die Regelmäßigkeit beim Posten läßt auch (noch) zu wünschen übrigrig, ich weiß 🙂

      LG, Conny

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  2. Seh-N-Sucht sagt:

    Bezaubernd, verzaubernd – zauberhaft 🙂 Diese Ruhe in den Bildern. Ich gehe noch was gucken … Tschö! Und Danke dafür! Wegen kreativer Wohnraumgestaltung bin ich dieses Jahr noch nicht dazu gekommen – Deine Bilder entschädigen dafür 🙂

    Herzliche Grüße
    Birgit

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    • Verfasser

      Liebe Birgit, es freut mich besonders, dass du hier visuelles Futter gefunden hast, dass dich für die kreative Wohnraumgestaltung stärkt ;-). Solche Phasen kennen wir alle und ich tauche dann auch gern in die Bilder anderer ab.

      LG, Conny

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  3. Jetamele sagt:

    Zauberhaft wurde hier jetzt schon oft benutzt, aber irgendwie passt es am besten 😉 Erinnert an Zauberkräuterpflücken im Mondschein zur richtigen Stunde 😉
    Ganz wunderschön, deine Buschwindröschen! LG, Andrea

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    • Verfasser

      Vielen Dank, Andrea! Zauberkräuterpflücken im Mondschein, lustiger Vergleich. Ein paar Zauberkräuter könnte ich gut gebrauchen, vielleicht sollte ich mal…… 😉

      LG, Conny

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      • Jetamele sagt:

        😀 ja, die können ja Wunder bewirken. 🙂
        Ich musste spontan an die Kindergeschichte von Hotzenplotz denken, wo Kaspar das Feenkraut bei Mondschein suchen und finden muss, um die Unke zu erlösen… das hat mich schon als Kind fasziniert. Irgendwie erinnern mich deine ganz einfachen kleinen, scheinbar unscheinbaren Blumen daran… 😉
        Hübsch hübsch …
        LG, Andrea

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  4. hallo conny,
    man könnte auch sagen:
    „the no-thing from which every-thing arises…“
    wobei das „no-thing“ ja vielleicht das „unergründliche“ ist, von dem
    laotse im tao te king schreibt…

    lg. martin

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  5. Ulf sagt:

    Hallo Conny,
    ich bin ja erst mal über die Bilder etwas gestolpert. Finde sie eher ungewöhnlich für dich, was Licht und Farben angeht. Aber diese dunkle, etwas düster-melancholische Stimmung macht die Fotos aus – ich habe auch sofort an nächtliche Aufnahmen mit Mond gedacht.
    Bild Nr. 5 – ist das eine Doppelbelichtung? Oder Langzeitbelichtung? Und beim letzten Foto sieht es zwischen den oberen Blütenblättern aus, als hätte das Bild Kratzer bekommen. Was ist das?
    Liebe Grüße
    Ulf

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    • Verfasser

      Hi Ulf, für die Anmutung einer Doppelbelichtung ist ein Windstoß die Ursache. Das Bild wollte ich erst löschen, fand den Effekt dann aber reizvoll. Die Kratzer sind zarte Spinnenfäden :-).

      Liebe Grüße, Conny

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  6. Nora sagt:

    Mir gefällt das, Conny, ich bin ja gern mal „poetisch“ unterwegs und kann mich auch an so kleinen Kreaturen nicht satt sehen. Toll in Szene gesetzt in der blauen Stunde.
    Liebe Grüße, Nora

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  7. Paleica sagt:

    „falsch“ zu belichten erschafft manchmal wunderwerke. hier in deinem fall passt die unterbelichtung perfekt. und du hast sie toll mit worten illustriert. sehr sehr schön!

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  8. dschungelpinguin sagt:

    Großes Kompliment. Genau das verstehe ich unter Detailfotografie auf meinem Blog https://dschungelpinguin.com. Dinge, die alltäglich da sind, kaum wahrgenommen werden und dann noch so phantastisch aussehen. Ich muss Flink zustimmen: Zauberwelten!
    Lass es im Dschungel schneien, Andreas

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