CLOSED: PROJEKT 52/7

TOO MANY THOUGHTS

Das Jahr ist noch nicht um, aber nach knapp 5 Monaten ist es für mich an der Zeit, Konsequenzen aus meinen Erfahrungen mit meinem 52/7-Projekt zu ziehen.

Ich habe stets in Frage gestellt, ob mich ein 365-Tage-Projekt voran bringen würde, wenn ich bei anderen davon las. Das kannst du nur herausfinden, wenn du es probierst und tatsächlich hat es mir in einigen Bereichen wertvolle Erfahrungen gebracht. Ich kannte mein Equipment schon vorher sehr gut, nun kenne ich es noch besser, aber braucht es dazu tatsächlich die tägliche Fotografie?

Im Laufe des Projektes stellte ich immer mal wieder die Frage nach dem Sinn und in den letzten Wochen erschien es mir zunehmend sinnlos und wurde zum Zwang. Es ist für die Kreativität nicht förderlich, wenn du dem Entstehen von Ideen keinen Raum lassen kannst. Und wo ist der Sinn darin, aus einer schönen Serie von drei oder mehr Bildern, das eine als Tagesfoto herauszunehmen und dadurch die Aussage der Serie zu zerstören? Langsames, bewusstes Arbeiten, das Verwerfen von Ideen, die Modifikation, die Wiederholung, das Beschäftigen mit dem eigenen Kern führt sicher zu anderen Bildern, als das „Ich brauche heute noch ein Foto“. Wenn ich fotografiere, dann lasse ich mich oft ganz ein auf Stimmungen, Szenen, Situationen, Gedanken, was sehr intensiv sein kann. Danach brauche ich eine Pause. Es ist ein bisschen so, als hättest du im Kino einen ganz intensiven Film gesehen. Danach braucht man, so geht es mir jedenfalls, Ruhe und Zeit, Gedanken und Emotionen oder einfach nur die Eindrücke sacken zu lassen. Es läge für mich kein Sinn darin, gleich in den nächsten Kinofilm zu gehen, wenn mein Kopf noch voll mit Bildern des anderen ist.

Und so schließe ich das Projekt mit dem Fazit, dass ich nur blutigen Anfängern ein solches empfehlen würde. Am Anfang braucht man viel Praxis und da kann das tägliche Üben nur von Vorteil sein, damit einem Begriffe und Einstellungen in Fleisch und Blut übergehen. Wer das drauf hat, findet sicher sinnvollere Methoden sich weiterzuentwickeln oder sucht etwas anderes als ich.

Noch ein abschließender Gedanke: „Geh deinen eigenen Weg“ sagt sich so leicht und tatsächlich ist es vielleicht einfacher, als es zu sein scheint. Hast du mal probiert am Strand in den Fußstapfen anderer zu laufen? Sicher hast auch du das schnell wieder aufgegeben, weil es anstrengend ist. Das ist schwer! Du musst dich sehr konzentrieren, verlierst dein eigenes Ziel aus den Augen und kommst von deinem Weg ab. So in etwa fühlte ich mich mit dem Projekt es fühlt sich jetzt gut und richtig an, meine Ziele im Auge zu behalten und zu schauen, welche Wege mich dorthin führen. Am Ende des Jahres 365 Einzelbilder zu haben, ganz sicher nicht. 🙂

 

„Wer sein Ziel kennt, findet seinen Weg.“ (Laotse)

 

GO YOUR OWN WAY

 

49 Antworten zu CLOSED: PROJEKT 52/7

  1. Interessante Sichtweise. Danke das du an deinen Gedanken und Selbstreflektion teilhaben lässt. Finde ich richtig auf sich zu hören. Soll Spaß machen und kein zwang sein. Freu‘ mich aber trotzdem weiterhin auf Bilder von dir wenn auch nicht täglich.

