Bilder und Worte sind ein gutes Team

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Ein Bild, dass ohne Worte nciht auskommt. Friedhofsgedenkbaum für Obdachlose von Hinz und Kunzt in Hamburg

In der letzten Playdates-Aufgabe sollte ich mit 5-7 Bildern eine Geschichte erzählen, die ohne Worte auskommt. Für mich lag die Herausforderung vor allem darin, keinen Satz dazu schreiben zu dürfen. Ich mag Bilder ohne Worte nicht so und mache mir seit einiger Zeit Gedanken darüber.


„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Im Original: „One Look is Worth A Thousand Words.“  (Werbeslogan von Fred R. Barnard)

Ist das so? Wenn ich die Werbung mal aussen vor lasse und mich nur auf die Fotografie beziehe, muss ich dem widersprechen. Ohne einen begleitenden Text wird der Betrachter im besten Fall zum Bild eigene Interpretationen finden, was völlig in Ordnung sein kann. Die Frage ist, ob es das ist, was ich mit meinen Bildern erreichen möchte. Und ob es auch das ist, was ich beim Betrachten der Bilder anderer tun möchte. Neulich bemängelte eine Ausstellungsbesucherin während einer Führung, dass ihr durch die kurzen Texte neben den Bildern, der eigene Zugang, die eigene Interpretation und Auseinandersetzung genommen würde. Ich empfinde das nicht so. Mich lassen einzelne Bilder oder Serien ohne Text manchmal ratlos zurück. Besonders wichtig waren die zusätzlichen Informationen z. B. bei einem Projekt der Landschaftsfotografin Donna J. Wan, vor deren Bilder ich in den Deichtorhallen stand, den Begleittext aber übersehen hatte. Seht euch die Bilder auf ihrer Webseite an. Allenfalls der Titel der Serie „Death wooed us“ könnte in die richtige Richtung weisen. Ohne jegliche Erläuterung betrachtet man Landschaftsaufnahmen, was sie genau genommen auch sind. Die Intention der Fotografin war aber eine andere. Sie fotografierte Plätze, an denen sich Menschen das Leben genommen haben. Hier http://www.leverage-magazine.com/donna-wan-fotografiert-orte-an-denen-menschen-suizid-begangen-haben/ könnt ihr näheres dazu lesen. Mit dieser Information erreichen die Bilder eine gänzlich andere Wirkung bei mir und vermutlich auch bei anderen. Im Journalismus ergänzen sich Bild und Text ganz selbstverständlich, da ist das eine ohne das andere kaum vorstellbar. Im Bildbänden finde ich einleitende und/oder einstimmende Texte wichtig. Diese Texte setzen eine Klammer um die Fotos bzw. die Serie. Die Bilder werden in einen Kontext gesetzt und dies erleichtert es dem Betrachter, sie zu lesen, der Text verdeutlicht ihre Aussage. Im Idealfall gibt es also eine Beziehung zwischen Text und Bild, es entsteht quasi ein gutes Team.

 

"Dirty Secrets" - Ein Titel, der funktioniert
„Dirty Secrets“ – Ein Titel, der funktioniert

Für mich gibt es noch einen weiteren Punkt. Der Text schafft die Verbindung zwischen den Bildern und mir, die ich brauche. Deswegen besuche ich nur ab und zu und sehr wenige reine Foto-Blogs. Wenn ich dort einen Post öffne und nur ein Bild ohne ein weiteres Wort sehe, schließe ich die Seite meist wieder. Es ist, als würde ich den Fernseher einschalten und hätte keinen Ton. Eigentlich reichen ein bis zwei Sätze, um eine Verbindung herzustellen, wie z. B. die Beschreibung des Ortes, der Situation, des Gefühls oder ähnlichem. Aber die brauche ich, wenn sie nicht auf einer anderen Ebene stattfindet, z. B. durch eine persönliche Beziehung zu dem

Enfach nur ein Bild
Enfach nur ein Bild

 

Fotografen oder Blogger. Manchmal (!) reicht auch ein sehr guter Bild-Titel, nämlich dann, wenn er die Erläuterung übernimmt, mir eine Idee der Intention des Fotografen gibt. (Vorsicht ist übrigens bei großen, plakativen Titeln geboten, die den Bildern eine Bedeutung geben, die diese nicht halten können. Das wirkt oft überzogen und lässt das Bild gegen die erweckten Erwartungen geradezu verblassen. Es gibt diese Bilder, die einfach nur ein Bild sind und zu dem einem einfach keine Worte einfallen 😉 ) Es gibt auch noch den Sonderfall Online-Galerien. Wenn ich durch reine Foto-Galerien scrolle, wie z. B. 500px, habe ich diesen Anspruch nicht, da weiß ich von vornherein, worauf ich mich einlasse.


„Gute Bilder erzählen eine Geschichte“


Auch diese Behauptung gerät bei genauer Betrachtung ins Wanken. Ein „gutes Bild“ mag bei seinen Betrachtern erreichen, dass ihre Fantasie 

MAID´S SUNDAY
Erzählt es eine Geschichte? Erfindest du sie nicht gerade?

