Vegas – bunt, laut, skurril

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Die ersten Tage vor der Motorrad-Tour verbrachten wir in Las Vegas. Eine laute und skurrile Stadt, in der nur das Geld zu zählen scheint. Es war richtig heiß und die Wege weit. Das „mal eben um die Ecke“ bedeutet hier immer einen Fußmarsch von mindestens 20 Minuten. Mich hat Vegas überfordert. Allein die Atmosphäre in den überall präsenten Spielkasinos und die Größe der Hotels sind so eine Sache. Viele Verrückte sind in Vegas unterwegs, auffallen um jeden Preis scheint die Devise zu sein, auch, um damit kleines Geld zu verdienen.

Am Strip angekommen, liefen gerade die Wasserspiele am „Bellagio“, vor dem sich viele Menschen versammelt hatten, um dieses Schauspiel anzusehen. Ich konzentrierte mich auf ein älteres Paar, welches vor mir stand und war froh, einen Ankerpunkt für meine Augen zu haben.

An den beiden nächsten Tagen wurden die Hotels durchstreift. Bei der Hitze auch das Beste, was man tun kann. Die Hotels sind riesig und übertrumpfen sich gegenseitig mit Attraktionen. Am meisten hat mich das „Luxor“ beeindruckt, in Form einer Pyramide gebaut und mit einer unglaublichen riesigen und hohen Lobby. Das New York erinnert  mit der davor platzierten Mini-Ausgabe der Brooklyn-Bridge tatsächlich an diese fantastische Stadt, aber insgesamt ist hier alles übertrieben, protzig und wirkt in der Wüste doch deplatziert. So auch die künstlichen Kanäle im „Venetian“, auf denen singende Gondoliere betuchte Touristen herumgondeln. Alles übrigens unter einem künstlichen Himmel, der mir vormittags das Gefühl gab, es sei schon früher Abend.

 

 

Besser gefiel mir das Hardrock-Café und das einzig interessante Kasino gibt es im Hardrock-Hotel zu sehen. Beide Locations stellen in Schaukästen Bühnen-Outfits, Gitarren, Autogramme, goldene Schallplatten und ähnliches Gedöns berühmter Rock-Größen aus und es gibt dort die leckersten Fritten der Welt :-). Musik, Essen, Ambiente = top!

 

 

Auch in der Fremont-Street, im alten Las Vegas, waren wir. Hier verkehren viele der Einheimischen, denn hier ist es nicht ganz so glamourös und teuer wie am Strip. Aber schräg, noch schräger als am Strip. Stündlich läuft eine Videoshow an der Decke, man begegnet den merkwürdigsten Gestalten und überall dröhnt Musik.

 

 

Das sind diesmal viele Bilder, aber Vegas wollte schnell abgearbeitet werden ;-).

Harley-Tour USA und das Foto-Equipment

Harley-Tour USA II: Warum eine geführte Tour und Death Valley

Harley-Tour USA III: Von Bishop über Mariposa nach San Francisco

Harley-Tour USa IV: San Francisco

Harley-Tour USA V: Highway No.1 – S. F. bis L. A.

Harley-Tour USA VI: L. A. bis Palm Springs

Harley-Tour USA VII: Palm Springs bis Kingman

Harley-Tour USA VIII: Kingman – Williams – Kayenta

Harley-Tour USA IX: Kayenta-Kanabl-Vegas und ein Filmchen

17 Antworten zu Vegas – bunt, laut, skurril

  1. Jörn sagt:

    Du hast das echt klasse eingefangen. Ich weiß aus eigenem Erleben, wie schwer es ist, dort ein Motiv zu sehen und es schön schlicht aufzunehmen, ohne, dass da nicht noch unzählige andere Elemente im Bild sind. Sehr gut gemacht!