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      Danke für deinen Kommentar. Wenn eines sicher ist, dann das, dass es weiterhin Bilder von mir zu sehen geben wird :-).
      Du bist jetzt bei Tag 44. Ich wünsche dir, dass dein Projekt so verläuft, wie du es dir vorgestellt hast und es für dich auch das bringt, was du dir erhoffst!

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  2. Ja – als Dein Follower sah ich es kommen! 😉
    Und es ist wirklich in keiner Weise bös‘ gemeint, wenn ich jetzt sage, daß Dein Fazit heute ein bisschen nach der Suche nach einer Entschuldigung klingt. Als jemand, der auch schon ein 365 Tage Projekt durchgezogen hat (und ich hatte schon Kamera- und Fotografier-Erfahrung), kann ich für mich sagen, daß es mir trotz aller Hürden und Widerstände viel Spaß gemacht hat und mich auch weiter gebracht hat. Ich war aber auch froh, als das Thema durch war.
    Was ich Dir aber auch sagen möchte, ist, daß ich Dich verstehe. Menschen sind in vieleng Dingen so unterschiedlich! Ich nähere mich z.B. den Motiven bei Weitem nicht so emotional, wie Du. Das Fotografieren setzt mich daher auch keinem ausgeprägten Gefühlsprozeß und keinem „Überfütterungseffekt“ aus. Ich gehe meinen Motiven optisch auf den Grund. Ich drehe und wende sie und lasse mich von ihnen inspirieren, auf welche Weise ich wohl ihren Kern hervorbringen kann. Wenn mir das gelingt macht es mich glücklich, wenn nicht so gut, dann behalte ich das Thema im Hinterkopf und lasse es arbeiten. Stress hatte ich deshalb auch dann nicht, wenn ich mal ein Foto brauchte und das sofort. Ich hatte eigentlich immer noch einen Plan B im Hinterkopf.
    Das Tolle dabei ist doch, daß es so viele Herangehensweisen an Fotografie gibt! Deine Fotos sind häufig anders, als meine es wären und trotzdem – oder gerade deswege – finde ich sie nicht selten interessant oder berührend. Ich denke, daß gerade Deine Methode der 7-Tages-Pakete vielen Fotografen neue Wege öffnen kann, die eben nicht jeden Tag fotografieren können oder wollen. Am Ende der Woche die 7 schönsten Fotos auszuwählen – egal ob thematisch zusammengehörig und an einem Tag entstanden oder als Solitäre über die Woche hinweg geschossen- das könnte für Manchen genau das Richtige sein.
    Und Du, liebe Conny, zeigst uns hoffentlich zukünftig noch viele schöne Fotos, die in Deinem eigenen, individuellen Rhythmus entstanden sind! 🙂
    Grüße von Stefan

    PS: Seit meinem Projektabschluss genieße ich zwar meine Zeit, aber ich bin auch ganz klar auf Entzug! Ich muss mir da etwas überlegen… 😉

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    • Verfasser

      Ja, Stefan, da sprichst du einen wichtigen Punkt an, wenn du schreibst, dass wir uns Motiven sehr unterschiedlich nähern, die Emotionalität spielt auch eine Rolle, genau. Jeder ist anders und will woanders hin. Und tatsächlich macht es diese Vielfalt, auch da hast du Recht. Womit du Unrecht hast, ist die Idee, dass ich eine Entschuldigung suche. Nein, so ist das nicht. Ich fühle mich nicht schuldig (wem gegenüber auch?) und habe wirklich ein ganz klares, gutes Gefühl mit dieser Entscheidung. Die Leitfrage war: „Ist es für meine Ziele der richtige Weg?“ Und das kann ich komplett verneinen. Das hättest du vermutlich anders beantwort, wenn du dir die Frage gestellt hättest.