Blüten treibt und sie sich eine Geschichte dazu denken, aber es ist die Geschichte der Betrachter, nicht unbedingt die, die der Fotograf gesehen hat und vielleicht schon gar nicht die, die tatsächlich passiert ist. Es ist eine Sache der Interpretation oder auch der Manipulation. Ein Foto zeigt den Sekundenbruchteil des Geschehens und alles was vor- und nachher passiert, denken wir uns dazu, wobei wir auf unsere Erfahrungen, Erlerntes, also unsere Sozialisation und kulturelle Prägung zurückgreifen, was erklären kann, warum vielleicht mehrere Menschen eine gleiche oder zumindest ähnliche Geschichte im Bild erkennen. Um eine Geschichte zu erzählen, braucht es meines Erachtens im Idealfall ein paar mehr Bilder. Besonders gefällt es mir, wenn Gedichte, Lyrik, Haikus oder Geschichten mit passenden Bildern verbunden werden. Das nimmt mich mit auf eine Reise, in eine Stimmung und ich kann mich ganz darauf einlassen. Selbst dann werde ich noch meine Interpretation mit in die Betrachtung bringen.

 

In meinem Fazit schließe ich mich kurz und bündig Allard an, der da sagte:

Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam viel stärker als alleine (William Albert Allard)

Und Ihr, was denkt ihr dazu?

38 Antworten zu Bilder und Worte sind ein gutes Team

  1. miasraum sagt:

    Ich denke, das ist schwierig dies pauschal zu beantworten. Ich habe Bilder gesehen, die mich so bewegt haben, dass mich der Text nicht mehr interessiert hat. Ich habe aber auch Texte gelesen, die mich berührt haben und die Bilder fand ich unpassend. Ich denke alles, was zählt, ist das Berühren der Seele. Sei es durch das Wort oder durch das Bild. Es ist wohl eine Kunst sowohl, als auch hinzukriegen! Da ist wohl jeder Mensch anders und eigen. Mal bewegt mich ein Bild, mal bewegt mich ein Wort. Aber das ist doch auch das Schöne an alledem: Es Jedem Recht machen geht nicht, aber ein paar Seelen streifen ist möglich. Vielleicht reicht das auch?

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  2. heixko sagt:

    Ich kann Deinen Gedanken schon zustimmen, kann aber auch verstehen, wenn das jemand anders sieht und nur das Bild auf sich wirken lassen möchte.
    Ich selbst tue mich unheimlich schwer, meinen Bildern einen Titel zu geben – obwohl ich Bildtitel gut finde. Meist wird es dann der Name der Person oder der Sache, die ich fotografiert habe. Wahrscheinlich, weil ich selten Emotionen oder etwas abstraktes ausdrücken möchte, sondern eher beschreibe.
    Obwohl… vermittelt ein Bild nicht immer auch ein Gefühl oder zumindest eine Stimmung??? Mhh…

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    • Verfasser

      So ganz verstehen kann ich das halt nicht. Ich akzeptiere es natürlich, jeder soll das machen wie er möchte.
      Bildtitel sind in der Tat immer eine schwierige Entscheidung.
      Ein Bild weckt im günstigen Fall eine Empfindung im Betrachter, so würde ich das formulieren. Und die kann sehr unterschiedlich sein, so individuell wie die Betrachter. Aber man kann lange darüber nachdenken, ich finde das Thema sehr spannend und ich freue mich über deine Beteiligung!

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  3. juergen61 sagt:

    Hallo Conny,
    ein schweres Thema was sich vermutlich nie klar beantworten lässt…es gibt einfach zu viele Möglichkeiten der Kombination Schrift – Bild …. und dann kommt hinzu das jede der Möglichkeiten auch noch bei verschiedenen Betrachtern verschiedene Überlegungen und Gefühle auslösen…was der eine als übertrieben empfindet sieht der andere als gelungene Provokation..gerade die Werbung spielt ja mit diesen Möglichkeiten….ich gebe meinen Bildern keine Titel…und in meinem Blog dient der Titel lediglich dazu die Geschichte anzumoderieren…er muss mit dem dazugehörigen Bild nicht zwingend was zu tun haben….eins weiss ich aber genau : Bilder wie die des kleinen toten Jungen am Strand , oder Bilder aus Auschwitz z.B. brauchen keinen Titel…das Unbeschreibbare sollte nicht durch Text versucht werden zu etwas Verständlichem zu degenerieren
    Lieber Gruss, Jürgen

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    • Verfasser

      Damit hast du völlig Recht, Jürgen. Bilder brauchen nicht grundsätzlich Titel und bei manchen verbietet sich das.
      Die verschiedenen Haltungen dazu sind es, die mich in die Auseinandersetzung mit dem Thema gebracht haben. Mich interessiert die Haltung anderer dazu. Vielen Dank für deine Gedanken!
      LG, Conny

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  4. Stefan sagt:

