52/7 – 10

64 THE OTHER SIDE
64 THE OTHER SIDE
65 DREAMY LAKE
65 DREAMY LAKE
66 POINT OF VIEW
66 POINT OF VIEW
67 THE WHITE ONE
67 THE WHITE ONE
68 FAT BOB
68 FAT BOB
69 BREDENBEKER TEICH
69 BREDENBEKER TEICH
70 TAKE A WALK
70 TAKE A WALK

70 Tage, das ist schon eine Hausnummer. Die 10. Woche ist deutlich beeinflusst von dem frühlingshaftem Wetter, bei dem man ja nur raus will und jeden Sonnenstrahl genießen. Am ersten Tag war ich (mal wieder) auf dem Friedhof. THE OTHER SIDE zeigt eine Brücke auf dem Ohlsdorfer Friedhof und der Titel ist natürlich doppeldeutig. DREAMY LAKE entstand am nächsten Tag. Was für ein Glück, noch einen nebeligen Morgen erleben zu dürfen. Wieder wunderschön, aber ganz anders, weil an diesem Morgen keine Sonne schien, fast noch schöner. Mein Lieblingsbild dieser Woche. In den folgenden drei Tagen habe ich mich mit Perspektivwechsel beschäftigt, was aber keineswegs zu dem Ergebnis geführt hat, dass ich komplett andere Bilder gemacht habe. Mein Auge ist ein Gewohnheitstier und liebt offensichtlich die Mitte, Fluchten. Immer wieder nehme ich solche Bilder auf. Selbst wenn ich das ungeliebte und ungewohnte Super-Weitwinkel benutze, kommt dabei ein Bild mit einer mittigen Flucht heraus :-(. Oder Schatten oder Reflexionen…..)

Insgesamt bin ich lockerer in meinen Ansprüchen und habe wieder mehr Spaß. Ich weiß, dass ich nicht immer kreativ sein kann. Manchmal ist es eben ein Bild, was ich normalerweise nie zeigen würde. Und an manchen Tagen ist eine Idee da und ich mache Bilder, die ich (noch) nicht zeigen will, weil ich damit noch etwas anderes vor habe und es mir noch nicht „fertig“ scheint, vielleicht noch einmal anders fotografiert oder umgesetzt werden will.

Eine Erkenntnis habe ich aber: Auch wenn ich denke, heute kommt kein (mir) Bild (und ich mir schon den Text, den ich statt eines Bildes veröffentliche, ausdenke), brauche ich mich nur auf eine Situation, einen Ort einlassen und es kommt. Es kommt immer. Fotografie braucht Achtsamkeit.

14 Antworten zu 52/7 – 10

  1. boxertreiber sagt:

    Besonders schön finde ich den Waldweg, ruhig und kräftig. Der letzte Satz im Text ist wohl zu wahr, leider lässt das Leben nicht immer die notwendige Aufmerksamkeit zu 😉

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  2. Die gefallen mir allesamt. Dreamy Lake und The White One sind aber meine Favoriten. Ersteres wegen der ganz besonderen Stimmung, das andere weil es so ungewöhnlich ist.
    LG, Gilles

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  3. bei ‚The other side‘ wirkt es echt so, als ob die Schatten der Bäume mit deinen verschmelzen. Es sind offenbar nur die der Bäume. Lässt man aber den Kopf raus, könnten es auch deine Schatten sein.

    Ein schöner Kommentar von dir über deine Ansprüche. Du sollst sie ruhig alle zeigen.. ..den sie sind schön und inspirieren. …und die Achtsamkeit kommt durch den Mut es zu wagen.

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  4. Frau Doktor sagt:

    Also ich finde Deine Bilder sehr kreativ und mit sehr viel Gefühl gemacht. Deine Erkenntnisse dabei kann ich nur unterschreiben und einige der Kommentare hier auch. Was der Boxertreiber schreibt oder der Markus Mehring würde ich ebenso unterschreiben. Gut das mir meine Krankheit gerade Zeit gibt hier in Ruhe zu lesen 🙂

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    • Verfasser

      Ich werde mich jetzt aber nicht über deine Krankheit freuen ;-). Vermutlich weiß nur jeder selbst einzuschätzen, ob er kreativ ist oder nicht. Meine Ideen, die ich nicht umgesetzt habe, kenne nur ich. Vielleicht sehe ich auch mal wieder den Begriff einfach zu eng. Was genau ist eigentlich Kreativität? Ist man automatisch kreativ, wenn man Bilder macht? Wenn du deine Bilder mit Texturen versiehst und aufwändig ein Bild erstellst, was eben nicht mehr nur das Abbild einer Rose ist, dann ist das kreativ. Ach, ich verstricke mich gerade in Definitionen, darüber muss ich nochmal nachdenken :-). Gute Besserung!

      Edit: Wikipedia „Kreativität“ hat mich vor zu viel Grübeln geschützt. Ja, auch ich bin per Definition kreativ 😀

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  5. Du hast mich mit deinem letzten Satz doch sehr zum Denken gebracht. Achtsam sein: Oh ja. Aber das gilt für das ganze Leben.
    Diese Woche spiegeln deine Fotos das Wetter und den Frühling wieder. Auch das gehört zum Projekt… Es ist eine Chronik des Jahres,deines Jahres. – Mein Favorit ist der See…. Das Foto weckt Sehnsüchte bei mir.
    Lg,
    Werner

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    • Verfasser

      Ach Luiza, Die Fat Bob wird noch einmal fotografiert. Wir hatten eigentlich eine coole Location, mit alten Eisenbahnschienen, aber ich hatte nicht daran gedacht, dass man bei der gewählten Perspektive davon gar nichts sieht und so fehlt mir in dem Bild der Hintergrund. Alles Erfahrungswerte. Jedenfalls hatte ich deine Bilder im Kopf, als ich sie fotografierte 🙂

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  6. Ray Catcher sagt:

    Dreamy Lake ist mein eindeutiger Favorit. Die Stimmung, die Spiegelung, der Ausschnitt, die Farben. Herrlich.

    Spaß ist Pflicht beim Fotografieren, finde ich, sonst wird es verkrampft und verkopft. Schön, dass du dich hier auf dem gutem Weg siehst.

    Natürlich gilt es auch, an sich zu arbeiten, also auch Dinge zu probieren, die der gewohnten Arbeit widersprechen und dann auch kräftig in die Hose gehen können. Oder „Kill your Darling“: Bilder, an denen man sich festbeißt, in die Tonne zu werfen, wenn sie einfach nicht die Idee transportieren wollen, die man hat. Aber der kreative Impuls sollte frei sein. Kreativ heißt aber einfach nur, etwas zu erschaffen. Das muss nicht immer neu sein. Mich hat dieser Gedanke etwas befreit.

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