      Entzug? 😀 Na, dann lass dir schnell etwas einfallen. Im akuten Fall könnte dir vermutlich deine Kamera helfen 😀 😉

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  3. DirkBee sagt:

    Ich sehe das auch nicht als Entschuldigung, was Du da schreibst. Eher als recht selbstkritische Bestandsaufnahme und Selbstreflektion. So gesehen ist ein 365-Tage-Projekt durchaus sinnvoll. Um sich auch selber und seine Art zu fotografieren besser kennen zu lernen. Und auch seinen Umgang mit Dingen wie Zielerreichung oder auch Aufgeben besser kennen zu lernen. Du hast erreicht, dass Du Dich und Deine Art zu fotografieren besser kennst. Von daher also ein Gewinn.

    Ich würde so ein Projekt erst gar nicht anfangen, da ich die Phasen kenne, wo ich ideenlos durch die Gegend wandle. Und die Kamera lieber auch mal ein paar Tage oder Wochen nicht anfasse, bis mein Geist wieder frei ist. Bis ich wieder Lust drauf habe. Fotografie war und ist für mich schon immer ein Ausgleich gewesen, den ich nach dem Lustprinzip betrieben habe. Würde ich unter Druck handeln, käme am Ende das Gegenteil von dem raus, was ich erreichen wollte.

    Ich hab ein wenig in Deinem Archiv gestöbert. Da sind richtig tolle Sachen dabei. Aber wenn es Dich am Ende nur noch aussaugt, dann ist auch das am Ende nix.

    Also lieber frei und unbeschwert herangehen und das fotografieren, was Du willst und wann Du willst.

    Ich freue mich auf neue Bilder von Dir

    LG Dirk

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  4. ROLLECK sagt:

    Hallo Conny,

    ich kann das sehr gut nachvollziehen. Habe selber auch schon überlegt so eine 365-Tage/Bilder-Nummer zu starten, aber wegen genau einiger der von Dir genannten Gründe nicht gemacht.
    Das wird dann irgendwie zum Muss. Ich habe Phasen da läuft es und dann Phasen, da läuft es eben nicht so wie ich es gerne hätte und nichts funktioniert wie gewünscht. Vor allem aber kann ich persönlich keine Bilder „unter Druck“ machen. Merke das teilweise schon bei der (wirklich tollen) Pabuca-Sache, wie ich zwanghaft nach Ideen und Motiven suche 😉 Einerseits öffnet man sich zwar dabei neuen Sichtweisen und Überlegungen. Anderseits muss sich das aber auch irgendwie mit dem Spaß die Waage halten. Und es nützt meiner Meinung nach nicht viel, wenn man das Gefühl oder die „Verpflichtung“ hat, jetzt unbedingt Bilder „produzieren“ und „liefern“ zu müssen. Von daher, alles richtig gemacht und immer locker bleiben und bloß keinen Stress beim Hobby aufkommen lassen 😀 😉

    Gruß
    Stefan

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  5. Jo sagt:

    Super (!!!) geschrieben! Ich pers. schaue mir solche Projekte immer mit einem Schmunzeln an und warte auf den Tag wo genau das passiert. Das hat nun garnichts mit Schadenfreude oder sonstwas zu tun, aber es ist nun mal wie es ist… alles was unter (und wenn es auch der selbst auferlegte ist) Zwang geschieht, geht kurz über lang den berühmten Bach runter. Ich lasse immer öfter (im Privaten) die Kamera zu Hause, um eben den Ideen freien Lauf zu lassen und Futter zu geben… das ist toll. Ich ärgere mich auch nicht über vllt. verpasste shots, es ist alles ganz easy.
    Das Ganze treibe ich noch auf die Spitze, in dem ich meine Ausrüstung komplett links liegen lasse und mich ganz anderen Dingen widme, wie z. B. verschiedenen Drucktechniken. So abgelenkt kehrt man wieder aufgetankt zurück zur Basis, ob analog oder digital. Ob mit uralten Schätzchen oder den aktuellen Topmodellen, denen jeder der etwas auf sich hält stets hinterher jagt. (wie auch den stets akt. Vers. von PS, LR, Ai usw.)