    Hallo Conny,
    das sind große Themenfässer die man pauschal und vor allem nicht kurz nicht beantworten kann. Dem Fotothema „Suizid“ stehe ich kritisch gegenüber. Man sollte Suizide nicht mit Kunstgriffen dramatisieren oder romantisieren und nicht die Orte dazu zeigen. Was Fotoblogs und deren Betreiber betrifft die 1 Foto ohne Text zeigen oder ohne Titel sagen mir Like or leave it. Bei denen heißt es dann wohl abgeliked. Da mache ich die Seite zu. Das hat für mich nicht viel mit einem Blog zu tun und passt vermutlich besser drüben bei den anderen Kanälen. Grundsätzlich kommt es auf den Kontext an. Ein Foto das eine menschenleere Wüste zeigt ist zuerst nichtssagend. Mit der Information, dass dort jemand vor wenigen Stunden geköpft wurde, bekommt es eine andere Wirkung. Vor wenigen Tagen verstarb der Magnum-Fotograf Marc Riboud, der u.a. mit seinem Foto von einem Blumenmädchen berühmt wurde. Dieses Foto braucht keinen Text. Es sagt mehr als Tausend Worte. Wir leben nun mal in einer Zeit der Bildertsunamis wo jeder fotografieren kann und mit seinem Smartphone live filmen kann. Dadurch verschieben sich Sichtweisen und mittels der sozialen Kanäle bekommen Fotos eine ganz andere Geschwindigkeit und Bedeutung und letztlich auch Einfluss.
    Was die Titel für Fotos betrifft, so versuche ich einen stimmigen begleitenden Titel zu wählen. Der Titel darf im besten Sinne die Betrachter einladen und sich im positiven Fall mitnehmen und inspirieren zu lassen. Dazu ein begleitendes Gedicht oder Zitat…rundet alles ab. Dem Ausspruch von Allard am Ende schließe ich mich auch an.
    Liebe Grüße,
    Stefan

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    • Jolomy sagt:

      Ein Ausstellungsbild braucht keine Worte, nur einen Titel. Unsere Bilder haben eine Bildlegende, die nicht direkt Erklärung ist, sondern eher ein verbaler Kontext des Bildes, der es eingrenzt … Wir schreiben sie zu einem Bild und liefern das Bild zu dem Text. (Henri Cartier-Bresson in einem Interview von 1951)

      Der Kontext zum erwähnten Photoschuß von Marc Riboud war den damaligen Lesern wohl bekannt, so wie viele Menschen sich gut erinnern, wo sie waren, was sie gerade taten usw., wenn sie die Clips von den Twin Towers heute sehen …

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    • Verfasser

      „Grundsätzlich kommt es auf den Kontext an.“ Ja, das wird der Schlüssel sein. Wie ich auch schrieb, erwarte ich auf reinen Bilder-Plattformen keinen Text, vermisse ihn aber oft und treibe mich tatsächlich nicht so viel dort herum. Über deine Aussage, dass das Blumenmädchen-Bild keine Worte braucht, könnte man diskutieren, denn dazu vielen mir einige Gegenargumente ein, aber ich will es nicht auf die Spitze treiben :-).

      Den Aspekt der Bilderflut im visuellen Zeitalter habe bewusst wieder herausgenommen, weil der Artikel ausgeufert wäre. Aber wir scheinen mehr und mehr visuell und plakativ zu kommunizieren, je kürzer und bunter die Botschaft, je größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie zumindest für einen Moment in der Flut wahrgenommen wird. Ausstellungsräume und Blogs sind zwei Bereiche (von vielen), in denen es nicht so sein muss und die Freiheit gilt es zu genießen :-).

      LG, Conny

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  5. Hallo Conny,
    interessanter Text, den du da geschrieben hast, weil er etwas aufgreift, worüber ich mir noch nie Gedanken gemacht habe.
    Aus meiner Sicht ist es so, dass es Fotos und Fotoserien gibt, die zumindest einen einleitenden Text benötigen – wenn bei jedem Foto etwas steht, macht das manchmal vielleicht auch einen kreativen Sehensprozess kaputt. Und es gibt Fotos, die sprechen für sich … Letztendlich muss das jeder Fotograf einfach für sich entscheiden, ob und wie viel er zu seinen Fotos sagen will. Ich finde beides legitim und in Ordnung. Und wenn etwas gesagt werden muss: Manchmal reicht ja schon ein Ort und eine Jahreszahl, wo und wann das Foto entstanden ist. Zu viele Wörter finde ich jedenfalls manchmal auch ermüdend – außer man will eben die Bilder mit Geschichten verbinden – und das machst du ja ganz gerne und mag ich auch …
    Liebe Grüße, Ulf

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    • Verfasser

      Klar, Ulf, legitim ist das, keine Frage! Mich erreicht es aber nur selten. Der kreativer Sehprozess ist ein guter Punkt, denn er bringt unsere Interpretation hervor und möglicherweise haben die mit dem Gezeigten gar nichts mehr viel zu tun ;-), deswegen ist es mir einfach lieber, wenn der Fotograf seine Bilder in einen Kontext stellt, innerhalb dessen mir ja trotzdem Raum für Interpretation und genaue Betrachtung bleibt.
      Andere mögen vielleicht auch gar keine Worte zu Bildern, haben gar keine Lust etwas zu lesen. Oder, wie die Ausstellungsbesucherin, wollen gar nichts wissen. Man muss die Täfelchen mit den erklärenden Worten ja nicht lesen oder liest sie erst hinterher.
      Und stimmt, oft reichen Informationen zum Aufnahmezeitraum- und Ort, na ja, das ist schon knapp :-).

