EIN SELTSAMES TIER

Vor ein paar Tagen ging ich in den Zoo
Die Sonne schien, mir war ums Herz so froh
Vor einem Käfig sah ich Leute stehn
Da ging ich hin, um mir das näher anzusehn
(Da ging ich hin, um mir das näher anzusehn)

Nicht Füttern stand auf einem großen Schild
Und bitte auch nicht reizen, da sehr wild
Erwachsene und Kinder schauten dumm
Und nur ein Wärter schaute grimmig und sehr stumm
(Und nur ein Wärter schaute grimmig und sehr stumm)

Ich fragte ihn, wie heißt denn dieses Tier?
Das ist die Freiheit, sagte er zu mir
Die gibt es jetzt so selten auf der Welt
Drum wird sie hier für wenig Geld zur Schau gestellt
(Drum wird sie hier für wenig Geld zur Schau gestellt)

Ich schaute und ich sagte, lieber Herr
Ich sehe nichts, der Käfig ist doch leer
Das ist ja gerade, sagte er, der Gag
Man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg
(Man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg)

Die Freiheit ist ein wundersames Tier
Und manche Menschen haben Angst vor ihr
Doch hinter Gitterstäben geht sie ein
Denn nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein.

Denn nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein…

Lyrics: Georg Danzer

6 Antworten zu EIN SELTSAMES TIER

  1. Sehr nachdenklich stimmend. Kommt man doch schnell zu dem Punkt, was Freiheit (persönlich gesehen) denn im letzter Konsequenz bedeutet. Und was Gitterstäbe. Die können schließlich auch da sein, ohne sicht- und spürbar zu sein.
    Dein Bild dazu drückt für mich zumindest in diesem Kontext einen sehnsüchtigen Blick auf eine gewünschte aber nicht zu erreichende Freiheit aus. Kann man doch auch außerhalb eines Käfigs eingesperrt sein.
    Danke für diesem wohltuenden Gedankenanstoß
    LG Michel

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  2. Luiza sagt:

    Wie wahr. Und man bedenke nur, in wievielen Worten das Wort Freiheit vorkommt. Und ja, weil sie so rar ist, brauchen wir sogar für einige Abwandlungen ein Gesetz.

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  3. Werner sagt:

    Mir gehen die Danzer-Worte auch nach den vielen Jahren noch immer unter die Haut. Und sie haben auch an Aktualität nichts verloren. –

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