Blumen über Blumen, viele Fotografen sind infiziert vom Blumenvirus. Gerade sah ich auf FotoTV einen Vortrag eines Fotografen, der von Blumen und Pflanzen geradezu besessen war und um die ganze Welt gereist ist, um besondere Exemplare vor die Linse zu bekommen. Ich mag Blütenportraits, so sie gut fotografiert sind, gerne anschauen, aber es ist nicht mein – wie sagt man so schön – Sujet. Allerdings fasziniert mich, wie sich manche Schnittblumen im Laufe des Absterbens und Trocknens zu wahren Schönheiten entwickeln. Sie verlieren die Farbe, bekommen aber skurrile Formen und wunderschöne Strukturen mit dem Verlust des Wassers in den Zellen. Und so habe ich einen Strauß Tulpen einige Monate in der Vase belassen und sie jetzt endlich fotografiert.
Ich habe mit verschiedenen Hintergründen experimentiert. Die erste Wahl war ein Schwarzer, dann natürlich weiß, aber auch ein tuftiger Stoff und Tageslicht im Hintergrund. Je nach Ausgangsbild habe ich unterschiedliche Entwicklungen ausprobiert, aber diese Bilder sind die, die ich zuerst umgesetzt habe und die mir am allerbesten gefallen, weil hier z. T. ein fast schon metallisch anmutender Glanz und stark herausgearbeitete Strukturen das Wesen der vertrockneten Schönheiten betonen.
Zur Technik: Ich habe bei diesen Bildern von der einen Seite einen Blitz und auf der anderen einen Aufheller benutzt. Das geht gerade bei relativ kleinen Objekten auch gut mit einem kleinen Stück weißem Styropor, es muss nicht gleich ein professioneller Aufheller sein. Man sieht durch den Sucher dann sehr schön, welche Stellen man aufhellt und kann das sehr gezielt einsetzen.
Dies ist mein Beitrag zu Magic Monday.





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