      LG, Conny

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  6. hansekiki sagt:

    Moin Conny,
    ich denke, es kommt auch oft auf das gerne drauf an, welches Thema man gerade beackert 😉 Bei vielen „street“ Geschichten sind Erklärungen oft überflüssig, da die Szene für sich selbst sprechen soll. Dokumentarfotografie geht oft in die gleiche Richtung. Allerdings sind oft ein paar Worte zur Entstehungsgeschichte unverzichtbar, damit der Betrachter weiß wie er dies zu verknüpfen hat.
    Oft ist es gewünscht, daß sich der Betrachter seine eigenen Geschichten ausdenkt, da soll die Aufnahme nur der Denkanstoß sein. Vieles benötigt allerdings eine kleine Einführung, ich finde das gut, weil man dann auch etwas über die Intention des Verfassers zu seiner Bildidee erfährt. Ich stimme dir zu, daß manche Bilder einfach auch ein paar Worte brauchen, damit der Betrachter überhaupt weiß, worum es bei dieser Aufnahme geht. Das sollte man auch nicht als Qualitätsminderung einstufen, sondern als Bereicherung.
    Ich hab’s nicht so mit Worten, wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich mit dem Fotografieren angefangen habe. Bilder statt Aufsatz, warum gab es das nicht schon zu Schulzeiten 😉
    Oft kann ein Foto auch ein Ventil für die eigenen Emotionen sein. Dies im Blog zu beschreiben ist nicht jedermann’s Sache, weil es dann schon sehr persönlich werden kann. ich behalte solche Dinge lieber für mich, da muß es dann mit einem Bild einfach reichen. 😉
    LG kiki

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    • Verfasser

      Moin Kiki,
      da sind wir sehr nah beieinander. Den letzten Punkt habe ich bisher nicht bedacht, obwohl ich das selbst schon gemacht habe. Stimmt, solche Bilder gibt es.
      Auch auf die Idee, dass man von ein paar begleitenden Worten auf die Qualität eines Fotos schliessen könnte ist mir auch noch nicht gekommen. Aber so mögen vielleicht manche Menschen denken.
      Danke für deine Gedanken und liebe Grüße!

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  7. tikerscherk sagt:

    Ich schließe mich Dir an: Wort und Bild bilden (im Idealfall ein gutes Team). Ein Bild allein erzählt (meistens) keine Geschichte, wir erfinden sie beim Betrachten, wie Du richtig schreibst.
    Das aber ist genau der Punkt: die Besucherin der Ausstellung, die sich von den Begleittexten gestört fühlte, wollte vielleicht keine Geschichte erzählt bekommen, sondern eine erfinden. Selbst kreativ werden. So, wie ich in der Schule in 5 Bildern, die uns vorgegeben waren den Plot erkennen und aufschreiben sollte. Hat mir damals viel Spaß gemacht.
    Es gibt einen Fotografen, der seine BIlder bei flickr zeigt, dessen Arbeit ist so eindrücklich und die Bilder z.T so „krass“, dass man auf keinen Fall auch noch einen Text dazu möchte. Das wäre dann wirklich zu explizit.
    Mal so, mal so, würde ich also sagen.

    Schöne Grüße aus Kreuzberg!

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    • Verfasser

      Als ich deinen Kommentar las, war ich wirklich erstaunt. Du hast mir etwas gut erklärt, was ich so nicht hätte erklären können, da ich anders denke. Ja, das kann natürlich gut sein, dass sie einfach kreativ sein wollte und nicht den Anspruch hatte, den Fotografen bzw. dessen Gedanken zu verstehen.
      Ja, ich kann mir vorstellen, dass es so krasse Bilder gibt, das jeder Buchstabe zu viel wird. Würde mich interessieren, von welchem Fotografen du sprichst. Falls du den Link posten magst?

      Danke für deine Gedanken und schöne Grüße zurück!

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  8. Paleica sagt:

    das spinnennetz-bild ist der absolute hammer, weil es künstlerisch einfach wunderschön ist. das leitet irgendwie über zu der meinung, die ich wohl dazu habe. ich glaube, es gibt solche und solche bilder. welche, die einfach nur den zweck haben, schön zu sein oder technisch ausgefeilt, eben etwas visuelles/ästhetisches zu sein. für diese bilder ist es auch in ordnung, wenn sie ohne worte auskommen. allerdings stelle ich langsam fest, nach einer gewissen zeit des overloads solcher bilder, dass sie langweilig werden. langfristig interessant bleiben für mich eben auch diese bilder, die einen kontext haben und herstellen. ich möchte mich beim betrachten der bilder in die person, die das bild produziert hat, hineinversetzen können. ich möchte mitgenommen werden. darum ein klares JA zu bildtexten.