    Was wollte ich eigentlich sagen? Achja richtig, ich finde es gut, dass du das Projekt eingestellt hast. das wird dir gut tun. 😉

    so – und wenn ich nun bullshit geschrieben habe, seht es mir nach. ich war so begeistert, dass ich diese Zeilen einfach aus der Lameng herunterschrieb. Schönes WE euch allen! 🙂

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  6. sagt:

    Es gibt einen schönen Spruch der auf den Fotografen Ansel Adams zurückgehen soll:

    „12 gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute“ .

    Ich würde die Zahl vielleicht verdoppel oder verdreifachen, aber täglich gute Fotos erzwingen funktioniert nicht.
    Klar ist es wichtig zu üben und sich regelmäßig zu zwingen kreativ zu arbeiten, aber täglich?
    Ich kann deine Endscheidung voll und ganz verstehen und finde es mutig das du dich an dem Projekt versucht hast.
    Die 365 Tages Projekte oder die 52er Projekte findet man auf sehr vielen Blogs und nach meinem empfinden kommt da sehr wenig gute Fotos raus.

    Ich finde es besser wenn man sich ein Projekt sucht das Thematisch fokusiert ist und an dem kontinuierlich arbeitet.

    Beste Grüße

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      Ich glaube ja, dass die Kreativität, die zu wirklich guten Ergebnissen führt, die ist, die tief aus deinem Inneren kommt und dazu muss man sich nicht zwingen. Sie kommt und überrollt dich 😉

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  7. hansekiki sagt:

    Moin Conny,
    wenn es einen nicht weiter bringt, sondern eher stört, oder geradezu hemmt, muß man aufhören. Es deutete sich ja schon einmal an, da Du dieses Projekt ja schon von Deinem Blog verlagert hast, um einfach auch andere Sachen zeigen zu können. Ich hab erst letzte Woche wieder nachgeschaut, da waren wieder einige Fotografien von Zettelchen, eigentlich eine super Idee, eine Durststrecke auf diese Art und Weise zu dokumentieren, aber es stimmte den Betrachter auch schon etwas nachdenklich. Ich bin immer noch beeindruckt von Deinen Bildern, die bis zum jetzigen Zeitpunkt in diesem Projekt gezeigt wurden, alle Hochachtung! Es ist in der Fotografie doch häufig so, daß gewisse Projekte einen für eine gewisse Zeit begeistern, aber zwischendurch auch ruhen sollten, damit das Interesse gewahrt bleibt. Ideen und Kreativität kann man nicht erzwingen, das kommt von selbst, wenn die Zeit und die Stimmung passen. Das weißt gerade Du sehr genau, da Deine Arbeiten dies auch zeigen. Von daher, gut, daß Du den Absprung geschafft hast.
    Wünsche dir ein schönes Wochenende und LG
    kiki

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  8. Es gibt da einen schönen Spruch:

    Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute. -Ansel Adams

    Vielleicht kann man die zahl heutzutage verdoppeln oder verdreifachen aber eine 365 wird es nicht 🙂

    Die 365 Tages Projekte haben mich noch nie Überzeugt!
    Dabei kommen meiner Meinung nach nur wenig gute Fotos heraus.
    Was ich besser finde ist, wenn man an einem Thematischen Projekt arbeitet, dann hat man am Ende nicht x Fotos, sondern ein Fotoreihe zu einem abgeschlossenes Thema.