    Ansonsten habe ich Vegas exakt so erlebt. Ich wollte von einer Brücke neben „schiefen“ Hochhäusern fotografieren (hatte ich beim Vorbeifahren gesehen). Da dann mit dem ganzen Kamerageraffel wieder hinzukommen – das hat bei uns über eine Stunde gedauert – und „schön warm“ war’s auch. 🙂

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  2. Coole Fotos Conny. ich finde Las Vegas ist ein Muss wenn man schon mal drüben ist. Mit dem Motorrad durch die USA touren muss grandios sein, da beneide ich Euch drum :-). Bin gespannt auf die nächsten Bilder.
    LG, Gilles

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  3. Oh, Las Vegas. Ich bin nie dort gewesen. Aber deine Bilder machen mir -ehrlich gesagt- auch keine Lust darauf, dorthin zu fahren: Zu laut, zu schrill, zu komisch und zu gewollt hipp. Deine Fotos im Stil der Dokumentation passen dazu, sind aber – auch ganz ehrlich – nicht mein Ding. Aber wahrscheinlich von dir genauso gewollt 😉

    Lg,
    Werner

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    • Verfasser

      Das ist auch nicht jedermanns Stadt. Und meine Fotos zeigen, was mich dort optisch angesprungen hat. Für ein ruhiges „in die Situation eintauchen“ war es viel zu unruhig und die zurückzulegenden Strecken zu weit in der kurzen Zeit. Meine Stadt ist es auch nicht. Dagegen ist NY total verschlafen :-D. Ich denke, dass man den inneren Blick des Fotografen auf etwas in seinen Bildern erkennt. 🙂 LG, Conny

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  4. hansekiki sagt:

    Moin Moin Conny,
    ich vermute einfach mal, das die doch ungewöhnlich große Anzahl an Fotos auch für dich dazu dient, das visuelle von dort zu verarbeiten 😉
    Es sind wunderbare Aufnahmen und es passt sehr gut, hier den Betrachter mit viel Farbe und Bildern zu beglücken 😉 Ich kenne ja nur Macau, aber dieses hier ist mit Sicherheit noch ein paar Nummern schriller! Wäre wohl letztendlich auch im Hard Rock Café gelandet 😉
    Lg kiki

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  5. Tolle Bilder und Eindrücke.Da werden Erinnerungen wach. Vor 25 Jahren war ich auch dort. Meine erste Amerikareise -Höhepunkte des Westens. Für mich meine schönste Reise.

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  6. Winterlicht sagt:

    Ich habe überlegt, ob ich hier noch kommentiere, denn die Meinungen sind ja ziemlich eindeutig gegen die Stadt. Und weil ich finde, dass das zu einseitig gesehen wird, möchte ich eine Lanze für Las Vegas brechen.

    Ja, ich verstehe Euch! Zunächst überreizt die Stadt sämtliche Sinnesorgane. Etwas vergleichbares gibt in Europa nicht. Und so habe auch ich bei meinem ersten Las Vegas Besuch 3 (!) Tage gebraucht, um mich wohl zu fühlen. Mir wurde klar, dass es eine Partystadt ist und das es auch nur darum geht. Und ich verstehe sogar das Bedürfnis der Amis nach so einer Stadt. Ich habe einige Jahre in Texas gelebt. Dort ist es unüblich Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken. Clubs und Diskotheken schließen um 1 Uhr nachts. Wenn man also nicht auf einer privaten Party weiterfeiert, endet um die Zeit das Nachtleben. Gleiches gilt auch für andere Bundesstaaten (aber wohl nicht für die Großstädte). Wundert es da wirklich, dass die Amis das Bedürfnis nach einer Stadt haben, in der solche Beschränkungen nicht gelten?

    Das kann man als Europäer gut oder doof finden, aber wir können auch ganz anders feiern. In jeder Stadt. Und Sperrstunde gibt es hier auch nicht.

    Von daher: ich mag Vegas für das, was es ist. Eine Stadt um Party zu machen und die Sau rauszulassen. Das muss man nicht tun – mach ich schon lange nicht mehr, aber das Treiben zu beobachten fand ich jedes Mal spannend.

    Deine Fotos finde ich sehr gelungen. Ich stimme Dir voll zu, dass es schwierig ist in der Stadt zu fotografieren. Und im Gegensatz zum bunten Treiben, hat mir das Fotografieren dort keinen Spaß gemacht. 😕

    Und nun stöber ich weiter durch Deine Reiseberichte und USA-Fotos. ☺

    LG Annett

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