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    • Verfasser

      Da geht es uns gleich und vielleicht hat das tatsächlich mit dem overload, den Massen zu tun. Das kann gut sein. Früher habe ich mir gern einfach nur Bilder angesehen. Darüber kann ich jetzt noch mal nachdenken, danke für die Anregung!

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  9. EIn jeder mag für sich entscheiden, wie er es am liebsten hat.
    EIn Foto kann für sich stehen, eine Reihe von Fotos können für sich stehen. Entscheidend sind wohl Inhalte und Machart; also so etwas wie „Qualität“.
    So verhält es sich auch mit Texten: Was gibt es Schlimmeres, als einen Texter, der seinen Text nicht beherrscht? Schlimmstenfalls verderben seine Worte gute Fotos. Wie tragisch.
    Entscheidend ist wie an anderen Stellen in der Kunst: Versteht der Künstler sein Handwerk? Die Herausforderung in der Fotografie ist das Massenphänomen, was jeden zum Künstler werden läßt. 🙂
    Liebe Grüße,
    Werner

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    • Verfasser

      Natürlich entscheidet das jeder für sich, das will und kann ich niemandem vorschreiben.

      Ja, auch da ist was dran. Es kann Text geben, der ein Bild verdirbt, allerdings ist er mir zum Glück noch nicht begegnet :-).

      Auch an dich danke für deine Zeilen und liebe Grüße zurück!

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      • 🙂 Mir begegnen täglich ( na ja, immer dann wenn ich im Netz auf Blogs unterwegs bin) eine Reihe schlechter Texte… Immer wieder gern genommen: Reiseberichte, deren Wortbeiträge zu einer chronologischen Ablaufbeschreibung verkommen. Da klicke ich gleich weg, egal wie gut die Fotos sein mögen.

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  10. Katrin sagt:

    Wieder zurück von einem Kurztrip in meine gefühlte Heimatstadt – da habe ich ab und zu der Frage nachgehangen 😉 ich bin ja echt keine Text-Fan, das fällt mir auch immer sehr schwer, da was zu schreiben, weil ich manches nicht unbedingt in Worte fassen will – weil es dann für mich vielleicht auch ein wenig den Zauber verliert? – und mich manchmal auch wirklich ärgere, wenn mir jemand per Titel schon vorgibt, was ich da sehe und ich mir das lieber selbst erschlossen hätte.

    Falls es einen Text gibt, lese ich ihn in der Regel schon, wenn er nicht zu lang ist und für mich Bedeutung hat. Manchmal ist das Getextete so abgehoben, dass ich da nicht mitkommen will.

    Auf meinem Blog schreibe ich in der Regel ein paar Worte dazu, wie die Bilder entstanden sind oder in welcher Stimmung ich beim Fotografieren war und ich mag es auch bei anderen Blogs eher nicht so gerne, wenn ich gar nix dazu erfahre – ich lese einen Blog ja unter anderem auch, weil ich was von dem Menschen erfahren möchte, der da schreibt.

    In einer Ausstellung möchte ich nicht so gerne Texte dazu haben, da stört es mich eher.

    Für mich kommt es offenbar doch sehr auf das Medium und den Zusammenhang an, in dem ich dem Bild begegne.

    Liebe Grüße
    Katrin

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    • Verfasser

      Interessant, dass auch du den Werken lieber selbst auf den Grund gehst. Wie ich oben schon schrieb, ist mir das eher fremd. Aber ich habe mir vorgenommen, diesbezüglich zu experimentieren.
      Texte dienen in erster Linie dazu, den Leser zu erreichen, deshalb waren mit komplett abgehobene Texte auch immer suspekt, weil sie scheinbar gar nicht zur Kommunikation gedacht sind ;-).
      Ja, der Kontext ist wichtig, das stimmt.

      LG, Conny

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  11. Stefan Senf sagt:

    Liebe Conny,

    Ein toller Artikel ist das und tolle Leser hast Du! Es ist ein Vergnügen so eine Diskussion zu Lesen. Man könnte glatt all den Frust, den unsere moderne Medienwelt uns mittlerweile beschert vergessen 😉

    Zum Thema kann man fast keinen neuen Aspekt mehr hinzufügen. Es gibt Situationen und Genres, die begleitende Worte entbehrlich machen, in der Regel sehe ich es aber wie Du. Text ist toll. Und schon ein gut gewählter Bildtitel schickt einen auf eine Reise, gibt den Gedanken noch einen Schubs, lässt einen mehr teilhaben.