    Ich finde es trotzdem klasse das du ich an dem Projekt versucht hast.
    Beste Grüße

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  9. joergkruth sagt:

    Ein Projekt, das viele gute Fotos und eine gute Entscheidung hervorbrachte. Ich bin gespannt, wie Du die Fotos später noch einmal in ihrer Gesamtheit ansiehst. Schönes Wochenende! Jörg

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  10. twilight sagt:

    Ich habe auch mal angefangen mit dem Vorsatz, jeden Tag ein Foto zu posten. Nach gut einem halben Jahr habe ich den Vorsatz aufgegeben. Nun kommen jede Woche 3-4 Artikel von mir. Inzwischen poste ich allerdings nicht nur Bilder, sondern auch Kurzgeschichten.
    Ich kann Dich gut verstehen. Es ist doch wichtig, dass es Dir Spaß macht und nicht zum Zwang wird! Dein Schritt ist m.E. die Voraussetzung dafür, dass Dein Blog noch lange lebt. Ich drücke Dir die Daumen dafür!
    Ich freue mich auch künftig Bilder von Dir zu sehen!
    Viele Grüße, Rainer

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  11. derarchinaut sagt:

    Hallo Conny!

    Um – der Uhrzeit angemessen – so kurz wie möglich zu antworten: Ich find’s schade.

    Und ein-zwei Sätze ausführlicher: Ich verstehe Dich auch. Offen gesagt ist das die Grund, warum ich mir dieses Jahr nur 4 x 13 statt 52 Bilder vorgenommen habe.(von 57 x 7 ganz zu schweigen). Wenn ein Quartal vorbei ist, darf man den Gedanken fallen lassen und um einen neuen Kreisen. Das tut gut. Zumal wenn man merkt, dass man sich auf etwas versteift hat, das nur teilweise funktioniert…

    Um neue Gedanken und Projekte kreisen, das wirst Du auch tun. Nur ohne das selbst auferlegte Korsett. Was mich angeht, so hilft mir das Korsett auch dieses Jahr. Es hilft, auch nach langen Arbeitstagen oder an kurzen Wochenenden die Kamera zu schnappen und loszuziehen. Und wenn ich das erst geschafft habe, dann merke ich immer, wie sich plötzlich mein Blick öffnet.

    Nein. Nicht immer. Auch nicht ‚immer öfter‘. Aber immerhin oft.Und das ist besser als nichts.

    Liebe Grüße: Stefan (noch einer… 😉

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      Hi Stefan, danke für deine Gedanken, 4×13 hört sich auf jeden Fall machbar an :-). Ich habe deinen Artikel über Kreativität mit großem Interesse gelesen und hoffe, dass ich es schaffe, dazu noch etwas zu schreiben. LG, Conny

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  12. Hi Conny,

    völlig richtige Entscheidung, finde ich.

    Jeden Tag fotografieren (müssen) ist in der freien wie auch in der professionellen Fotografie meiner Meinung nach kontraproduktiv. Man braucht Pausen und Raum für neue Ideen und neue Freude am Machen.

    Ein 365-Tage-Bild-Projekt ist m.E. auch ein Versuch, lauter unzusammenhängenden Bildern eine Art Rahmen zu verpassen, der die Ergebnisse irgendwie aufwerten soll.

    Es ist aber sehr viel sinnvoller und gewinnbringender, seine Einzelbilder zu entwickeln – z.B. in Serien oder Thementableaus | Bildergeschichten | Assoziationsketten usw.. Ohne Zeitdruck. Daraus entsteht ein viel größeres „Mehr“.

    Viele Grüße
    Christian

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    • Verfasser

      Hi Christian,

      „Ein 365-Tage-Bild-Projekt ist m.E. auch ein Versuch, lauter unzusammenhängenden Bildern eine Art Rahmen zu verpassen, der die Ergebnisse irgendwie aufwerten soll.“

      Damit hast du sicher in vielen Fällen recht. Ausnahmen sind dabei die 365-Tage-Selbstportrait-Serien, die eine andere Art der Auseinandersetzung zum Ziel haben und vermutlich sehr aufwändig sind.
      Der von dir beschriebene Weg zu dem möglichen „Mehr“ soll jetzt auch einen größeren Raum in mir bekommen. 🙂

      Liebe Grüße

      Conny

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  13. autopict sagt:

