Playdate I – Verlasse die Komfortzone und arbeite mit dem Gegenteil

Playdates I – Verlasse die Komfortzone und arbeite mit dem Gegenteil.

Im ersten Playdate geht es darum, die eigenen Komfortzonen zu analysieren und dann gezielt zu verlassen. Jeder Fotograf, ob Amateur oder Berufsfotograf, wird bei ehrlichem Überlegen
feststellen, dass sich bestimmte Routinen eingeschlichen haben. Man fotografiert vielleicht immer mit denselben Objektiven, entscheidet sich immer wieder für
eine bestimmte Art der Bildgestaltung, fotografiert bequemerweise an Orten, die man schon kennt, wählt ähnliche Motive, fotografiert grundsätzlich nur bei gutem Wetter, nur mit Blende 8, nur mit Offenblende oder…… Es gibt so viele Möglichkeiten. Um das herauszufinden, muss man manchmal auch Widerstände loslassen. Ein intensiver Blick in die eigene Bilderdatenbank kann beim Entlarven helfen. Im Tun hilft ein wenig Achtsamkeit. Denkt einmal darüber nach. Wo sind eure Komfortzonen?
„Kreativität bedeutet aber nicht, die gewohnten Strukturen und Pfade weiter auszutreten, sondern sich dem Wagnis zu stellen, neue Wege zu gehen.“
Robert Mertens: „Kreative Fotopraxis“ S. 72
Katrin und ich haben uns verabredet, im ersten Playdate diese Komfortzonen zu verlassen. Autsch, das tut schon beim ersten Überlegen ein bisschen weh, denn das Wort „Komfort“ impliziert Gemütlichkeit, sich wohlfühlen, vertraut sein. Die Komfortzone zu verlassen, bedeutet auch, ein bisschen zurück zum Anfang zu gehen. Sich auf etwas einzulassen, was einem nicht vertraut ist. Sich selbst herauszufordern, seine Wahrnehmung zu ändern.
Schauen wir mal, was für Erfahrungen wir dabei machen.
Mögen die Spiele beginnen :-). Für das erste Spiel haben wir uns mindestens bis Mitte Mai Zeit eingeräumt. Dann werden wir auf unseren Blogs darüber berichten.

 

Ihr seid natürlich herzlich eingeladen, die Playdates als Anreiz für eigene Überlegungen und Umsetzungen zu nutzen.

 

Inspiration für dieses Playdate ist der Workshop „Fotografieren Sie das Gegenteil“ aus dem Buch „Der eigene Blick“ von Robert Mertens, S. 27, erschienen im Rheinwerk-Verlag.

13 Antworten zu Playdate I – Verlasse die Komfortzone und arbeite mit dem Gegenteil

  1. Stefan Senf sagt:

    Ich bin jetzt ein bisschen neidisch auf Euch beide 😀 Ein tolles langfristiges Projekt! Ich bin sehr gespannt.

    Zum Thema ‚Komfortzone‘: das Gegenteil wäre wohl ‚unkomfortabel‘. Was wäre das wohl bei mir? Muss ich erst mal drüber nachdenken. Es ist offensichtlich, dass man damit für sich selbst einen neuen Blick erarbeitet. Jeder Mensch ist bequem, glaube ich. Das liegt in unserer Natur. Es äußert sich nur ganz verschieden. Ob das was man sich durch das Verlassen der Komfortzone erarbeitet auch für andere neu ist, wird spannend zu beobachten sein. 😉

    Habt Spaß. Trotzdem.

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    • Verfasser

      Ob das auch für andere neu ist, ist spielt hier keine Rolle, es geht um uns und unser Tun und unsere Erfahrungen damit. Im besten Fall gelingt es uns, uns selbst zu überraschen, da bin ich selbst gespannt. Das Gegenteil meint hier nicht nur, es anders zu tun, als es komfortabel ist, sondern auch mal das Gegenteil zu denken. Herr Mertens regt an, den ersten Impuls umzudrehen, das Gegenteil zu machen. Und das ist spannend, aber auch nicht gerade einfach. Unweigerlich denkst du um, nimmst neue Perspektiven ein.
      Danke, Spaß werden wir haben!
      LG, Conny

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  2. Seh-N-Sucht sagt:

    Solche fotografischen Aufgaben gefallen mir. Ohne Zeitdruck einfach mal Neues ausprobieren. Neue Erfahrungen sammeln. Ich bin gespannt auf die Umsetzung – Deine und auch Katrins. Viel Spaß dabei!

    LG Birgit

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  3. Winterlicht sagt:

    Ach wie schön. Das Buch ist toll, oder? Ich lese es auch gerade und bin ganz begeistert, weil es so wunderbar meine Kreativität unterstützt bzw. mir neue Blickwinkel und Ideen einbringt. Ich mag es und ich mag, dass Ihr Euch (auch) darauf einlasst. Viel Spaß! Und ich bin sehr auf Eure Ergebnisse gespannt.

    Gruß, Annett

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    • Verfasser

      Mir gefällt das Buch auch sehr gut, die Ansätze von Robert Mertens sind in vielerlei Hinsicht anders, nachhaltiger, tiefgründiger als jene von manch anderem Autor. Wir werden aber unterschiedliche Bücher und Workshops nutzen.
      Danke für deinen netten Kommentar, Annett.
      LG, Conny

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  4. Chaeau! Oft ist ja bereits der erste Schritt, DER Schritt. – Ich bin sehr gespannt. Was auch immer passiert: Ob Ihr was zeigt oder nicht, ob Ihr Erfolg habt (oder nicht – und was ist das eigentlich?)…. Es werden Erfahrungen gemacht. Und das ist weiter besser, als immer nur darüber zu schreiben.
    Viel Spaß!
    Lg,
    Werner

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  5. linsenwerk sagt:

    Liest sich interessant. Bin gespannt, was dabei so alles an fotografischen Ergebnissen „rauskommt“. Viel Erfolg, oder besser Spaß!

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  6. aebby sagt:

    Super Projekt, bin gespannt. Ein wenig bereue ich es, dass ich damals auf Deinen Aufruf hin nicht geschrieben habe, ich hatte das Hamburg und Umgebung zu ernst genommen. Wie dem auch sei – das mit der Komfortzone ist ein starker Auftakt. Am Wochenende habe ich einen Ort gefunden, der förmlich nach einem Bild schreit. Das Bild liegt aber weit außerhalb meiner Komfortzone, jetzt bin ich am Grübeln 😉

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    • Verfasser

      Nun, ich hoffe, du grübelst darüber, wie du das Bild umsetzen kannst :-). Darauf bin ich gespannt.

      Ja, ich hatte das eigentlich genauso ernst genommen, aber Katrin hat mich überzeugt, das wir auch über die Distanz etwas finden, was umsetzbar ist. Machmal kommt es anders……

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