    Du weißt, ich mag meistens auf ein paar Worte auch nicht verzichten. Und gleichzeitig sehe ich oft Bilder, die das gar nicht brauchen. Dann frage ich mich, ob ich einfach nicht gut genug fotografiere, um auf Worte verzichten zu können. Das ist hoffentlich Quatsch und Gleichzeitig muss ich mit diesem Gedanken leben können. Kann ich auch. Ich schreib einfach drüber. Das hilft 😀

    Lieben Gruß in den Norden: Steff

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    • Verfasser

      Das ist Quatsch, Steff! Z. B. hat Erwitt tatsächlich jede Menge Bilder fotografiert, die ohne Text auskommen, weil sein Humor förmlich aus den Bildern spricht. Oder sagen wir besser, wir interpretieren die Bilder kollektiv gleich ;-). Andere Bilder brauchen vielleicht noch ergänzende Worte, wobei scheinbar nicht für jeden, aber für mich und vielleicht für andere. Andere Bilder funktionieren seit Jahren (Napalm-Mädchen), aber falsch. Das führt jetzt zu weit……

      Ja, meine Leser sind großartig und darüber freue ich mich immer wieder! Ich nehme aus dieser Diskussion im Groben mit, dass es sehr unterschiedliche Zugänge zu Bildern gibt und nicht jeder einen Text oder ein paar Worte dazu braucht. Zunindest nicht in jedem Kontext und manchmal scheint Text eher zu stören. Und man manchmal auch nur mit einem Bild etwas vage andeuten mag, aber nicht durch Worte vertiefen möchte.

      Liebe Grüße nach Stuttgart 🙂
      Conny

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  12. Seh-N-Sucht sagt:

    Schon ein interessantes Thema, wobei ich denke – ein Bild spricht für sich, wenn es denn überhaupt „sprechen“ muss. WIE es spricht, kommt auf den an, der Dir die Geschichte erzählt und auch auf Dich, die Du mit Deiner Erfahrung dieses Bild „liest“! Das ist das spannende an Bildern.

    Die Sicht auf ein Bild ist aber immer Subjektiv und dafür gibt es kein richtig oder falsch. Subjektiv ist das, was Du, oder Ich oder wer auch immer, beim Betrachten des Bildes empfindet und hängt immer auch davon ab, in welchem Verhältnis man zum Fotografen steht und ob du diesen, wenn Du ihn kennst eher sympathisch oder unsympathisch findest, welche Lebenserfahrungen, Vorlieben oder Abneigungen man selber hat, was man schon erlebt hat und vor allem wie tolerant man gegenüber anderen Sichtweisen ist. Und da ist der Titel eher zweitrangig.

    Ein Bild mit Titel lenkt den Betrachter – ein Bild ohne Titel gibt ihm den freien Raum für eigene Gedanken. Ein Bild ohne Titel ist mir wesentlich sympathischer als ein Titel der DSC5693, CR2_4356 oder dergleichen heißt. So etwas findet man oft bei 500px und ich finde das sehr oberflächlich und es stört mich sehr. Irgendwie lieblos…

    Das was oft fehlt ist der Austausch über das was man sieht und ein Feedback an den Bildautor, den Fotografen. Es gibt sicherlich auch z.B. Gedichte, die Du anders liest, als der Autor sich es gedacht hat. 😉 Feedback – geht in der Masse der Bilder unter. Zeit dafür nimmt sich selten jemand Ein wirklicher Austausch kommt nicht zustande, weil Bilder nur noch „weggewischt“ werden. Kaum jemand nimmt sich wirklich Zeit für Bilder. Wie lange schaut sich der „Durchschnittsbetrachter“ Dein Bild an? Kritik wird immer nur in vermeintlich „positiver“ Form gegeben. Vermeintlich? – darum, weil auch ein kritisierter Mangel positiv ist. Vielleicht positiver als das Lob, weil es hilft sich zu verändern, wenn man es möchte. Diskussion wird oft gescheut, was ich auch verstehen kann, weil es genügende Menschen gibt, die solche Diskussionen gar nicht mehr führen können – da schaue man sich nur mal die Fotoforen an. Lobhudelei oder Haue – aber keine wirklicher Austausch.

    Da wären wir an dem Punkt – wer „liest“ mein Bild? Welche Kompetenz hat die Person. Ist es jemand, der sich mit Fotos auseinander setzt oder unsere alte Tante Käthe, die uns generell lobt, die Bilder ganz anders schaut als jemand, der sich damit auseinander setzt? Für wen muss das Bild den Titel haben?

    Ich habe mir die Bilder von Donna Wan absichtlich erst mal ohne Info angeschaut. Ok – Landschaftsaufnahmen – schlicht gehalten. Dann habe ich den ersten Teil des Textes gelesen dann bekommt man schon Gänsehaut – so schöne Orte und dann solch eine Geschichte. Irgendwie drücken diese Bilder aber – für mich – nicht das Gefühl aus der Situation derer, die sich umgebracht haben. Jetzt kann ich natürlich nicht sagen, wie das Gefühl wirklich ist, wenn man an diesem Punkt ist, aber ich stelle es mir ausweglos, hilflos, DUNKEL vor, niemanden zu haben, dem man sich anvertrauen kann, keine Hoffnung mehr zu haben, dass sich die Situation ändern kann. Allem wirklich ein Ende zu setzen sieht für mich anders aus. Aber vielleicht sollten die Bilder ja auch im Gegensatz zu der Situation stehen und eher ohne dieses Gefühl sein um im Kontrast zum Titel zu stehen. Provokation? Also weiter lesen: Sie ist also selber betroffen – Depressionen und Suizidgedanken …irritiert bin ich allemal – Sog, Isolation und Beklemmung verspüre ich nur sofern als das ich es nicht verstehen kann – es ist so, dass ich nicht verstehe was hinter dem „Nebel“ liegt.