    Jetzt ist das Projekt vorbei und erst am Tag -1 stolpere ich bewusst über deinen Blog. Vielleicht gut so.
    Wenn ich auch meinen Senf dazugeben darf, ich finde diese Projekte zwar interessant aber schwierig. Zum einen das eigenen Niveau zu halten ist nicht ohne, beim einen oder anderen Projekt das ich gesehen habe, frage ich mich schon nach der Sinnhaftigkeit. Zum anderen, meine ich, geht es ja auch nicht nur um sich selbst (oder doch?) sondern auch um die Reflektionen mit anderen Menschen, Kommentare lesen, beantworten, selbst andere Dinge anschauen. Das bindet unheimlich viel Zeit. Und die muss man sich eben auch nehmen, neben den Nebentätigkeiten wie Arbeit und evtl. Familie oder auch nur das Fotografieren.
    Mir ist in der letzten Zeit ein paar Mal die Luft ausgegangen, Material hab ich genug, ohne jetzt die Qualität zu beurteilen. Und dann muss man eben Prioritäten setzen.
    So, jetzt sollte ich mal schauen, was du eigentlich gebloggt hast. Vielleicht hab ich ja auch Müll geschrieben….
    Frohes Weiterfotografieren.
    😉

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  14. Luiza sagt:

    Wahrscheinlich hast Du Recht mit den blutigen Anfängern. In jedem Fall aber damit, dass Kreativität und Ideen Raum brauchen. Ich sehe das genau so und mache schon länger bei keinen Projekten mehr mit. Verfolge zwar das eine oder andere, aber die Ideen und Aufgabenstellungen sind bei den meistens äusserst langweilig 🙂 [schaffe es nicht mal einen Award zu Ende zu schreiben…]

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    • Verfasser

      Stimmt, es gibt wenige gute Projekte oder besser gesagt, ich kenne nur wenige gute. Ich glaube, dass viele Projekte eh nur wegen der Backlinks ins Leben gerufen werden und aus demselben Grund nehmen manche an so vielen Projekten teil. Vermutlich wäre ein Weg, ein Projekt mit ausgewählten, interessierten und motivierten Fotografen zu veranstalten, denn den Austausch und die gegenseitige Inspiration denke ich, kann enorm bereichernd sein. Die Idee behalte ich mal im Kopf :-). Danke für deinen Kommentar 🙂

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  15. Sebastian sagt:

    Ich denke, es gibt wie überall auch unter den Fotografen solche und solche. Bei manchen kann so ein Projekt die Kreativität fördern und zu mehr Engagement führen. Bei anderen, die ihre Kamera gerne auch mal eine Woche links liegen lassen, funktioniert es einfach nicht. So schön und ehrgeizig solche Projekte auch sind: Ich bin der Meinung, dass sie nicht wichtig genug sind, um sich davon stressen zu lassen.

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  16. Ray Catcher sagt:

    Man, da habe ich ja was verpasst die Tage.

    Ich finde deine Entscheidung konsequent. Aus meiner Sicht sollen Projekte inspirieren (und Austausch anregen). Die fotografische Weiterentwicklung kommt dann von selbst, wenn man für ein Thema brennt. So ein 365 Tage Projekt blockiert mich aber mehr, weil mir der Raum für eine Fokussierung genommen wird. Denn 365 Tage heißt auch, immer was anderes zu machen, was gerade in den Kopf kommt oder auf dem Weg liegt, sonst wäre es -auch mit Zwang- eine schier unlösbare Aufgabe, es sei denn man hat gaaanz viel Zeit.

    Insofern freue ich mich, dass das Pabuca-Projekt zusagt, weil -wie du sagst- man aussetzen kann. Aber auch, weil man zielgerichtet über längere Zeit suchen und damit entdecken kann. So jedenfalls bei mir.