    Beim Betrachten der Bilder habe ich dieses Ende nicht gesehen und nicht vermutet. Landschaft mit einem üblen Beigeschmack. Ohne die Worte wäre ich hier nicht auf Ideen in diese Richtung gekommen.

    Es gibt immer wieder Bilder, die für sich sprechen … aktuell erinnere ich mich z.B. an dieses hier https://fokussiert.com/2016/07/29/nacharbeitung-xxl-was-nicht-zu-erreichen-scheint-und-doch-so-nahe/
    es hätte – für mich – keine Erklärung gebraucht.

    Auch bei diesem wäre für mich kein Titel notwendig gewesen
    https://500px.com/photo/60887508/love-story-by-bryan-leung

    Der Verwendungszweck … Es kommt vielleicht auch darauf an, ob ich vielleicht nur ein schönes Bild mit der Einladung zum Träumen mache, Dinge einfach mal anders zu sehen oder eines, was auch eine tiefere Geschichte erzählt, oder „nur“ einen Ort zeigt – es gibt bestimmt viele Intentionen Fotos zu machen und zu zeigen. Und auch bei 500px findet man wirklich sehr gute Bilder. Und 500px zeigt den Titel in den Übersichten nicht an – wenn ich es aber groß klicke, dann hat mich das Bild schon aus irgendeinem Grund gepackt und dann erst sehe ich den Titel. Manchmal bin ich dann sehr überrascht 

    Viel schlimmer als ein fehlender Titel ist für mich die Tatsache, dass Fotos oft nur im Briefmarkenformat gezeigt werden, so wie z.B. das letzte Foto in deinem Beitrag. Ich muss schon die Zoomfunktion nutzen, um überhaupt was zu erkennen. Dadurch wird es aber sehr „weich“ oder unscharf.

    Erzählt es eine Geschichte? Nein – für mich nicht – aber nicht, weil es keinen Titel hat – ich finde es ist zu wuselig – zu viele mögliche Geschichten. Ich hätte mir gewünscht, dass der Fotograf bei der Entwicklung des Fotos meinen Blick ein wenig auf das Wesentliche gelenkt hätte, um mir das zu zeigen, auf das ER/SIE Wert gelegt hat, was ER/SIE in diesem Moment wahrgenommen hat. DAS kann die Kamera leider nicht – wir können das Drumherum ausblenden – die Kamera zeigt alles – wir nehmen selektiv wahr – die Kamera kann das nicht. Daher ist auch Bildentwicklung in meinen Augen ein sehr wichtiger Vorgang und gehört zum Fotografieren dazu. Mit wenigen Mitteln hätte mein Blick auf die Pediküre gelenkt werden könne. Oder auf das Mädchen mit der weißen Tüte und der dunklen Tüte auf der Mauer oder auch auf das Pärchen – die beiden langhaarigen Personen rechts der Fußpflegerin. Was mir fehlt ist hier nicht der Titel, sondern die Führung.

    Ein Bildtitel ist für mich ein wenig so, wie wenn man in der Schule die Interpretation zum Gedicht oder Buch gleich mitliest anstatt sich erst mal selber die Gedanken dazu zu machen 😉 Dennoch stimme ich Dir zu – manchmal kommt man nicht umhin ihn zu kennen um die Bilder zu verstehen. Eine versteckte Variante würde mir gefallen – so zum erstmal selber denken und dann nachgucken, ob man auf der richtigen Fährte war.

    Und manchmal ist es auch Musik, die ich beim Fotografieren höre – Titel und Musik gehören zusammen… so wie hier … http://www.seh-n-sucht.de/BLOG/2068-the-waltz/ – wer auf die Noten klickt bekommt sie zu hören  Wer auf das Bild klickt bekommt es groß 🙂

    Liebe Grüße Birgit

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    • Verfasser

      Fotos in Briefmarkengröße kann ich auch nicht ausstehen :-). Ich habe sie hier zur visuellen Untermalung ausnahmsweise ganz bewusst so klein hinterlegt, weil ich hoffte zu vermeiden, dass sie zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, was offensichtlich nicht grundsätzlich gelungen ist. Normalerweise zeige ich Fotos immer ausreichend groß ;-).
      Das letzte Bild wäre allerdings auch in groß nicht schöner anzusehen (leider!). Es ist gnadenlos verrauscht und auch nicht ganz scharf. Interessant, dass das Foto auf dich so wirkt. Die Fotografin, auf dieser Seite wie immer ich ;-), findet nämlich, dass der Blick durch die Rampe geführt wird, aber damit liegen wir halt auseinander.

      Nicht jeder mag sich so ausführlich mit Fotos auseinandersetzen und sie auch noch konstruktiv kritisieren. Schließlich weiß man ja nicht, ob der Fotograf überhaupt eine Kritik wünscht. Das möchte und mag nicht jeder und auch das muss man respektieren. Es ist ein Unterschied, ob jemand sagt: „Schau, was ich für ein Bild gemacht habe.“ Oder: „Was hältst du von diesem Bild?“ Ich finde es daher sehr hilfreich, wenn jemand ausdrücklich darum bittet. Und selbst dann bin ich damit immer behutsam. Was in den Foren so los ist, kann ich nicht beurteilen. Dort bin ich nahezu nie unterwegs, da mich die Blogger-Szene schon auslastet :-D.

      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und die vielen interessanten Gedanken.

      LG, Conny

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      • Seh-N-Sucht sagt:

        Also wenn ich meine Bilder öffentlich zeige – und Internet ist nun mal öffentlich – dann muss ich, wenn ich die Kommentarfunktion auf habe, auch damit rechnen, dass mir Leute da was drunter schreiben, vielleicht sogar etwas, was mir gerade nicht so in den Kram passt. 🙂

        Ansonsten reicht ja auch der LIKE-Button – da können nur welche klicken, die es mögen – und es ist nicht mit bösen Worten zu rechnen. 😉

        Daher gehe ich davon aus, dass Leute die Kommentare an haben auch mit Austausch rechnen 🙂 Und ja – natürlich darf jeder das sagen, was er zu dem Thema denkt. Es ist doch nur die Meinung des anderen. Wir können doch nicht alle gleicher Meinung sein. Ich bin Dir doch nicht böse, weil Du vielleicht anderer Meinung bist. Nein – ganz im Gegenteil – ich kann doch daraus auch profitieren. Anders hat doch nichts mit richtig oder falsch zu tun.

        Allein das Wort KRITIK positiv zu sehen ist ein Schritt in die richtige Richtung 🙂

        LG Birgit

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        • Verfasser

          Kritik positiv zu sehen oder konstruktiv zu formulieren, hat aber nicht jeder Mensch gelernt und manche sind auch einfach sensibel und man kennt sein Gegenüber in der Regel nicht. Behutsam zu sein tut keiner Seite weh. 🙂

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      • Seh-N-Sucht sagt:

        Und nun habe ich mir das Bild noch mal angeschaut und mich gefragt „warum komme ich die Rampe nicht hoch“? Ganz einfach weil der „schwarze Mann“ mich bremst – für mich steht der im Weg – schneide ich ihn weg, bin ich genau bei der Frau auf dem kleinen Hocker. 🙂

        LG Birgit

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  13. Liebe Conny, vielen Dank für den Artikel. Das ist ein Thema, das mich ebenfalls sehr beschäftigt. Und die Diskussion hier zeigt, wie viele verschiedene Aspekte damit verbunden sind. Ich selbst empfinde es im Grunde wie du. Vor dem Hintergrund, dass ich immer schon geschrieben und erst später mit der Fotografie begonnen habe, sind beispielweise auf meinem Blog Bild und Text untrennbar miteinander verbunden. Während meiner Zeit an der Prager Fotoschule machte ich allerdings die Erfahrung, dass die meisten meiner Mitstudenten keinen Zugang zum geschriebenen Wort finden (wollen) und es in Kombination mit ihren Bildern eher als „lästig“ empfinden.

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    • Verfasser

      Am Ende kann man sich doch auch über die Vielfalt und die unterschiedlichen Ansichten freuen, das macht die Welt der Fotografie (-blogs) so schön bunt :-).
      LG, Conny

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  14. HF sagt:

    Gehen wir mal einen Schritt zurück vor das Foto, ehe ich es mache – überlege ich in dem Moment, welchen Text ich dazu habe, warum ich es mache?
    Im Fotojournalismus oder bei Projekten ist das sicher anders, weil ich da von einer Idee ausgehend fotografiere.

    Eine Analogie (lassen wir sie einfach mal zu): Gemälde kommen auch ohne Text aus, werden zumindest ohne Text (mal abgesehen von Titel und eventuell technischen Daten) ausgestellt und leben von der Interpration.

    LG, HF

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    • Verfasser

      Ja, das tue ich tatsächlich. Nicht geplant, sondern der Titel oder ein paar Worte schieben sich oft während des Sehens dazu. Hingegen hast du bei Gemälden recht, denke ich. Ein interessanter Aspekt.
      Danke für deinen Kommentar, der mich zum Nachdenken anregt:-)

      LG, Conny

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  15. Andre sagt:

    Toller Artikel, hat viel Spaß gemacht beim lesen.Ich bin übrigens deiner Meinung, sind Wort und Bild nicht im Einklang wird der Sinn verzehrt. Danke für die Impression.

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