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    • Verfasser

      Na ja, man könnte auch 365 Tage etwas entwickeln, rein theoretisch. Und es gibt Leute, die 365 Tage lang ein Selbstportrait von sich machen, im Wald, auf dem Autofriedhof…… Wie man das schafft, ist mir schleierhaft. Der Raum für die Fokussierung fehlt. Die Formulierung gefällt mir und spiegelt mein Gefühl dazu wider.

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  17. aebby sagt:

    Mir gehts ganz ähnlich, deshalb habe ich mich bei meinen Beiläufigkeiten auf keine feste Frequenz festgelegt 😉 Danke fürs Teilen Deiner Gedanken.

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  18. juergen61 sagt:

    hallo conny,
    als Berufsfotograf muss ich an 365 tagen im Jahr fotografieren..meinetwegen können es auch ein paar mehr sein….wegen dem Finanzamt….aber das sagt nichts über die Qualität der Arbeit….die ist gut genug und technisch perfekt und im sinne des kunden….und ich bekomme mein geld…auch gut…ABER : meine mir wichtige freie Arbeit geht eher nach dem Motto 2 schritte vorwärts und 1 schritt zurück, manchmal , ganz selten auch mal 3 schritte vorwärts…und hast du 10 bilder fertig weisst du das die ersten beiden schon nicht mehr die Qualität der letzten beiden haben…also nochmal ran…und manches fotografiert man 5-6 mal über die Jahre bis man/frau …das eine bild hat…oben schreibt jemand von grossen Herrn adams…und ich stimme zu..bilderflut kann nicht der weg sein und niemand schafft 365 bildet in halbwegs guter Qualität im Jahr..ich schaffe 20.000 im Jahr und 6-8 gute….so gut das sie in die mappe kommen und ich sie auch in 2 Jahren noch gut finde.
    daher gilt für mich : das Thema ist die Festlegung…die Arbeit daran kostet zeit, und das Ergebnis soll gut sein…wie lange es dann dauert weiss ich nach 25 Jahren Berufstätigkeit immer noch nicht !
    aber ich freue mich wenn du einfach uns weiter gute und schöne und interessante bildet zeigst…das muss nicht jeden tag sein 🙂
    lieber gruss, Jürgen

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    • Verfasser

      Hallo Jürgen, vielen Dank für den Einblick in die Gedanken eines Voll-Profis. „Das Thema ist die Festlegung“. Das sollte der Rahmen sein, in dem ein Projekt stattfindet. Wenn es eine additive Serie ist, kann man jeden Tag sammeln gehen, aber das ist nicht so meins. Ich habe andere Ideen und insofern wird es Bilder geben, wie sie die Betrachtenden beurteilen, sei ihnen überlassen. Und wenn ich es endlich schaffe, die Ideen, die mir im Kopf rumwabern, praktisch umzusetzen, würde ich auch wieder überzeugter bloggen :-D.

      Liebe Grüße zurück, Conny 🙂

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    • Verfasser

      Jürgen, übrigens hat der Christian Ahrens dir hier in den Kommentaren geantwortet und du kannst es ohne diesen Hinweis vermutlich nicht sehen. Er schreibt:

      „Hallo Jürgen,

      Deine Stadtland-Bilder sind sehr schön. Und ich hoffe sehr, dass Du nicht wirklich 365 Tage im Jahr auftragsbedingt fotografierst. Man braucht Zeit dazwischen, um sich zu regenerieren und die Spannung wieder aufzubauen. Mir sind 3 Tage / Woche eigentlich schon grenzwertig.

      Viele Grüße
      Christian“

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  19. Hallo Jürgen,

    Deine Stadtland-Bilder sind sehr schön. Und ich hoffe sehr, dass Du nicht wirklich 365 Tage im Jahr auftragsbedingt fotografierst. Man braucht Zeit dazwischen, um sich zu regenerieren und die Spannung wieder aufzubauen. Mir sind 3 Tage / Woche eigentlich schon grenzwertig.

    Viele Grüße
    Christian

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